FOR THE PEOPLE ¥OK EDVCATION FOR SCIENCE LIBRARY OF THE AMERICAN MUSEUM OF NATURAL HISTORY Bound at A.M.N.H. 1916 ^ Verhandlungen sf-n^-oHn^^ik) der Ornithologischen Gesellschaft in Bayern 1906. Band VII. Im Auftrag der Gesellschaft herausgegeben von Dr. med. C. Parrot, I. Vorsitzender der Gesellschaft, Ausschußmitglied der Deutschen Ürnithol. Gesellschaft und des Vereins für Naturkunde in München, Ehrenmitglied der Ungar. Ornith. Zentrale in Budapest, korresrondierendes Mitglied der Naturhistor. Gesellschaft in Nürnberg, Mitglied des permanenten internationalen ornithologischen Komitees. München 1907. Im Buchhandel zu beziehen durch die Verlagsbuchhandhuig Gustav Fischer in Jena. ^/A «^Ä^/tf»^ c4p^<^- K. B. H..I'- iinil rniv..Biii-liilriickni!. 2 — 18 — Vorsitzender fügt bei, daß die Turmst'hwalbe gelegentlich juuge Sperlinge auswerfe, was Herr Nnßbaumer bestätigt. Auf Ansuchen der Verwaltung der Regierungsbibliothek der Ober p falz Avurden die bislang erschieneneu Jahresberichte unent- geltlich zur Verfügung gestellt, nachdem im Kreise der dortigen Ke- gierungsbeamten Interesse für unsere Publikation bestehen solle. Von Herrn Bertram liegt ein interessantes Manuskript vor, das über eine bedeutende Rüc k zugsersche i uung , die er bei Kaisers- lautern anfangs März beobachten konnte, handelt: es soll in den ,.Orui- thologischen Monatsberichten'" veröffentlicht werden (ist bereits geschehen: 1906, p. 137). In der letzten Zeit hat Herr Bertram abermals eine nach Westen gerichtete Bewegung von annähernd gleichen Dimensionen konstatieren können, über welche er in einem beiliegenden Briefe aus- führlicher berichtet. Oberst Elten bemerkt, daß er eine ähnliche wilde Flucht von zurückgekehrten Zugvögeln in Peblau aus seinen Tagebüchern nachweisen könne; es war anfangs März ein Witteruugsumschlag mit starkem Schnee- fall eingetreten : der Zug der Lerchen, Kibitze etc. war nach AVesteu gerichtet uud hielt 5 — 8 Tage an. Vorsitzender erzählt, daß ein Herr am 24. März bei eiuem Spaziergang 15 tote, also wohl verhungerte Vögel gefunden habe. Herr Nußbauiuer erwähnt ähnlicher Fälle, auch daß Rotkehlchen ermattet auf die Hand geflogen seien. Dr. Parrot setzt hinzu, daß sein Jagd- aufseher eine Misteldrossel tot aufgefunden habe, die äußerst abgemagert war: gerade die größeren Vögel schienen sich schwerer zu ernähren. Bei Kaiserslautern seien aber auch Drosseln unter den ,. Rückzüglern" ge- wesen. Das Zurückweichen der Isothermen wirke wohl auf den Zug- vogel Avie ein Zwang, wenn stärkere Differenzen auftreten. Herr Eltcu meint, daß Schnee nach seiner Ausiclit die zwingende Ursache sei. Harte Kälte ohne Schnee sei niclit so schlimm. Die Kälte störe z. B. die Schnepfe nicht, so lange sie stechen könne. Es wird mitgeteilt, daß bereits eine große Anzahl von Forstleuten ihre Bereitwilligkeit zur Anstellung von Beobachtungen erklärt habe. Darauf wird iu die Besprechung der neu eingelaufenen Literatur eingetreteu. Zu einem interessanten Artikel von C. Linduer, „Ein Beitrag zur Biologie des Steiusperlings" (Ornithol. Monatsschrift 1906, p. 120) bemerkt der "S^orsitzende, daß ihm das durch Dr. Heu n i ck e am Schlüsse mitgeteilte Vorkommen, ja Nisten des Vogels bei Tittiug (Ingolstadt) mehr als verdächtig erschienen wäre: er habe deshalb au den dort genannten Gewährsmann geschrieben und dann von Frau Dr. Karl Gause einen aust'ülirlichcu Bescheid erhalten, der einen Zweifel darüber, daß es sieh bei den „im Winter seit Jahren im Hausgarteu beobachteten gelben Sperlingen" nur um Goldammern handeln konnte, nicht aufkommen läßt! In der gleichen Zeitschrift (p. 188) findet sich eine eingehende Besprechung des Dunkerschen Buches „Der Wanderzug der Vögel" durch unser Mitglied Freiherrn Geyr v. Seh weppen bürg, welche — 19 - seine großen Mängel sehr treffend liervorliebt und sich namentlich gegeil die kritiklose Akzeptierung der Zugstraßentheorie Palmens wendet. Auf eine am gleichen Orte (p. 148) erschienene Studie von Job. Schürer „Über den extrannptialen Gesaug der Vögel' wird noch auf- merksam gemacht: der am Schlüsse der Ausführungen gebrachte Er- klärungsversuch will dem Referenten allerdings (wie Verfasser sich selbst ausdrückt) „als eine sehr gewagte Hypothese" erscheiuen. Wenn Verfasser die Annahme, daß der Ausgangspunkt der Entwicklung des Vogelzugs der Norden sei, knrzer Hand als irrig bezeichnen zu müssen glaube, so drücke er sich hier wohl auch etwas zu apodiktisch aus, denn die These, daß die Urheimat unserer Vögel in Afrika zu suclien ist, könne keineswegs als erwiesen gelten. In der „Zeitschrift für Ornithologie und prakt. Geflügelzucht" (1906, Nr, 4 u. 5) findet sich ein längerer Artikel „Der Star ein Feind des Gartens und Vogelfreund'' von A. Darmer, in welchem in maßlos über- triebener Weise gegen diesen Vogel Stimmung zu machen versucht wird. Aus seiner Bibliothek legt Vorsitzender den inhaltsreichen Band XII der „Ornis-' (1902 — 1904) vor und bespricht speziell einen großen Ar- tikel des Belgiers Dr. Quinet „Considerations sur les oiseaux d'Egypte", der hier kaum Neues zu bringen weiß und aucli in einem dem „Zug" gewidmeten Kapitel sich auf gänzlich ausgetretenen Bahnen bewegt 5 den am Schlüsse gegebenen synoptischen Tabellen über das Verhältnis von Zugausdehnuug und sommerliciier Verbreitung der einzelnen Arten (mit Außerachtlassung des Subspezies und zahlreichen Irrtümern, auch einer geradezu vorsintflutlichen Nomenklatur — einige Beispiele: Charadriiis aureus, Aegialitis torquatus, Äctitis guineita, Porzana marueUa, Porzana parva^ Rallus BaiUoni, Fulica atrata, Falco coiniinmis, Corvus clnereiis, Sylvia garriüa, Motacüla cinerea — ) und vollends den völlig hypothe- tischen Zugstraßenkarten sei jeder Wert abzusprechen. Der Vorsitzende gibt hierauf Kunde von dem Tode des bekannten Führers der Schweizer Ornithologen Dr. Viktor Fatio in Genf, dem er einen warmen Nachruf widmet. Herr Nußbaumer zeigt einen Bastard von Corvus corone und cornix, ein sehr starkes Exemplar. Herr v. Besserer bemerkt hierzu, daß das Kreuzungsprodukt von Königs- und Kupferfasan ebenfalls stärker sei als einer der Eltern, wozu Dr. Parrot bemerkt, daß er in seiner Arbeit „Zur Systematik der paläark- tischen Corviden" auf die Stärke der Rabennebelkrähenbastarde, die mindestens dem meist etwas größeren C corone näher stünden wie cor- nix, bereits liingewiesen habe (Zoolog. Jahrbuch. Abteil. Syst. Bd. XXIII, p. 261). Der Vorsitzende demonstriert hierauf aus seiner Privatsammluug Bälge von Puffums griscus (Gm.) — ein adultes Weibchen, das als große Seltenheit am 25. September vorigen Jahres auf Helgcdand erbeutet worden — , Corvus mncrorlujnchos osai Ogawa von Loo Choo Islands, Lanis minutus von Helgoland — cf j^^i'v 3. November 1905 erlegt — -, 2* — 20 - Caccabis petrosa (Gm.) aus Sardinien, C. nifa madcrcnsis Tscli. von Madeira und C. saxalüis (Meyer) aus Epirus, Herr Elten berichtet noch über das Massenfeilhalten von Wachteln im Eeichslaud und erzählt von einem Grünspecht, der durch das ''JVom- melu eines Buntspechts herangelockt wurde; die beiden gerieten schließ- lich in einen Kampf. Sitzung am 20. April. Vorsitz.: Herr Dr. Parrot. Sehriftf. : Herr Lesmüller. Die Anwesenden befassen sich mit der Besprechung interner An- gelegenheiten und tauschen ihre Ansflugsbeobachtungen untereinander aus. Monatsversammlung am 4. Mai. Vorsitz.: Herr Dr. Parrot. Schriftf.: Herr Dr. Sehn orr v. Carolsfeld. Der Vorsitzende gibt den Einlauf bekannt und berichtet über eine Sitzung des „Ausschuß für Naturpflege", der er inzwischen bei- gewohnt. Es hält hierauf Herr Dr. Leisewitz seinen angekündigten Vor- trag über „Neuere Untersuchungen über die Nahrung der Vögel" (s. Teil II), In der sich anschließenden Diskussion findet es Baron v. Besserer auffallend, daß gerade während der Brutzeit die Aufnahme von nütz- lichen Säugetieren seitens der Raubvögel so gering sei. A'orsitzen- der hält es für beachtenswert, daß auch die Weihen nicht so schädlich seien, als allgemein angenommen werde: denn sie beteiligten sich sehr am Mäusefaug. Herrn Elten ist das günstige Urteil über die Rohr- weihe aufgefallen, welche nach seiner Beobachtung ein schädlicher Nest- räuber der Enten sei, deren Eier und Jungen sie frißt. Nach Baron v. Besserer wird von aufgenommenen Eiern nichts berichtet, wohl weil ihre Verdauung zu rasch vor sich gehe. Der Vorsitzende macht darauf aufmerksam, daß die Entleerung der Gewölle rasch zu erfolgen scheine, damit wieder Platz geschaffen werde. Vortragender konstatiert in Übereinstimmung mit dem Vor- sitzenden, daß bei Sperbern und Habichten sich besonders oft leere Magen fänden, weil viele sich mit der Falle fingen, wobei der Magen entleert werde, bis das Tier aus der Falle genommen würde. Herr Nußbaum er erklärt, daß auch bei nicht in der Falle ge- fangenen Habichten und Sperbern der Magen meist leer gefunden wei'de, was der Vorsitzende bestätigt und mit der Eigenart der Nahrung, welche hier nicht immer zur Verfügung stünde, erklärt. Auf eine Anfrage tles Vorsitzenden bezüglich der von AI. Bau vertretenen Ansicht (Über Nutzen und Schaden der Vögel und über A^ogelficliutz |Sep. aus Nattn-geschichte d. deutschen A'ögel von C. G. Friedrich]) geht der Vortragende auf einige Punkte näher ein, vor- zugsweise auf die Frage nach den Gründen des Erlöschens von Massen- vermehrungen schädlicher Forstinsekten, hebt die Bedeutung der bakteriellen Krankheiten hervor und macht auf Grund eigener früherer Untersuchuntren — 21 — iiäberu Augabeu über das Zahleuverbältnis der vou tieriscbeu Parasiten, liaiiptsäcblicb Sclilnpfwespen und Raupenfliegen, befallenen Raupen vou forstschädlicben Scbmetterliugs-Arteu. Scbließlich macht er noch einige Bemerkungen über die bei Untersuchungen der Mageninhalte von Vögeln anzuwendende Technik und über die Notwendigkeit großer Reihen von Einzeluntersuchungen. Herr v. Besserer teilt mit, daß sich in Immenstadt im Magen eines Waldkauzes eine Forelle gefunden habe. Interessant wären Magen- uutersuchungeu beim Fasan, der nach ihm Kartoffeln anfrißt. Herr Dr. Parrot verliest hierauf ein ausführliches Referat ,, Natur- schutz in der Yogelwelt", das, für den ,, Landesausschuß für Naturpflege" bestimmt, namentlich auf die Notwendigkeit staatlicher Maßnahmen zum Schutze aller mit Ausrottung bedrohter Vogelarten hinweist und zu diesem Zwecke die Schaffung einer Anzahl größerer Schutzgebiete, wie sie in gewissen, günstig situierten Staatsforsten u. dergl. bereits gegeben seien, empfiehlt: der eingehenden Begründung dieser Anregung, deren Durch- führung keinen zu großen Schwierigkeiten begegnen könnte, ist ein ge- naues Verzeichnis aller derjenigen Arten angehängt, welche begonnen haben, bei uns selten zu werden oder welche überhaupt seit längerer Zeit schon als „Raritäten" der bayerischen Fauna, ja als zum Teil förmliche Unica, was ihr Brutvorkommeu in Deutschland anlangt, an- gesehen werden müssen. An die Frage des Vorsitzenden, ob noch weitere Propositionen an den Landesausschuß seitens der Versammlung gemacht werden wollten, macht Herr Oertel darauf aufmerksam, daß durch die Tätigkeit der staatlichen Flurbereinigung vielfach in bedauerlichster Weise Bäume und Hecken von den Feldern und Bachufern verschwänden, wodui'ch die Brutgelegeuheiten der Vögel immer mehr vermindert würden. Baron V. Besserer glaubt, daß hierzu schon eine Verfügung des Ministeriums vorliege. Herr Dr. Leise witz betont, daß auch ein Seengebiet in die Schon - gebiete mit einbezogen werden solle, z. B. das der Osterseen. Der Vorsitzende bemerkt, daß dies schon Berücksichtigung gefunden habe, und daß auch au die Avifauua der Flüsse (Flußkorrektionen) und Moore gedacht werden müsse, daß ferner der Mithilfe von Privaten und Ge- meindeverwaltungen, die etwa im Besitze von Wildparks resp. Moor- gebieten und Seen seien, nicht zu eutrateu sei. Die neu eingelaufene Literatur wird zum Schlüsse ohne eingehendere Besprechung herumgegeben. Monatsversammlung am 22. Juni. Vorsitz.: Herr Dr. Parrot. Schriftf. : Herr Hirsch. Vorsitzender verliest die eingegangenen Korrespondenzen. Ein Anschreiben des k. Konservatoriums der zoologisch-zootomi- schen Sammlung des Staates dankt für die seitens der Teilnehmer an einer \'ereinsexkursion gesannnelten und dahin überwiesenen Objekte, — 22 — bestelieud aus: 1 vollstäucligen Neste mit 3 Duuuciijuugeu von Larus rülihundiis, 3 Nesteru mit Eieru von Stcrna liiriDido^ 2 Gelegen vou Sterna niloticn, 1 Nest mit 4 Eieru vou Totnmis totanus uud desgl. 4 Dunenjuugen, 1 Nest mit 4 Eiern vou Vancllus vauellus: der Bitte, sämtliche Objekte zu eiuer biologischen Gruppe vereint zur Aufstelluag zu bringen, soll baldmöglichst entsprochen werden. Zu einer auläßlicli des 80. Geburtstags seiner Exzellenz des Wirk- lichen Geheimen Kats Professor Dr. v. Neumaycr am 17. Juni in Neustadt a. d. PI. stattfindendeu Festfeier ist von dem hierzu konsti- tuierten Comite Eiuladung au die Gesellschaft ergangen. Der Vor- sitzende hat dem Jubilar, den er persöulicli zu kennen den Vorzug hat, brieflicli gratuliert. Herr Dr. Parrot berichtet sodann über deu abermaligen Erhalt eines Nestes mit 5 frischen Eiern der Wieseuweihe vom Erdinger Moos. Er erwarb dasselbe samt den .zugleich abgeschossenen Alten uud schenkte das ganze au die Staatssammlung. Herr Fischer- Augsburg schreibt, daß das Hocliwasser des Lech neuerdings alle Kiesbänkc mitsamt den Nesteru der englischen See- schwalbe weggeschwemmt habe. Vorsitzender übermittelt noch die Grüße des kürzlich hier weilenden Herrn Paluka uud teilt mit, daß Herr Dr. Gen gier als Oberstabsarzt uach Metz versetzt sei: er spricht hierbei die Hoffnung aus, daß unser hochverdientes Ausschußmitglied durch diese Versetzung für die Arbeit der Beobachtungsstationeu nicht verloren gehen werde. — Baron von Besserer erhält danach das Wort zu seinem ange- kündigten Vortrag über „Die Ergebnisse eines am 19. Mai ver- anstalteten Verein s aus flugs an den Lech" (ist bereits veröffent- licht in Band VI der „Verhandlungen-' p. 123). Herr Bach manu teilt mit, daß er zwischen Schleißheim mid Dachau eine Menge Eierschalen vom Birkhuhn, Fasan und Kephuhn gefunden habe, die wahrscheinlich von Krähen au den Platz geschleppt waren. In der uämliclien Gegend fand gleichfalls Herr Hirsch auf einem Waldwege eine Anzahl zerstörter Eier vou Fasan und Rephuhu, Es wird liierauf die neu eingelaufene Literatur vorgelegt und be- sprochen. In der „Naturwissenschaftlichen Wochenschrift" (H. 21) be- handelt Professor Killermaun „Amsel und Singdrossel''. Baron V. Besserer schreibt in der „Bayerischen Forst- uud Jagdzeitung" (Nr. 13) über ..Die Zwergtrappe in Bayern". Zum Kapitel der Vogel- uud Bieueuschädlichkeit des J^iii/fs rolhir/o äußert sich Pfarrer Rendlc in der „Gefiederten Welt'. Monatsversammlung am 5. Oktober. Vorsitz.: Herr Dr. l'arrot. Schriftf. : Herr Hirsch. Vorsitzender berichtet über dii' Vorkonumiisse in den Ferien: au Bcsuclieu von auswärtijreu Mitsliedern sind zu verzeichnen gewesen — 23 — juue der Herren Bcrtrnm, Erclt, Fischer, Graf Mirbucli, Prüf. Reiche u ow. Seitens des k. Ministeriums des Innern für Kirchen- uud Schulangelegenheiten ist bedauerlicherweise der Bescheid einge- troffen, daß zur Gewährung einer Subvention an die Gesellschaft keine Mittel zur Verfügung stünden: es ist dieser Bescheid um so über- raschender gekommen, als in der 171. Sitzung der Kammer der Abge- ordneten vom 11. Juli dank der Befürwortung, welche unsere Eingabe durch den Berichterstatter, Herrn Abgeordneten Dr. Schädler ge- funden habe, der Antrag auf Würdigung der Petition angenommen worden war und seitens der k. Staateregierung ausdrücklich betont wurde, daß dieselbe der Petition günstig gegenüberstünde : der Herr Staatsminister, der versicherte, daß die moralische Unterstützung auch seinerseits der Gesellschaft sicher sei, bemerkte allerdings schon in jener Sitzung, daß eine Subvention nicht gegeben werden könne. Vorsitzender teilt mit, daß nunmehr die zum Garau tiefe nds gezeichneten Beträge bezw. die Geldgeschenke an die Kassa, welche eine ganz ausehnliche Summe repräsentierten, zur Einhebung gelangen würden, und spricht auch bei dieser Gelegenheit den opferwilligen Spendern im Namen der Gesellschaft den verbindlichsten Dank aus. Am 7. Juli erstattete der Vorsitzende vor dem „Laudesausschuß für Naturpflege" sein Ecferat über „Naturschutz in der Vogelwelt'', das bereits im Druck vorliegt (s. Bayer. Forst- u. Jagdzeitung" 1906, Nr. 24). Es sind nunmehr seitens sämtlicher Kreisregierungen die Listen der forstlichen Beobachter eingelangt, eine stattliche Zahl von ca. 570 Namen. Im Einlauf befindet sich ferner eine Einladung des „Bundes Heimatschutz" zu seiner in München stattfindenden Jahresversammlung. Im Mittelpunkt der Verhandlungen — die Tagung ist bereits vorüber uud konnte leider nicht beschickt werden — stand die Erhaltung der Landschaft mit ihren Natur- und Kulturdenkmalen. Es gelangt hierauf ein Brief des Herrn Eppelsheim nachträglich zur Verlesung, welcher eine Schilderung eines Ausflugs zu einem in der Nähe von Oldenburg (Holstein) stehenden K olkraben hörst enthält, der Nachstehendes zu entnehmen ist: „Der Förster des groß- herzoglichen Forstes läßt den Vögeln, auf die er ordentlicli stolz ist, seit einer langen Reihe von Jahren möglichst Schutz angedeihen. Nur die Jungen werden nach dem Ausfliegen in der Nähe des Horstes ab- geschossen. Etwa 10 Minuten vom Forsthause entfernt kamen wir an eine kleine Lichtung, auf der einige recht hohe Rotbuchen standen. Schon von weitem fiel auf einer derselben ein außergewöhnlich großer Horst auf, der beim Nähertreten deutlich die Spuren seines Alters zeigte und wohl einen lialben Meter hoch sein durfte. Er steht in der obersten Gabel, etwa 15 — 20 m hoch, und ist aus ziemlich starken Reisern zusammengetragen. Ich war nicht wenig erstaunt, das Weibchen, das in der Nähe des Nestes saß, so wenig scheu zu sehen, zumal ich hörte, daß in der letzten Zeit dort fast täglicli Schnepfen (53 im — 24 — gauzeu !) geschosseu wurtkni. Beim Abstrcicbeu ließ es ein lautes nicht uumelodisches ,.kah" ertönen, worauf sich alsbald von der anderen Seite das Männchen einstellte: sie trieben sich dann znsammeu in der Nähe herum, uns immer im Auge behaltend. Einmal bäumte das Männchen auf ca. 200 m auf und hackte — wohl aus Wut — längere Zeit in den dicken Ast, auf dem es saß. Auf dem Rande des Horstes, der noch nicht erstiegen worden ist, erschienen von Zeit zu Zeit die schon drei Viertel flüggen (25. IV.) Jungen, worauf die Alten immer wieder Marnten. Im Januar sollen sie schon mit dem Bauen begonnen haben und wären somit quasi Staudvögel. Möge es den Alten noch lange vergönnt sein, so ungestört da-s ganze Jahr hier zu hausen! Von GewöU und sonstigen Resten war unter dem Baum in hohem Laube nichts zu finden." Herr Notar Braun sandte eine kleine Sammlung selbst gefundener Rohrsänger-Nester, die an die Staatssamralung überwiesen wurden. Hire Bestimmung wurde dem Vorsitzenden durch teilweise beiliegende Eier, Junge und Nestalte ermöglicht : die meisten erwiesen sich als Acrocpphalus stirpcnis-'Nester^ eines, das in einem Johannisbeerstrauch des Amtsgerichtsgartens stand, als Acroccphalus strepcrus horticoliis (Naum.) : naeh Bauart (vgl. Jahresber. II, p. 35) und beiliegenden Eiern zu urteilen, fand sicli aber auch ein zweifelloses Sumpfrohrsänger- Nest — in Brennesseln gebaut — in der interessanten Kollektion. Der Vorsitzende berichtet ferner über einen im Mai von Herrn Eppelsheim erhaltenen Llrbiator arcticus^ der auf beiden Augen starke Hornhauttrübungen aufwies, also blind gewesen sein dürfte: der Vogel befand sich im Mai noch im vollständigen Jugendgefieder. Herr Professor Ries teilt brieflich mit, daß bei Bamberg Caprinnihjus häufig sei, Pratincola ruhicola Brutvogel: Locustella fJuviatiUs (Wolf) wird als sicher konstatiert augegeben. Interesse erregt die Feststellung von Einberi\a cirlii^- bei Dürkheim in der Rheiupfalz. Vom Vorsitzenden wird hierauf die reichhaltige Literatur vor- gelegt. In der ..Zeitschrift für Natur und Offenbarung-' (Bd. 52 Heft 9) ist ein Artikel von Otto Meyer, M. S. C, bemerkenswert über die Vögel der Insel Vuatom, Beitrag zur Ornis des Bisniarckarchipels. Monatsversammlung am 23. November. Vorsitz.: Herr Dr. Parrot. Schriftf.: Herr Dr. Sehn orr v. Car ol s f eld. Der Vorsitzende legt den Einlauf vor und gibt einige Neuan- raeldungen für 1907 bekannt, darunter die Gesellschaft Pollicliia, ein naturwissenschaftlicher Verein der Rheinpfalz. Er übermittelt sodann den Anwesenden die Grüße des kürzlich vorüber- gehend aus Cölu anwesenden Herrn Dr. Clevisch. Seitens der kalifornischen ..Academy of sciences" liegt die Aufrage vor, ob die Gesellscluift die Geneigtheit besäße, die beim Brande in San Francisco vernichteten Bände unserer Publikation zu ersetzen. Es — 25 — Avird bcscLlossen, dein Ersuchen stattzugeljen und sänitliclies Erschienene nbermals zu übermitteln. Professor v. Burg- teilt mit, daß er die von ihm mitredigierte scliweizerische Jagdzcitschrift ,. Diana"' der Bibliothek gratis zur Verfügung stellt. Herr l)r, Parrot legt hierauf aus seiner eigenen Bibliothek vor: Frz. Graf v. Pocci, „Der Fasan in Bayern, eine historische und zoologische Darstellung'', mit 10 farbigen Tafeln in Autotypie vind zahl- reichen Textbildern (München 1906, E. Hirsch), ein auf Anregung des K. Einanzministeriums für die Jubiläumsausstellung in Nürnberg ver- faßtes Werk, das, als förmliche Monographie des heimischen Jagdfasans behandelt, in gleicher Weise durch Gediegenheit des Inhalts wie vornehme Ausstattung fesselt und in keiner Bibliothek jagd- zoologischen Inhalts künftighin fehlen dürfte, ferner Paul Kollibay, „Die Vögel der preußischen Provinz Schlesien" (Breslau 1906\ eine geradezu mustergültig zu nennende ,. Lokalfauna" : Dr. Gengler, „Die Vögel des Regnitztales und seiner Nebentäler" (Sebald, Nürnberg u. Leipzig 1907), ein sorgfältig geschriebenes, mit einer Anzahl charakteristisch aufge- faßter, von des Verfassers eigener Hand entworfener bunten Täfeln ausge- stattetes Buch, das seinen Zweck, „Jäger, Jagdliebhaber, Spaziergänger, vor allem aber die Jugend für die Gestalten der heimischen Vogel weit, und zwar der engsten Heimat, zu interessieren etc." in vollstem Maße erfüllt, ja darüber hinaus durch seine sehr genaueu Augaben über das Vorkommen der einzelnen Arten im Gebiete, wie durch da und dort eingefügte Maßtabelleu auch dem Fachmanne, der sich rasch über die einsrhlägigeu Verhältnisse orientieren will, sehr willkommen sein wird, obschon dies, nachdem jegliche Zitierung anderer Beobachter vermieden ist, weniger beabsichtigt gewesen zu sein scheint. Es wird ferner vorgelegt: G. Gl od ins, „2. und o. Ornithologischer Bericht über Mecklenburg" für das Jahr 1904 und 1905: in ersterem sind beachtenswerte Mit- teilungen zur Vogelzugsfi'age enthalten, besonders hinsichtlich des Zuges von Ciconia. Die Stellungnahme des Verfassers zur Nomenklaturfrage findet Referent ganz berechtigt. Eine ansprechend geschriebene Broschüre „Erhaltet unserer Heimat die Vogelwelt" von Privatdozent Dr. Konrad Günther wendet sich au alle Tierfreunde, Tierschutz- und Verschöue- rungs vereine, Verwaltungen etc. und dürfte ihren guten Zweck nicht verfehlen, wenn man sich auch nach Ansicht des Referenten nicht mit allen Einzelheiten einverstanden erklären könne. So berühre es eigen- tümlich, wenn in einem Atem unter den schädlichen Vögeln neben Habicht und Sperber die Weihen und der Uhu genannt würden, wo dem letzteren doch eher ein gewisser Schutz angedeihen zu lassen wäre. „Den Gelegen unserer Singvögel stellen Elster, Eichelhäher und — Kolkrabe nach'', heißt es: das ist eine nicht angängige Zusammenstellung und beruht wohl bezüglich des letzteren auf einer Verwechselung. Daß die Kohlmeise „gar nicht so selten als Räuberin sich entpuppe, indem sie Vogelnester aus- nehme', ist eine etwas starke Übertreibung, Als „recht schädlicher und lästiger VogeP' verdient wohl aucli ..der Spatz'' nicht hingt'Stellt zu werden. Eine starke Übertreibung liegt in der V^erdammung des ^26 — HuudeS; als „des weitaus schätlliclisteu Tieres, was es iu uuserer Heimat gibt!"' Seine „Gemeiugefährlichkeit" liegt zwar in einer ganz anderen Richtung als bei den Tieren des Waldes, aber die Ecliinococcus-Gefahr erscheint iu ilirer Häufigkeit doch hier arg überschätzt. Wenn von einem „Weltreisenden"' behauptet wird;, daß er iu Japau „nirgends" deu süßen Vogelgesang gehört habe", so kann das zufällig ja seine Richtigkeit haben, aber auch dort fehlt es ganz und gar nicht an vorzüglichen Säugern. Über den Wert der Gesäuge kann man wohl verschiedener Ansicht sein : doch möchte Referent bei aller Vorliebe für die Sing- drossel den Gesang der Amsel doch nicht ohne weiteres als viel abge- rissener und weniger melodisch bezeichnet wissen. Was die Verminderung der Schwalben anlangt, so ist sie durchaus keine gleichmäßige, ja es läßt sich manchen Orts sogar eine Zunahme gegen frülier konstatieren. Die Notwendigkeit einer Erhaltung aller mit Ausrottung bedrohter, wenn auch ,, schädlicher" Vogelgestalten erscheint viel zu wenig betont. Daß Verfasser die ,, Deutsche ornithologische Gesellschaff' allen Ernstes uebeu dem österreichischeu Bund für Vogelfreuude unter den speziellen Vogelschutzvereinen aufführt, zeigt, daß er sich, obwohl er auch schon über den Vogelzug geschrieben, mit wissenschaftlicher Ornithologie noch wenig befaßt zu haben scheint. Schließlich findet noch eiu Aufsatz von Seh iller-'i'ietz in der ., Bayerischen Forst- und Jagdzeitung" (1906, Nr. 30) „Vom aussterben- den Uhu"' Elrwähnung, der für die Erhaltung der Art eintritt. Herr Nußbaum er demonstriert hierauf verschiedene Bälge von Calandrella hrachydactyla (Leisl.), MelanoconjpJia calandra (L.), M. ijcl- toniensis (Forst ), HydrorJ/elidoii iiif/ra (L.) und lujbrida (Pall.) Schließlich ergreift Herr Dr. Parrot das Wort zu seinem ange- kündigten Vortrag ,,Uber die Methodik der Vog el z ugsforschuug" (erscheint an anderem Ort\ Die sich anschließende Diskussion verbreitet sich besonders über deu Begriff Instinkt namentlich in Anwendung auf die Erklärung des Zugphäuomens. Monatsversammlung am 7. Dezember. A'orsitz.: Herr Dr. Parrot. Schriftf. : Herr Dr. Schnorr v. Carolsfeld. Vorsitzender gibt den Einlauf bekannt und teilt mit, daß un- vorhergesehener Schwierigkeiten wegen, die sich bei der Redaktion des Jahresberichts ergaben, dieser leider erst im Frühjahr zur Ausgabe ge- langen könne; die Erwartung, diesmal durch eine Hilfskraft bei der Herausgabe unterstützt zu werden, habe sich für ihn leider nicht erfüllt. Von Graf Pocci liegt das Ersuchen vor, wegen längerer Abwesen- heit von München von der Stelle des 11. Vorsitzenden enthoben zu werden. Auf Vorschlag des Vorsitzenden erklärt sicli Herr Baron V. Besserer bereit, diese Fiuiktion bis zur Neuwahl zu übernehmen. Die dann folgende Tjiteraturbes])rechung durch den \'orsitzenden gellt namentlich auf die letzten Berichte iiber den Fortgang der Arbeiten — 27 — bei der ,,Ki'oatisclieü Oruithologisclieu Zeutrale'^ luul au der ,, Vogel- warte Rossitteu" ein. Die Dai-stelluug des Herbstzuges seitens der erstereu will den Referenten uoch uicht so recht befriedigen, wie ihm auch der auf 40 Seiten zusammengedrängte Bericht der Vogelwarte über das Beobachtungsjahr 1905 diesmal etwas dürftig ausgefallen zu sein scheint; vielleiclit sei die Lage der Station, die im übrigen im Ausbau ihrer Sammlung und Bibliothek sich ausgezeichnet weiter ent- wickele, doch nicht derart, daß sich von ihr erstklassige Zugsbeobach- tungen (namentlich hinsichtlich der nächtlichen Vorgänge), wie sie an der Nordsee möglich seien, erwarten ließen. Es findet hierauf die Fortsetzung des Vortrages von Herrn Dr. Parrot über ,,Die Methodik der Vogelz ugsforschuug" statt. Herr Elteu berichtet, daß er Krähen bei Nebel tief, bei klarem Wetter aber mindestens 2000 m hoch ziehen sah bezw. nur hörte. Herr V. Besserer bestätigt dies für Nwiticnius arquafus. In Entfernung von 1300 Schritt Avar nacli Herrn Elton noch jede Krähe erkennbar, also in sehr viel bedeutenderer Entfernung noch überhaupt siclitbar. Dr. Parrot erwähnt, daß dm-ch künstliche Versuche die Erkennbarkeit für sehr große Entfernungen festgestellt sei. Dei' Vorsitzende wirft die Frage auf, ob Krähen auch nachts ziehen, da er im September in später Abenddämmerung noch diese Vögel in bedeutender Höhe nach Westen ziehen gesehen habe. Herr Elton sah in Straßbnrg, daß Krähen sich zu vielen Tausenden versammelten, sich wieder verteilten und erst spät abends bei völliger Dunkelheit unter prasselndem Geräusch in die Pappeln einfielen, um da zu über- nachten. Dr. Parrot meint, daß das wohl das Betragen winternder Krähen sei, nicht aber von auf dem Zuge befindlichen. Bezüglich des Zuges nach Alter und Geschlecht weist Herr Baron V. Besserer darauf hin, daß es sich bei einzelnen auch um ehelose Vögel handeln könne: ein Teil bestehe aber jedenfalls aus Alten, die nach vollendeter Mauser erst wegziehen. Es wird dann noch über das Verhalten von Kuckuck und Ziegenmelker gesprochen: von letzteren sah v. Besserer Junge noch Ende Oktober. Baron v. Besserer gibt zum Schlüsse die Beschreibung einer in Privatbesitz befindlichen partiell albinotischen Kohlmeise, welche am 11. November 1895 in den Fröttmaninger Isarauen erlegt wurde, wo sie sich unter Blaumeisen herumtrieb: „Schnabel und Läufe sowie Zehen lichtbrauu, Läufe namentlich auf der Rückseite etwas dunkler, Schnabel auf der Firste ebenfalls einen dunkelbraunen Strich, Krallen weiß: Kopfplatte hellbraun, an der Stirne etwas dunkler: Wangen und Ohrdecken rein weiß mit schönem Seiden- glanz; die Kopfplatte verläuft gegen den Hinterkopf, im Genick ein weißer Fleck; lichtbraune in mattes Gelb übergehende Bänder ziehen sich beiderseits an den Halsseiteu heral) und vereinigen sich mit dem lichtbraunen Kehlfleck: Kinn hellbraun. Vom Kehlfleck, dessen äußere Unu-audung etwas dunkler und von einem ganz schmalen, weißen Rand umsäumt ist, zieht sich ein sclimaler. hellliraun verlaufender Streifen — 28 — gegen eleu Baucli, der von hellgelbeu Federn uuterbrücheu mit einem braunen Fleckchen am Bauche endet; Brust und Seiten hellzitrunengelb: Bauch lind Hosen weiß, Unterschwanzdecken weiß mit einzelnen hell- braunen Fedei'chen. Nacken hellgelb mit grünlichem Schimmer. Ober- rücken hellgelbbraun, zwischen den Schultern dunkler, gegen den Unter- rücken in hellbraungrau übergehend; obere Schwanzdecken hellbraun: Schwanzfedern hellbraun mit weißen Kielen, Außeufahne heller, mehr ins grauliche übergehend, auf Innenfahne braun mit Rostglauz vor- herrschend} die beiden äußersten Federn mit weißgrauem schmalem Saum; Schwingen 1. Ordnung Außenfahne weiß, Innenfahne rostig-grau- braun, Kiele weiß, Spitzen veinweiß; Schwingen 2. Ordnung Außeu- fahne hellgelb. luneufahue graubraun: Oberflügeldeckfederu hellgraubrauu mit weißer 4 — 5 mm breiter Binde; Schulterfedern hellgraubraun mit hellgelben Säumcheu und einem weißen ovalen Fleck auf der Mitte der luueufahne.'' Sitzung am 21. Dezember. Vorsitz.: Herr Dr. Pavrot. Schriftf.: Herr Dr. Schorrv. Cavolsfeld. Als Gäste anwesend Fi-au Dr. Parrot und Frau Dr. Schwangart. Vorsitzender macht einige geschäftliche Mitteilungen und verliest dann aus einem Briefe des Herrn Dr. Gen gl er verschiedene interessante Details. Es wurde auf einem Hügel bei Metz Moidicola ri/ajtus erlegt, die vielleicht dort brütet. Dohle, Turmfalken und Schleiereulen nisten auf dem dortigen Dom, Motacilla hoarida überwiutert zahlreich, ist also nichts weniger als ein ,. exquisiter Zugvogel'. Herr Epp eis heim sandte an den Vorsitzenden aus Holstein eine Oedenna nigra, cf ad. im Prachtkleid, ferner ver.schiedene Eier von Lnrus canus, an der Ostsee- küste gesammelt, die demonstriert werden. Auch die Stoffe, welche diese Vögel auswerfen — fast ausschließlich aus Maikäferresteu bestehend — werden vorgezeigt. Herr Kofier berichtet aus Kufstein von dem scharenweisen Durch- zug von „Regenpfeifern": wahrscheinlich waren es Brachvögel. Eine sehr interessante Darstellung der Frühjahrsbesiedelung von Cuculus und HiriDido rustica in der Rheiui)falz nach der Methode Galleukamps hat Herr B er tra m eingesandt. Wie sich aus der auf ein stattliches Material gestützten graphischen Darstellung sofort ersehen läßt, existieren danach 2 Einbruchspforten für die Besiedelung der Pfalz, eine von SSO. und eine aus SW.\ in der Mitte ist das Gebiet des Pfälzer Waldes, Herr Dr. Parrot macht hierauf Mitteiluugen über eine in der 2. Oktoberhälfte unternommenen ,,Reise nach Südtirol und Ober- italien". In Riva am Gardasee, wo er einige Tage Aufenthalt nahm, war ihm neu und hochinteressant eine Begegnung mit der Blaumerle [Moitficüla cijamis |L.]), die sich dort an der Pönale- Strasse in einigen Exemplaren — eines saß auf dem Bretterdachc eines Geräteschuppens dicht am Straßenraude — in deu Felsen imihertrieb und aucii ihren lerchenartigen, im übrigen :u\ die Steiudrossel erinnernden Gesang er- — 29 — tönen ließ. Hier war auch in einer steil austeigenden Sclilnclit oberhalb der Straße die Felsenschwalbc { Coii/lc rupestris [Scop.]) häufig-. Am Monte lirione sang in diesen Tagen noch Lullula arborea in den Wein- bergen (hier auch ein Flug Alpendohlen!), wie anch am 25. Oktober bei Peschiera ( Desenzauo) die Feldlerche sich hören ließ. Bei Gardone Riviera herrschte in dieser Zeit lebhafter Rotkehlchenzug: sonst war das Vogelleben sehr gering. Die Spuren lebhaft betriebenen Vogelfangs machten sich auf dem Seedampfer in Gestalt von ganzen Bündeln toter Zaunkönige^ Rotkehlchen, Singdrosseln, Kohlmeisen, in den Ortschaften in Gestalt gebratener „Uccelli"' wie nicht minder in sehr zahlreichen Käfig- insassen bemerkbar, unter welchen Parus major (auch in Riva, Arco, Salo), dann Frü/gilla coclcbs und i/ioiitifriiigilla, CJtrysomitris spinus, Turdus nienda etc. am meisten hervorstachen. Auf der weiteren Reise in Oberitalien konnten ornithologische Beobachtungen von irgendwelcher Bedeutung im Freien nicht mehr gemacht werden. Selbst an dem viele Kilometer sich hinziehenden Strande des Lido von Venedig fehlte alles und jedes Vogel- leben. Eine häufige Erscheinung der Lagunen war lediglich Larus arrieitiatus iiiichaJ/eJ/esi l^ruch. Bei einem Wildprethändler in Venedig notierte sich Vortragender u.a. GalUnacjo (jalUmda, Triiiga alpina, Anas penelopr (^ ad. Hervorgehoben zu Averden verdient schließlich der Besuch des Museo civico d'Historia naturale in Mailand, das eine riesige Sammlung ausgestopfter Vögel enthält: manche Familien, wie die der Spechte, Tauben, Pittiden, Raubvögel zeigten sich besonders reichlich vertreten: von letzteren waren Serien von 10 — 20 Stück — so allein 10 Bartgeier — ■ keine Seltenheit. Den Vorti'agenden interes- sierten bes. eine Serie von 7 Pisorhiim, Icmpiji (Horsf.), 1 P. rufescens (Horsf.) [von Malacca], 2 Cornis torquatus Less. (bei dem. einen Exemplar ist das Weiß auf der Brust sehr reduziert), 5 (J. scapulahis Daud. (worunter ein auffallend schwaches, kaum krähengroßes Exemplar !), ein total weißer Wiedehopf, eine schwarzbraune Varietät von Syrnivm aliico und wohl als frischeste Akquisition ein Gan'ulus lidthi Bp. Zu er- wähnen wären noch eine ziemlich große biologische Kollektion älteren Datums und eine vollständige Sammlung der ,,Uccelli itaUam" und ihrer Eier in vielfach tadellosen Exemplaren (auffallend hier ein Erithacus calliope! Picus viridicaiius schien nicht vertreten). Im ganzen macht aber die Galerie einen ziemlich ältlichen Eindruck. Die Etikettierung ist nur sehr lückenhaft durchgeführt und, wenu vorhanden, vielfach nur in gewöhnliclier Handschrift angebracht; die Provenienzangaben sind ungenau, eine Gesclilechtsbezeichnung meist fehlend, die Nomenklatur stark veraltet — Mängel, die allerdings in gleicher Weise auch unsere Sammlungen auszeichnen. Herr Dr. Schwangart teilt hierauf mit, daß er dieser Tage ein junges Teichhuhn, welches auf dem Speicher der. P]iseubahn-Zentral- werkstätten gefangen wurde, erlialten habe, und schildert dessen Ver- halten in Gefangenschaft. Herr Elten berichtet, daß er bei Ampermocliing 20 Lerchen im hohen Schnee beobachtet habe. — 30 — Herr Dr. Scliuorr v. Carolsfelcl demonstriert eiueu Teil eiuer in seiuen Besitz übergaugeneu Eiersammluug. Es wird sodaun die neu eingelaufene Literatur durch den Vor- sitzenden besprochen. Im Juli-Heft des „Auk" beansprucht Interesse, ein Aufsatz über die Nachtwauderung der Vögel, ferner eine Schilderung des Brutgeschäftes von Ardea herodias L. (mit photogr. Aufnahmen). Im Arkiv för Zoologi (Stockholm) findet sich eine Abhandlung von Löun- berg über Vögel aus dem Thjau Sclian. Wertvolle Artikel enthält Heft IV, V, VI, von Band XIl des „Bolletino di SocietA Italiana Zoologica" (über die Morphologie des Sternums der italienischen Vögel (I. Teil, Striges), über Vorkommen von FuliguJa homeyeri Baed. und Merop'i persicus PalL, über die Avifauua des Tales von Chianna). Vorsitzender legt dann vor: 0. le Roi, „Vogelfauua der Rhein- provinz" (Sonderabdruck 1906), eine ganz vorzügliche Al)handlung, aus der hervorgeht, daß die ornithologische Durchforschung des betr. Ge- l)ietes schon bemerkenswert weit vorgeschritten ist, daß der Verfasser es aber auch verstanden hat, das ziemlich zerstreute Material mit großem Geschick zusammenzutragen. Es sei besonders auf die Angaben bez. der Verbreitung von FJnibcrixa cia L., die streckenweise im Gebiete recht häufig vorkommt, so im Rheintal, zwischen Bingen und dem Dracheu- fels, verwiesen. Auch der Abschnitt über den Girlitz ist wichtig. Die ausgezeichnete Beherrschung des ganzen Stoffes geht aus der am Schlüsse mitgeteilten ,,Ornithologischen Bibliograpliie der Rheinproviuz" hervor. Das vielfache Übergreifen auf die Nachbargebiete (Pfalz, Lothringen, Luxemburg, Holland etc.), das manche wertvolle Hinweise bringt, mag dem Fauuistiker nicht unwillkommen sein. Eine sehr beachtenswerte Arbeit wird ferner vorgelegt : G. Seh iebel, „Die Phylogenese der Lanius-Arten." (Mit 7 farbigen und 1 Schwarz- drucktafel. Verlag Friedländer u. Sohn, Berlin. [Abdr. aus Journ. f. Orn. 1906, p, I und 161]). Dazu liegt folgendes Autorreferat des Verfassers vor: ,,Es handelt sich um die Untersuchung der gegen- seitigen Abstammung sämtlicher (fast 80) Wügerformen. Die Ein- leitung enthält allgemeine Erörterungen zur rascheren Orientierung: Deszendenzlehre und Religion; die Spezies- und Subspezies-Frage mit Rücksicht auf Phylogenese: Nomenklaturfragen. Vorgeschlagen wird u. a., den Formnamen bei „undeutlichen Formen" zur Übersichtlichkeit in geschlungene Klammern ,'. . .( zu setzen. Die Phrase von den „Spitzen eines untergegangenen Stammbaumes" ist oft nicht zutreffend, man kann bisweilen ganze Zweige, lückenlose Entwicklungsreihen zu- sammenstellen. Die Selektionslehre ist zur Erklärung der phylogene- tischen Zeiclnumgsentwicklung unbrauchbar^ dagegen die Eimer sehe Auffassung (,, innere Ursachen") zutreffend. Gestützt wird diese Ansicht durch Erklärung des Begriffes der ,, latenten Entwicklungspotenz" (p. 206). Z. B.: Die Flügelspiegelbildung tritt bei verschiedenen und bloß in den Wurzeln miteinander zusummenhängendeu Reihen per analogiam erst mitten in der Reihe auf. Die Wüstenformen scheinen nicht durch langsame Selektion, sondern durch gesetzmäßige photochemische Ein- — 31 — M'irkiiug zu entstellen. Über die allgemeinen Gesetze der Zeiclinuugs- entwicklnng wii-d soviel gesagt, als zum Verständnis des Themas not- wendig ist (p. 21 — 23)." ,.Im speziellen Teil werden die einzelnen phylogenetischen Reihen besprochen. Die ältesten Formen, die teilweise noch Jugendkleid- chai-akter im Alterskleid zeigen, leben in Ost-Asien, sie bilden den (I.) ,, Typus primitivus". Dessen phylogenetische progressive Keihen sind: a) Kotschwänzige Urwürger: cristatiis — supereiliosus — pkoeiii- curovks — isahclliinis', b) rotrückige Würger: iigrinus — collurio — gubcri/afor — villatns', c) IniccpJ/ahis. Von letzterem stammen die ,. Raub- würger" ab, die in den (11.) ,,.Typ. excubitorformis-' zusammengefaßt werden : funereus — major — excuhitor — J/onieycri — leucopterus ; ferner etwa vom w?a;07'-Stadium abgezweigt die ,, südliche Gruppe", deren gemeinsamer Artnamon ,,L. ineridionalis'''- ist. — In N. -Amerika borealis — ludovicianus (6 Formen). — Der (III.) ,,Typ- iudomalayicus" ent- hält u. a. die Reihe tephronotus — caniceps — erf/fhroiwtus — schach — nigriceps. In Europa lebt minor in der Eiitwickluugshöhe des schach. — ■ Den (IV.) ,/^yP- africanus'' bilden u. a. die Gruppen 1. phyl. Reihe cjxuhüorius — böhmi — caudatus; corvinus — affinis'^ wahrscheinlich auch melanoleucos. 2. a) suhcoronatus — capclli: b) coUaris — Immercdis — congicus — .smitJiii. 3. souxne mit sehr primitiven Charakteren im Alterskleid. 4. Rotküpfige Würger (Artuame ist pomcranus Sparrm.). Phyl. Reihe Jiadkis — rntilans — jjomeramis — paradoxuf;. — Die phylogenetische Siedlung einiger weniger Arten bleibt vorläufig nicht ganz geklärt. Bei den einzelnen Arten wird die Zeichniiug der einzelnen Federn ausführlich beschrieben." ,,Im Kapitel ,,Schlußbetrachtungeü" Averden die allgemeinen Schlüsse, die sich aus der vergleichenden Betrachtung der Würger ergeben haben, zusammengefaßt: Alle Würger wiederholen in ihrer Ontogenese dasselbe Zeichnungsstadium, was auf das ehemalige Vorhandensein eines einzigen Urwürgers schließen läßt. — Die ,,Anfliigfarbe" der Unterseite scheint ein geographisches Attribut zu sein. Denn sämtliche ostasiatische Formen des Typ. primitivus haben gelb- lichen Auflug (vgl. Me u seh enf arbe dort!), während die euro- päischen charakteristischen Würgerformeu ,,r o sa-f ar bigen" An- flug zeigen und nur im Jugeudstadium (bezvv. cT) noch den gelben Anflug ihrer Ahnen wiederholen (vgl. Hautfarbe der Europäer!). Die sogenannten ,, Sommerkleider" der Enten erhalten im Lichte phylo- genetischer Betrachtung andere Auffassung: sie sind die gewöhn- lich eu Kleider, repräsentiereu die phylogenetisch tiefere Stufe. Die Hochzeitskleider sind irreführend, ebenso bei fast allen Vögeln. — S. 210 bis 119 enthält ein aiphabet. Verzeichnis aller Artnamen und Synonyme (gegen 300 Namen). Auf deu 7 kolorierten Tafeln sind 41 Vögel ab- gebildet und zwar Alters- imd Jugendkleider." Vorsitzender macht hierzu nur die nomenklatorische Bemerkung, daß als Artuame für die rotköpfigen Würger Laniiis senafor L. stehen müsse, daß L. rnfiJnns Femm. aber Syuonym von Senator sei. — 32 — Es wird noch mitgeteilt, daß der Mannheimer , .Verein für Natur- kunde" den Schriftenaustausch angeboten und Jahrgang 71/72 seiner Publikation zugeschickt liabe. Derselbe enthält einen kleinen Artikel von Zimmermann über Vogelzug. Ferner liegt vor; Kle inschmid t, ,, Nistkästen und Nistplätze für Vögel'" (Leipzig und Berlin 1906). ein empfehlenswertes Schriftchen, und F ischer- Sigwar t , ,,Die Lachraöve in der Schweiz", eine ausführliche Darstellung des Vorkommens der Art im betr. Gebiet, schließlich Fr. v. Leydig, ,,Über Verbreitung der Tiere im Hhöngebirge und Maintal, mit Hinblick auf Eifel und Rheintal" (Sep. 1881), eine ältere, in ihrem oruithologischen Teil ganz geschickte Zusammenstellung der wiclitigsten Nachweise über das Vorkommen unter- fränkischer Vögel, die nur dadurch etwas an Wert einbüßt, daß die Mitteilungen nicht jedesmal mit dem Namen der Ijetr. Gewährsmänner belegt sind. Einige kleine Irrtümer — so: Sijlvia siiecica auf den Maininseln nicht selten, Anthus ar/rc-itls (!) zuweilen auf der Wanderung, Srßvia sylvicola [?], Strix pijgmaea neben jmsscrijta ! — zeigen, daß der Verfasser kein Fachmann ist. Zum Schlüsse demonstriert Herr Dr. Parrot die in der Kgl. Zoolo- gischen Sammlung dahier vertretenen Speclite der in dom al ay ischen Fauna, sowie ein Paar einer neuen von ihm gefundenen Ziegenmelker- Form {^CapriinuJgus asiaticus minor, s. Oruith. Monatsber. 1907, p. 1(38) aus Ceylon. 33 — Geschenke und Erwerbungen 1906. A. Geschenke. 1. Geldgeschenke von Mitgliedern. a)_ an die Kasse zum Garantie- fonds Herrn von And rinn, Regensburg. Jh A Ji A Von — 10 ji Frau Bachhamraer, München 14 — . — — • r Herin Baehmann, München — — 5 — « ii Frhr. v. Besserer, München 10 — 20 — r 11 Frhr. V. Bibra, München — — 20 — r Braun, Arn stör f 25 10 — 10 10 DüH, Schliersee .... Elten, München V Gallen kamp, München . — r n Gautsch, München .... — — 10 — n 11 •7 Graeser, Berlin 10 3 — 10 10 11 Dr. Greppin, Rosegg P. Heindl, Andechs . . • . — 11 Frau Alwine Lesniüller, München . 4 — — — - Herrn Aug. Lesmüller, München. 104 — — — Tl r, Frhr. V. Malsen, Malseneck — — 40 — V 11 Graf Mirbach- Geldern, Paris 100 — — — 11 Münch Kreuth — — - 10 10 n Nieder reut her, Bobeuthal . « 11 Roman Ober hu mm er, München 20 — — — r 11 Paluka, Konstantinopel . 100 — 60 — ?; 11 J. A. Parrot, Frankfurt a. M. 25 — — — J5 11 Otto Parrot, München . . . ' 34 — — — r Graf Pocci, Ammerland . 100 — — — 11 Rendle, Affalter u — — 20 20 )7 Dr. Schvvangart, München. — VI 11 11 Frau Spies, Bayreuth Walt her v. Walder st ötten , Müuc hec 4 10 10 — Summa 5G3: — !: 285 Vi'rhaudl. Oru. Ges. i. yayeni. VII. lOOii. ^ U — 2. Geschenke an die Bibliothek. A'on den Herren Verfassern: Agust. Bonomi, Quinta Contribuzione alla Avifanua Trideutina (Rove- reto 1903). G. V. Burg, Über die Verbreitung der Graumeisen in der Schweiz (Sep. 1907). H. Fischer-Sigwart, Der Gilitz (^Serums hnrtidamis) in der Schweiz (Sep. 1907). M. B. Hageud ef eldt, Die Raubseeschwalbe auf dem Ellenbogen der Insel Sylt (Sep. 1904). M. Hagendefeld t, Zugdaten zur Vogelvvelt der Insel Sylt (Sep. 1907). M. B. Hagendefeldt, Die Vogelwelt der Insel Sylt (Sep. 1902). M. B. Hagendefeldt, Der Mornellregenpfeifer {Char. u/on'nelliis L.) auf Sylt (Sep. 1904). M. Hagendefeldt, Die Möveu der deutsclien Nordseeknste, bes. beider Insel Sylt (Sep.). M. Hagendefeldt, Die Eiderente {Soniateria vioUisshna, L.) (Sep.). Kurt Heidrich, Anatoniiscli-physiologische Untersuchungen über den Schlundkopf des Vogels (Inaug.-Diss., Gießen 1905). 0. Hermau, The International Convention for the protection of birds, concluded in 1902, and Hungary (Budapest 1907). Mart. Hiesemann, Lösung der Vogelschutzfrage nach Freiherrn von Berlepsch (Leipzig 1907). 0. Klein Schmidt, Nistplätze und Nistkästen für Vögel (Leipzig u. Berlin 190G, Teubner). A. Leiber, Bau und Funktion der Spechtzunge (in: Zeitschrift f. d. Ausbau der Entwicklungslehre 1907). K. M, Levander, Tierphiinologische Beobachtungen in Finland 1903, 1904 (Sep. 1905 u. 1906). C. Parrot, Zur Systematik der paläarktischen Corvideu II (Sep.: Zool. Jahrbücher, Bd. 25, H. 1. 1907). C. Parrot, 3. Aves (aus : W. Filchner, Zool. Ergebn. Reise China-Tibet). C. Parrot, Zwei neue Vogelformen aus Asien (Sep. Ornith. Monatsber. 1907, p. 108). A. Pichler, Beiträge zur Kenntnis der Aviftiuna der Umgebung von Mostar (Sep. Ornith. Monatsschrift XXXI, p. 378 ff.). [Gesclienk von Graf Pocci.J A. Pischinger, Das Vogelnest bei den griechischen Dichtern des klassischen Altertums (Programm d. k. hum. Gvmnas. Ingolstadt für 1905/OG). Franz Graf von Pocci, Der Fasan in Bayern, eine liistorisclie u. zoo- logische Darstellung (München 1906). M. Ren die, Beobachtungen und Betrachtungen au der Schlaf und Nist- höhle des Scliwarzspechtes (ans: Die Gefied. Welt 1900, H. 27—84). K. E. Stenroos, Tierphäuologjscbe Beobnclitungen in Finland 1895 (Sep. 1896). — 85 — B. Im Tausch erworbene Gesellschaftsschriften und Journale"'') gegen die Berichte der Gesellschaft. Aar au. Naturforscheude Gesellschaft: — AgTftm. Kroatische oruithulogische Zentrale: — — Societas historico-uatur. Croatica: Glasuik hrvatskoga Naravoslov- noga drustva. God, XVIII u. XIX. Altenhurg, S.-A. Natnrf ersehende Gesellschaft des Osterlandes: — Amiens. Societe Liuneenue du Nord de la France: — Amsterdam. Kou. Academie von wetenschappen : Verslag van degewoue vergaderingen d. natuurkuudige afdeeliug. Deal XV. Augsburg. Naturwissenschaftlicher Verein für Schwaben und Neu- burg: 37. Bericht. 1906. Bamberg. Natiu-forschende Gesellschaft: — Basel. Ornithologische Gesellschaft: Jahresbericht 1906. Naturforschende Gesellschaft: Verhandlungen Bd. XIX H. 1 u. 2. Batavia. Kon. Natuurkund. Vereeuigimg in Nederl. Indie: — Bergen. Bergens Museum: Aarbog 1906, Heft 3. 1907, Heft 1 u. 2. Aarsb-'retning. Jahrg. 1900. Berlin. Gesellschaft uaturforschender Fieuude: Sitzungsberichte, Jahr- o-ano- 1905. — Naturae Novitates. Jahrg. 1906. — Zeitschrift für Oologie. Jahrg. XVI. Bern. Naturforscheude Gesellschaft: Mitteilungen. Nr. 1609 — 1628. — Sch-weizer naturforschende Gesellschaft: Verhaudl. 89. Jahres- versammlung in St. Gallen. 1906. Bonn. Naturhistorischer Verein der preuß. liheinlande, Westfalens und des Keg.-Bez. Osnabrück: Verhandlungen, Jahrg. 63. 2. Mälfte. — Niederrheinische Gesellschaft für Natur- und Heilkunde: Sitzungs- berichte, Jahrg. 1906. Braun sc h w ei g. Verein für Naturwissenschaft: — Bremen. Naturwissenschaft!. A\n*ein : Abhandlungen. Bd. XIX;, H. 1. Breslau. Schlesische Gesellschaft für vaterländische Kultur: — Brooklyn. Institut of Arts and Science: — Brunn. Naturforschender Verein: Verhandlungen. Bd. XLIV, 1905, sowie Bericht der meteorolog. Kommission für 1904. — Mährisches Laudesmuseum: Zeitschrift Bd. \ll. Budapest. Ungarische ornithologische Zentrale : Aquila. Jahrg. 1906 Chicago. Academie of Sciences. The Natural History Survey: Part II. Bnll. IV. Bull. VI: Fr. M. Woodruff, The Birds of the Chicago Area. (1907). — Field Museum: Annual Report of the Direktor to the Board of Trustees, for the Year 1906. Vol. III. Nr. 1. *) Diese Liste, die sämtliche bis zum Tage der Drucklegung des Berichts eingelaufenen Schriften aufführt, wolle seitens der tit. Ge.'^ellschaften zugleich als Empfangsbestätigung und Dauksagnng entgegengenommen werden. :-5" — 3ß — Christiauia. Videuskabs Selskabet: Forhaudliiiger 1906. Cbur. Naturforscheucle Gesellscbaft Graubüiideus: Ber. 49. Ciuciuuati. Society of Natural Ilistory : — Dan zig. Naturforschende Gesellscbaft: — Donauesebiugen. Verein für Gescbicbte und Naturgescbicbte der Baar uud angreuzeuden Landesteile: — Dorpart. Naturforscher-Gesellschaft beider Universität Jurjeff: Sitzungs- berichte Bd. XY. Schriften XVII. Bd. XVI H. 1. Diirkheim. Pollichia: — Elberfeld. Naturwissenschaftlicher Verein: — Emden. Natur forschende Gesellschaft: 90. Jahresbericht. 1904 — 05. Erlangen. Physikal.-mediz. Sozietät: — Florenz. Ministerio di agricultura, indnstria et comniercio. Ufficio ornithologico: — Fort Collins. Agricultura! Experiment Stat.: Press Bull. 1907 Nr. 44^46. Bull. 121. 122. Frankfurt a, M. Senckenbergische natnrforsch. Gesellschaft: Ber. 1907. Frankfurt a. 0. Naturwissenschaftlicher Verein des Regierungsbezirkes Frankfurt a. 0. „Helios": -~- Frauenfeld. Thnrgauische naturforschende Gesellschaft: — Gießen. Oberhessische Gesellschaft für Natur- uud Heilkunde: Berichte N. F. Med. Abt. Bd. II. Naturwiss. Abt. Bd. I. (1904—06.) Glasgow. Natural History Society: Transact. Vol. VII. Part. 3. Görlitz. Naturforscheude Gesellschaft: Abhandluugen Bd. 25. H. 2. Graz. Naturwissenschaftlicher Verein für Steiermark: — Groningeu. Natuurkundig Genootschap: — Güstrow. Verein der Freunde der Naturgeschichte in Mecklenburg: -— Halle. Kaiserl. Leopold. Card, deutsche Akademie der Naturforscher: — Hamburg. Ornithologisch-oologischer Verein: — — Verein für naturwissenschaftl. Unterhaltung: — Hanau. Wetteranische Gesellschaft für die gesamte Naturkunde: — Hannover. Naturhistorische Gesellschaft: — Held er. Nederlaudsch. Dierkund. Vereeuiging. : Tijdschrift. 2. Ser. Deel X, All. 3. Catalogus der Bibliothek. 5. Ausg. (1907). Helsingfors. Societas pro fauna et floi'a fennica: — Her niannstadt. Siebenbürgischer Verein für Naturwissenschaften: Verhandlungen LV. Bd. 1905. LVI. Bd. 1906. H o f. Nordoberfräukischer Verein für Natur-, Geschichts- und Landes- kunde: — Indian opolis. Indiaua Academy of Science: Proceed. 1905. Innsbruck. Ferdinandeum für Tirol und Vorarlberg: — — Naturwissenschaftlich-medizinischer Verein : Berichte. Jalirg. XXX. Karlsruhe. Badischer zoologischer Verein: — — Naturwissenschaftlicher Verein: — Kassel. Verein für Naturkunde: — Kiel. Naturwissenschaftlielier Verein für Schleswig-Holstein: Bd. XVIII. Heft 2. — ;-57 — Kiel. Verein zur Pflege der Natur- und Landeskunde in Schleswig- Holstein, Hamburg, Lübeck. Monatsschr. ..Die Heimat''. Jahrg.XVL Klagen fürt. Naturhistorisches Landesmuseum in Käruten: — Königsberg i. Pr. Physikalisch-ökonomische Gesellschaft: Schriften Jahrg. 47. 1906. Lausaune. Societe Vaudoise dBs Sciences Naturelles. Bull. XLIII Nr. 157 — 159. Leipzig. Naturforschende Gesellschaft: — Linz. Museum Frauzisco Carolinum: Jahresbericht 65. — Verein für Naturkunde in Osterreich ob der Enns : Jahresbericht 36. Liverpool. Biological Society: Proceed. and Transact. Vol. XX. Lübeck. Geographische Gesellschaft und naturhistorisches Museum: — Luxemburg. Fanua: Mitteiluugeu. 16. Jahrg. — Institut Grand Ducal. Sect. des Sciences Natur, and Mathem. : Archives trimestrielles. Fase. 3 u. 4. 1906. Magdeburg. Naturwissenschaftlicher Verein: — Mailand, Societa Italiana di Scienze Naturali e Museo Civico di Storia Naturale: Atti. Jahrg. 45. Fase. 3 u. 4: Jahrg. 46. Fase. 2. Mannheim, Verein für Naturkunde: — Mar bürg. Gesellschaft zur Beförderung dergesamteu Naturwissenschaften : Sitzungsberichte Jahrg. 1906, Melbourne. Australasian Ornithologists Union : „The Emu"' Vol. VI, Metz. Societe d'histoire naturelle de la Moselle: — Moskau. Societe imperiale des Naturalistes: — München, Geographische Gesellschaft: Mitteilungen. Bd. IL H. 1 u. 2. — Gesellschaft für Morphologie und Physiologie: Sitzungsber. 1905 u. 1906. — Redaktion der Zeitschrift ,,L)er deutsche Jäger": Jahrg. 1906. Nantes. Societe des Sciences Naturelles de l'ouest de la Fi*ance : Bulletin. Deuxieme Serie. Tome VI, trimestre 1. 2. 4. Neuchatel. Societe Neuchateloise des Sciences Naturelles: — Neuyork. American, Ornithologist's Union: ,.The Auk," Vol. XXIII. Nürnberg. Naturhistorische Gesellschaft: — Odessa. Societe des naturnlistes de la Nouvelle Kussie: — Offenbach a. M. Verein für Naturkunde: — Osnabrück. Naturwissenschaftlicher Verein: — Padova. Accademia ScientificaVenetoTrentino Istriana: Tome III F. 1, 2. Parä. Museu Goeldi: — Pas sau. Naturhistorischer Verein: — Pisa. Societa Toscana di Naturali : Atti. Proc. Verb. XVI. Heft 1 — 3. Prag. K. böhmische Gesellschaft der Wissenschaften: Jahresbericht und Sitzungsberichte 1906. — Deutscher naturwissenschaftl.-mediziu. Verein Lotos: Sitzungsberichte. Jahrg. 1906. Preßburg. Verein für Natur- und Heilkunde: Verhandlungen. — ■ Regens bürg. Naturwissenschaftlicher Verein: — R e i c h e n b e r ji'. Verein der Naturfreunde : — — ns — Kiga. Naturforscliervcrcin : Kovresponrleuzblatt BcL 11 (R. 190G). Rom. Societa zoologica italiaua: Bolletiuo Vol. Vlll. Fase. IV — VI. Rossitteo. Vogelwarte. VI. Jabresbericlit 1906. (Sep.) Salzburg. Museum Caroliuo-Augusteum: Jabresbericbt 1906. Santa Clara. Cooper Oruithol. Club of California: — Sau Frauzisco. Academy of Sciences: — Sankt Gallen. Naturwissenscbaftl. Gesellschaft: — Sau Jose [Costa Rica]. Museu Nacioual de Costa Rica: P. Biolley, Mollusques de l'isla del Coco (1907). Sau Paulo. Museu Paulista: — St. Petersburg. Soc. imper. des Natiu-alistes: Traveaux delaSect.de Zool. et Pbysiol. Vol. 36, Liv. 4. Compt. rend. Vol. 37, Liv. 7_8. Vol. 38, Nr. 1—4. Sapporo. Nat. Hist. Soc: Trausact. Vol. I. P. 1 u. 2. Sarajevo. Bosn.-berzegowiuiselies Landesmuseum: — Siena. „Avicula.'' Giornale ornithologico Italiano. Anno X. 1906. Siou. „La Muritliieune" : Fase. XXXIV 1905 — 06 et Supplem. Solotliurn. Natnrforscbeude Gesel'schaft: — Stettin. Oruitbologiscber Verein: „Zeitscbrift für Oruitliologie und prakt. Geflügelzucbt." Jahrg. 30. 1900. Stockholm. K. Swenzka vetenskaps Akademien: Arkiv for Zoologi: — Stuttgart. Vereiu für vaterländische Naturkunde in Württemberg: Jabresliefte. 63. Jalirg. nebst Beilagen. Temesvar. Termeszettudomauyi Füzetek. Bd. XXX Heft 3 u. 4. Bd. XXXI H. 2. Tiflis. Kaukasisches Museum: Mitteilungen 1905. Lief. 2 — 4. Bd. III. Lief. 1. Tokyo. Deutsche Gesellschaft für Natur- und Völkerkunde Ostasieus: Mitteilungen. Bd. X, Teil 3. Tring. Novitates zoologicae. A Journal of Zoology. in conuection with the Triug Museum. Vol. XIII 1906. Tronthjem. Kougelige Norske Videuskahers Selskabs Skrifter; 1906. Turin. Reg. Academia delle Scionze: Atti. Vol. XLII Disp. 1 — 11. — Museo di Zoologia ed Anatomia comparata: T. Salvadori, Nuove specie di Uccelli (Bnll. Nr. 542. 1906). Ulm. Verein für Mathematik und Naturwissenschaften: — Washington, a) Smithsonian Institution: Anuual report. 1905. b) ün. Stat. National Museum: Bullet. Nr. 50: Rob. Ridgway, The Birds of Nortii- u. :\riddle America. Part. IV. — Proc. Vol. XXXII. p. 467, June 1907: Aust. II. Clark, Eighteen new species and oue new genus of birds from Easteru Asia and the Aleutian Islands. — U. St. Department of Agriculture: Yearbook 1906. Wien. K. K. zoologisch-botanische Gesellschaft: — Wiesbaden. Nassauischer A'ereiu für Naturkunde: - — Wintert hur. Naturwissenschaftliche Gesellschaft: — Züricli. Natnrforschende Gesellschaft: Vierteljahrsschrift. 51. Jahrg. Heft 2—4,, 52. Jahrg. Fleft 1-2. Zwickau. Vereiu für Naturkunde: Jahresl)er. 34 u. 35. — 39 - C. Ankäufe. Oriiitliol ogisclies Jahrbuch. Jahrg. 17. 1906. Journal für Or u i tho 1 ogie. Jahrg. 52. 1906. Or uitliol ogische Monatsschrift. Jahrg. 31. 1906. Der Or ui thologische Beobachter. Jahrg. 5. 1906. The Ibis, A qnarterly Journal of Oruithol. 8. 8er. Vol. VI. 1906, Kassabericht für das Jahr igo6. Einnahmen. Kassabarbestaud aus dem Jahre 1905 Mitgliederbeiträge Geschenke von Mitgliedern an die Kasse Geschenke von Mitgliedern zum Garantiefond . Vom k. Staatsrniuisterium des Innern .... Vom k. tStaatsministerium der Finanzen, Forst- abteiluug Von der k. Akademie der Wisseuschafteu Vom Laudrate von Oberbayeru Für verkaufte Jahresberichte Aus dem Verkauf von Wertpapieren .... An Zinsen 25 747 563 285 300 100 300 200 63 1853 33 -4 79 12 75 46 25 JL -ei Summa Ausgaben. Lokalmiete Druckkosteu Buchbiuderarbeiteu Abonnements Porto Vorübergehende Kapitalsanlage Für Vogelmägeu, Pulverflaschen, Korke u. Alkohol Verschiedene Ausgaben — 59 2066 45 43 124 983 176 17 81 50 57 30 50 93 20 38 35 32 4471 36 Summa — — 3598 05 Kassabarbestand {Gesamtvermögen) — 873 31 München, den 31. Dezember 1906, Haus Schneider, Kassier. Abhandlungen und Vorträge. Die Verbreitung der Ammern in der Schweiz von G. V. Burg. Meisiier und Scliinz anerkaunteu 1815 7 Ammern als scliweizerisclie Vögel. 1. Vom Goldammer [Emherixa citrineUn) sagen sie: ..Im Sommer allenthalben in den Wäldern, im Winter auf den Straßen und bei den Dörfern unter den Haussperlingen". 2. „Der Grau am m er {Eiiiheri',a miJiaria) zeigt sich nur im Herbst einzeln'-'. 3. „Der Roh rammer [Euiherha schocmelus) ist in sumpfigen Gegenden ziemlich gemein, zieht im November". 4. „Der (jiViYiQ\\^mvL\QY {Einbeyi'.a liortiihiia) ist im Tessin ziemlich häufig auf dem Zug; diesseits der Alpen erhielt ihn Dr. Schinz nur einmal aus der Gegend von Neuenburg-'. 5. „Der Zaunammer {Emherixa cirlus) ist auf Wiesen und an Zäunen ziemlich seltener Zugvogel". 6. „Der Zippammer {Emherixa da) ist ziemlich seltener Durch- zugsvogel". 7. „Der Schneeammer {Emheri'.a niralis)zei(^t ^id\ nur einzeln im Ilerbst. So wurde er bei Yverdon und Vevey ge- schossen". 1837, als Schin z sein Verzeichnis der Wirbeltiere der Schweiz herausgab, vermochte er diese Gruppe um eine Spezies zu ver- mehren : ,. Der Lau g sp or n e r {PJectrophanescaleayatus Meyer) verirrt sich zuweilen zu uns. Bei Genf soll er mehrmals mit den Lerchen gefangen worden sein. Herr Necker erhielt einen solchen im Oktober." Schinzens Kenntnis der übrigen Ammern hat sich in dieser Zeit wenig vertieft; denn er bezweifelt, ob je der Grauammer in der Schweiz vorkomme. Der Gartenammer sei sehr selten bei Neuenburg und Genf; „vielleicht im Wallis häufiger? Der Zippammer ist in den meisten Gegenden selten, wurde im Früh- jahr und Herbst bei Zürich gefangen. Vom Schneeammer wurden in dem sehr kalten Winter 1829/30 viele im Rheintal ge- fangen-. Die erste Ausgabe des „Kataloges schweizerischer Vögel" vonStuder und Fatio, Fragenschema, 1885, wies einen weitern Ammer auf, Scltoenicola iiifermcdia Micliah., den dickschnäbligen Rohramm er, „im Kanton Tessin schon beobachtet". Diese Spezies wurde indessen im schematischen Katalog von 1892 fallen gelassen und statt ihrer findet sich daselbst SchoenivoJa h'shia, der l es bi sc h e — 44 — xA.m liier, der bei Lng-aiio g-efaugen worden sein soll, nach Rivas Angaben (Ornitb. ticin. 1865). Im Text des schematischen Kataioges, der sich mit der Häufigkeit des Erscheinens der Vögel in den verschiedenen Jahres- zeiten befaßt, zeigen sich die Kenntnisse über die Ammern schon bedeutend erweitert, doch sind noch viele Lücken vorhanden. Fatio endlich in seiner ,.Faune des Vertebres de la Suisse, Vol. II; Oiseaux-' (1899) zitiert Schnee- und Lerchenspurnammer, Gold-, Zaun-, Zipp-, Garten-, Grauammer, und von den Rohrammern: Cjjnckramuü schoem'chis, puryludoides Fall, und yusticus Fall. Von piirrhuloides sagt er, Riva nenne ihn Brutvogel Ober- italiens : im Tessin sei er indessen nie beobachtet, doch sei solches für die Zukunft nicht ausgeschlossen. Von nisticiis berichtet Fatio, daß Rivas Icsbia sehr wahrscheinlich hierher zu ziehen sei. Seither ist unsere Kenntnis der Verbreitung der Ammern in der Schweiz noch erweitert worden. Die Zahl der Mitarbeiter am „Katalog" hat zugenommen, so daß wir heute an der Hand des bezüglichen Aktenmaterials für die von mir bearbeitete (kaum vor 1910 erscheinende) Lieferung ,,Ammeru" des „Katalogs schweize- rischer Vögel' folgendes feststellen können: Emberi.a citri nella ist der verbreitetste Vogel der Sippe; er kommt in allen Gegenden der Schweiz als Standvogel vor, steigt indessen nur ausnahmsweise hoch ins Gebirge. Am Jura findet er sich nur bis 1000 m, in den Alpen nimmt er in dieser Höhe sehr ab und ist bis 1400 m seltener Standvogel: indessen brütet er noch hie und da im Engadin in 1800 m, wo er sogar ausnahmsweise den Winter zubringt. Doch sind die klimatischen Verhältnisse in dieser Gegend derart, daß mau sie nicht als Norm ansehen darf. Alle andern Ammern sind viel weniger verbreitet als der Goldammer. Es ist schwer, eine Rangordnung zu geben, doch geht aus den Berichten der Beobachter hervor, daß der Zipp- ammer {K»ib(ri-.a eia) im ganzen Gebiete der Alpen vorkommt. Er ist sogar in einigen, z B. im Wallis, im Berner Oberland, im oberen Tessin und in mehreren Bündner Tälern, ebenso im westlichen Jura, ziemlich häufig. Im ganzen ist er ein Bewohner der Höhen, er brütet in den Alpen sowohl wie im .Fura in Höhen von 1000 bis 1500 in, ja bis 2500 m, rindet sich indessen an ge- eigneten sonnigen Orten (Weinbaugegenden) längs des Jura und im Alpengebiet auch tiefer, etwa bis 700 m herab. Vielfach ist er Standvogel, und zwar cT sowohl als 5. Im schweizerischen Mittelland zeigt er sich nur ausnahmsweise. Bekanntlich brütet er auch noch nördlicher und einige von diesen in Gebirgsgegenden Deutschlands brütenden Zippammern scheinen als Zugstraße das Oberrheintal, resp. die Gegend am Bodensee zu benützen; am 3. März schoß Rudolf von Tschüs i ein Exemplar bei Hard. — 45 — Ad dritter Stelle darf der Roh ramm er [Emherixa sehoeniclus) eingereiht werden. Derselbe hat indessen dank der energisch be- triebenen Entsumpfuug in den letzten 20 Jahren in der Schweiz als Brntvogel sehr abgenommen, ist jedoch als Zugvogel nicht selten. An den Seen der Westschweiz, sowie im Mittellande ist er nicht seltener Wintergast. Er steigt nicht hoch, hat indessen schon einigemal an Alpenseen des Kantons Graubünden genistet, z. B. am Schwarzsee. An vierter Stelle führe ich den Zaunammer {Emherixa cir- lus) auf. Derselbe hat eine sehr lokale, sporadische Verbreitung und verläßt oft eine Gegend, die er jahrelang in ziemlich vielen Brutpaaren bewohnt hat, für immer. Er ist hauptsächlich Brut- vogel in der Westschweiz, geht nicht hoch ins Gebirge und findet sich nur selten als Brutvogel jenseits der französischen Sprach- grenze. Hie und da brütet er im Rheintal und am Bodensee (Alex. Bau) und einzelne Paare schlagen ihren Wohnort in Höhen von 1000 m und darüber auf, z. B. in La Chaux-de-Fonds. Auch überwintern einzelne Exemplare in der Gegend des Genfersees. Noch ungleicher verbreitet ist der Grauammer {Emberixa calandni). Er ist spärlicher Brutvogel am Genfersee, in einzelnen Alpentälern der Kantone Bern, Freiburg und Waadt ziemlich häufig, in der Gegend von Freiburg nicht selten; fehlt als Brut- vogel dem Berner Oberland, findet sich dagegen hie und da am Zürichsee, im i\Iittelland und am Vierwaldstättersee; brütet am B^il.se des Westjura, am Neuenburger- und Bielersee und in der Gegend von Solothurn und Basel, auch hie und da im Kanton Schaifhausen, ist aber am Bodensee fast unbekannt. Er ist in den Kantonen Grau- büuden und Wallis selten, bewohnt aber im Kanton Tessin als nicht gerade seltener Brutvogel die Bei'ghänge bis zu 1000 m. Vielfach zeigt er sich als Wintergast und Durchzugsvogel und es ist an- gesichts der zahlreichen Daten aus allen Gegenden der Scliweiz nicht recht begreiflich, wie Schinz zu den oben zitierten Be- hauptungen gelangt ist. Indessen ist eine Änderung im Gebahren des Vogels oder in seinen Zugstraßen ja nicht ohne weiteres von der Hand zu weisen. (Ich nenne als eklatantes Beispiel nur die Saatkrähe, von der Schinz noch 1837 sagt, daß sie „bisweilen im Herbst auf den großen Kornfeldern in großen Scharen vor- kommen soll". Seit Jahrzehnten ist die Saatkrähe in der ganzen Hochebene der Schweiz ein im Herbst während fast 3 Monaten (Oktober bis Dezember) in gewaltigen Scharen durchziehender, iedermann bekannter Vogel, dessen Flüge auch jedes Frühjahr wahrgenommen werden. Ist vielleicht eine gleiche Änderung mit dem Grauammer geschehen?) Auch der Gartenammer [Emherixa hortulana) ist Brutvogel. Er brütet namentlich iu der Westschweiz, aber auch in sonnigen Alpentälern, z. B. im Berner Oberland, ferner im Kanton Tessin, im Rheintal und sogar vereinzelt in Höhen von 1000 m und dar- — 46 — über: in Samaden und bei St. Moritz I Als Diirchzugsvogel ist der Gartenammer auch manclimal am Jura, in der Zentralscliweiz, so- wie in der Hochebene beobachtet, namentlich auf dem Frühlingszug. Fasserina niralis, der S c h n e e s p o r n a m m e r , endlich und Calcarius lapponius, der Lerchen spur na mm er, sind in allen Be- obachtungsgebieten der Schweiz teils als Herbstdurchzügler, teils als Wintergäste beobachtet; sie zeigen sich vereinzelt oder in kleinen Flügen selbst im Gebiete der Hochalpen, etwa bis zu 1800 m. Der dickschnäblige Rohrammer Schoenicola purrlmloides (riclitiger Emberixa pyrrhuloides palustris Savi)*) darf für die Schweiz nicht bloß als Irrgast, sondern vielleicht als Brutvogel an- gesehen werden. Dieser Ammer nistet in Oberitalien, z. B. ver- einzelt noch in der Nähe des Comersees und mehrerer anderer oberitalienischer Seen, und aus dem Pian Vedeggio im Kanton Tessin erhielt die Voliere von Locarno ein Exemplar, das längere Zeit lebend gehalten wurde. Nach Bettoni ist pjirrlndoides strich- weise recht häutig in der Lombardei und im Piemont. Ob Fatios Annahme, Rivas Emberixa lesbia sei identisch mit Emberixa riistica, dem Waldammer, richtig ist, ist schwer zu ent- scheiden, da das Belegexemplar fehlt*). Dagegen ist Emberixa rustica Pall. im Heibst 1886 bei Ölten und im Frühjahr 1905 von Professor Dr. Winteler in Aarau beobachtet worden, geliört so- mit ohnehin der schweizerischen E'auna an Diese Art wurde mehr- fach in Italien, auch in Oberitalien erlegt oder gefangen (siehe Arrigoni degli Oddi und Giglioli, Avifauna italica, Secondo reso- conto 1907), was beim lesbischen Ammer nie der Fall war**), so- daß die Angaben Rivas, nach welchen der letztere 1899 bei Lu- gano gefangen wnirde, wohl ohne weiteres von der Hand gewiesen W'erden können. Auch Emberixa pusilla Pall., der Zwergammer, ist ein schweizerischer Vogel. Nach Ghidini (in litt.) ist am 16. No- vember 1904 oberhalb Ponte Tresa ein schijnes J" gefangen worden, das der Genannte dem Museum V(m Genf schenkte. Es entspriclit genau der Na um anuschen Abbildung und hat eine Gesamtlänge von 145 mm. Auch in Aarau wurde im Frülijahr 1906 ein durch- *) E. seh. iKtlustrls AiT. d. O., E. pyrrhuloides Salvad., der Rohrsperling Italiens kommt in ungleicher Verteilung auf dem ganzen kontinentalen Italien und auf Sizilien vor, vielfach neben E. scJiocniclus. Arrigoni bezeichnet die als E. seh. Durazzi und E. seh. intermedia benannten Formen — ersterc klein, letztere grof5 — als sehr inkonstant und macht darauf aufmerksam, dali die wahre intermedia viel seltener sei, wie gemeinhin angenommen werde. Manche Autoren halten dieselbe für eine Bastardform von E. scJincniclus und pyrrludoides, so auch Giglioli I'.IOT. Siehe I'ariot, Orn. .lahrb. ]!•<>.') und Hartort, Vög. pal. Fauna 1904. **) Arrigoni degli Oddi („Manuale etc." 1904) ist mit Fatio der Au- ssicht, alle in Italien als Emheriza leshia bezeichneten Exemplare seien zu rustica zu zieheJi, während Ghidini (Lo zigolo minore nei dintorni di Lugano, Avicula nachweist, dal) einige Autoren damit auch pnsilln bezeichneten. — 47 — ziehender Zwergammer beobachtet. Endlich weist Ghidini in der „Avicula'' Nr. 111/112 nach, daß pusil/a ziemlich regelmäßig im Herbst im südlichen Teil des Kantons Tessin nnd an den ober- italienischen Seen erscheint. Er zitiert eine ganze Reihe von Be- legexemplaren. Der schweizerischen Fauna gehört ferner noch sicher an der Kappen am m er [Emberka luelanoceplKila Scop.); bei Obergösgen im Kanton Solothnrn wurden im E'rülijahr 1879 oder 1889 - das Jahr konnte nicht mehr sicher eruiert werden — 2 Exemplare, sehr schöne alte cT, mit andern Ammern gefangen. Das eine ist im Besitz des Museums Ölten, das andre des Museums Zoflngen. ¥A\\ drittes Exemplar, cf ad, besitzt das Museum Neuchätel, dem es von Herrn Leschot geschenkt worden war am gleichen Tage, da er es 1897 bei Thielle, Neuenburg, gefangen hatte. Nach Bettoni wäre noch Einher/ \a leucoceplmla S. G. Gmel. in Oberitalien bis an den „Fuß der Alpen" seltene Ausnahms- erscheinung; im nahe der Schweizer Grenze gelegenen Como ist Emherixa hdeoht Sparrm. erlegt worden; Emberi'.a aureola Fall, ist mehrfach im Piemont und in der Lombardei gefangen; doch möchte ich meiner Absicht, nur schweizerisclie Ammern aufzuführen, nicht untreu werden. Die Zahl derselben beträgt somit zurzeit, falls Emberixa pt/r- rhuloides palustris Savi als Spezies angesehen wird, 12; es ist jedoch gar nicht unwahrscheinlich, daß diese Zahl in den nächsten Jahrzehnten noch steigt, sofern nämlich der „Zug aus dem Osten", der meiner Ansicht nach erst vor w^enigen Dezennien begonnen hat, anhält. Tagebuchnotizen aus Oldenburg i. Holstein.*) 1. Okt. ]9u3 bis 1. Okt. l'.ioG. Von Fritz Eppelsheim, Apotheker. 1903. Wetter während der ersten Hälfte des Oktober überaus schlecht; täglich Regen mit Wind und zeitweisem Sturm. Deshalb ist wenig zu machen. 10. X. Mit Dr. L. im Bruch gewesen; letzterer jungen Phasianus colchicus geschossen. Auffallend wenige Enten da-, eine Scolopax rusticola gesehen, sowie verschiedene Drosseln {T. risri- rorus) gehört. 11. X. Regen hat auf einige Stunden nachgelassen. Spazier- gang nach Groß-Wesseck, Zwischen 3 und 4 h. schwacher Zug von Corvus cornix nach SW. Mit Einbruch der Dunkelheit etwa 100 Anser von NO. her gegen den Wessecker See. Auf den über- schwemmten Wiesen noch einige VaiteUus, 12. X. Falco jmregrinus, bei Dahme geschossen. (Junger, kräftiger Vogel.) 15. X. Mit Dr. L. im Bruch gewesen. Den ganzen Nach- mittag über Züge von wilden Gänsen. Mehrere Flüge herum- schweifender Pringilliden. Verschiedene Bussarde. 21. X. Den ganzen Nachmittag über Krähenzüge, unter denen sich viele C. moncdula befanden. Falco mm'/Ia geflügelt. Sehr viele Buteo da. Keine Gänse. Wetter heiter, 22. X. Abermals Krähenzüge. Mehrere Bekassinen aufge- gangen; Anas hosrhas cT geschossen. 25. X. Zum ersten Male am Meer gewesen. Auf der drei- stündigen Strandwanderung nichts gesehen außer einer Sumpfohr- eule und zwei Mövenarten; nachher an dem flacheren Wessecker Strande eine ungeheure Entenschar, wohl gegen tausend Exemplare. Bei Eintritt der Dunkelheit vielfach Entenzüge von der See her landeinwärts. 27. X. Im Bruch einen ganz hellen Bideo gesehen. Starker Zug von monedula^ alle nach U\ Wetter klar. *) Kurze Schilderung des Beobachtungsgebietes s. in „Verhandl. Ornith. Ges. i. B." (1903). IV, p. 28. — 49 — 4. XL GalUiuKio (jaüiiniUi g erlialteii; die auf einei' Treibjagd in Pntlos geschossen wurde. 5. XL AVetter heiter; keine Krähen. Die ersten Seiden- schwänze. Abends auf dem Entenanstaude 1 Anser fahalis ge- schossen (7 Pfd. 450 g Gewicht). 8. XL 2 Corvus corax gesehen. In der Härder wiese dicht beieinander 3 GaUinago galli/uda, die sich fast tot treten ließen. 11. XL Von Herrn v. Levetzow Biiteo hutco g bekommen, der in der Falle gefangen, Magen leer. 17. XL Den Kollegen in Heiligenhafen vertreten; auf der Fahrt viele Bussarde (etwa 30), die jedenfalls der vielen Mäuse wegen hier sind. Am nächsten Morgen auf dem Wader den ersten Flug Leinfinken. Auf der Heimfahrt sehr viele Krähen. 18. XL Ausflug nach dem Wessecker Strande. (Schilderung 1. c, 1903 p. 28, 29.) 24. XL Auf dem Wessecker See auf 100 m 3 Schwäne beobachtet, von denen 2 rein weiß, der 3. schmutziggrau war. Abends flogen wieder Hunderte von Enten landeinwärts. Auf den überschwemmten Wiesen bei Dannau zwei größere Scharen von Gänsen in der Nähe beieinander — nicht untereinander, von denen die eine wohl Ä. fahalis, die andere A. anser war; die Stimmen waren wenigstens etwas verschieden. Sie schienen zu baden und peitschten weithin hörbar mit ihi-en Flügeln das Wasser. Noch eine Srolopax auf getan. 26. XL Morgens erster Schnee — etwa 4 cm hoch. Mittags im Bruch einem Raubvogel GaUinago gallinago abgejagt, auch sonst noch einige gesehen. Viele Enten. 29. XL Sonntagstour an den Putloser Strand. Dicht bei den Häusern ein großer Flug Finken, hauptsächlich Buchfinken und Goldammern; keine Fring. inontifringiUa darunter. Vom Förster Falco peregrinus erhalten, der seinen Tauben zugesetzt, und dann im Holze geschossen wurde. (Im Oktober soll ein im Betragen ganz ähnlicher B'alk mit reinweißer Unterseite [Falco islandicus?] hier gewesen sein.) Am Strande entlang ziehen wieder verschiedene Möven. 1. XII. Auf der Heimfahrt von Heiligenhafen noch einige Lerchen auf den Saatäckern. Bei Lütjenbrode eine ungeheure Krähenschar, größtenteils aus Dohlen bestehend — keine Nebel- krähen darunter — spielend südlich ziehend. In der Nacht ge- waltiger Sturm, der den Graswader und auch die Brücke großen- teils unter Wasser setzt. Im Hafen Laras marinus mit tief- schwarzem Mantel. 13. XII. Auf dem Wege nach dem Putloser Strande ver- schiedentlich Lerchen gesehen, die, wenn auch nur kurze Strecken fliegend, sich immer südlich halten. Beim Försterhaus auf der Wiese noch eine Ringeltaube. Auf der See draußen ein wolkenähnlicher Flug von Enten, die öfters auffliegen und bald wieder einfallen. Vurliaudl. Oru. (ii'S. i. IJavcrii. VII. lüOiJ. 4 — 50 — 15. XII. Abends 3 Scliwäne {Ct/f/irtis u/nsicus Bacbst.) nach dem Wessecker See ziehend. 27. XII. Auf den Feldern beim Pntloser Strande größere und kleinere Flüge von Lerchen, Ammern und auch Hänflingen; meist nach Arten getrennt, letztere dem ganzen Benehmen nach Acanthis flarirosfris (L.), leider keinen geschossen. Accipiter iiisus, cf , in dem Augenblick erlegt, wie er unter eine Schar fuhr. Kropf leer, Mageninhalt unbestimmbarer Vogel. Im Walde beim Förster- haus noch 2 CobiDiba paiuinhus: außerdem noch einige Tinn.tiuniin- culus. 31. XII. An der Chaussee vor Dannau auf den Stauden ein Flug Aecmtkis linaria ganz zutraulich. 1904. 5. I. Auf dem Wege nach Putlos trotz sehr kalten Windes und mehrere Zentimeter hohen Schnees noch größere Lerchenflüge, die sich auf den Stoppelfeldern herumtrieben. Am Strande abermals Tinimnmilus, also hier überwinternd. Die vielen Finken vom 27. XII. alle weg, direkt am Seestrande noch Anfhus pratensis erlegt. Sehr viele Bussarde, wohl meist Jagopus. Vom Förster einen solchen erhalten, Mageninhalt 3 Mäuse. 7. I. wurde bei Lubbersdorf Botaurus stcllaris erlegt. 14. I. Vom Heiligenhafener E'ischer Uria Jomvici (L.) $ und 3 FuJigula hijeniaJis bekommen, die in Netzen unter dem Eise gefangen wurden. 22. I. Aus Dahnie cT von FuUgiila Injgemcdts (L.) erhalten. 1. IL H. V. L. Buieo buieo und Ful. clangida gesandt. 2. II. Aus Dahme cf von Fulig. hijemalis erhalten. 3. IL Von H. V. L. 2 Oall. chloropms bekommen. 5. IL 7^r//-«.s«r//£';//r//^^6' aus Ostseebad Dahme. Auf den F'eldern beim Kuhof große Flüge von AI. arre/isis. 9. II. Im Garten Heckenbraun eile gesehen. 12. IL Von H. V. Levetzow Archibuteo Jagopus und Ilallus aquaticus erhalten; letzterer alter, sehr fetter Vogel; soll hier oft überwintern. 14. IL Einen Tag am Ostseestrande. Helles, heiteres Wetter. Auf dem Wege dahin zahlreiche Lerchenflüge, darunter einzelne schon laut und anhaltend singend. Verschiedene Fniherixa calandra gesehen und gehört. Vom Förster erfahren, daß vor 14 Tagen gegen Abend ein Seeadler am hohen Ufer gewesen, der aber nachher nicht wieder gespürt wurde. Am Strande selbst auch kein Leben; nur einige Möven zogen vorüber. Auf dem Wasser noch zahlreiche Eisenten, von denen sich die cf schon herumzanken; die ganz großen Scharen von Vögeln sind ver- schwunden. Beim Gehölz zahlreiche Rauhfußbussarde, mit Mäuse- fangen beschäftigt; die Wildtauben immer noch da; jetzt Flug von etwa 30 Stück. Auf dem Weiher nebenan Fischreiher aufgegangen. — 51 — 15, II. Eine größere Anzahl Staare hier angekommen, auch im Hofe, nachdem ich schon 8 Tage vorher einzelne gesehen. Aus Großenbrode Mcrfju.s serrafor und Cohimhiis (iriseiyena erhalten, die von Fischern im Netze gefangen, 18. II. Wegen schlechten Wetters sämtliche Staare wieder verschwunden (s. 27. IL). 19, II. Mergus mergmiser (f im Prachtkleide gesehen, bei Dahme erlegt, 27. II. Staare doch noch da; treiben sich in kleinen Gesell- schaften auf den Wiesen umher. 29. II. Von Heiligenhafen 2 cT, von Dahme 1 cT von Fidn/ula hyemalis erhalten. 1. III. Trotz Schnee und Kälte (— 2^) auf den Koppeln vor der Stadt gi-oße Schwärme von Lerchen, Ammern, großenteils Grauammern. Bei den Büschen einzelne Leinfinken gesehen, ziemlich scheu. An einem offenen Gi-aben eine Rohrammer, die erste seit meinem Hiersein. 4. III. Von Dahme Larus argentatiis erhalten. 10, III. Tour zum Daniiauer See. Nach mehr wöchentlicher Kälte seit 2 Tagen wieder Tauwetter. In der Lubbersdorfer Niederung gleich hinter der Stadt so viele Enten, wie ich noch selten gesehen. An allen Ecken gehen sie hoch, meist schon paar- weise beisammen. Am Seeufer selbst flog eine kleine Schar auf, die ich leider nicht bestimmen konnte; einige ganz helle darunter; dagegen erkannte ich ein Paar Schellenten im Vorbeifliegen, Hinter dem unzugänglichen Schilf wieder die verschiedensten Vogel- stimmen, Für dieses Jahr die erste Bekassine gesehen. Nachdem ich bis zum Leib im Moor eingebrochen, mußte ich un verrichteter Sache wieder abziehen, sah aber doch noch an einer anderen Stelle prachtvolle Große Säger und erkannte andere herumschwimmend. Weiter oben auf dem See 2 wilde Schwäne. Wasser noch größten- teils mit Eis bedeckt, 13. III. Den ganzen Tag über am Putloser Strande gewesen. Auf dem Wege dahin erste Amsel und ersten Buchfink gehört, sowie 2mal Kibitze gesehen nach NC), ziehend. Nachmittags noch recht zahlreiche meist zu 2 — 5 Stück über die See ziehend nach NO. hin. Ebenso verschiedene Züge Gänse und gegen Mittag 2 mal etwa 10 Bussarde über dem Strande kreisend, und dann öst- lich weiter ziehend. Einzelne Möven sehr hoch nach Ä\ fliegend. Nachmittags auf einem Stein am Seestrande 2 prächtige Brand- gänse, die ich mit der Kugel fehlte. Auf dem Heimwege eine enorme Kräheuschar (Saatkrähen und Turmdohlen). 15. III. Im Bruch Bekassinen und Zwergsumpfschnepfe auf- getan (die erste). 17, III. Nachmittagsgang nach dem Gaarzer See, auf dem etwa 50 wilde Schwäne {C'ggmis olor Gm.) verteilt waren, die hier mit Gänsen nisten sollen. See quasi bedeckt mit Hunderten von 4- — 52 — Enten, Tauchern und Rläßhühnern. Verg'angenes .Talir sollen im Pfalileisen 8 Adler gefangen worden sein. Kibitze größtenteils zurück. Gänse zum Teil schon paarweise beisammen. Entfernt Rohrdommel gehört. 18. IIL 2 Oiclemia nigra cf von Fischer aus Dahme erhalten. Nachmittags bei Flügge die ersten 2 MofaciUa alba gesehen. 21. III. Aus Dahme Somaieria iiio/lissnua cf im Prachtkleide erhalten. Auf der See sollen immer noch gewaltige Mengen von Enten sein. Auf dem ßi'uch sollen auch außergewöhnlich viele Bläß- hühner gewesen sein, die aber am nächsten Tage bis auf wenige verschwunden waren. 22. III. Auf den Wiesen um den Bruch sehr viele Enten, die alle schon paarweise beisammen sind. Bei der Brücke ein ganz heller Taucher und ein Colymbus, leider nicht erkannt. Auf einer nassen Wiese mehi'ere Rohrammern. Glaube Motacilla nJha gehört zu haben, 23. III. Nach Delfs ein Flug von etwa 100 Großen Brach- vögeln, sowie ein Zug Kraniche vorübergezogen. Auch soll bei Wiedemann der erste Storch auf dem Dache gewesen sein. 25. III. wurden bei der Stadt abermals 2 Störche gesehen. 27. III. Sonntagstour nach dem Putloser Strande. Auf dem Wege dahin vormittags ^\.ß h, etwa 20 schwarzköpfige Möveu [Lar. ridibnmhis) östlich ziehend und ebendahin ein großer Flug Krähen. Aus einer nordöstlich streichenden Fringillenschar Fr. monti- fringilla genau gehört und später unter Buchfinken auch noch einen gesehen (die ersten seit meinem Hiersein!). — Von 8 — IO72 h. (später keinen einzigen mehr) über die See von der Kieler Bucht her ge- waltiger Bussardzug, so daß ich anhaltend 5 — 20 Exemplare zählen konnte. P]s müssen also im Lauf von 2^/.^ Stunden viele Hunderte von Vögeln gewesen sein, die einige Male mit den Flügeln schlagend und dann ein größeres Stück schwebend, langsam in einer Höhe von 200 — 400 m ziemlich genau östlich flogen. Von Zeit zu Zeit kamen auch noch paarweise oder in kleineren Trupps Kibitze über das Wasser. Silber- und Lachmöven zogen den ganzen Tag über dem Strande entlang oder auch landeinwärts gegen (). Am Ufer einige Bachstelzen, die ersten für mich in diesem Jahre. Auf einem Stein in der See 2 prachtvolle Austernfischer, die ich lange Zeit mit dem Glase beobachten konnte. Immer noch kleine Scharen von Eisenten da (am 23. noch ein Pärchen aus Dahme erhalten), sowie wenige Trauerenten; Accipit'r nisus cf geschossen. 29. III. Im Bruch kleine Schar Wachholderdrosseln und Pieper, jedenfalls Antli. pratensis. 31. III. Auf einer Wagenfahrt nach Heiligen hafen wieder Hunderte von Möven gesehen, die zum Teil direkt hinter dem Pflug nachzogen. Auf Johannistal erfahren, daß die Brandgans jedes Jahr in der Nähe nistet. Vergangenes Jahr sei ein Pärchen, vom Fuchs tot gebissen, vor dem Bau aufgefunden worden. — 53 ~ 1. IV. Auf dem Teiche bei Lübbersdurf sollen viele Tafel- enten gewesen sein. 2. IV. Aus Dannau werden die ersten 3 Kibitzeier ä 15 Pf. angeboten. 3. IV. Ostersonntag. In der Frühe im Bruch etwa 10 Tafel- enten, Pärchen, auf dem Wasser, jedenfalls auch Moorenten da- zwischen. Auf der anderen Seite einige Säger, einen 31. sermtor genau erkannt. 4. IV. Nachdem seit 8 Tagen von den Störchen nichts zu sehen, zogen heute Mittag 2 in nördlicher Richtung übers Haus. Nachmittags 6 h. größerer Flug Krähen in bedeutender Höhe nach 0. 7. IV. Im Bruch außer verschiedenen Tafelenten Rothals- tauchei" gesehen, sowie etliche mittlere Säger. 10. IV. Tour nach dem Putloser Strande, wo ich unterwegs 16 Schwäne nach dem Gaarzer See ziehen sah — ein wunder- bares Bild. Gleichzeitig kamen 6 von dort nach dem Wessecker See zu. Am Strande noch nichts Neues. In der Saatkrähenkolonie beim Förster reges Leben, Gelege großenteils schon vollendet. Auf der See 4 Sammenten [Oedenüa fiisca), sowie noch etliche Eis- enten, worunter ich ein „Männchen in ausgefärbtem Sommerkleide" genau zu erkennen glaubte. Auf dem Heimwege erste Suxicola oenanthe. 12. IV. In der Lübbersdorfer Niederung zugesehen, wie ein Sperber einen Star schlug. Ebendaselbst mehrere Gambettwasser- läufer beobachtet, sowie 2 Löifelenten, die lange Zeit ein Weibchen trieben. Später im Bruch 2 Schwäne vorübergezogen; ein schwach bebrütetes Gelege von Vandlus gefunden. 13. IV. Störche auf dem Nachbarhause angekommen. 14. IV. Im Garten ersten Laubsänger gesehen. Die ei'ste, warme Frühjahrsnacht gewesen; morgens 7 h. 9*^ Wärme. Mittags wieder kalter (Jir. und nur 5". — Im Bruch 2 Hlr. riisf. vorüber- gezogen nach S().\ In den Torflochern außer den Tafelenten ein Pärchen Löifelenten. 14. IV. Im Bruch moigens ^j.ß h. erste Chelid. arhlca gesehen, niedrig über das Wasser nach N. ziehend. Gleich darauf wieder 2 wilde Schwäne und 7 Regenpfeifer in gleicher Richtung. Vor- mittags 11 h. erst 16 und dann nochmals 6 Bussarde über der Stadt kreisend. Um 12 h nochmals eine Schwalbe über der Stadt. Im Bruch auch noch 3 Knäckenten gesehen. 16. IV. Mittags 2 li. im Schatten auf der Nordseite 19*^ R. Soll seit 50 Jahren der heißeste Apriltag sein. 18. IV. Im Bruch schon in der Mauser befindliche FuUy. ferina geschossen. 19. IV. Im Bruch 2 Knäckenten, 2 Col. griseujena und einen Merfju.s gesehen. Einem Neste der Rabenkrähe in der Harderwiese 3 frische Eier entnommen. — 54 — 20. IV. Vom Piitluser Fürster Saatkrälie mit gekreuztem Schnabel, sowie ein stark bebrütetes Gelege einer solchen erhalten. 22. IV. Von ebendaher Brandgans g erhalten. 23. IV. Sonntagstour nach dem Putloser Strande. Auf der See immer noch kleinere Partien bis zu 10 Stück Sanit- oder Trauerenten, nur vereinzelt noch Eisenten dazwischen. Über dem Wienbei'g, der zahlreiche Fuchsbaue hat, etwa 6 Paare von Brand- gänsen kreisend, w^ovon ich nachher am Strande im Vorbeitliegen ein altes Männchen schoß. Übrigens habe ich von neuem Beispiele gehört, daß Brandgänse totgebissen vor Fuchsbauen lagen. Am Strande angeschwemmt ein ganz frischer Nordseetaucher {rrinator hiwnie [Gunn]), bei dem die roten Halsfedern schon durchbrachen. Mageninhalt nur einige größere Steine; übrigens ein außerge- wöhnlich starkes Exemplar, 66 (!) cm laug. Erste gelbe Bachstelze {Mot. flava) am Ufer; Sperberweibchen geschossen. Noch keine Seescliwalben da. 25. IV. Vom Lübbersdorfer Teiche 3 Colt/inbas griseigena- Eier erhalten. 26. IV. Auf dem Eutiner See die ersten Seeschwalben gesehen. 27. IV. Im Bruch die ersten Rohrsänger gehört. 29. IV. Morgens '^j.ß h. etwa 6 Schwalben nach .V. Im Garten Gartenrotschwanz. 30. IV. Waldkauz, der hier in der Stadt häufig ist, und in Gebäuden brüten muß — ein Pärchen ist allabendlich im Garten ganz zutraulich — erhalten. Im Garten haben Hänfling und Grünling zu bauen begonnen, während die Amsel schon Junge füttert. 1. V. Stare bauen; aus dem Bruch Cohpuhus (/r/fteigetuf cf erhalten. 3. V. Auf dem Wege nach Cismar erstes Schwarzplättchen und nachher noch verschiedene gehört. Im Garten daselbst Trauer- fliegenschnäppei', sowie Bastard von Nebelkrähe mit ziemlich heller Unterseite, dagegen dunkelem Rücken gesehen. Bei Damlos eine größere Turmdohlenkolonie. Im Bruch ersten Wendehals und 8 schwarze Seeschwalben. 7. V. Im Garten Spötterpärchen angekommen, das jedenfalls im Gebüsch brütet. 8. V. Ebendaselbst grauen Fliegenschnäpper gesehen und aus- geflogene Amsel. 10. V. Im Bruch etliche Braunkehlchen; im Garten Gold- amsel gehört. H. Heinrich hat vom Fenster der Apotheke aus längere Zeit einen Adler über der Stadt kreisen sehen. 12. V. Seit einigen Tagen sämtliche Mauersegler hier. 15. V. Am Putloser Strande ein Pärchen Halsbandregen- pfeifer erlegt; zahlreiche Sturmmöven ziehen auf und nieder, wo- von ich älteres J' und juv. im Übergangskleide schoß. Die zahl- reichen Brandgänse scheinen noch nicht beim Brutgeschäft zu sein, da sie noch paarweise, aber diesmal ohne alle Scheu herum- — 55 — fliegen. Vor einem Fuchs- oder Dachsbau waren zahlreiche Fuß- abdrücke. Über dem hohen Ufer schwebte längere Zeit ein Pärchen Baumfalken, die bei ihren Flugspielen oft längere Zeit regungslos gegen den Wind standen. Uferschwalben sind zurück, dagegen zeigte sich den ganzen Mittag über nur eine einzige Seeschwalbe. Am Strande fand ich angeschwemmt eine leider nicht mehr brauchbare Eisente; dieselbe trug noch ihr vollständiges Winterkleid, nur hatte sie statt der weißen Flügelschmuckfedern kürzere hellbraune mit schmalem, schwarzen Schaftstrich. Wegen hohen Seeganges konnte ich leider nicht sehen, ob noch nordische Enten da sind. Am Spätnachmittag zog ein großer Seetaucher gegen ATA Einigen Strandläufern war leider nicht beizukommen. Auf dem Heimwege 1. Kuckuck gehört, der aber schon seit 8 Tagen hier sein soll. 16. V. Aus Gaarz Kampfhahn erhalten; 18. V. Im Bruch große Mengen von schwarzen Seeschwalben, Avüvon ich 2 erlegte. 21. V. Die Stare füttern. 26. V. Dunenjunges von Bläßhuhn auf dem Wessecker See gefunden. Mit großer Mühe gelangten wir an das Nest des Höckerschwanes, das die Alten eben mit 7 etwa 2 Tage alten Jungen verließen. Beim Verfolgen legten die Alten jede Scheu ab und schlugen, wenn wir nahe bei den Kleinen waren, mit den Flügeln nach uns, daß sie sogar das Boot berührten. Das Männchen blieb immer in unmittelbarer Nähe des Kahns, während das Weibchen voran das nahe Schilf zu erreichen suchte. Einige Tage später erhielt ich ein Junges. 28. V. Vom Fischer in Dannau ein Pärchen Knäckenten erhalten, wovon das cf fast noch das völlige Winterkleid hatte, während das g ein legreifes Ei trug. Beide wurden nebeneinander in einem Netze unter Wasser gefunden. 2. VI. Auf der Mitte des Gaarzer Sees 53 wilde Schwäne gezählt, w^ährend wir verschiedene Weibchen von den Nestern auf- jagten; sie nisten also sehr zahlreich hier. Auf dem Gras warder daselbst zahlreiche Gambettwasserläufer und verschiedentlich Kampf- hähne; von ersteren Dunenjunges mitgebracht. 9. VI. Auf, den Feldern zahlreiche Sturmmöven, wovon eine geschossen im Übergangskleid. 11. VI. Von Gaarz Rohrweihe $ mit 2 Dunenjungen erhalten, Mageninhalt: 3 junge Enten. Storch im Dunenkleid erhalten, den die Alten aus dem Nest geworfen. Derselbe konnte sich zwar kaum erst auf die Fersen stützen, klapperte aber schon ganz fidel nach Art der Alten, den Kopf auf den Rücken gebogen und nahm vorgeworfene Brocken von selbst auf. 14. VI. An der See immer noch etwa 8 schwarze Tauch- enten gesehen. — 56 — 15. VT. Von Piitlos Fis^ehreihei' eibalteii. j\ra(^eiiiiibalt : Käfer- larveii. 23. VI. Fahrt nach der Kieler Woche. Im Kieler Hafen etwa 200 Lachmöven. Auf einer kleinen Insel bei den Plöner Seen eine Brutkolonie derselben. 25. VI. Graue Fliegenschnäpper im Garten ausgeflogen. (Vom 13. VIII. bis 5. IX. an die Apotheke gefesselt. Be- obachtungen vom Fenster oder Garten aus.) 31. VIII. Vormittags 10 h. die ersten Bussarde auf dem Zuge gesehen, erst 4 und bald darauf einen einzelnen: genau südlich. Wetter sonnig, heiter. 1. IX. Vormittags 11 h. 5 Biitco in genau gleicher Richtung über das Haus. Am gleichen Tage vom Förster in Putlos 2 Züge Bussarde, je etwa 50 Stück stark, beobachtet, der eine vor-, der zweite nachmittags, die von der See kommend über dem hohen Ufer einige Zeit kreisten und dann südlich weiterzogen, ohne daß sich einer niederließ. Die Richtung von dort über unser Haus ist direkt südlich. Im Garten sehr viele Ch. urbica und Hh\ rusfica vei'sammelt, die sich oft dichtgedrängt auf den Bäumen niederlassen. 2. IX. Vormittags 10 h. etwa 20, mittags 1 h. etwa 50 Bus- sarde über den Garten ziehend in genau gleicher Richtung und Höhe wie die vorigen. Mit dem Glase glaubte ich Wespenbussarde erkannt zu haben. 5. IX. Es ziehen abermals Bussarde (ganz zufällige Beobach- tung, wie alle in dieser Zeit). 6. IX. Eine Stunde lang vor Sonnenuntergang andauei'uder Zug von Hir. rusfica in Haushöhe nach S. in breiter Front. Es müssen also recht viele vorübergekommen sein. — Am folgenden Tage das gleiche Bild gegen Abend. Sollten die Tiere am Ende entferntere Schlafplätze aufgesucht haben? Dann wären sie doch wohl in gedrängteren Scharen gezogen. 9. IX. Die Schwalben hier in der Stadt (urbica und rustica) scheinen noch alle hier; es müssen also die vielen an den vorher- gehenden Tagen andere gewesen sein. 12. IX. bis 20. IX. Reise nach Dänemark. Auf der Eisen- bahnfahrt nach Kiel unterwegs noch verschiedentlich Schwalben gesehen. Im Hafen zahlreiche junge und alte Lachmöven. Vom Dampfer aus während der fünfstündigen Fahrt trotz pracht- vollsten Wetters nichts gesehen außer einigen Möven. Darüber große Enttäuschung. Auf dem Wege Korsör-Kopeuhagen vom Zug aus überall auf den E'eldern klei)ie Partien Nebelkrähen, die hier wohl nisten werden. Trotz der verhältnismäßig geringen Ent- fernung bei uns noch keine. (Vom Förster auf Putlos wurden am 16. die ersten der Küste längs streichend gesehen.) Auch in Kopen- hagen noch allenthalben Ilir. rusf. gesehen. Am zweiten Tage Besuch des zoologischen Gartens, in dem besonders der Enten- — 57 — weilier interes.sant war. Ein Koniiorauiiest mit fau.stgroßen Jimgeii auf dem Baumstriiiik einer kleinen Insel macht große Freude, zu- mal zu der jetzigen Jahreszeit. Von den Raubvögeln fiel Falco hslaifdicKs durch seine Schönheit auf. Leider ließ die Etikettierung überall zu wünschen übrig. In den Gängen des Wirtshauses sehr schöne Photographien ausgestellt, z. B. Seidenschwanz beim B^üttern am Nest, Xuweiu'tis arquaf. brütend, etc. — • 13. und 14. IX. trotz völliger Dunkelheit zwischen 12 und 2 h. nachts anhaltend Brach- vögel über die Stadt ziehen hören. In einer Wildprethandlung außer einem schönen cf der Trauerente Anas boschas mit rostrotem Bauche, wie es öfters vorkommen soll. Vor allem fielen dort 6—8 Anas strepera auf, lauter g: woher sie stammten, weiß ich nicht. Am 16. um das Schloß Kronborg noch 3 Schwalben. 17. IX. wartete ich in Helsingborg in Schweden von 7 — 9 h. a. m. bei prachtvollem Wetter vergebens auf Vogelzug. Nur Silber- und Heringsmöven strichen über den Sund. Auf der Heimfahrt in Heiligenhafen am Strande des Warders 16 Fischreiher in einer Reihe am Ufer stehend - ein famoses Bild. 22, IX. Immer noch einige Hir. rustica hier, die aber in den nächsten Tagen verschwanden. 23. IX. Mittags 1 h. größerer Zug von Bussarden, die genau in der gleichen Weise zogen, wie die zu Anfang des Monats. Die letzten werden aber Bufeo hideo gewesen sein, erkennen konnte ich sie jedoch nicht. 2. und 3. X. Tour nach dem Putloser Strande. Vormittags die ersten Nebelkrähen dem Strande längs ziehend; 16, IX. vom Förster die ersten beobachtet. Auf der See außer etwa 30 Enten (wahrscheinlich Pfeifenten) einige Seetaucher, worunter ich arcticus im Sommerkleide erkennen konnte; sie zogen aber bald nach W. dem Strande längs weitei'. Im Gehölz flog Coluinha paluinhus vom Neste, worin ich zwei frische Eier fand. Wie mag sich wohl solch spätes Brüten erklären lassen? 8 Tage vorher fand der Förster ebenfalls ein solches. Am Strande etwa 20 Namen, anjaatas. 16. X. Die Brachvögel sind immer noch dort. Im Bruch großartiger Entenstrich. 20. X. Von H. V. Levetzow auf Brock Eisvogel erhalten; kommt vereinzelt hier vor. 2. XI. Anser hracliijrlujncJms (Baill.)*) cT und 2 Anas pene- lupc im Brucii eilegt. Letztere haben seit dem 20. X. schon sehr abgenommen. Die Gans war etwas abgemagert und hatte kein Fett; im Magen befänden sich Sand und Grasreste, das Tier war offenbar verirrt, richtete sich bei meinem Anblick hoch auf und betrachtete mich, ruhig stehen bleibend, längere Zeit, so daß ich sogar noch Zeit fand, Patronen zu wechseln. Beim Auffliegen schoß ich sie dann herunter. Den den ganzen Tag über vorbei- *) 1. c. Bd. V (1!)01), p. :i2. — 58 — ziehenden Stammverwandten wollte sie sich ott'enbar nicht an- schließen. Vor einigen Jahren wurde übrigens einen ganzen Winter hindurch unter einem größeren Schwärm Gänse eine rein w^iße beobachtet, doch konnte dieselbe nicht erlegt werden. 8. XI. Im Bruch immer noch viele A. penelope. Eine juv. erlegt. 13. XI. Sonntagstour nach dem Putloser Strande. Auf der See schon große Herden von FuJigula h/jei/Hih, die einen großen Lärm vollführen, besonders bei schönem Wetter. Eine kleine Ge- sellschaft von 6 cT kommt näher zu meinem Versteck heran. Sie haben keine Sekunde Ruhe, sondern jagen und beißen sich unter konstantem Geschrei herum, wobei sie, mit den Flügeln schlagend, immer die vorderen teils schwimmend, teils mit den Flügeln das Wasser peitschend zu erreichen suchen, worauf diese dann untertauchen und mehrere Meter unter Wasser fortschießen. So sieht man sie oft, am meisten aber gegen das Frühjahr zu, sich längere Zeit jagen. Ich glaube, daß es zur jetzigen Zeit Spielerei ist, denn ich sah sie später wieder friedlich beisammen nach Nahrung tauchend. Vielleicht war es auch Freude darüber, daß sich die hohe See von gestern wieder gelegt hat. — Außer diesen sah ich noch mehrere Gesellschaften von Samtenten, die sich jedoch nie dem Strande näherten. Gegen 10 h. a. m. zogen weit draußen in der See niedrig über dem Wasser erst 4 und nachher noch ein einzelner Schwan nach W. Von Möven zogen nur Sturm- und Silbermöven im Alters- und Jugendkleide auf und ab. Von letzteren juv. erlegt. Auf dem Heimwege abends auf den Lübbersdorfer Wiesen ganz tolles Gänsegeschrei. Sie liegen dort jede Nacht zu vielen Hunderten. Im Wienberg erste FringiUn moiüifring. ge- hört. Vom Förster mittags 2 Gallinago gallmiila erlegt. 15. XL Auf der großen Blanke im Bruch lagen etwa 20 Enten dicht zusammengedrängt; leider ließen sie nicht ankommen. Es waren wahrscheinlich Reiherenten. Mittags den ersten Flug Turdus pilaris gesehen. Abends auf dem Anstand keine A. penelope mehr, dagegen zogen wieder Schwäne nicht sehr hoch vorüber. 16. XL Vom Förster in Putlos Faico peregrimts g juv. er- halten. Kropf und Magen vollständig leer. Das Tier war ganz übermäßig fett. 28. XL Große Scharen von ('. m())ieduJ(i hier. 29. XL Auf den Wiesen bei Dannau liegen wieder Hunderte von Gänsen. Auf dem Wege zum See etwa 10 Grauammern und 3 Leinfinken. Abends zogen in der Niederung innerhalb 3 Minuten 17 Schwärme von 30—50 Gänsen über mich und ließen sich hinter dem Dürfe auf einem Felde unter furchtbarem Lärm nieder. Auf dem Heimwege komme ich au den ersten wieder vorüber: es sind also nicht die gleichen gewesen. So viele Gänse habe ich seit meinem Hiersein noch nie an einem Tage gesehen. Bekassinen hörte ich noch verschiedene Male. — 59 — 4-. Xir. Tour nach der Küste von Lütjeubrode. Auf dem Biuneiisee nur 2 Schwäne und einige Reiher, merkwürdigerweise keine Enten. Außerhalb des Dammes auf den kleinen Sandbänken außer einigen Mantelmöven mit schönen schwarzen Flügeln noch etwa 10 NiDuen. arquatns, und in deren Nähe ein Flug von 50 bis 80 kleinen Regenpfeifern und Strandläufern, die der Entfernung wegen nicht zu erkennen waren, aber der Größe nach verschiedenen Arten angehörten. Auf den Steinen in der See bei Großenbrode lag eine Schar Stockenten von etwa 200 Stück. Ebendort kletterten zwischen dem hochaufgetürmten Seegras 3 Schnee ammern, die bei der Annäherung seeeinwärts abflogen. Es waren dies die ersten, die ich in Freiheit gesehen. 18. XII. Den ganzen Tag am Putloser Strande zugebracht. Kurz vor Sonnenaufgang kam von den Lübbersdorfer Wiesen her wieder ein großer Zug von Gänsen. Sie sind also doch noch nicht alle fort, wie ich neulich einmal geglaubt, da ich sie 2mal nicht gesehen. Am hohen Ufer der Seekante wieder eine sehr große Schar von Schellenten und auch von Reiherenten. Von Eisenten nur einige kleine Flüge und einmal etwa 12 Trauerenten. Im Wald beim Wienberg noch viele Ringeltauben. 27. XII. Von der Treibjagd in Kembs Oedicneuius oedirnemus erhalten, schönes, altes, helles cT, Mageninhalt einige Bohnen, große, flache Steinscheibchen und gi'ößere Käferlarven, die er wahrschein- lich aus dem Kuhmist auf den Feldern hervorgezogen, — Vom Schiflfer in Heiligenhafen 2 Somateria molliss. cf erhalten. 1905. 9. I. Vom Bischer aus Ostseebad Dahme PhaJacrocorax carbo cf ad. mit dickborkigem Schnabel erhalten, der dort auf der See geschossen. Gewicht 6 Pfd. 300 g, Länge mit Schnabel 92 cm, Breite 141 cm. Mageninhalt Reste von größeren Fischen und eine Menge etwa 5 cm langer Würmer. Der Vogel ist seit langem nicht dort vorgekommen und war allen Fischern vollkommen fremd. Der gewaltige Sturm in den ersten Tagen des Jahres — große Überschwemmung an unserer ganzen Küste — habe ihn gebracht, behaupteten sie. 12. I. Merkwürdig viele G. monedula hier. 13. I. Mantelmöve g aus Heiligenhafen erhalten; Länge 67, Breite 163 cm, Gewicht 1800 g. 7. II. Aus Heiligenhafen Bergente cT ad. erhalten. 9. II. Von den Fischern wurde mir ein lebendes Schellenten- weibchen gebracht, das in hochgestellten Netzen gefangen war. Auf der Erde war es sichtbar unbeholfen, lag fast immer auf dem Bauch und taumelte von Zeit zu Zeit wie betrunken auf den Beineu stehend, einige Schrittchen vorwärts. In einen Kübel Wasser ge- setzt, begann sie sich sofort zu putzen. Nahrung sah ich sie nicht zu sich nehmen, obwohl meine Brandente, die sofort mit ihr — 60 — Freuiidscluift scLlüß, es ihr vorzumachen schien. Mit an einem Blüg-el beschnittenen Schwingen setzte ich sie in unserem Bruch aus, wo sie, sofort untertauchend, in einiger Entfernung wieder zum Vorschein kam, um gleich zu einigen Reiherenten hinüberzu- rudern. Leider fror der Bruch nach einiger Zeit noch einmal zu, wobei sie jedenfalls umkam. Von den wenigen Reiherenten hatten sich 2 alte cf getrennt gehalten, denen sich ein Mergus albellus-^ oder junges Tier angeschlossen hatte, das jeder Bewegung dieser folgte. 12. II. Vom Fischer Bergente, cT juv. erhalten. 12. II. Vom Fischer 2 Mergus serrator, 2 Fuligula fuUgula 1 Cohjmb. griseigoi. 14. IL Aus Heiligenhafen 4 Fulig. fuUgula, 2 dangula. 16. IL Bei Putlos großen Adler gesehen, von Krähen ver- folgt. x\us Heiligenhafen Tadorna fadorna cT juv. erhalten. 16. und 17. die ersten warmen Tage hier; mittags 12 h. T*'. Sturmmöven ziehen über die Stadt. 19. IL Fischreiher aus Heiligenhafen erhalten. 23. IL Im Bruch großer Flug Staare mit Tunlus darunter. Auf dem Wasser 4 große Säger, 3 Reiherenten, viele Stockenten (schon paarweise), gegen Abend die ersten 3 Kibitze. 25. IL Aus Schwelbeck altes cf von ThniKuculus erhalten, das im Tellereisen gefangen. Mageninhalt: kleiner Vogel. (!) 26. IL Vom Fischer Mergus serrator cT ad. erhalten. 27. IL Vom Fischer Somateria moUissima cT und Merg. ser- rator g. 2. III. Mittagstour nach Heiligenhafen. Auf dem ^\'ader, einer größeren Insel jenseits des Hafens, viele Brachvögel, die den ganzen Winter über hier geblieben. Am Strande 6 Austernfischer ganz zutraulich. Auf dem Binnensee eine größere Schar Schell- enten, denen sich eine Anzahl Merg. serator (^ und g angeschlossen. Auf der großen Sandbank etwa 30 schwarzllügelige Möven, wo- runter ich einige näher als niarinus sicher erkannt habe; vielleicht gehörten sie alle der Art an, 5 Tadorna kamen ziemlich hoch von 0. her. E'ür mich schlechter Wind, d. h. r>«-., wo sich die vielen p]nten der Brandung wegen auf die Seite der nahe gelegenen Insel Fehmarn ziehen. 5. III. Im Bruch hier etwa 25 Reiherenten, denen sich 3 Tafelenten, 2 cf und 1 g angeschlossen ; letztere zum erstenmal in diesem Jahre gesehen. 6. III. Im Garten schlägt der erste Buchfink. Vom Fischer 2 Trauerenten erhalten, etwa 20 wurden zusammen gefangen. Bei Neustadt i./H. soll der erste Storch angekommen sein. 8. in. Meine gefangene Brandente, die tadellos im Freien den Winter überstanden hat, scheint ihr großes Gefieder zu wechseln. 10. III. Merg. serrator g erhalten. — 61 — 12. ITT. 12 Tvibitze zogen über die Stadt; seit einigen Tagen Sh: Mittags 12 h. 8** R. Die ersten Sturmmöven Tiinter dem Pfluge her gTeicL bei der Stadt. 13. III. NacTimittags 6 h. mehrmals K^ibitze in lileinen Herden über die Stadt gegen 0. 14. III. In Piitlos mittags 3 h. etwa 40 Kibitze gegen 0. Beim Gehölz kleine Schar Buchfinken mit Grünlingen. Viele Bus- sarde da, einen geschossen. Mageninhalt: Spitzmaus. Am Strande ziehen Sturm- und die ersten Lacbmöven. 2 Brandenten gesehen, sowie etwa 20 Reiherenten. 15. IIT. Vormittags zwischen 9 und 10 h. ziehen verschiedent- lich Bussarde zurück gegen X., um 11 eine Krähenschar gegen 0. ; Wetter heiter und warm. Mittags große Segelpartie. Auf dem Warder bei Heiligenhafen ist ein großer Teil der Sturmmöven bei ihren Brutplätzen angekommen — der größte Teil derselben soll sich vor 3 Tagen eingestellt haben. Immer noch eine größereAnzahl Mantelmöven da, auch alte Tiere, deren intensives Gelb am Schnabel auch auf große Entfernungen sichtbar ist. Mehrmals Brandgänse zu 2—4 beisammen. Einige Austernfischer. Im seichten Wasser stehend etwa 200 Riugelgänse, die sich schon einige Zeit hier auf- halten sollen. Gegen Abend nochmals eine große Schar. Während der prachtvollen Segelpartie einige größere Gesellschaften von Sturmmöven (eine geschossen, die die grauen Kopffedern des Winter- kleides zum Teil verloren hatte), sowie kleinere Scharen von Eis- enten, die sich um die Weibchen herumbissen und sie unaufhörlich verfolgten. Beim Umherjagen kamen sie dem Boot öfters nahe, so daß ich einmal 1 cT j^v. erlegen konnte. 2mal Samtente und Imal Ti-auerente gesehen, sowie immer wieder vereinzelte Mantelmöven. Das Auslegen der Buttnetze, in denen auch ein großer Teil der Tauchenten gefangen werden, war sehr interessant. Sie sind etwa 1 m hoch, an der unteren Seite mit Bleikugeln be- schwert, während oben Ivorkstücke befestigt sind. Auf diese Weise stehen die Netze am Boden der See aufrecht, einige 100 m lang, diesmal in einer Tiefe von etwa 2—8 m. Prachtvolle Heimfahrt bei Sonnenuntergang. 20. III. Aus Heiligenhafen Nordseetaucher cT erhalten; viele Fische im Magen. 22. III. In einem Garten hier Amselnest mit Eiern. 23. III. Spatzen bauen im Hofe. 25. III. Erste MotaciUa alba auf dem Marktplatz. Seit 8 Tagen 0. mit Frost morgens. 27. III. Endlich Zugvogel. {Uirundo ; ustica.) stellen\\eisc übei winternd. {Emberiza calandra.) Acaiithis cainuibina (L.), Blutliänfliug-. -1905- Als Br. beob.: Affaltern (sehr häuf.), Amberg- (14. III.), Augsburg (häuf.), Bamberg (ca. 10 P.), Dilliugen (24, III.), Erlangen (häuf.), Neun- burg V. W., Rofling (sehr häuf.), Rottenstein (27. III.). — Am Strich beob.: Affaltern (29. XII.), Erlangen (20. I. - 13. II.), Schwarzeufeld (17. IX.), Vilseck (7. IX.), Voheustrauß (20. IX.). — Im Zunehmen. 1906. Als Br. beob.: Affaltern (sehr häuf.), Augsburg, Bamberg (häuf.), Bogen (28. III.), Erlangen (liänf.), Kitzingen (26. III.— 16. X.), Kötzting (4. III.). — Am Strich beob.: Affaltern (4. I.— 12. II.), Bamberg (Früh- jahr), Erlangen (1. I. — 19. IL), Oberaurlorf (9. I.), Oberfränkisches Hoch- plateau (August sehr häuf.), Öberbeureu (24. VI. 1 Ex., sehr seit.), Schollbrunn (14. IV. ca. 25 St.). <*> Ac.iiithis linuria (L.), Leinfink. Oberbeuren: 1 1 . XL 1906 kl. Fl. < — > Acceiltor motlularis (L.), Heckenbraunelle. 1905. Als Br. beob.: Affaltern (häuf.; 15. III. — 25. X.), Augsburg (ver- einzelt >, Dilliugen (15. IV.), Erlangen (nicht häuf.), Etzeuricht i21. III.), Oberbeuren (30. IV.- 8. X.), Obersendling (18. IV.), Sulzbach (10. IV.). 1906. Als Br. beob.: Affalteru (6. III.), Günzburg (25. IV.), Öberbeureu (nicht seit.), Schollbrunn (5. IV.) — Am Zug: Bamberg (19. — 26. IIL). — Äffaltern: 20.111. flüchtet während heftigen Schneegestöbers 1 5 mit einem Rotkehlchen durch die Öffnung des Küchenabgusses in die Wohnung des Beob.: überwinternde Ex. nicht beob. < — > Acrentor COllariS (Scop.), Alpenbraunelle. 1905. Bad Kreuth: Im Fr ühj a hr kl . Fl . am Fntterstadel . H e r z g s t a n d : 27. Vir. mehrere in den Latschen ges. Oberaudorf: 22. VI. cT $ auf dem Gipfel des Brünnsteiu (1635 m), setzen sich in 3 m Abstand vom Beob.: cf herrlich s. 1906. Oberaudorf: 6. V. 3 Ex. am Brünnstein: 2 s. cf kämpfen: das eine streicht ab, das andere umkreist hüpfend mit hängenden Flügeln das g unter kurzeu Rufen, dann Coitus. VorhaucU. Orn. Ges. i. Uajeni. VII. lltOC. Q — 82 - <*> Accipiter nisus (L.); Sperber. 1905. AlsBr. beob.: Affaltcni (zieml. häuf.), Augsburg (häuf.), Cham, Er- langen (hcäuf.), Kohlgrub, Licliteustein. Riedlhütte (3 P.) — Sonst beob. oder erl,: Ammeubofen (18. 1. , Burgleugeufeld (2. IV. j. Hiudelaug (4. u. 27. V.), Kaufbeureu (19. I., 15. u. 24. IL, 6. u. 16. III.), Kempten (S.V.), München (15. IV. 1 g ad. im Abort eines Hauses gfg. und einige Zeit im Käfig gehalteiO, Nenuburg v. W. [dl. III.), Oberdorf (24. IV.). Ober- germarinaen (17. IV.), Peißenberg, Raisweil (23. III.), Roding (27. III.), Schlingen (26. 1.), Snlzbach (11. IX.), Uffenheim (2. XL). 1906. Als Br. beob.: Affaltern, Augsburg (häuf.), Bamberg (nicht seit.), Behringersdorf, Erlangen, Gräfendorf, Großhabersdorf (vereinzelt), Herolds- berg, Langenbruck (liäuf. '. Lanfainholz, München (Schwarzhölzl 26. V ), Oberbeureu (nicht seit.). — Sonst beob. oder erl.: Affaltern (28. I. n. 11. IL), Aichach (1. IX.), Andechs (20. I., 3. IL), Butteuheim (9. IIL), Eltdorf (24. IV.^ Hannstetten (12. X.\ Hindelang (27. X), Illereichen (15. XII.), Kaufbeuren (23. IV., 1. u. 12. VlIL, 28. XL, 10. XII.), Memminge, 1 (16. XII.). Partenkirclien (4. IX.), Pfersee (14. VIII., 4. X.), Pfronten (26. VI.), Sachsenried (25. VI.), Türkheim (29. IV.). Waal (11. I.', Wieseuthan (30. I ). Wolfratsliansen (öfters). — Bamberg: 24. VI. verfolgt 1 Ex. einen Sperling so wütend, daß es sich den Flügel an einem Telephondraht bricht. — Oberbeuren: 7. VIT. im Ficbten- hochholz ca. 16 m hoch ein N. mit juv. : g, obwohl beschossen, um- fliegt beständig schreiend den Platz, bäumt auch auf, läßt aber dabei nie seine Vorsicht außer Acht; 1. VIII. kommen die schon ansgeflogenen juv. noch zum Kröpfen aufs N. < — > AcrOCeplialuS palustris (Bechst.), Sumpfrohrsänger. 1905. Bamberg: In einem Roggenacker br. beob. 1906. Arnstorf: Br. (vgl. p. 24). Bamberg: 3 cf in Roggenfeldern Auf. Juli ges. : 25. u. 26. V. 2 cf in einem Kornacker ges. : Br. südlich der Stadt. Erlangen: Br. zwischen Brück u. Büchenbach ; Ende Juni N. mit 5, fast reifen Eiern gef. < — > AcrOCephaluS Streperus (Vieill.), Teichrohrsänger. 1905. Arnstorf: Sehr liänf. Br. : 9. VI. N. mit 2 Eiern n. 2 juv. ca. 0,5 m über Wasser in dem 1 m breiten SinnbächleiTi: 28, VI. N. leer. 6. IX. 1 Ex. ges. Augsburg: Häuf. Br. um Göggingen (6. V.) u. Pfersee (28. V.): 29. VIII. zahlreich in Kartoffeläckern. Dillingen: 26. IV. beob. Graf- rath: 15. VI. im Ampermoos, im Pilsen- n. Wörthsee gg. München: — 83 — 31. V. 12—15 Ex. im Dachauer Moos gg-.: 28. VIII. 2 Ex. unter der Isarbrücke bei Großliesselohe ges. 1906. Arnsto rf: Seiirhäuf. Br., 29. IV. angek.; 9.X. noch ges. ; 18. IX. flügge juv. von 2 spät ausgekoniiaeueu Brüten ges. Bamberg: In mehreren P. bei Bug, Strulleudorf u. im Mühlendorfer Weiher br. : 9. VII. melirere P. mit juv. Erlangen: 11. VI. 2 N. mit je 4 Eiern bei der Neumlihle: in jedem N. sind 2 Eier faul, 2 zum Ausschlüpfen reif. Heroldsberg: Br. im Kreuzweiher bei Kaikreuth (s. auch unter Cucidus canorusl). < — > AcrOCephaluS StreperuS horticolus (Naum.), Gartenrohrsänger. Arnstorf: 1906 Br. im G. des Amtsgerichts (vgl. p. 24). < — > Aedon luSCiuia (L,), Nachtigall. 1905. Erlangen: 27. IV. 6 h. a. m. 1 cT im Schloßg. ^2 Stunde lang eifrig schlagend, daun verschwunden. Kitzingen: Br., seit.: 21. IV. geh. Pödeldorf: 6. V. beob. Schweinfurt: Br., 15. IV. angek. (1904: 13. IV.). 1906. Bamberg: Nicht beob.: 10. VI. 3 P. bei Schwebheim, 1 P. bei Grettstadt, 4P. bei Sulzheim beob. Euerdorf: 11. V. 1 Ex. geh. Kitzingen: Seltener werdender Br. : 22. IV. angekommen. ^v^ Aegitlialus C.audatus (L ), Schwanzmeise. 1905. Äff altern: Sehr spärl. Br., sehr häuf. Str. Augsburg: Br. u. Str. Bamberg: Häuf. Str., 24, III. 1 P. ges. Erlangen: Br. im Eichen- wald: spärl. Str. Erlen Stegen: Winter in Trupps beob. Oberbeuren: Sehr spärl.: 8. X. u. 12. XI. Flüge beob. Zöschiugen: 29. V. 7 Ex. Frostspanneraupen nachstellend. 1906. Äff altern: Kl. Gesellschaften 25. I., 14. XL, 19. XII. beob., 29. V. 1 P. ges, Arnstorf: 17. II. ca. 20 Ex. in einem Obstg. Augsburg: Br. in den Lech- u. Wertachauen. Bamberg: Br. im Hain; zahlr. Str. Erlangen: Selten beob. Gräfendorf: Br. Ijango nbruck: Über- wintert in größeren Fl. Laufamholz: Winter scharenweise, Sommer vereinzelt. München: 25. XI, sehr viele ges. Oberbeuren: 10. IL u. 29. IV. beob., 13. V. paarweise. 'X,. Aegithalus caudatus vagans (Leach.), Rosenmeise. 1905. Affaltern: 20. III. 1 P. im G. : 25. XII. 12 — 15 Ex. in einer jungen Fichtenkultur. 6* — 84 — igoö. Affaltern: 2. IL typische Ex. im G.; 6. X. 8 — lO^Ex. uuter Tauiion- meiseu: 22. XT. ca 12 Ex. im jMiscbw. Bamberg: 23.Xn. 6 Ex. im Hain. O Aloedo ispida (L,), Eisvogel. 1905. Als Er. beob.: Amberg, Ruiling (liiiuf. ): im Herbst u. Winter: Affaltern, Augsburg (Lech), Bamberg (Bug), Erlangen, Kreuth (Weißach), Ober- beüren, Rieder, Riedlhütte (Gebirgsbäche). 1906. Wurde in diesem Jalire sehr häuf. beob. u. zwar als Br. : Augsburg, Bamberg (Wolfsschlucht am Kanal) und Gräfendorf: im Frühjahr, Herbst u. Winter: Affaltern, Ammerland (jetzt seit.), Ampermoching (Amperauen), Arnstorf (sehr zahlreich), Bernlohe (Rednitz), Blanhofen, Erlangen (sehr zahlreich, 5 Ex. lebend g%.), Erlenstegeu (Meisenbacli), Göggiugen (Wertach), Kaufbeuren, Kempten, Kitziugen, Linden, Memmiugen, Mindel- heim, München (^im Juli ca. 35 Ex. erl.!), Nymphenbnrg (Schloßpark- teich), Oberdorf, Tuueuhausen. — Am Kollbach bei Arnstorf ließ sich 1 Ex. mehrere Minuten aus nächster Nähe beobachten 5 es tauchte 3 mal (2 mal nach vorausgegangenem Rütteln), brachte 2 ca. 2 cm langeFischchen u. verschlang sie sofort lebend; 1 mal hatte es ein Stückchen Taunen- wedel erwischt, das es mehrmals aufschlng und dann fallen ließ. <-*> Ampel is garrulus (L.), Seidenschwanz. 1905. Bamberg: 8. L 3 Fl. vom großen Hauptsmoorwald über den Regnitz- grund zum Bruderwald fl. : einzelne auf Obstbäumen in Bug. Feisel- bach: 27. XL 1 Ex. erl. Oettingen: 25. XIL 1 Es. erl. Riedl- hütte: Dezember ca. 50 P]x. beob. „Nordwestbayern": Auf. XII. 1 Ex. erl. 1906. Beob, u. erl. im Januar: Bayreuth (5.), Bnrgtreswitz (Auf.), Esch- mühle, Feiselbach (5 Ex. 3. IC), Gersteneck (16.), Guteueck (14.), Kitzingen (22. 23.): im Februar: Dingolfing (12.), Öttingen (21.): im Herbst: Pnllenried, Nordhalbeu (20.— 25. XIL). In München 12. I. ein Bündel beim Wildprethändler. <0> Anas bOSChaS (L.), Stockente. 1905, Beob.: Affaltern (18. L), Amberg (häuf.), Augsburg (Frühjahr sehr häuf.), Dechsendorf, Erching, Erlangen, Haunstetteu, Hiltersdorf (zahlr,), Irrenlohe, Kohlgrub, Lechhauseu, Pfersee, Riederau. Stegen. 1906. Beob.: Arnstorf, Augsburg (Lechinseln), Göggingen, Gräfendcuf — 85 — (Br.), Großliabersdorf (seit.), Kolilstdi-f^ Laugeiibruck, Laufamholz (weniger als sonst, Peguitz), Müucbeii (Br.), Oberbeureu (Br., Wiiidach), Straubiug (Donau), Treuchtlingen, Trifelden (zalilr.). Wolfratshausen (Br., Isar). <^-> Auas Crecca (L.), Krickente. 1905. Beob. : Amberg, Declisendorf (Br.), Erlangen (Schwabach), Gärmers- dorf (5. IX.), Göggiugeu (25. III.), Hiltersdorf, Obergüuzburg (18. I.), 1906. Beob.: Arnstorf (20. VlI.), Augsburg (7. IV. Lech), Illereichen (1. I.), Laufamholz (XII.), Stockheim (18. IL), Stötteu (14. IX.). -<-/-> AllJlS penelope (L.), Pfeifente. 1906. Erlangen: 29. IX. cT $ erl. — 1905. München: Je 1 Ex. erl. 23. III., 14. IV., 20. X. (cT juv.), Anf. XI. Muruau: 1. X. 1 Ex. erl. < — > Anas querquetlnla (L.), Knäckente. 1905. Erl.: Uechseudorf (25. IV. cT, 26. IV. 5), Eurasburg (10. VITL), Oberdorf (19. IV.), Rieden (IIL). 1906. Arnstorf: Ende Juli täglich mehrere in einem Sumpf. München: 11. IV. 1 Ex. erl. Diesseu: 21. IV. 1 P. auf dem Ammermoos an einem Graben: wenig scheu, g fällt gleich wieder ein, (f bleibt lange mit erhobenen Kopf auf der Wiese sitzen: fliegen dann zusammen dem See zu. -^^M- Anser anser (L.), Graugans. 1906. Beob.: Kitziugen (1. X.), Neunkircheu a. B. (Mitte III). Alltbus trivialis (L.), Baumpieper. 1905. Als Br. beob. : Affalteru (häuf.), Andcchs, Augsburg, Bamberg, Dillingen (9. IV.), Erlangen (häuf.), Kitzingen (20. IV.), Kohlgrub, Lindau (19. IV.), Müncheu (häuf.), Oberbeuren (häuf.), Pinzberg. — 87 — igoö. Als Br. beob.: Affaltcni (häuf.: 19. IV.), Bamberg (häuf.; auch in einem Garten). Erlangen (häuf.; 17. IV.), Gräfendorf, Ingolstadt, Ober- beuren (häuf., 16. IV., 22. IV., 19. VII. nocli öfter s., 4. VI. N. mit stark bebrüteteu Eiern). < — > ApilS apilS (L.), Mauersegler, Turmschwalbe. 1905. AlsBr. beob.: Affaltern (häufigeralssonst \Audechs(30. IV. — 24. VII.), Arnstorf (20. VII.), Augsburg (26. IV.— 1. VIII.), Bachhauseu, Bamberg (26. VII.), Baunach (27. IV.), Buttenwiesen, Cham (7. V.), Dillingeu (1. V.), Erlangen (30. IV.), Euerdorf (8. V.), Frauenaurach, Geslau (7. V.), I-Iaiusbach (8. V. — Anf. VIII. ), Ingolstadt (1. V.), Kaufbeuren (1. V.), Keilberg (29. IV.), Kitzii.geu (27. IV.— 6. VIII.), Kohlgrub (zablr.), München (27. IV.— 4. VIII.), Mün.ster (1. \.), Oberaudorf, Regensburg (10. V. — 20. VII.\ Reicheufiu (4. V.), ßiedlliiltte (häuf.: vertreibt Siurmis aus den Kobeln), Rothenburg 0. T. (27. IV.), Schliersee (10. V.— 28. VII.), Weiden. — Sonst beob.: Oherbeuren (12. VIII. 3 Ex.), Seeg(28. VIII. 3 Ex.). 1906. AlsBr. beob.: Andechs (4. V. [29. IV. |), Arnstorf (21. IV.— 27. VII.), Augsburg (18. IV.- 17. VIII. [14. IX. 1 Ex.]), B.ichhausen (7. V.— Mitte VIIi;\ Biberbach, Bischofswiesen (10. V.), Erlangen (4. V.), Euerdorf (3. V.), Hainsbach (7. V. — 4. VIII), Hersbruck, Ingolstadt (28. IV.), Kauf- beuren (1. V.— 29./30. VII.), Kitzingen (21. IV.— 24. VII.), Kreuth (7. V.— 31. VII), Laugenbruck, Laufamholz, Lautrach, München (23. IV., 7. V. Masse angekommen, 20. VII), Münster (3. V.), Neumarkt i. 0. (26. IV.), Nürnberg, Nymphenburg (4. V.— 26. VII.), Oberdorf, Regens- burg (4. V.), Rotz (4. V.— 8. VIII.), Schliersee (9. V.— 30. VIL, 15. VIII. 3 Ex.). — Sonst beob.: Berchtesgaden (18. VIII. 4 h. 30' p. m. einz. Ex. bei der Gotzeualpe 1760 ni. ü. M.), Regen (4. VIII. einige Ex.), Valepp (8. V. d. beob.), Viechtach (4. VIII. 3 Ex.). V ApilS melba (L.), Alpensegler. Augsburg: 1. IX. 1905 flog 1 Ex. hinter der Ulrichskirche einer eine Treppe herabgehendeu Frau an die Brust, klammerte sich an u. wurde so gefangen (Coli. Fischer). O ^*^ Aquila chrysaetus (L.), Steinadler. 1905. Iramenstadt: Mitte März bei Eh reuschwang 1 Ex. erl. München: Präp. Korb erh. 1 am 12. II. erl. Ex.; Präp. Henseler erh. Ende Dezember 2 Ex, aus Oberstdorf, 2 Ex. von Hindelang u. 2. Ex. von Griesen (Gar- misch). Oberstdorf: Auf. November 2 Ex. erl. 1906. Hindelang: Dezember 3 Pjx. hintereinaiidar von L. Dorn erbeutet. Wallgau: 1. III. 1 Ex. bei Krüun a. d. Isar gfg. — 88 — < — > Aqilila IliaculJltJl (Gm.), Scbreiadler. 1905. Beriiriea: 16. VI. 1 Ex. erl.; a. 473, c. 260, r. 106 nnii.: Nasen- loch olirförmig, aufrecht stehend: Stoß uugebändert, Nackeufleck fehlend (Dr. ]'.). Ettelried (Dinkelsclierben) : 12. VI. 1 Ex. erbeutet. — Wald- hauseu (Bayr. Wald): 8. IX. 1 Ex. erl. mit sehr viel rostgelber Zeich- nung (Spritz- u. Schaftflecken) in dem sonst tiefbrauuen Gesamtgefieder: größerer rostgelber Hinterhauptfleck; der braunschwarze Stoß gegen das Eude gebiindert, rostgelbl. Terminalbiude: a. 520, c. 260, r. 100 mm.: Nasenloch schiefoval (Dr. ParrotV 1906. München: Auf. November 1 Ex. erl. Pfatter: 8. VI. 1 Ex. erl., 1,80 m Elügelspanug, Puch (Amniersee): 19. VII. 1 cf erl. <*> Archibuteo lagOpilS (L.), Rauhfußbussard. 1905. München: 3., 4., 12., 21., 28. II., 3. (Mauserungsbeginn in der Kropfgegend), 21., 27. III., 9. IV., 18. XI. u. 4. XII. je TEx. erl. 1906. Kaufering: 30. I. 1 Ex. erl. Mering: 1. III. 1 g erl. Moosach: 25. II. 1 Ex. erl.: im Spätherbst fast ganz fehlend. Schleißheim: 8. III. 1 Ex. erl.; heuer selten. Ardea cinerea (L.). Fischreiher. 1905. Beob.: Aff'altem (1. u. 16. IL, 19. X.), Augsburg (13. IV.). Bodeu- wöhr, Erlangen (6. u. 28. IX.), Hohenascliau (10. II. g), Kaufbeuren (23. XL), Kitzillgen (2. III., Br. ?), München (5. u. 28. L, Mitte L), Oberbeuren (Ende IX. 3 Ex.), Oberndorf (nicht seit.; 3 Ex. erl.), llegens- burg Schongau (18. X. 1 Ex. erl.). 1906. Beob.: Ammerlaud (24. VIIL), Augsburg [22. X.), Brückenau (hänf.), Dachauer Moos (13. X.), Dettenschwaiig (Br.. Auf. VIIL 2 Ex.), Eitraug (30. VIIL), Erding (Herbst 1 Ex.), Erlangen, Göggingen (6. V.),Gräfendorf, Großhabersdorf (17. VII.), Kitzingen (1. IIL), Landshut (XII. 1 Ex. erl.), München (15. u. 17. L, 17. IL, 8. XL, 7. XII. erl.). Oberbeuren (IIL 1 Ex. an der Windach), Pfersee (13. IIL), Röhrmoos (bei Indersdorf nicht seit.), Wasserburg (nicht seit.). — Sonst. Beob. : An der Vils bei Wildthuru hielten sich 4 Ex. den Winter über auf u. übernachteten im Schloßg. von Möding. — Eine kl. Kolonie befindet sich im Walde zwischen Hallstadt u. Baunach, eine größere (ca. 15 Nester) im Donauried bei Güuzburg a. D., aber sie wird durch den dortigen Förster verfolgt. — 89 — Ardetta minilta (L.); Zweigreiher. 1905. Beub. od. erl.: Ganniscli (8. X.), Münclieu (VI. u. 15. VII. je l cf juv.), Petershanseu (15. IX. 1 juv. in einem Heustade] lebend geig.). 1906. Bcob. od, erl.: Herrsching (7. VII. 1 Ex. auf dem Überschwemmten Moos im Wasser einfallend), Xeuliaus (22. IX. 1 Ex.). < — > Asio aCCipitrinilS (Fall.), Sumpfohreule. 1905. Beob. od. erl.: Erlangen (14. u. 24. IX., 24. XL), Kempten (9. X.), Kleiukizighofen (4. IV.), München (spärlicher Br., Herbst mäßig zahlr.), Eeichenbach (17. XII.), Sauerlach (26. X.). 1906. Beob. od. erl.: Hurlach (23. I.), Kanfbeureu (25. IX., 6. XI.), Ober- dorf (29. IX.), Osteudorf (1. X.), Peißenberg (26. XL), Pforzen (i. X.). — In Untersteiu bei Berchtesgaden im Schulhaus 1 ausgestopft. Ex. aus der Gegend. <0> Asio Otus (L.), Waldohreule. 1905. Beob. od. erl.: Affaltern (Br., heuer nicht häuf.), Augsburg (Br.), Erlangen (26. IV.), Gördsried (2. V.), Kanfbeureu (24. I., 6. IV.), Kou- radshofeu (27. IX.), Nürnberg (I.), Oberbeuren (nicht seit. Br.), Ober- dorf (19. VIIL), Oberkamlach (2U. I.), Pfersee (28. V.), Eudratshofen (24. IV.). Tittmouiug (10. III. 1 reinweißes Ex. erl.), Wildberg (10. V.). 1906. Beob. od. erl.: Affaltern (Br.), Augsburg (Br.), Bamberg (Br.), Bi- burg(13. VII.), Breiteugüßbach (4. IV.), Buchloe (22. XIT.), ^Butteuheim (21. VII.), Eirishofeu (1. X.), Geisfeld (11. XII.), Gräfendorf (Br.), Gundelfiugen (9. II.), Hallstadt (2. IX.), Hurlach (23, I.), Johaunishof (28. VIIL), Kanfbeureu (10. IV.), Kemmern (27. III.), Konradshofen (8. XL), Langenbruck (häuf. Br.), Lechfeld (27. IL), Lindenberg (27. VI.), Mcmmiugen (18. X.), Poxdorf (2, u. 9. V.), Sachsenried (28. IX.), Stock- heim (28. IX.), Tusscühauscn (1. XIL), Tütschengereuth (16. VII), Wei- tach (^13. VIIL). <^^ Astur palumbarius (L.), Hühnerhabicht. 1905. Beob. od. erl.: Ercliing (XL). Erlangen (30. IV., 24. XL), Happa- reute (30. III.), Kaufbeuren (29. IV., 1. VII., 1. VUL, 27. X.), Lech- bruck (3. XIL), Leinau (8. XL), Murnau, Nördlingeu (23. L), Ober- beuren (mehrfach), Osthauseu (XL 1 cT ad., Kropf voll Hasonfleisch), Rieder (5. III.), Stöttwaug (8. VI.), UflFenheim ;31. X. 1 cT, Kropf ein — 90 — Maulwurf). — Sonst. Beob.: Oberbeureu: 16, IV. mittags attaquiert 1 Ex. eine Haushenne, wird aber verjagt: eine Stunde später streicht wieder 1 Ex. über den Hof; die Hausenten fliehen stets sofort vor ihm (eine solche wird auf einem Gutshof bei Muruau geschlagen). 2. VII. wird 1 juv. Ex. von einer Krähe heftig angefeindet, die stets von oben schief nach abwärts stößt, aber dabei dem Gegner nie so nahe kommt, wie sie es gegenüber dem Bussard zu tun pflegt. Affaltern: Vollkommen ausgerottet. 1906. Beob. od. erl.: Arustorf ((). XII.), Bamberg (zieml. häuf. Haupts- moorwald), Dettingen (25. II. $ juv.). Elbersberg (16. VI.), Erlangen (Br. Buckenhofer ^Yald), Gräfendorf (Br.), Großhabersdorf (zieml. häuf. Br.), Hallstadt (7. u. 11. VII.), Happareute (8. III.), Heinrichsthal (22. II , nicht Br.), Heroldsberg (nicht regelm. Br.), Hopfen (2. I.), Hüttenwang (28. VII.), Hurlach (17. VII.), Kaufbeureu (29. IX.), Laogenbruck (Br.)". Laufamholz (Ende I.), Oberbeuren (6. I., 30. III. 3. V.), Obergünzbnrg (10. X.), Oberstdorf (2. XI.), Pruun, Stötteu (18. X,), Valepp (seit., nicht regelm. Br.), Walsdorf (30. V.), Weiden (14. XII.). O Athene nOCtua (Retz), Steinkauz, 1905. Beob. od. erl.: Blöcktach (23. X.), Dillingen, Erlangen (21. XL), Frnnkenhofen (19. L), München (Mitte IL 2 Ex.), Oberschondorf (19. II., heuer zahlreicher), Untergerinaringcn (9. XII.). — Sonst. Beob,: Bei Dillingen in alten Apfelbäumen an der Landstraße nach Lauingen (Mäuse- jahr); Vögel schreien am Tag u. gegen die Dämmerung hin ,,Au" od. „Ao": bei Nachahmung dieses Tones erwidern sie denselben. 1906. Beob. od. erl.: Abtsberg. Altdorf (17. IL). Bamberg (Br. 2. L), Buttenheim (28. XII.), Debring (Br.), Eiriclishof, Erlangen (22. III.), Kaufbeuren (26. XII.), München (Mitte L u. 26. XII.), Oberdorf (28. IX.), Stegaurach (X.). O Bonasia bonasia (L.), Haselhuhn. 1905. Brücken au: Am Dreistelz häuf. Kreuth: Sehr spärlich vor- kommend; in der Jaehenau häufig. Leinau: 13. XI, 1 Ex. erl. Riedl- hütte: Häuf. Br. u. Q? mindestens 30 Ex. im Revier. Sauerlach: XII. 1 c/" u. § erl. Zorne ding: III. 1 Ex. erl. 1906. Gräfendorf: Br. Viechtach: Heuer 4 Ex. erl. BotaurUS Stellaris (L.), Rohrdommel. 1905- Erl.: Buchloe (24. X.), München (TIT. u. lU. IV.), Trostberg (27. L). — .91 — igo6. Erl.: Aiiidliiig (20. II, cT fifl), Ampermochiiig (10. X.), Füssen (10. XI.), Landshut (26. XI.), Teiiblitz (12. XL). <^ Branta bernicla (L.), Eiugelgans. Schweuningeu: 12. IL 1906 1 cT ad. erl. O Bnbo biibo (L.), Uhu, „Auf-. Pötten stein: 1. V. 1904 1 Ex. geg. Schüttersmühle erl. Eichend orf: 1 E\. auf der Ettlinger Jagd erl. Hauz en stein : 24. I. 1906 1 Ex. gfg. < — >■ BudyteS flilVUS (L.), Schafstelze. 1905. Beob. od. erl.: Edelshausen (28. IX.), Erlangen 15. VIIL, 16. IX.), Frauenaurach (Br.), Kitzingeu (Br., 13.1V.). Pfarrkirchen (2. IV., 16. X. Rottal), Riedeck (28. VIIL). 1906. Beob. od. erl.: Bug (Br., 3 P.), Kaufbeureu (25. IX.), Kitzingeu (Br.). <0> Buteo buteo (L.), Mäusebussard. 1905. Beob. od. erl.: Affaltern (Br., Bestaiid geht zurück), Andechs (7. VIIL), Augsburg (häuf.), Bamberg (nicht seit.), Dechsendorf (Br.), Edelshausen (28. IX.), Erlangen (Br.), Füssen (27. VIIL), Gnodstadt (XL $ ad.), Grafrath (15. VL), Hirschau (21. IX.), Irrsee (24. IX.), Kauf- beureu (14. L, 15. u. 23. III, 16. VII., 24. XII.), Kohlgrub (Br.), Lech- hausen (24. V., 2. VII.), Leipheim (6. X.), Lengenwang (2. VII.), Lichtenau (28. IX.), Lindau (11. IIL), Mindelheim (28. IV., 12. IX.), München (X. häuf.), Neuburg a. 1). (28. IX.), Neuoffingen (6. X.), Oberarmbach (28. IX.), Oberbeuren (häuf. Br.), Oberdorf (13. VI.), Obergünzbnrg (26. V.), Osthausen (19. XL), Riedeck (28. VIIL), Rieder (15. IIL, l.VII), Stötten (6. u. 24. IV.), Ungelstetten (Br. 1 P.), Unterpeißenberg (12. IIL), Zentbechhofeu (Br.), Zwiesler- Waldhaus (13. IIL). 1906. Beob. od. erl.: Affaltern (Br.), Ammerland, Augsburg (häuf.), Bam- berg (Br.). Baunach, Bischofswiesen (Br.), Blöcktach (4. VL), Dieuliausen (14. V.), Edelshausen (8. VIL), Erlangen (Br.), Geltendorf (10. IX.), Göggingen (4. IIL), Gräfendorf (Br.). Großhabersdorf (zieml. häuf. Br.), Gutteuberg (29. VIL), Hallstadt, Heinrichsthal (17. IIL), Hiudelang (20. IV.), Jakobsthal (22. IL), Kaltenbrunn (6. IX.), Kaltenberg (10. IX.), Kaufbeuren (12. IIL), Langeubruck (s. häuf. Br.), Laufamholz (sehr liäuf. Br.), Lechbruck (2. IX.), Linderhof (7. IX.), Memmingen (22. IX.), Mindelheim (17. IX.), München (Herbst ca. 120 Ex. erl.j, Oberhausen (24. V.), Ottobeuern (18. VIL), Partenkirchcu (V. IX.), Pfersee (13. XL), — 92 — Kinder (17. VI.), Rotlieubnrg o. T. (zahlr. Br.), St. Ottilieu (2. IX.), üutergermariugeu (16. IX.), Uttii)g (Br.), Valepp (Br., 2 P.), Waldhaus (Br.), Wörrishofen (20. VII.). — Oberbeuren: 3. III. zurückgekehrt; 6. V. 1 P. bauend: 24. V. X, auf einer Fichte am Rande des Hoch- holzes ca. 16 m über dem Boden (cT streicht beim Anklopfen ab), scheint später verlassen. Nach Meinung des Jagdaufsehers wird ein frisch ge- bautes Nest immer erst im folgenden Jahr zur Brut benützt: 22. XII. noch 1 Ex. im Revier. < — > Caliimodus Schoenaboenus (L.), Schilfrohrsänger. Augsburg: 2.V. 1905 2 Ex. im Altwasser der Wertach bei Göggiugen beob. Arnstorf: 29. IV. 1906 d. beob.: 17. IX.— 1, X. einzeln d. Kitzingen: Br. 10. IV. 1906 angek. O CaccabiS Saxatilis (Meyer), Steinlmhu. Kreuth 1905: Nach Aussage eines Forstgehilfeu vorkommend: Ruf bei der Gamsbrunft zu hören. Kam früher nach v. Kobell nm Karwendelgebirg, bei Bayernzell, Tegerusee, Ruhpoldiug und Aschau vor. < — > CaprimulgUS enropaeuS (L.), Nachtschwalbe. 1905. Beob. od. erl.: Buchloe (23. X.), Donaustauf (10. VII. Dutzende am Waldrand u. in Weinbergen), Erlangen (Br.), Hainsbach (7. VIII.), München (4. X.), Oberbeuren (3 mal beob., 18. IX. erl,), Oberkambach (23. IX.), Obertiefenbach (24. X.). 1906. Beob. od. erl.: Bamberg (9. u. 14. VI.), Donaustauf (VI. u. VII. sehr zahlr.). Erlangen (Br.), Oräfendorf (Br.), Hallstadt (12. V.), Kremels- dorf (2U. VI.), Langenbruck (zieml. häuf. Br.), Laufamholz (zalilr. Br.), Lichteustein (überall als Br. konstatiert seit 15 Jahren)"), Roßdorf (Br.), Uffenheim (13. VIII.). <^> Carduelis carduelis (L.), Stieglitz, Distelfink. 1905. Als Br. beob.: Afifaltern, Aibling, Amberg, Augsburg (häuf.), Bam- berg (gemein);, Bogenhansen, Diesseu, Erlangen (^häuf,), Göggingen, Happareute, Herzogenaurach (zahlreich), Kandel, Kaufbenren (sehr zahl- reich), Kohlgrnb, Lechhausen, Maitingen, Oherbeuren, Rottenstein, Sulz- bach i. 0., Tierhaupten, Vilseck, Vorbach. — Als Str.: Unterpeißen- berg (9. X.). — Beob.: Mehrere Ex. machen sich bei Affalteru auf einer jungen Föhre an deren Zapfen, welche eben in der Sonnenhitze aufgesprungen, mit dem Auspicken von Samen zu schaffen. *) Noch häufiger fand ihn der Beobachter in .seiner rraktikantenzeit 1885—88 bei Schwab. Hall (Württemberg). Das Ankunftsdatum von 1903: 15. II. 1?J wird als Druck- oder Schreibfehler berichtigt. — 98 — 1906. Als Br. beob. : Affalteru, Augsburg (häuf.), Bamberg (sehr häuf.), Bockhoru, Bogen, Ei'laiigen (zahlreich), Gräfendorf, Kitzingeu, Langen- bruck (sehr häuf.), Laufamholz (häuf.), Mallersdorf, Müucheu, Oberbeuren, Regeusburg (selir zahlreich), Straubiug. — Als Str.: Ariistorf (£X. X. XI.), Milbertshofeu (31. III.), au der Siugold (IX. zahlreich). — Augs- burg: 1 von Kauarienvögeln aufgefütterter juv. ist an Kopf, Hals u. Kehle schwarz. (30. IX.). "'V. Certhiu bracliydactyla (Brehm), Garten baumläufer. 1905. Diesseu: 1. IV. Ges. im Hölzchen am See geh.: ist in der Mitte um eine Silbe zu kurz. Erlangen: 29. I. 1 Ex. erl. 1906. Ber chtesgaden: 14. VIII. Schönau Anfang des Ges. geh.; scheint häufig an den dortigen Linden u. Ahornbäumen. "V^ Certhiu funiiliaris (L.), Waldbaumläufer. 1905- Affaltern: 18. I. 1 Ex. in Beob. Hof. Oberbeuren: 9. u. 26. IIL im Buchenwald (mit einzelnen eingesprengten Fichten) s. igo6. Affaltern: Heuer sehr seit. Arnstorf: 28. IX. u. 12. XII. beob. Bamberg: Zieml. zahlreiclier Br.*). München: Hirschau 18. IV. 1 mal typischen Ges., dann abnormen (verkürzten) bracJiydacti/Ia- Ges. geh. (Dr. P.) "X-. Certllia spec, Baumläufer. 1905. Beob.: Amberg (III. u. VIII. sehr zahlreich), Burglengenfeld (4. IV.), Erlangen, Erlenstegen (Br.), Pfronten (8. XL), Pinzberg (Br.), Regens- burg (sehr häuf.), Sulzbach i. 0. 1906. Beob.: Ammerlaud (zieml. häuf.), Bernlolie (zahlreicher Br.), Erlangen (Br.), Langenbruck (zieml. häuf. Br.), Gräfendorf (Br.), Mallersdorf (HL), Münster (Br.), Straubing (III. häuf.). <-7^ Charadrius apricarius (L.), Goldregenpfeifer. 1905. Erl.: Aibling (9. X. 1 Ex.), Aichach (2. X. 1 Ex.), Dachau (9. X. 1 Ex.), München (X. einige), Oberdorf (24. IX. 1 Ex.), Windischeschen- bach (18. X. 1 Ex.). *) Sollte hier nicht eine Verwechslung mit der anderen Art vorliegen? (Der Herausgeber.) — 94 — igo6. Erl.: Buchloe (15. X. 1 Ex.), Dachau (9. X. cT ?). Eitrang (22. XII. 1 Ex.), Heroldsberg- (1898 1 Ex.), Erlangen (7. IX. 1 juv.), München (X. u. XI. 3 Ex.), Oberschleichach (22. XII. 1 Ex.), Sambach (22. XII. 1 Ex.). < — > Charadrius dubillS (Scop.), Flußregenpfeifer. 1905. Beob. od. er].: Kaufbeuren (1. V. 2 Ex. ges ), Oberbayern (1. V. 2 Ex. erl.), Roding (27. III. 1 Ex. ges.), Roding (1. IV. 3 Ex. auf einer Wiese bei Hamnier-Kölbit/.). 1906. Beob.: Großhabersdorf (13. IV. ca. 8 Ex. d.), Kaufbeuren (19. I^^ 2 Ex. ges., 23. IV. 1 Ex. ges., 1).). München: 19. III. 1 Ex. an der Isar auf einer völlig kahlen von mehreren Rinnsalen durchzogenen Geröllinsel. Er verhält sich still und schweigsam, trippelt und rennt mit eingezogenem Kopfe eine kleine Strecke weit, um ein Insekt aufzu- nehmen. Er gleicht in den Bewegungen etwas Vanellus vanellus (L.), hie und da wirft er den Kopf rasch auf wie Älcedo ispida (L.), wenn dieser beobachtend auf einem Zweige über dem Wasser sitzt, bohrt so tief es geht in den nassen Ufersaud, teilweise mit solcher Anstrengung, daß er dabei mit dem ganzen Körper rüttelt: kleinere, seichtere Wasser- rinnen durchwatet er, bei tieferen entschließt er sich nur schwer, aufzu- fliegeU; nachdem er es zuerst mit Schwimmen versucht hat; dann aber hebt er langsam die langen I"'lügel und zieht in rasch förderndem, prachtvoll anzusehendem Fluge dahin: wieder auf dem Boden hält er die Flügel noch einige Sekunden hoch und zieht sie dann laugsam ein. Wenn er auf einer Geröllbauk ruhig sitzt, kommt seine Schutzfarbe so sehr zur Geltung, daß man ihn keinen Augenblick aus dem Auge lassen darf, ohne ihn zu verlieren : selbst mit gut bewaffnetem Auge ist es schwierig, das Vögelchen auf dem Geröllgeschiebe wieder zu entdecken. (Örtel). -^7^ Charadrius moriuellus (L.), Mornellregenpfeifer. 1905. Nannhofen: 27. VIII. 1 $ erl. (Coli. Parrot), Raisting: 2. XI. 1 Ex. erl. (Staatssammlung). 1906. Ammerlaud: 29. VIII. 1 ö" ad. im Hochzeitskl. erl. (Dr. P.). Raisting: 28. IV. 12 — 15 Ex. \m Moos beob. -<-7^ Charadrius Squatarola i^L.), Kiebitzregenpfeifer. Pfarrkirchen: 3. X. 1905 1 Ex. erl. 'X^ ChloriS Chloris (L.), Grünling. 1905. Als Br. beob.: AflPaltern (im Winter häuf.), Amberg, Augsburg (häuf.). — 95 — Bachhaiiseu, Bamberg (gemeiu), Cham, Diesseu (nicht seit.), Dilliugeu, Erlangen, Herzogenanrach, KarlshulH, Kitzingen, Langweid, Münster, Oberhauseu, Regensbnrg (sehr häuf.), Kiederau, Roding, Siilzbach, Sulz- bach i. O.;, Wolfratshausen. — Als Str. beob. : Oberbeureu (von XI. — IL). 1906. Als Br. beob.: Aflffiltern, Augsburg, Bamberg, Bernlohe (sehr häuf.), Bogen, Erlangen, Gräfendorf, Kitzingeu, Lahm, Langeubrück (häuf.), Mallersdorf, München, Nürnberg. Regensburg (häuf.), Schallbrünu (häuf.), Statfelsteiu, Straubing, Streitl)erg, Viechtach. - Als Str. beob. : Arnstorf (L IL X. XIL), Zaiertshofen (IL). ^V. ChrySOmitris Spinus (L.), Erlenzeisig. 1905. Als D. beob.: Bayreuth (I. IL IIL), Dillingeu (19. IX., X.), Er- langen (16. L, 19. XL), Ingolstadt (8. IV.), Kitzingen (11. III.), Ober- beureu (25. III., 28. X.), Peißeuberg (zahlreich), Roding (27. III.). 1906. Als D. beob.: Affaltern (weniger wie früher), Bernlohe (19. IL), Bogen (28. IIL), Erlangen (IL u. III. sehr zahlreich), Laugenbruck (11.— 13. III.), Laufamholz (Winter). < — > CicOllia ciCOUia (L.), Storch. 1905. Als Br. beob.: Aislingeu (25. III.), Auteuried (11. III), Baben- hauseu (22. IIL), Buttenwieseu (18. III. bei Schneegestöber), Eitersdorf, FiDuingen (28. II. ö", 25. IIL $), Geisenfeld (9. IIL, 17. IIL— 8. XL), Großhabersdorf (17. III. g. 8. IV. cT), Hirschau, Kitzingen (6. IIL), Lützelburg (14. IIL), Nabburg, Oberhaunstadt (12. IIL d), Schwabach (17. IIL), Seßlach (14. IIL), Vilseck, Waldstetter Ried (2 P.: I.N.: 24. IIL, 3 juv.; 2. N. 18. IL d", 25. IIL g, 2 jnv.: 19. VIII. abgez.), Wertingen (24. IIL), Westendorf (heuer N. unbesetzt). — Sonst beob. : Augsburg (d. 21. u. 30. IV. je 2 Ex., 29. VIIL), Dilliugen (Ende VII., Anfg. VIL 25 Ex. auf den Wiesen des Donauriedes nächtigend auf den Fichten des Tiergartens bei Holzheim), Eisenbrechtshofen (d. 4. VI. 1 Ex.), Fürth (8. IV. 1 Ex. Regnitz), Geslau (9. IV. d.), Göggingen (8. V. 1 Ex.). Kaufbeuren (Sommer über ließ sich 1 P. sehen), Lechhausen (9. IX. 11 Ex.), Lindau (sehr seit.; 13. IX. 2 Ex.), Neustetten (d. 1. IIL), Oberbeuren (20. V. u. 1. VL je 1 Ex.), Schliersee (18. IX. b^j^ h. p. m. 4 Ex. von X. kommend ließen sich auf die Dächer zweier außerhalb des Ortes stehender Häuser nieder und nächtigten da: früh 1 Ex. erl..; 3 blieben bis 1 h. mitt. u. zogen dann südwärts), Waizendorf (14. III. 1 Ex. d.). 1906. Als Br. beob.: Finningen (20. III. Mittags cT am N., 28. III. $; 20. VIIL Abzug), Gabiingen, Geisenfeld (9. IIL), Großhabersdorf (17. IIL — 96 — cf, 22. III. g), Hanimelburg, Kitziugen (4. III. cf , g ausgeblieben), Lahm (5. III.), Lautei-bacli, Liitzell)nrg (5. III, cT, 16. III. $), Neumarkt i. 0. (6. IV.j, Oberhauu Stadt (18. III. ), Walflstetter Ried (1 N. auf Weiden- sti-uuk: 17. III.), Wertingen (3. III.), Zaiertshofeu (27.11.). — Sonst beob.: Affiiltern (1. IV. 1 Ex. d.), Ampermocliing (22. IV. 1 Ex;), Augs- burg (18. III. 3 Ex.). Bockhorn (5. III. 1 Ex., 26. VII. 5 Ex. fischend) Kemnat(Anf.III. lEx.).Landsbut(17.VIII.4Ex.),Langenbruck(l.V.— IX. 3 Ex. hier), Oberau (28. III. d.), Regensburg (Ende Y. 3 Ex.), Todten- weis (16. III. 1 Ex.), Waldstetten (8. IX. 23 Ex., 15. IX. 15 Ex. im Ried), Walsdorf (1 Ex. erl.). Bei Baunach hielt sich im Dezember 1 Ex. auf, ließ sich futtern u. später einfangen. < — > Ciconia nigra (L.), Schwarzer Storch. igo6. Burgau: Anf. August liielt sich 1 Ex, am Harthauseuer Weiher 1 Tag lang auf. Heiligkreuz (Rhön): Bis vor 3 Jahren horstete 1 P. im dortigen Eichenwald, der dann geschlagen wurde. Straubing: Am Morosen des 22. III. zooen G Ex. über die Donau seo-en N. ö^c^ 00 Ciuclus Cinclus (L.), Wasserschmätzer. 1905. Beob.: Bamberg (Mitte II. 1 Ex. an den Überfällen bei Buch), Brückenau (Q an der Sinn), Königsee (sehr häuf, an der Ache), Mlihl- thal (28. V. 1 Ex, mit Futter im Schnabel an der Wurm), München (9, I, s. cf an der Isar: 24. X. desgl., 4. XI. 1 Ex. bei Großhesselohe, taucht und schwimmt dann wie ein Stück Kork ca. 2 m fort), Ober- beuren (19. u. 27. IL, 11. HL je 1 Ex. an der Wiudach), Riedlhütte (häuf, an der großen Ohr), Roding (häuf. Br,), 1906, Beob.: Erlangen (7, IL 1 Ex, an der Schwabach), Füssen (18. X, 1 Ex. erl.), Gräfeudorf (Br,), Kempten (8. IX, l Ex, erl.), Laufamholz (verschwindet immer mehr), Oberbeuren, Regen (5. YIIL). < — > (JirCUS aerugillOSUS (L,), Rohrweihe. 1906. Ammerland: 12. X. 1 Ex. im Gr. Moos erl. — Maising: 1 Ex. erl. — Schleißheim: 1. IV. 1 cf imraat. erl.; 4. IV. 1 cf juv. im Übergangs- kleid mit nackten, grindartig belegten Stellen um die Schuabelwurzel u, an den Kopfseiten erl, (Dr. P.) ^^^ CirCUS CyaneUS (L.), Kornweihe. 1905. Beob, od. erl,: Ammerland (10. IV. 1 Ex. ges.), Augsburg (29. VIIL mehrere ges.), Dietersheim (29. XI. I jnv. erl.), Erching (19. IV. 1 Ex, im Übergangskleid z. cT 'id- erl.), llartmannshofen (M.) (7. XII. 1 juv. - 97 — erl.), Moritzbi-unu (24. IV. 1 cT ari. erl), Müuclieu (12. II. 1 Ex., 20. II. 1 (S im Übergangskleid erl.), Sclileißheim (10. IV. 1 cT ad. erl.), Riem (M.) (Auf. X. 2 Ex. erl., 8. XI. 1 jnv. erl., 8. XII. § erl.). 1906. Beob. 0(1. erl.: Erching (X. ii.,XI. ca. 17Ex. gfg'., einige cf ad. beob.: 7. XI. 2 juv., 4. XI. 2 Ex., 6. XI. 3 Ex. erl.), Grafrath (19. III. 1 Ex. erl.), Müncheu (20. III. n. Auf. IV. je 1 juv. erl.), Oberbeuren (5. u. 29. IV. je 1 c^ ad. beob.) Dr. P. < — > Circus niacnirus (Gm.), Stcppenweihe. Müncheu: 11. IV. 190G 1 cT ad. erl. < — > Circus pygiirgUS (L.), Wicseuweihe. 1905. Augsburg: 27. X. 1 g juv. im Stätzliugermoos, stößt vergebens auf Birkhüliuer, fliegt danu, von einzelneu Krähen verfolgt, ab. Erching: 22. VII. 1 cf ad., das sich schon 6 Jahre hier aufhält, erl.: 5. IV. 3 Ex. ges.;, von 20. IV. an täglich 1 — 2 Ex. ges.; 18. V. g beim Nestbau, 26. V. N. halb fertig ; 2. VI. 5 im Pfahleiseu gfg. i\I ü n c he u : 20. IV. 1 cT ad. beim Aumeister erl.: Reste des Jugeudgefieders in Gestalt rostgelblicher Federendeu au vielen hellgraueu Federn (merkwürdige Kombination); Zeichen frischer Mauserung nicht vorhanden; 19. II. u. Mitte III. je 1 Ex. erl. (Dr. P.). 1906. Ammerland: 13. X. 1 Ex. erl. Erching: 8. Vi. N. mit 5 etwas bebrüteten Eiern erh.: 10. VII. 2 cf ad., 1 cT jun. erl., 30. VII. 1 juv. erl. München: 3. VII. 1 Ex., Herbst verschiedene, darunter 1 $ ad., erl. Notzing: 24. V. 1 cf ad. erl. Germering: 22. IV. 1 Ex. im Übergangs- kleid erl. < — > Clivicol.a ripjiria (L.), Uferschwalbe. 1905. Als Br. beob.: Affaltern (kl. Kolonie in einer Saudgrube zwischen Nordendorf u. Ehingen), Bamberg (4 P. bei Üelleru br.). Kahl a. M. (ca. 30 P. in Kiesgrube gegenüber dem Stationsgebäude), Kitzingen (13. IV.— 14. IX.). — Sonst beob.: Bichl. (18. X. 2 Ex.), Dilliugen (15. X. 3 Ex.), Roding (22. IV, 30 Ex. d.), Tegernsee (7. IX. 2 Ex.). 1906. Als Br. beob.: Bamberg (6 P. in einem Steinljruch zwischen B. u. Wildensorg: 62 Nisthöhlen [44 besetzt] am Ziegelstadel von Dellern), Eisenbreclitshofen (kl. Kolonie), Gräfeudorf, Kitzingen (13. IV. — 24. VIII.), Röhrmoos (in einer Sandgrube Kolonie). — Sonst beob.: Arnstorf (D. IV., IX.), Kaufbeuren (13. III. d.), Laufamholz (d. Kreuzweilier u. Pegnitz). Virhaii.ll. oni. Go>i. i. Uiverii. \'II. l'.ini;. 7 — 98 — 'X.. CocCOtlirausteS COCCOthraustes (L.), Kirsclikernbeißer. 1905. Beob.: Augsburg (1. III., 21. IV.), Bamberg (10. VII. Rothof), Er- laugeu (Br.), Laufambolz (VIII.). Münclien (häuf. Br.), Oberbeureu (24. IV,), Regeusburg (L), Scbupf (10. I.). 1906. Beob.: Affalteru (23. Xlf. Schlchcukernc fresseud), Arnstorf (1. XL), Augsburg (nicht häuf. Br.), Bamberg (nicht seit. Br , vom 20. XII. an Str.), Erlangen (Br.), Gern (Br.), Gräfendorf, HeroMsberg (seit.), Kitzingeu (14., 15., 21. VlIL), München XII. häuf.), Nympheuburg (29. L), Ober- seurlliug (5. VII.). ^^ O Colaeus monedula (L.), Dohle. 1905. Beob.: Amberg (Br. aufKirchfürmcu), Biberach (Br. Kirchturm), Burg- lengenfeld (Br. Burg u. Rathausturm), Cham (Kapelle am Kalvarieuberg Br.), Erlangen (Br. Kirchturm), Etzeuricht (14. III.), Ganting (Br. Buclien- wald), Kastl (Br. Burg), Laniiigeu (Br. Schloßturm), Münster (9. III. d. 70 Ex.), Roding (Br. Kirchturm), Schupf (12. XL 5 Ex. d.), Yilseck (Br. Schloßturm), Wolfratshausen (Br. in iiohleu Bucheu). 1906. Beob.: Arnstorf (Q)? Augsburg (Br.), Berchtesgaden (13., 17. bis 19. VIII. 30 resp. 60 Ex. mit C.corone auf Wiesen), Biberach (Br.), Er- langen (Br.), Gräfendorf (D.), Herbertshofen (Br. Kirchturm), Kötzting (Br. Kirchturm), Landshut (Br. Kirchturm), Langenbruck (d. 1. u. 11. III.), Laufamholz (Winter d.), Mallersdorf (Br. Kirchturm), München (Br. Frauen- türme), Oberbeuren (18. VI. c/* erl. : IX. u. X. öfters), Straubing (Br. Kirchtürme), Zapfendorf (Br. Kirchturm). <-^ ColymbllS auritus (L.), Ohrensteißfuß. 1905. Erl.: Feldafing (26. XL 1 cT juv.), Seeshaupt (26. X. 1 Ex.), Starn- berg (29. VIL 2 ^ ad.). 1906. Erl.: Bamberg (19. XL 1 Ex.), Starnberg (20. X. 1 $ juv.), Tegeru- see (19 X. 1 Ex.). < — > -M^ ColynibuS CristatuS (L.), Haubentaucher. 1905- Beob. od. erl.: Bamberg (14. u. 15. III. Waizendorfer Weiher), Bern- ried (25. VI. 7 Ex. im See), Bühl (20. V. 1 Ex. erl.), Dechsendorf (8. V. 2 r.), Dießen (Br.), Erlangen (24. VIL d" juv. erl.), Füssen (81. VIIL), Immenstadt (16. VIIL). Kaufbeuren (28. XL), Kitzingeu (25. IV.), Roding (Br. Neubauer Weiher). Rudratshofen (9. V.). Seeg (26. VIIL). — 99 — igoö. Erl.: Bernbeiireii (10. VIIT. 1 Ex.). Beob.: Br. Pilsensee. ^*> Colymbus griseigena (Bodd.), Kotlialstauchev. 1905. Erl.: Peiting (1. XII. 1 Ex.), Tlialham (Ende XT. 1 cf, etwas rot am Hals). 1906. Beob.: Kaufbeureu (18. III. 1 Ex. Wertacli). < — > <^^ Colymbus nigricans (Scop.), Zwergtaucher. 1905. Beob, od. erl.: Bamberg (Wiuter zablreich Eeguitz n. Kanal), Decliscii- dorf (Br.), Erlangen (Winter Schwabach), Haslach (9. X.), Hiltersdorf (20. III. 10 Ex. Weiljer). Kastl (27. VIII.), Kaufbeuren (6. L, 3. X), Kolbermoor (1. XII.), Oberbeuren (16. I. Windach), Roding (sehr häuf. (])), Sulzbach i. 0. (8. u. 10. IV. 6 Ex. Weiher), Vilseck (10. IX.). 1906. Beob. od. erl.: Arnstorf (I. II. IX. X. XI. XII. zahlr. Kollbach), Bamberg (Br. Mühldorfer Weiher: XI. XII. zaiilr.), Diessen (7. X. 2 Ex.), Erlangen (4. IL, 3. V.), Gräfendorf (Winter), Heroldsberg (Br.). Lauf (Br. Simonshofer Weiher), Linden (10. XI.), Mindelheim (7. IV.), München (13.1.; XII. 1 auffallend schwaches Ex.), Mnggendorf (Winter zahlr. Wiesent), Nymphenburg (4. III. 8 Ex.), Oberbeuren (26. I., 4. II.), Ober- dorf (18. X.), Rieder (8. XII.), Sarabach (8. I.). < — > -oM- Colymbus nigricolliS (Brehm), Schwarzhalstancher. 1905. Erl.: Seehausen (1. V. 2 cT ad. Hochzeitskleid), Staltach (25. X, 1 juv.)^ Tegernsee (24. I. 1 juv.). 1906. Erl: Üaglfing (24. VII. 2 $), Erlangen (7. VIII. d" ad.; hat bei Neuukircheu a. B. gebrütet u. die juv. großgezogen), Rachelsee (7. IX. 1 juv. : Schnabel sehr wenig aufwärts gebogen). < — > Coracias garrula (L.), Mandelkrähe. 1905. Beob. od. erl.: Benediktbeuren (19. IX. 1 Ex.), ßrückenau (vor einigen Jahren 1 Ex.), Geisenfeld (8. V. 1 Ex.), Geisenfels (10. V. 1 Ex.), Ober- beuren (12. VIII. beob.), Pfarrkirchen (IX. 1 Ex.), Schrobenliausen (29. VII. 1 Ex. mit stark entwickeltem Ovarium), Söckiiig (Mitte VI. 1 Ex.). 1906. Beob.: Langenbruck (einzelne im Staatswald), Schrobenhausen (8. VII. 1 Ex.). 7* — 100 — C ('orvUS corax (L.), Kolkrabe. 1905. Beob.: Elmau (28. VII. 1 Ex.), Garmisch (X.), Kreuth (II. 5 gfg. [Coli. P.], recht spärlich vorkommend: bei Jachonau häuf., alljährl. auf einer Edeltanne br.), Mittenwald (27. VII. 1 Ex.), Rothenburg o. T. (es soll 1 P. regelmäßig im benaclibnrten Wald brüten). igo6. Obertiefeubach: 9. II. ein vergiftetes Ex. gef. Bei Hammelburg in den 1870er Jahren Br. auf einer Rotbuche. <-*> CorvilS COruix (L.), Nebelkrähe. 1905. Als Br. beob.: Roding (vereinzelt mit C. corone gepaart [1904 2 Mischlinge erl.]). — Sonst beob.: Arustorf (17. IX., 20. XL), Augs- burg (12. 1., 11. IL), Erlaigen (23. IL, 10. XIL), Grafrath (15. VI.), Hoheuaschau (VI.), Jeningon (17. X.), Kaltenberg (30. VIL), Kaufbeuren (Winter einzelne), Lechhausen (24. V.), München (13. IlL, 30. X., Winter 5_6 Ex.), Pfarrkirchen (2. IV.), Pfersee (19. XL), Riem (8. XIL), Wolfratshausen (8. VI.).- 1906. Als Br. beob. : Großhabersdorf (1. V. 5 am N. erl., cT corone). — Sonst beob.: Arnstorf (18. XL), Bamberg (17. X., 30./31. XIL), Barg- ebrach (2. XIL), Erlangen (3. L, 5. IL), Gräfendorf (D.), Laufamholz (Winter einzelne), Malgersdorf (26. IL), München (24. XIL, in den letzten Jahren recht spärlich), Ödwaug (21. XIL). Corviis eornix (L.) X corone (L.). 1906. Beob.: Affaltern (7. XL 1 Ex.), Bamberg (31. XII. 1 Ex.), Streitberg (3. VIIL 1 Ex.). O Corvus corone (L.), Rabenkrähe. 1905. Als Br. beob. : Affaltern (gemein), Altmannshof, Amberg, Andechs, Ansbach, Augsburg, Baiersdorf, Bamberg, Burglengenfeld, Cliam, Dießen, Erlangen, Etzelwaiig, Henfeufeld, Hersbruck, Kastl, Mögeldorf, Moos, Neumühle, Neunburg v. W., Oberbeuren, Oberpirlhof, Piuzberg, Plein- feld, Ruding, Röthenbach, Schwarzenfeld, Seiboldsricht, Sulzbach i. 0., Trouchtlingen, Trisching, Unterleinsiedel, Vach, Vilseck, Vohenstrauß, Waldmünchen, AVeideubach. — Tölz: 14. V. Gesellschaften von 50 — 60 Ex. bei Schaftlach u. Wackersberg. 1906. Als Br. beob.: Affaltern (lieuer seltener), Augsburg, Bamberg, Be- ratzhausen. Bogen, Deggendorf, Erlangen, Freihöls, Gräfendorf, Kötzting, Langenbruck, Laufamholz, Mallersdorf Neumarkt i. 0., Perkani. Strau- — IUI — biug, Viechtach. — Sonst beob. : Halltlmrm (18. VlII. Flug v. ca. 50 Ex.), ßeicheuball (desgl.). — Augsburg: 4. II. 1 Ex. erl., das am 1. Flügel 3, am r. 8 etwas weißliebe Federu von jeder 3. Schwungfeder au hatte. Erl au gen: Auf. III. 1 Ex. erl. mit auffallend großem, kräftigem, au den Kolkraben eriuuerndeu Schnabel. <0> <-/^ <^^ ('orvUS frugilei?llS (L.), Saatkrähe. 1905. Als D. beob.: Amberg (26. VIII.), Arnstorf (17. X. 20-30 Ex., 22. X.), Augsburg (Frühjahrszug 27. II. 20. III., Herbstzug 17. X.— 20. XI,, tausonde überwintern), Doinbühl (18. VII. 20 Ex.), Erlangen (4. I. 60 Ex., 21. u. 11. X. je 100 Ex.), Euerdorf (10. III. c. 200 Ex.), Göggiugen, Neun bürg v. W. (31. III. 18 Ex.), Oberbeuren (2. IV. größerer Flug), Roding (Herbst in Zügen; 1 Ex. mit verletztem Ständer über- wintert), ürseusollen (27. VIII. 2 Flüge je 30 u. 50 Ex.). igo6 Als D. beob.: Aftaltern (27. XII. 2 Ex.), Arnstorf (18. u. 19.111., 12. — 19. X.), Augsburg (Frühjahrszug 26. II.— 19. III.; Herbstzug 9. X.— 18. XI.), Bamberg (1., 5., 12., 18. XL, 23., 27.— 31. XII.), Biber- bach (1. IX. einige), Edelshausen (8. VII. 100 Ex.), Gräfendorf, Groß- habcrsdorf (Spätherbst), Happareute (3. IV. 2 Flüge zu je 40 —50 Ex.), Kaufbeuren (mehrere 100 i. Winter), Langenbruck (häuf.), Oberbeuren (19. III. öfter kl. Gesellsch.; Ende III. 3 Ex.: 10. IV. ca. 500 Ex. d.; 16. IV. 40 Ex.; 22. IV. 12 Ex.; 6. V. 8 Ex.: VI. 12-30 Ex. juv., Ende XII. nicht seit. ad. u. juv.), Rotz (13. u. 14. X. große Fl.), Türk- heim (25. XII. 1 Ex.), Utting (25. X. ca. 1000 Ex. d.), Vach (9. I. mehrere 100 Ex.), Weilheim (5. IL sehr viele; 22. IV. noch ges.). < — > Coturuix cotiirnix (L.), Wachtel. 1905. Beob.: Affaltern (spärl. Br., 7. V.), Ammerlaud (Br., 24. IV.), An- dechs (Br., 4. VI.), Augsburg (29. VIII. 1 Ex. erl.), Autenried (vereinzelt), Bachhausen (nicht seit.), Ebensfeld (10. V.), Eisenbrechtshofen (4. VI.), Göggingen (8. V.), Hainsbach (Br., 2. VI.), Hausen (sehr seit.; 18. VII.), Kaufbeuren (Br. in wenigen P., 25. V.), Kissing (Br., 1. IX. Spätbrut), Kitzingeu (1. V.), Xannhofen (sehr viele), Nüruberg (nimmt ab; 12. V.), Oberbeuren (1. V., Br., 10. IX. läßt sich 1 gesundes E.v. fast greifen), Peißenberg (mehrere), Pfersee (18. VL), Rabenstein (VII.), Roding (21. V.), W^olfratshausen (18. V.). 1906. Beob.: Affaltern (Br., 13. V. — 15. IX.), Augsburg (nicht häuf.), Auten- ried (recht seit.), Bamberg (22. V., 23. VI.), Bockhorn (28. IV., 2. V.), Bogen (seit. Br.), Dettetischwang (einige erl.), Euerdorf (zahlreicher Br.), Gräfendorf (Br.), Grasheim (8. VII.), Grettstadt (10. VI.), Großhabers- dorf (Br., 25. V.), Hainsbach (gem. Br., 12. V.), Kleinhohenried (8. VII.), — 102 — Laugeubruck (vereioz. Br.), Meileuberg (nur 1 Ex. bis Ende VI. geh.), Müucheu (4. X. 1 Ex. totgestoßeu], Obeibeuren (7. V., 8. VI. dtto,, 9. VI., Mitte VII. sehr spärlich, 16. IX. letzte), Rattelsdorf (18. IV.), Regens- burg (seit.), Strullendorf (Br., 1 P.), Täfertingeu (24. V.), Velburg (VI.), Wolfratshausen (Br., 13. V., 14. — 17. X.). < — > Crex crex (L.), Wachtelkönig. 1905. Beob.: Augsburg (7. VI.), Bachhausen (spärlicher Br.), Bamberg (Br.), Buttenheim (Br.), Diesseii (4. VI.), Hainsbach (Br., 17. V.), Kaufbeureu (12. V.), München (1. X.), Oberbeuren (2. u. 3. VIII., 8., 10., 24. u. 30. IX.), Peißenberg (4 Ex. im Sommer ges.), Vilseck (Br., 9. IX.). igo6. Beob.: Arnstorf (Br.. 12. V.), Augsburg(se]t.Br.), Baniberg(Br.Regnitz- tal), Buchloe, Dorfen (3. VI.), Erlangen (Br., 11. IX. erl.), Gräfeudorf (Br.), Croßhabersdorf (vereinz. Br.), Kaufbeuren (19. X. erl.), Langen- bruck (seit. Br.), Oberbeureu (12. u. 14. VI., 19. VII., 8., 9. IX., 6. XI.), Täfertingeu (24. V.). — Durch die IMähmaschineu werden viele getötet; die Vögel verstecken sicli vor den Zugtieren u. werden durch die nach- kommenden weit seitwärts ausgreifenden Messer getroffen. <-7^ Cyanecula cyanecula (Wolf), Blaukehlchen. 1905. Beob.: Augsburg (29. VIII. in Kartoffeläckern), Bayreuth (13. IV. bei Pechgrabeu), Dachau (16. IV.), Gauting (21. IV.), Kissing (10. IV. mehrere, dabei s. cTcf), Neuuburg v. W. (31. III. 2 cT), Oberhausen (18.1V. mehrere), Pfarrkirchen (2. IV. cT $ an der Rott). 1906. Beob.: Dachau (10. IV. g), Xürnberg (D.), Oberbeuren (8. IX. 1 Ex. d.), Schwaben (6. IV. 2 cT). <^^ CygnilS CygllUS (D), Singschwau. 1905. Erl.: Augsburg (14. I. 3 Ex. — 2 ad., 1 juv. — bei Rheinhausen), Riedlingen (15. IX. 1 cf). 1906. Erl.: Engelthal (31. XII. 1 Ex. auf der Peguitz). ■<-7^ C.VgllUS Olor (Gm.), Höckerschwan. Dietersheim (M.): XII. 1906 1 jun. erl. (Staatssammlung). < — > Dafila acuta (L.), Spießente. 1905. Beob. od. erl.: Ammersee (23. IX. cf juv.), Herzogenaurach (30.X.cr), — 103 — Moosbui'g (Ende II. 1 Fl., 1 Ex. er].), Müucheu (21. T. cT iid-, 22. II. 1 Ex.), Pfarrkirchen (2. IV. 2 cT an der Rott). 1906. Beob.: Oberbeuren (15. X. 1 Ex. an der Windach), Stegen (12. V. cTad.). "X. DendrOCOpilS leilCOnotuS (L.), WeißrUckeuspecht. 1905- Oberstdorf: 27. X. 1 $ erl. Krenth: Au 3 Stellen konst.-itiert: August 2 juv. miteinander spielend gegen den Setzberg zu: 1 5 ad. in der Sammlung. 1906. Im Rachelgebiete (Bayr. Wald) nicht selten. "X,. DeildrOCOpuS major (L ), Großer Buntspecht, Rotspecht. 1905. Beob. od. erl.: Aftaltern (Br., häufigste Speclitart), Amberg (Br.), Augsburg (12. XL), Buchloe (25. III ), Ebersbach (13. VI.), Erlangen (häuf. Br., 1 8. XI. 1 cT erl., ausgesprochener D. jjoehanii Bogd.), Frauken- ried (23. L), Freihöls (15. IX.), Irrsee (15.1.), Kaufbeureu (1. I., 20. u. 21. L, 20. IX.), Kodritz (9. IX.), Lechau (22. I.), Ob (13. L), Ober- beuren (Br., häuf.), Obergermariugen (4. T.), Obergünzburg (24. I.), Ober- kambach (22.1.), Oberstdorf (11.11.), Rndratshofen (6. II.), Vilseck (9. IX.), Ungelstetien (Br.), Ursensollen (27. VIII.), Wörrishofen (28. XI.). 1906. Beob. od. erl.: Afifaltern (Br.), Autenried (häufig Br.), Bamberg (zahlreich Br), Bärenbach (29. IL), Bockliorn (6. III.), Eggentlial(13. VI.), Erlangen (heuer sehr zahlreicher Br.), Füssen (27. V.), Germaringeu (5.II1.), Gräfendorf, Kaufbeureu (1. IL), Langenbrnck (häuf. Br.), Laufamholz (sehr häuf. Br,), Mauerstetten (13. L), München, Oberbeuren (Br., Nest in Espe 2,5 m. über d. Boden), Obergünzburg (29. XII.), Wctzell (6. III.), Wiesenthau (30. L). ^v. Dendrocopus medius (L.), Mittelspecht. 1905. Beob. od. erl.: Augsburg (12. XL), Erlangen (20. XL ö"), Ober- beuren (3. IV., 7. V.). 1906. Beob. od. erl.: Bamberg (3. IV., ganzen Herbst), Erlangen (18. X. cT), Gräfendorf, Kemmeru (3. II. cf ), Laufamholz (Reichswald), Memmels- dorf (24. III. ), Rettenbach (Winter), Roßdorf (4. XII.), Staffelbach (4. XIL). ^v. Dendrocopus minor (L.), Zwergspecht. 1905- Beob. od. erl.: Aibling (11. VI. cT au einer Linde fest hämmernd). — 1U4 — Augsburg (4. IV., 23. u. 24. X. je 1 Ex.), Erlangen (14. IV. cT), Tra- schiog (1 Ex.). 1906. Beob. od. erl. : Ammersdorf (27. XI. 1 Ex.), Bamberg (10. u. 22. XI. je 1 Ex.), Erlaugeu (23. u. 26. je 1 Ex.), Gräfendorf, Laugenbruck (nicht seit.), Nymphenburg (2. V. cT ini Hirschpark), Retteubach (Winter). '^ Dryocopus martiiis (L.), Schwarzspecbt. 1905. Beob. od. erl.: Affaltern (4 P. Br. in Fölireu u. Rotbuchen, Fluchloch oval, 5 — 10 m über d. Boden), Alzenau (Br.), Amberg (27, VIII.), Bamberg (VVildeusorger u. Michelsberger Wald), Ebenhofen (9. V. 1 Ex). Erlangen (20. IV. 1 c/, b. V. 1 c/), Kitzingen (seit.; 2. III ), Oberaudorf (22. VLci"), Oberbeuren (Buche noch von dem gleichen P. bewohnt), Ungelstetten (Winter), ütting (11. III.), Walchensee (27. VIT. 1 Ex.). — Sonst. Beob.: Ein (^ am Aufstieg ziun Brliun stein hatte einen welschnußgroßeu. rein weißen Fleck au der Kehle. — Oberbeuren: Im Januar u. Februar schläft er tiefe Höhlen in die Ameisenhaufen. 15. VIII. kommt 1 Ex. auf künstl. Rehfiepen angeflogen, setzt sich an eine Fichte u. beginnt Banm- flechten abzureißen: Beob. läßt das Angstgeschrei des Rehs erschallen, worauf das Ex. „dwir dwir" rufend abstreicht, sofort aber im Bogen zurückkehrt und sich an eine benachtbarte Fichte hängt. 1906. Beob. od. erl.: Affaltern (heuer 3 P. Br.), Andechs (nimmt eher zu als ab), Arustorf (13. IX. 1 Ex.), Autenried (Br. in Buche), Behringers- dorf (Br.), Erlaugeu (26. III. g), Forsteurieder Park (zahlr. Br.), Gräfen- dorf (Br.), Großhabersdnrf (vereinzelt), Gutteiiberg (20. IX.), Ileroldsbcrg (Br.), Irrsee (13. XL), Kaufbeuren (24. XII.), Laugenbruck (zieml. häuf.), Laufamholz (Br.), München (28. L), Oberaulorf (6. V. 2 cf 1 g), Ober- beuren (zieml. häuf. Br., 11. HL zuerst trommelnd: vorjähriges N. ver- lassen: P. brütet in einer anderen Buche am Räude eines Schlages j 2. P. nistet in einem kleineren Buchenholz), Regensburg (nicht seit.), Uutergermaringen (27. III.), Wolfratshauseu. < — > Eniberiza cia (L.), Zippammer. Mitten wähl: 28. VIII. 1905 vorm. 1 s cT an der Waldstraße nach Partenkirchen: Gesaug stark reduziert: Gesaug u. Lockruf sind im „Neuen Naumann"' nicht richtig angegeben: wäre derselbe nicht so ganz ammern- haft, so könnte man sich durch ihn (aus einiger Entfernung geh.) eher an den Schluß der Strophe von S>/lvia curruca (L.) als an das Lied von Emberixa rärincUa (L.) erinnert sehen (Bertram). < — > -00- Emberizsi ealfindra (L), Grauammer. 1905. Beob.: Baiersdorf (Br,), Bamberg (zieml. häuf. Br.). Burglengenfeld — 105 — (3. IV.), Dilliugeu (5, IV. im Ried), ErlaDgen (Br,), Herzogenaurach (Br.), Kitziugeu (Br.), Oberhaiiustadt (2. IV.), Waizendorf (Br.). igo6. Beob.: Adelsdorf (zal)lr. Br.), Bamberg (zalilr. Br.), Bnttenlieim (14.1V.), Edelsliauseu (8. VIL), Erlangeu (Br.), Gräfendorf (Br.), Gras- heim (Br.), Grettstadt (14. VI. zahlr. s.), Höuhstadt ai A. (zablr. Br.), Hürblingeu (24. V. s. cT), Karlshuld (Br.), Kitziugen (Br., 18. III.), Leimers- hof (23. IV.), Müuclieu (10. II. 1 ö" erl), Oberanibach (Br.), Ober- hansen (24. V. s. cf), Scholibrnnn (13. IV.), Stegaurach (zahlr. Br), Stetten- hofeu (9. V. s. cj'cf), Täfertiugen (24. V. s. cT), Waizendorf (zahlr. Br.j, Zapfendorf (23. IV.). O ^"^ Eniberiza citrinelhi (L.), Goldammer. 1905. Als Br. beob.: Affaltern (sehr häuf.), Amberg, Augsburg (häuf.), Baiersdorf, Burglengeufeld, Cham, Erlangen (sehr häuf.), Gärmersdorf, Göggingen, Herzogan, Herzogenaurach (häuf.), Kastl, Kaufbeureu, Kimmers- bruck. Kohlgrub (zahlr.), Kreuth, Lengeulohe, Moos, Neunburg v. W. (zahlr.), Oberbeuren (Okt. u. Nov. große Flüge), Peißeuberg (massenhaft), Pfersee, Rodiug (zahlr. im Regeutal), Seibuldsricht, Sulzbach, Sulzbach i. 0., Trasching, Vilseck, Voheustrauß, Waldmünchen, Zöschingen. igo6. Als Br. beob.: Arnstorf, Augsburg (häuf.), Bamberg, Bernlohe (häuf.), Bockhorn (sehr liäuf.; füttert juv. mit Raupen des Ringelspinners u Gold- afters), Bogen (zahlr.), Erlangen, Geiselhöring, Geisfeld (unr I^.), Gottes- zeil, Gräfendorf, Heigenbrückeu, Ingolstadt, Kötzting. Ijangenbach, Langen- bruck (sehr häuf.), Laufamholz (überall), Mallersdorf, Oberbeuren (Br. häuf., XII. sehr zahlr. )y Straubing, Vach, Viechtach, Zentbechhofen. < — > KniberlZii IiOi'tu1a]i:i (L.), Garteuammer. Augsburg: 20. IV. 1905 2 Ex. unter Goldammern, 1 s. cf dabei: 2.V.19Ö6 1 s.cf Wertachaueub. Pfersee (Ziegler). Bamberg: Br.(s. 1907!)! < — > <-©> Erithacus rubeculus (L.), Kotkehlclien. 1905. Beob.: Äffalteru (gem. Br.: Friilijalirszug- 19. IIL- 23. IV.: Herbstz. 18. VlIL-22. X.), Ammevland (30. 111.: 17. X.), Andeclis (Br., 30. III. bis 22. X.), Augsburg- (Br., überwiutert aucli), Bamberg (Br., 15. III.), Bolzheim (Br., 30. III.), Burglengeufeld (Br.), Dilliugen (13. IIL), Ercbiug (21. III.), Erlangen (Br.), Etzeuricht (Br., 21. IIL), Göggiugeu. Gutteu- berg (Br., 15. IIL), Happareute (14. IV. 1 d" s.), Hansen (18. XIL 1 cT), Heideuheim (Br., 19.I1L— 27. IX.). Ingolstadt (21. IIL), Inningen (25. HL), Kaufbeureu (25. IIL, X. viele, b. Scbnee u. Regen i. 2. Oktobcrwoche mehr- facli eingegangen), Kitziiigeu (14. n. 19. X., 3. u. 21. XL), Klosterbeuren (17. IIL), Lautrach (29. IIL, 21. IX.), Lindau (15. IIL, 29. XL viele: einzelne überwintern), München (17. IIL: 25. IIL cT wirbt um g; 25. XII. engl. Garten), Neumarkt i. 0. (XL viele), Neunburg v. W. (Br.. 31. HL), Neustetten (17. IIL), Oberbenreu (Br., 20. HL: 1. X. geg. Abend 2 mal abgebroch. Ges. geh.; 8. X. zahlr. d., 27.— 29. X. mehrfach, 4. XI. 1 Ex.), Pfersee, Prüfening (20. IIL), Kabeustein (überwintert), Regensbnrg (10. X. 1 Ex.), Riedlhütte (Br., 26. IIL), Rodiug(Br, 29. HL), Rott a. I. (über- wiutert), (Steiukirchen (30. IIL), Sulzbach i. 0. (Br.), Weibersbrnun (Br.. IG. HL), Wellheim (18. IIL), Wolfratshansen (26. HL, im Sommer nicht hier [V]: 9. X. 2 Ex., 14. X. 1 Ex.). Zöschingen (22. HL), Zwiesler-Wald- haus (1. IV. 2 Ex.). 1906. Beob.: Äffalteru (Br., Frnhjahrsz. ] 7. HL— 18. IV.: Herbstz. 28. VIII. bis 17. X.), Alsmoos (Br., 11. HL), Ammerlaud (Br.), Andechs (Br., 18. IIL), Arustorf (14. HL, 2. X.), Augsburg (Br., III. viele verhungert), Bamberg (häuf. Br., III, starker Durchzug), Bayreuth (Br.), Berchtesgadeu (VIII. mehrfach: 16. VIII. 1 juv. fast ohne Rot), Bischofswieseu (Br., 21. HL), Bockhoru (21. 111.^2. X.), Bogen (Br.), Diesseu (3. II. 1 Ex.), Erlangen (zahlr. Er.), Euerdorf (Br., 4. HL), Garmisch (Br.), Gräfeudorf (Br., 7.111. bis 30. IX), Großhabersdorf (zahlr. Br., auch überwinternd), Hainsbach (Br., 14. HL), Happareute (23. HL 3 Ex.), Hauzensteiu (Br., 'J3. HL), Heinrichsthal (Br., 17. IIL— 1. X.), Hersbruck (Br., 25. HL), Illschwang (Br., 12. IIL), Ingolstadt (18. HL), Kaufbeiiren (S. II. erfroren gef.: 18. HL), Kitzingen (Br., 14. IIL— 25. X.), Langenbruck (Br., 14. IIL), Laufamholz (häuf. Br., einzeln überwinternd)^ Lautrach (Bv., 19. HL), Mallersdorf (22. IIL), München (Br. : auch Wintergast : Ende III. viele ver- hungert), Münster (Br.), Neuraarkt i. 0. (Br., 9. IIL), Nürnberg (20. u. 28. HL), Oberbenreu (19. Hl. 2 Ex. ges., Br. überall), Sciiliersee (29. IIL IX.), Straubing (häuf. Br.), Wemding (Br., 13. IL), Wetzell (6. HL), Zentbech- hofen (seit. Br., 21. HL). Zwiesler-Waldhans (Br.). -<-*> FalcO llierilla (Gcrini), Merlinfalke (= 7''. ((csalu)i). 1905- Beob. od. erl.: Lindau (10. IX. 2 Ex., blieben 2 Tage), München (6. IV. 1 Ex., 17. IV. cT ad., 9. XL u. XII. je 1 Ex.). - 107 — 1906. Beob. od. erl.: Brück (12. V. cT ;ul.), Gräfeudorf (Ü.), Iiiuiugcu (2. II. 5 juv.), Kaufbeuren (16. III. 1 Ex.). Miiiicbea (21., 23. u. 24. II. je 1 Ex., 19. IX. 1 Ex. Forstenrieder Park), Oberbeureu (5. XT. juv. erl.), Scheniegg (14. III. gjuv.). CD <-*->■ FalCO peregriuUS (Tuust.), Wauderfalke. 1905. Beob. od. erl.: Augsburg ((). XII. 1 Ex.), Dietersbeim (XII. g ad.), Ismauiug (9. X. 1 juv.), Kolilgrub (10. \U1. 1 Ex.), Lichteuau (28. IX. 1 Ex.). Moosacb (25. VIII. (/ ad., 12. XII. $ad.), Müucbeu (8. V. 1 Ex., XII. 2 Ex.). 1906. Beob. od. erl.: Augsburg (26. III. 1 Ex.), Bamberg (20. III. 2 Ex.), Dietersbeim (Wiutor 1 Ex.), Erchiug (XI. 1 Ex.), Gautiug (8. II. 5 ad.), Kleinaitingeu (23. II. 1 Ex.), Landsbut (23. VII. 1 juv. mit tiefscb warzer ZeichuuDg auf Hals, Kopfseiten, Hinterkopf u. Rücken), Miincbeu (Winter 1 Ex.), Oberbeuren (27.11. 1 Ex.), Obermeuzing (XII. 1 Ex.), Scbleißheim (Winter 1 juv.). <-*> Falco peregrinus leucogenys (Menzb). Vaterstätteu; 10. IV. 1905 1 cT jiiv., sebr scbwacbes Ex., erl. (a. 283, c. 170 mm, Bartstreif scbmal, durcb weißes Wangenfeld von der scbwarzen Hinteraugeupartie getrennt. Dr. P.). < — > FalcO SUbbuteO (L.), Baumfalke. 1905. Beob. od. erl.: Altbeim (2. V. 1 Ex.), Augsburg (4. V. u. 18. VII. je 1 Ex., 29. VIII. einige), Dettenschwang (23. IV. 1 Ex.), Ebenbofeu (19. VIII.), Ercbing (26., 27., 28. IV. 4 Ex.), Frankenried (4. IX.), Göggingen (17. IX.), Hartmannsbofen (2. u. 7. IX. je 1 ad.), Hopfen (2. X.), Kaufbeuren (12. VIII., 1. 13. IX., 3. u. 8. X. je 1 Ex.), Lecli- bausen(26. IV. 1 Ex , 9. VII. 2 Ex.), Mindelheim (24. VIII. 1 Ex.), Mülildorf (16. IV. 2 Ex.), Müncben (30. IV. 1 Ex.), Oberbeureu (1. VI. 1 Ex.), Pfersee (17. V. 1 Ex.), Pfronten (17. X.), Rudratsbofen (24. IV., 19. IX. je 1 Ex.), Tierbaupten (14. VIII. 1 Ex.). 1906. Beob. od. erl.: Aicbacb (1. IX. 3 Ex.), Arustorf (22. IX. 1 Ex.), Augsburg (29. IV. 1 Ex.), Bamberg (Br., Bruderwald), Edelsbausen (8. VII. 1 Ex.), Garmiscb (29. IX. 1 Ex.), Göggingen (15. VII. 1 Ex., 12. IX. 3 Ex.), Haiusbach (Br.), Hörzbauseu (8. VII. 1 Ex.), Hürblingen (24. V. 1 Ex.), Langen brück (Mai 1 Ex.), Kaufbeuren (13. VII), Mittenwald (6. IX. 1 Ex.), München (21.— 31. VIII. 9 Ex.), Neufahrn (X. 1 juv.), Partenkirchen (2. IX. 1 Ex.), Pfersee (29. IX. 1 Ex.), Reichenbacb (2. VIII.), Schwabhausen (23. VI. 5). — 108 — <— » ^)^ Friiigilla coelebs (L.), Buchfink. 1905. Als Br. beob. : AfFalteni (sehr häuf., obwohl heuer weniger zahlr.), Amberg (zalilr), Augsburg (sehr häuf: März u. Oktober Hauptdurchzug), Bamberg, Bayreuth (6. Tl. s. cf ). Bischwiud (27. HE.), Böhmischbruck, Bolz- heim (26. III.), Burglengenfeld (zahlr.), Cham (zahlr), Diessen (4. XI. 1 g), Elmau (sehrhäuf.), Erlangen (sehr häuf. ), Fürth, Gutteuberg, Hahubach, Hap- pareute (1 P. im Wiuter da), Herzogau, Hiltersdorf, Kastl, Kimmersbruck, Kitzingen (11. I. — 24. XII. stets da), Kochel (häuf.), Köfering (Herbst gr. Flüge), Kohlgrub (zalilr.), Lauf (häuf. ), Lindau (viele überwintern), Mitteu- wald (häuf.), Moos, München (auch im Wiuter), Neunburg v. W. (häuf.), Nürnberg, Oberbeureu (häuf.: Herbst in gr. Flügen da: vereinzelt über- winternd), Partenkirchen (ungemein häuf.), Pfarrkirchen (16. X. mehrere 1000 im Kottal), Pinzberg, Premberg. Regeusburg (21. II. s. cj"), Riedl- hütte (14. III.), Roding (zahlr.). Schupf (11. III.: sehr zahlr. : X. in Flügen : wird verfolgt wegen „Schadens an kleinen Gartenpflanzen-'), Sulzbach i. 0. (zahlr.), Vohenstrauß, Walcheusee, Waldmünchen (zahlr.), Wallgau, Wiesen- rieth, Willmering, Zöschingen (26. II.), Zwiesler- Waldhaus (14. III.). 1906. Als Br. beob.: AfPaltern (zahlr.: 23. XII. 1 g), Arnstorf, Augsburg, Bamberg, Bei'ulohe (6. III.), Bockhoru (sehr häuf.). Bogen (zahlr.), Erlangen (zahlr.), Föhring, Gräfeudorf, Großhabersdorf (zahlr., 15. IL), Happareute (2. IIL), Heinrichsihal (7.X. gr. Fl.), Ingolstadt, Kitzingen (auch Winter), Kötzting (zahlr ), Laugenbruck (zahlr.), Laufamholz (Frühjahr in Flügen), Mallersdorf (zahlr.), München (sehr häuf., cf überwintern), Oborbeuren (4. III. g, 27. IX, zahlr. Fl. d.), Obersendling, Regensburg (16. IL), Straubing (zahlr.), Uttiug, Valepp (zahlr.: 6. X. ca. 300 Ex.), Yiechtach, Waldhaus (zahlr., 17. IIL), Wiukelhof (5. IIL: überwintert nicht), W^olf- ratshausen {(^ u. g überwintern). <*> Friiigilla ii)ontifring:illa (L.), Bergfink. 1905. Als IJ. beob.: Afialtern (4. I. einige: 28. I. einige: 28. I. gr. Menge: 11. III. ca. 30 Ex.), Andechs (17. X. Scharen), Augsburg (22. IL 5 Ex., 21. IIL 1 $ 2 cT Stadtpark: 16. X.), Baja-euth (15. L). Dillingeu (ganzen Winter hier. 24. III. Abzug). Erlangen (I. IL viele: 18. III. Abzug), Kitzingen (1. IIL), Oberbeuren (20. IIT. 1 d" : 16. XIL gr. FL), Pfarr- kirchen (2. IV. noch mehrere), Rodina (29. III. gr. Fl., meist cT), Trens- dorf (12. X,), Türkheim (6. IIL), Waldmüuchen (24. III. mehrere kl. Flüge, fast nur cf). 1906. Als D. beob.: Afi'alteru(7. X. einige: 18. X. 30— 40 Ex.: ab 16. XII. tägl. meist c/'), Ammerland (22. X. melirere 1000), Andechs (30. L unge- heure Scharen), Bärndorf (30. IIL kl. FL), Bamberg (18. X. gr. FL. 19. — 21.x.: 27. XII. einige: 28. — 31. XII. viele Flüge, manche nur $), — 109 — Berulohe (im Winter), Bogen (28. III. kl. Fl. cT), Dachau (4. XL Fl. im Moos), Üiessen (23. XII. einige), Erlangen (19. XI. viele), Forstenrieder Park (27. I. Fl. v. 60 — 80 n. von 500—600 Ex.), Gräfendorf, Heinrichs- thal (7. X. gr. Fl.), Laugenbruck (Winter), Laufamholz (früher häufiger, jetzt kaum mehr erscheinend), München (13. X. viele: Ende X. bis 40 Ex. am Futterplatz), Nürnberg (23. IL), Oberbeuren (6. I. gr. Fl. cf $ ; 7. L desgl.; 16.11. u. 19. III.kl.Flüge), Obersendling(3.IV.). — Dr.Fraucke in Erlangen beob. im Freien einen Bastard zwischen dieser Art u. Fr. coelebs. ^*> Fulica atra (L.), Bläßhuhn. 1905. Beob. od. erl.: Cham (17. IlL 8—10 Ex.), Dechsendorf (zahlr. Br.), Diessen (1. IV. 93 Ex.: 4. XL nach Tausenden auf dem See, 50 — 60 Ex. beisammen: viele überwintern), Dillingen (14. III.), Ebersbach (3. XL), Füssen (6. IX.), Geltendorf (30, VIL), Guttenberg (6. XL), Hiltersdorf (26. III. 19 Ex. : 5. IX. mehrere), Kaufbcuren (7. XII. j, Kolbermoor (1. u. 2. XII. 4 Ex. [gesund] im Garten laufend gefangen), Mindelheim (17. V.), Pilsensee (29. VIIL), Roding (28. IIL 1 Ex. am Regen), Seeg (26. VIII. sehr zahlr. auf den Seen), Starnberg (in gewisser Anzahl überwinternd), Tierhaupten (14. VIIL), Zentbech holen (Br., 15. III.). 1906. Beob. od. erl.: Affaltern (20. X. 1 Ex.: 22. XII. 1 Ex.), Bamberg (21. IV. 1 Ex.: 31. X. 2 Ex.), Immenstadt (10. V.), Kanfbeuren (7. XIL), Laufamholz (manchmal in der Peguitz), Mindelheim (4. IX.), Neunkirchen a. B. (Br.), Oberdorf (4. L),Pettstadt (30. XIL), Pforzen (29. IIL), Reichen- bach (24. XIL), Scheßlitz (22. XL), Stegaurach (Br.), Waldsdorf (25. VIIL), Zentbechhofen (Br., 16. IIL). <-*> Fuligula clangula (L.), Schellente. 1905. Beob. od. erl.: Dietramszell (I. 1 cf ad.), München (,\uf. I. 1 Ex. Wildpretmarkt : 9. I. 1 Ex.), Pforzen (4. XII. 1 5 lebend gfg.), Roding (Winter am Regen; L 1 cT ad., 1. IL 7 Ex., 21. IL 1 cT, 1. IV. 3 §), Wolnzach (15. I. 1 Ex.). 1906. Beob. od. erl: Bischberg-Dörfleins (28. XIL 1 Ex.), Kitzingen (21. L), Schrobenhauseu (14. I. 1 J' ad.), Teisendorf (24. XII. 1 cT ad.). <0> Fuligula ferina (L.), Tafelente. 1905. Beob. od. erl.: Lichtenstein (IIL 1 Ex.), München (X. 1 Ex.). 1906. Beob. od. erl.: Diessen (21. IV. 1 cf ad. nahe am Seeufer), Erlangen (18. IX. 1 cf ad.), Geltendorf (27. III. ö" g), Nymphenburg (29. IV. Icfad. Park: 4. IIL 2 5 8 cj" am linken Teich), Staltach (30. I. 1 J juv.). — 110 — <-*> Fuligula fuligula (L.), Reiherente. 1905. Beob. oa.erl.: Bamberg (Eude VII. 1 cf ad.), Ingolstadt (25. III. 1 cT), Kaufbeuren (2. XII. 1 Ex.), Kochel (6. V. 1 (f ad.), Laufamholz (1904. XI. 7 Ex. Peguitz, 2 cT erl.), Lechhaiiseu (24. III. 1 g), Müucheu (Mitte I. 1 Ex. Wildpretmarkt : 20. IV. 1 $). 1906. Beob. od. erl.: Ohlstadt (22. I. Ex.), Martiusberg (17. I. 1 cT j"v.), Raiti (30. I. 1 cT juv.). <*> Fuligula marila (L.), Bergente. Erlangen: 9. XII. 1905 1 2 ^^^- ^'^^^ der Reguitz bei Mölirendorf erl., Staltach: 23. XII. 190(5 1 5 ad. erl. < — > Fuligula nyroca (Güldenst.), Moorente. Erlangen: 1905 28. VII. 1 J' ad., 25. VIII. 1 ö" j"v. erl. O (xalerida cristata (L.), Haubenlerche, 1905. Beob.: Affaltern (10. XI. 1 Ex.: seit 24 Jahren das erste). Amberg (zahlr. Br., auch in den Kaseruhöt'en), Arnstorf (81. X., 1. XI.), Augsburg (häuf. Br. u. St.), Bamberg (häuf. Br. u. Q" XII. 1 P. tief dunkel gefärbt), Cliam (18. III. 2 P.), Erlangen (sehr hänf. Br. u. Q)' Eraueuaurach (Br.), Gärmersdorf (Br.), Haselmühle (Br.), Herzogenaurach (Br.), Kaufbeuren (Winter mehrere am Bahnhof), Mögeldorf (Br. am Bahnhof), Nürnberg (Br. am Bahndamm), Roding (Winter zahlr.: Br. im nahen Keupersand- gebiet), Schwabiug (M.) (in Zunahme begriffen), W^ertiugen (23. I.), Wolf- ratshausen (wiederholt). 1906. Beob.: Arnstorf (I. III. XI. XII.), Augsburg (häuf. Br. u. Q), Bam- berg (gem. Br., Wintergast), Erlangen (sehr zahlr, Br. u. Q), Gräfendorf (Br.). Kaufbeuren (Winter viele), Laugenbruck (2. IL, 11. ITI. mehrere), Laufamholz (häuf. Wintergast), Mallersdorf (24. III., auffallend kl. Ex.), Milbertshofeu (M.), (Br. u. VViutergast), München (10. IX. in den Bahnhof- geleisen, X. Theresienwiese), Regeusburg (häuf. Wintprgast), Straubing (12. III. am Gefängnis 1 Ex., 15. III. in der Stadt 1 Ex.). <-©^ GallinagO gallinagO (L ), Gemeine Bekassine, Heerschnepfe. 1905. Beob. od. erl.: Ammerland (Br., 12. IlL), Augsburg (10. IV.), ßach- hausen (Br.), Diessen (Herbst sehr zahlr.), Dillingen (10. III. erstmals), Erlangen (nicht seltener Br.), Feigeuhofen (23. XII.), Kaufbeuren (21, L, 24. X„ 29. X.), Kitzingen (Br., 13, HL), Lohr a. M. (Auf. L), Monburg (29. X. 1 P,), Oberbeuren (20. IH. 1 Ex., 28. X. 1 Ex., 4, XL 5 Ex,), Roding (25, L, wahrscheiulicli Br. im Mitterdorfer Revier), Salraanshofeu (16. u. 26. I. 2 Ex.), Schupf (24. L 1 Ex.), Sengen (8. I. 1 Ex.). — 111 — 1906. Beob. od. erl.: Affaltern (regelmäß. Wintergast), Ammerlaiid (Br., 16. HJ.), Arnstorf VIII. IX. XL d.: 2. VIII. u. 28. IX. je 1 auffalleud gr. Ex.), Bamberg (Br.), BreiteDglißbach (14. XI., 22. u. 29. XII. D.), Diessen (21. IV. 1 Ex. auf dem Ammermoos anhaltend balzend), Erching (5. III.), Feigeuhofeu (2. u. 3. I. 2 Ex.), Geisfeld (11. XII.), Gräfeudorf (Br.), Hallstadt (7. u. 26. IX), Kaufbeuren (17. IV.), Laufamholz (Winter), Kitziugen (24. IL), Leimershof (Br.), Mouburg (22. u. 28. L, 8. XIL), München (12. XII. 1 Ex. Telegraph verunglückt), Nennkircheo a. B. (Br.), Oberbeuren (19. III. Wiudach: 7. IV. 1 Ex. balzend, desgl. 23., 80. IV., 6. V., 18. u. 14. VL: 5. IX., 18. XI., 1. u. 7. XII. 1 Ex.), Padersberg (X., XL d.), Rieder (5. IV.), Salmanshofen (10. IL, 13. XL, 22. XIL), Strullendorf (Br.), Trifelden (L, X., XIL d.). ■^-7^ ^M^ Gallin.ag'O galliuula (L.), Kleine Bekassine, Haarschnepfe. 1905. Erl.: München (19. III. 1 Ex.), Oberbenren (23. XII. 1 Ex.), Rudrats- hofeu (12. XL 1 Ex.). 1906. Erl: Arnstorf (16. X. 1 cT ad., 18. X. 1 Ex.), Kaufbeuren (22. XL 1 Ex.), Lengen (7. IL 1 Ex.), München (XIL 1 Ex.), Rudratshofen (25. L 1 Ex.). -<-v^ GallinagO m.njor (L.). Große Bekassine. 1905. Erl.: Kaufbeuren (31. VII.), Oberdorf (22. VIL), Schwaben (4. X. 1 Ex.), Wörrishüfeu (19. IX. 1 Ex.). 1906. Erl.: Trifelden (3. VIII. 1 Ex.). <-e^ Galiinula chloropUS (L.), Grünfüßiges Teichhuhn. 1905. Beob. od. ev\. : Amberg (5. IX.), Augsburg (häuf. Br.), Bertolshofen (7. L), Buchloe (22. L), Eisenbrechtshofen (Br. Schmutteraltwasser), Er- langen (Br.), Füssen (13. u. 16. IX.), Gärmersdorf (5. IX.), Göggingen (25. III., 1. X.), Herzogenaurach (9. XL 1 Ex. unverletzt in einem Haus- gang), Hiltersdorf (Br.), Irrsee (20. IV.), Kaufbeuren (17. L), München (6. XIL), Niederarubach (28. IX.), Oberbeuren (20. IX. anscheinend von Falco perer/rimis geschlagenes Ex. an der Windach), Oberdorf (1. V.), Ober- günzburg(9. L), Ridiugen (1. X.), Rodiug (Mitte I. 1 juv. gfg.), Wertingen (Br.), Wiesenthau (23. L, 10. IL). 1906. Beob. od. erl.: Arnstorf (Winter häuf.), Augsburg (häuf. Br.), Bamberg (8. XIL), Büchenbach (Br.), Erlangen (17. IV.), Forchheim (7. IV.), — 112 — Göggiugeu (Br.), Gräfeuclorf (Br.), Heroldsberg (Br. in einem kl. mitten im Dorf gelegenen Weiher), Kaut'beureu, Kohlstorf (17. XL), Laugenbruck (Br., XII. 1 P. mitgebroch. Flügeln gef,). Laufamholz (Q f^u der Peguitz), München ( 10. X. verunglückt), Neunkirchen a.B. (Br.), Padersberg (25. XII.), Pfer,see (Br.), Pörudorf (Br.), Seußling (2. VII.), Steganrach (Br.), Stegen (12. V. auf der Amper), Walkershofen (27. III.). ^V^ Garrulus glaudariiis (L.), Eichelhäher, 1905. Beob. od. erl.: Afifalteru (zieml. häuf. Br.), Amberg (zahlr. Br.), Augs- burg, Bockhorn (Br.), Dechsendorf (zahlr. Br.), Erlangen (häuf. Br.), Göggingen, Kohlgrub (häuf. Br.), Kreith (häuf. Br.), Moos (26. VIII.. l.IX.), Oberbeuren (zahlr, Br.), Pinzberg (Br.), Roding (27. III. Regeutal), Schwan- dorf (16. IX.), Schwarzenfeld(17. IX.), Spardorf (Br.), Teunenlohe (Br.), Trisching (zahlr. Br.). 1906. Beob. od. erl.: Affalteru (heuer spärlicher als sonst), Ammerland (Br.), Augsburg (zieml. häuf.), Autenried (sehr zahlr.), Bamberg (I. zahlr. : sonst seltener), Bernlohe (zahlr. Br.), Bockhorn (zahlr. Br.), Erlangen (häuf. Br.), Gräfendorf (Br.), Kitzingeu (St.), Langeubrnck (St.), Laufamholz (zahlr. Br.), München (IX. Mengen in Eichenwäldern: Ende XII. 1 Ex. in der Stadt), Oberbeuren (1 juv. mit Stumpfschwanz hatte Maikäfer im Magen), Peulendorf (9. IL), Regensburg (iaäuf. Br., 22. I. 20 — 30 Ex. aus dem Walde streichend), Wiesenthau (23. L). O trlaucidiuin passeriiiuiii (L.), Sperliugskauz. Hinterstein: 26. IL 1905 1 Ex. erl. München: 11. IV. 1906 1 Ex. erl. ^^-7^ Orus grus (L.), Krauich. 1906. Beob. als D,: Kitzingen (10. X. mehi-ere 100 gegen SW. ziehend). Weibersbrnnn (4. III. ca. 120 Ex., 17. III. ca. 80 Ex. von S. nach N.), V Gyps fulvus (Br.), Gänsegeier. Langeubrnck: 19. IX. 1906 1 Ex. im Geisendorfer Forst, Ab- teilung Schöngrabeu erl.: hielt sicli zuvor ca. 6 Wochen laug im Donau- moos auf. (Dr. P.) -^-7^ Haematopus ostrilegus (L.), Austemfischer. Oberbeuren: VIII. 1906 1 Ex. ad. bei Dettenschwang erl. (Dr. P.) < — ^ HydrOChelidon tissipes (Pall.), Weißflügelseeschwalbe. Kaufbeuren: 9. X. 1905 1 Ex. erl. Erding: Sommer 1907 1 Ex. ad. erl. (Dr. P.) — 113 — < — > Hydrochelidon hybrida (Fall.), Weißbärtige Seeschwalbe. Augsburg : 1 9. V. 190G mehrere beob.{vgl. „Verhaudl. Oru.Ges. i. B." VI. [1905] p. 130). < — > Hydroclielidon uigra (L.), Trauerseeschwalbe. 1905. Beob. od. erl.: Ammerlaud (17. X. 1 Ex. direkt am Schloß, Dr. P.), Dachau (18. u. 22. IX. }uv.). Dicssen (30. VII. 2 Ex.), Dinkelscherbeu (16. u. 18. IX. je 1 Ex.), Fürth (9. III. mehrere Reguitz), Herrschiiig (6. V. 7 Ex., V. B,), Pfarrkirchen (wenig im Rottal). Starnberg (16. X. 1 Ex. bei Berg, 3 bei Tutzing, 2 au der Roseninsel, Dr. P.j, Stadtbergen (23. u. 25. IX. je 1 Ex.), Utting (16. IX. 2 Ex.). 1906. Erl.: Erlangen (23. IX. 3 Ex.), Dachau (10. X. 8 Ex.). Alle im Herbst erl. Ex. waren im Winterkleid. — Beob,: Augsburg (19. V. am Lech [1. c. p. 127 ff.]). < — > Hypolais liypolais (L.), Gartenspötter. 1905. Beob.: Affalteru (Br., 15. V.), Audechs (6. VI.), Augsburg (häuf. Br., 4. V.), Bachhauseu (Br.), Bamberg (häuf. Br.), Dillingen (Br., 4. V.), Er- langen (Br.), Etzenricht(Br., 1. V.), Göggingen(Br.), Ingolstadt (Br,, 1. V,), Kaufbeuren (21. V.), Kitzingen (Br,, I.V.), Laudshut (3. V.), Münster (Br., 10. V.), Pflaunifeld (Br. in einigen P), Roding (Br., 5. V.), Tier- haupteu (Br.), Zöschingen (27. IV.). 1906. Beob. : Affalteru (Br., 9. V.; imitiert hauptsäclilich die Rauchschwalbe), Aismoos (Br., 26 IV.), Ammerlaud (29. VI., 1. VII.), Arnstorf (Br. 3. V.), Bamberg (sehr häuf. Br., 5. V.), Diessen (14. VI.), Enerdorf (Br., 12. V.), Hauzeustein (28. IV.), Ingolstadt (Br.), Kaufbeuren (Br., 14. V.), Kitzingen (Br., 5. V.— 2. IX.), Kohlgrub (VIII. zahlr.), Landshut (1. V.), Nürnberg (Br,4.V, d.). Oberbeureu(24. V. d,), Oberdorf (3. VI. 1 Ex. erl), Obersend- liug(M.) (Er., 4.V., 12. VIL noch s.), Regensburg (sehr häuf, Br., 5. V.), Starnberg (27. V.), Utting (12. V,). < — > Jynx torquilla (L,), Wendehals, 1905. Als Br. beob. : Aibling, Augsburg, Bamberg (2. IV.), Bayreuth (12. IV.), Dillingen (9. IV,), Erlangen (zahlr.; 13. IV.), Erlenstegou (Platuersberg), Etzenricht (21. IV.), Enerdorf (12. IV.), Gutteuberg (19. IV.), Kitzingeu (12. III.), Laufamholz, Lechhauseu, Lichtenstein (28. IV.), Marktbreit, Partenkirthen, Pödeldorf (2. V,), Regensburg (11, IV.), Rodenbach (16, IV.), Rottenstein (11. IV.), Seeg, Zöschiugen (27, IV.). 1906. Als Br. beob.: Arnstorf (22. IV,), Bamberg (häuf.: April starker VorhaiuU. Orn. Ges. i. Bav.rii. VII. l!)(iG. 8 - 114 — Durchzug), Bug-, Erlaugeu (zalilr.), Euerdorf (14. IV.), Gräfendorf (16. IV.), Gutteiiberg (17. IV.). Hallstadt, Ilartlauden, lleinrichsthal, Kitziugen (18. IV.), Langeubvuck, Licliteusteiu (17. IV.), Mübleudorf, München (sehr selten), Nürnberg (30. IV.), Oberaudorf. Schallbruun (17. IV.), Streit- berg, Strößendorf (25. IV.), Strnllendorf, Vorra. < — > LailiuS COllliriO (L.). RotrUckiger Würger. 1905. Als Br. beob. : x^ffaltern (seiteuer als sonst), Arustorf (nicht häuf.), Augsburg, Bachhausen. Bamberg (häuf.). Bockhorn (seit.), Dillingen (28. — 30. IV.), Erlangen (23. IV.), Gerstliofen. Hainsbach, Kaufbeuren, Kohlgrub, Leohiiansen, Lichtenstein, Münclien (27. IV.). Oberbeuren, Ober- sendling, Pfersee, Roding (sehr häuf), StMig. — Affaltern: Auf in einer Gartenhecke angebrachte Weißdorn- und Schlehenäste spießten 2 Brutpare im Laufe des Sommers unter anderen Insekten auf: 9 Maul- Avurfsgrillen (GryUotalpa vulgaris), 10 Eidechsen, 3 Blindschleichen, 1 Regenwurm, 1 Helix nemoralis, 1 Raupe [Picris crategi)'. dagegen nie- mals einen jungen Vogel. 1906. Als Br. beob.: Affaltern, Ammerland, Arustorf, Bamberg (sehr ver- breitet u.zieml. zahlr.). Berchtesgaden, Bockhorn, Bodenbach (zahlr. : 20 Ex. er!.), Erlangen, Euerdorf, Gräfendorf, Hainsbach (gemein), Heinrichsthal, Kaufbeuren (30. IV.), Klosterholzen (1. V. cT), Langheim, Laufam- holz (liäuf.). Lichtenstein, Lützelburg (2. V. cf), Meilenberg, Mühlbirg (29. IV. cT), Münsiug, Neuoffiugen (30. IV. cf), Oberbeuren (nicht seit., 3. V.), Regensburg (sehr häuf.), Wettenhansen (11. V. cT,, 22. V. $). — Affaltern: Auch in Lantus minor (L.), Schwarzstirn- Würger. 1905. Bayreuth: 9. V, bei Sandreuth beob. 1906. Gnodstadt: 18. V. cT ad.. 21. V. $ crl. Nürnberg: Br., 10. V. < — > LanillS Senator (L.), Rotkopfwürger. 1905. Beob. od. erl.: Erlangen (5. V.), Mammhofen (V. 1 Ex.), Witzing (V. 1 Ex.). 1906. Beob. ed. erl. : Affiiltern (5. Y. cT' ad. s., D.), Ebensfeld (1 6. VII. 1 Ex.), Gnodstadt (16. V. cf g), Langenbruck (nicht seit. Br.), Lichtenstein (7. V.). München (25. IX. 1 juv ). -0^ LarilS argentatus (Brunn), Silbermöve. 1906. Erl.: Bamberg (XI. 1 Ex. am Kanal bei Bug), München (Xl. 1 Ex. bei Nebel 2 Stunden vom Wasser entfernt, <-^ Larus Canus (L.), Sturmmöve. 1905. Erl.: Kaufbeuren (3. XIL 1 Ex.). 1906. Erl.: Kaufbeuren (26. XII. 1 Ex.), München (1. IL 1 Ex., 26. XII. 1 'Ex.), Starnberg (29. I. 1 Ex., 27. II. 1 Ex. [beob.]), Thalham (16. XIL 1 juv.; Schwanz teilweise im Alterskleid, d. Ii. 2 frische Federn ganz weiß [Dr. P.|). -^*> Laras fuSCUS (L.), Heringsmöve. 1905. Erl.: Landshut (25. X. 1 juv.), Pförring a. D. (24. X. 1 juv.), Stetten- hofen (16. X. g juv.). 1906. Herrsching: 21. V. 2 juv, [oben zieml. dunkel, bräunlich, Kopf, Unterseite, Bürzel weiß, breite schwarze Stoßbinde] über dem See beob. <-*> Larus niarinus (L.), Mantelmöve. Niederaschbach: 26. XL 1905 1 juv. orl. — 116 — <-7^ LarUS llliliutus (Pall.), Zwergmöve. Liudau: 1 E\. erl. Neuuburg v. \V.: 1. IV. 1905 1 Ex. unter Lachmoven beob. Starnberg: 23. IL 1906 1 juv. evl. (Coli. Parrot). <^^ Larus ridibundus (L.), Lachmöve. 1905- Beob. od. evl.: Amberg (13. III. 5 Ex. aa der Vils), Augsburg (Br., III. IV. X. XI. zablr. d.), Bamberg (25. III. 10—15 Ex. d.), Bayreuth (27. III. ca. 10 — 15 Ex. d.), Bidingcn (12. IX.), Burgleugeufeld (3. IV. große Meugeu an der Naab), Dechseudorf (VII. viele juv.), Fürth (III. u. IV. Scharen au der Regnitz), Inniugeu (26. VIII. 13 Ex.), Kaufbeureu (26. VII.), Kissing (2 P. Br. bei Sieben bruun), Mering (auf Kiesbank 3 — 400 P. Br.), München (III. bes. viele im engl. Garten: ab 30. III. ver- schwunden : 14. III. 1 Ex. erl. : mausert die Kopffedern, welche mit Ausnahme der Stirn bereits schwärzliehgrau n. deutlich als frisch zu erkennen sind; neue schieben sich auch auf der Stirue zwischen den alten hervor), Neudrosseu- feld (13. IV. 26 Ex. am Main), Neuuburg v. W. (31. III. u. l.IV. in großen Scharen auf den überschwemmten Wiesen u. allen Feldern, den pflügenden Bauern folgend: dabei duukelköptige Ex. in Menge), Nürnberg (XII. 10 Ex. Dutzendteicl)), Oberbeuron (6. V. 2 Ex., VI. häuf., 21. V. größere Gesell- schaft am Ammersee), Premberg (4. IV. viele), ßoding (4. III. angek., 28, III. viele am Regen), Schwandorf (24. III. ca. 30 Ex. hinter pflügendem Bauern), Unterbergen (kl. Kolonie Lechkiesbank). 1906. Beob. od. erl.: Augsburg (zieml. häuf. Br. auf Lechkiesbäuken: III. V. VI. [19. V: vgl. Bd. vi. p. 127 ff.]), Bamberg (29. III. 2F1. von je 10 Ex.), Buttenheim (27. XII. 1 Ex.), Erlangen (22. III. 1 Ex., 12. IV. gr. FI. 0. nach TF.d.: 5. V. 12 Ex. im Seebachgrund), Fürth (4. IV. mehrere 100 an der Pegnitz), Lechfeld (III. viele am Lech), München (Winter zieml. viele: 7. III. 32 Ex. an derlsar, davon ca. Y3 j^i^'-' V" 'Iß" ^'^- ca. ^O'^Jq total aus- gefärbt; 2. IV. ca. 160 Ex. au der Isar: 4. IV. bis auf wenige fort [Dr. P.j), Oberbeuren (18. IIL u. 1. IV. einige: v. 1. — 14. VI. stets 6 — 8 Ex. auf Feldern u. W^iesen), Oberföhring (13. IV. viele, auch ad.), Wutzeihofen (Br.), Zeitlarn (Br. in den Sümpfen). < — > LiniOSa liniOSa (L.), Schwarzschwänzige Uferschnepfe. Pfarrkirchen: Herbst 1905 zahlr. im Rottal beob. < — > Locustella fluviaiiliS (Wolf), Flußrohrsänger. Bamberg: 20. V. 1906 suchte sich die Art in der Gabelung zwischen Kanal und Regnitz bei Bug anzusiedeln, wurde aber nach 8 Tagen diu'ch den Beginn von Erdarbeiten vertrieben. Locustella liaevia (Bodd.), IleuschreckcnsäDger. 1905. Beob.: Dillingeii (30. IV. — 3. V. angrk., dann häuf.), Ingolstadt — 117 — (6. V. s. cT in der Schütte), MUiicheii (15. V. im Herzogspark: N. in dichtem Weißdorn ca. 0,15 m hoch gef. ; 18. V. N. u. Vogel verschwunden [Les- müller], Pfersee (6. V. 5 s. d"). 1906. Ingolstadt: Mitte V. mehrere im Graben am r(jten Turm u. in den Anlagen beob. "^ Loxia CUrvirOStra (L), Fichtenkreuzschuabel. 1905. Beob.: Affaltern (auffallend spärlich heuer; 30. VII. G Ex., 3. XI. 4 Ex.), Erlangen (21. I. kl. Fl. Altstädter Wald), Oberbeurou (Auf. n. Mitte VIII. häuf., dann verschwunden, 23. XII. kl. Fl.), Riedlhütte (XI. ca. 30 Ex.), Walcheusee (27. VII. ca. 30 Ex., sonst mehrfach). 1906. Beob. od. erl. : AflPalteru (I. - Mitte VII. einzeln, 19. VII. ab öfters kl. Gesellschaften: Auf. XII. täglich kl. Flüge), Alterlangen (23. I. 6 Ex.), Arber (5. VIII, an verschiedenen Stelleu), Bamberg (8. X. 1 Ex.), Berchtes- gaden (18. VIII. Gotzenalpe), Buchen bach (23. 1. 1 cf), Gräfendorf, Laugen- bruck (O)) München (viele), Oberbeuren (11. II. einige; 5. VI. größerer Fl., von da bis 5. VIII. öfter), Obergüuzburg (29. XL 1 Ex.), Regen (5. VIIL 6 Ex.). '%=^ Loxia pityopSittaCUS (Bechst.), Kiefernkreuzschuabel. igo6. Beob.: Augsburg (22. XII. u. 25. XII. Siebentischwald), Badersee (9. IX. 2 Ex.), Göggingen (1. VIL 3 Ex.), Partenkirchen (5. IX. 1 Ex., 8. IX. 2 Ex.). < — > Lullula arborea (L ), Heidelerche. 1905- Beob.: Aflfaltcrn (Br., 4. III.), Amberg (5. IX. viele), Andechs (29. III. mehrere), Bamberg (zieml. häuf. Br.. 23. IL), Erlangen (Br., 14. HL), Euerdurf (25. IIcT s.)- Hauzenstein (11. III.). Ingolstadt (24. IIL 15 Ex.), Kitzingen (Br., 11. IIL), Lauf (26. III. s. cT), Moos (5. IX.), Neunburg V. W. (31. III. s. cT), Nürnberg (Br., nachts 12 h. 2 s. cT Schmausenbuck), Oberbeuren (9. IIL, 2. IV. s. ^; 21. V., 3. u. 4. VI. geh., 27. IX., 17., 20. u. 22. X. große Fl. v. 0. nach TF.), Roding (14. IIL augek.; 27. IIL viele s. cT Regen tal), Ungelstetten (Br., 16. HL: 5 Nester), Utting (30. IX. 8 Ex.). 1906. Beob.: Affaltern (Br., 9. HL). Bamberg (zahlr. Br., (3. IIL), Bug (Br., 4. IIL), Gräfendorf (Br., 4. IIL), Großhabersdorf (14. IIL), Hall- stadt (Br.). Hauzenstein (4. IIL), Heinrichsthal (4. IIL), Kitzingen (Br. 5. IIL). Höchstadt a. A. (Br.), Langeubruck (zieml. häuf. Br.), Lauf- amliolz (zieml. häuf. Br.), München (seltener Br.), Oberbeuren (5. IIL — 118 — augeli., 18. III. melirfacli zu liöreu), Straubing (21. III. s. cT), Utting (11. III. 1 d's.). < — > M.aclietes pngnax (L.), Kampfläufer. 1905. Beob. od. er].: Kaufbeuren (24. III. 3 Ex., ä.), München (Auf. VIII. 2 $, 2G. IX. 1 Ex.), Murnau (26. IX. 2 juv ), Oberstdorf (12. V.), Reicbenbach (25. III.). igo6. Beob. od. erl. : Erding (1. XI, 10 Ex. im Moos), München (4. X. 1 g). -eM- MergUS albellus (L.), Zwergsäger. 1905. Erl. : München (24. I. 1 Ex.), Pautzfeld (Auf. I. 1 Ex.). 1906. Erl. : Bisebberg ( Anf. XI. 1 Ex.), Staltacb (I. 1 5). O MergUS merganser (L.), Gäusesäger. 1905. Beob. od. erl.: Lanfnmholz (selten im Winter), Moosbui-g (Ende II. 1 Ex.), München (5. u. 19. II., 3. III. je 1 Ex.). 1906. Beob. od. erl.: Augsburg (8. V. 3 Ex., 11. VI. 1 g ad. mit juv. am Lech), Binseuhofen (16. IX. 12 Ex. auf einer Wertachsandbank, davon 2 erl.), Gautiug (7. I. 1 g), München (30. I. 1 cT ad., 11. XII. 1 g ad.), Murnau (20. IL 2 g ad.).' ^^*> MergUS serrator (L.), Mittel säger. 1905. Erl.: Irrsee (21. IL 1 Ex.), Oberdorf (15. XII. 1 Ex. unter zahmen Enten gfg.), Tegerusee (25. I. 1 g). 1906, Erl.: Abtsau (14. XL Id'juv.), Bischberg (1 Ex.). < — > Milvus korschun (L.), Schwarzer Milan. 1905. Erl.: München (24. IV. 1 Ex., sehr berußt), Oberbeuren (Ende IX. 1 Ex. beob.), VVolfratshausen (21. IV. 1 Ex.; halb im Wasser liegend u. noch lebend wird es von mehreren Elußseeschwalben umflogen). Dr. P. 1906. Beob. od. erl.: Bug (ganzes Frühjahr 1 Ex.), Hallstadt (23. VII. 1 juv.), Meuzing (Mitte IX. 1 Ex.), Oberbeuren (30. IV. 1 Ex), Taschen- dorf (Frühjahr 1 Ex.). — 119 — Mot.acillsi boanila (L), Gebirgsstelze. 1905. Beob.: Affaltern (I. III. IV. X. XI.), Amberg (13. IX.), Arnbach (29. IX), Augsburg (Br.), Bamberg (Kanal u. Regnitz), Bug, Bnrg- lengenfeld (4. IV. Naab), Erlangen (Br.), Geslau (Br., 28. III.), Gög- gingen (Br.), Kaufbenren (29. VIII), Keilberg (10. III. 4 Ex.), Kimmcrs- bruck (Br.), Kirchseeon, Kitziugeu (Br., überwintert), Kreuth, Leoni, Lindau (18. III. 2 Ex. bl.), Pfersee (10. XL), Reichenau (18. IIL 2 Ex.), Riederau (Br. im Wald), Schliersee (Ende X.2 Ex.),Tierhaupten ( 14. VIII.), Vilseck (9. IX.), Zwiesler-Waldhaus (14. IIL 1 Ex.). 1906. Beob.: Affaltern (D.. IL X. XL), Andechs (6. IV. Kienbach). Augs- burg (Br.). Bamberg (Br., D. XL XIL), Bodenbach (häuf. Br., 18. IIL— 6. X.), Bug (D. IIL viele), Erlangen (Br.), Flos eubürg. Garmisch (4. IX.), Göggingen (Br.), Gotzenalpe (18. VIII. 1 Familie), Gräfendorf (Br., überwintert), Hersbruck (15. XII. b. hohem Schnee), Kötzting (häuf. Br.), Langeubrnck (III. 2 Ex.), Laufamholz (nicht selten), Oberbeuren (spär- licher Br.), Partenkircheu (4. IX.), Berchtesgadeu (Winter zahlr. an der Ache b. Schönau), Straubing (Br.), Utting (12. V.), Valepp (Br., 2 P., 18. IIL), Viechtach (Br.), Waldhans (Br., 25. IIL). < — > MuSCicapa atricapilla (L.), Trauerfliegenschnäpper. 1905. Beob.: Affaltern (D., 9. V. $), Augsburg (Br., 22. IV.), Bamberg (1 P. im Frühjahr), Erlangen (Br.), Kaufbeuren (29. VIII. viele juv.), Kitzingen (Br., 24. IV.), Seeg (Br.), Zöscliingen (22. IV. 1 Ex.). 1906. Beob.: Affaltern (D. 17.— 23. IV.), Bamberg (D. 24. IV.), Erlangen (spärlicher Br.), München (20. - 29. IV. viele d.), Xjmphenburg (2. V. 2 Ex. Hirschpark), Oberbeuren (22. IV. 1 J juv.), Retten bach (29. IV. 1 cT), Stegaurach (Br.). — 120 - < — > MllSCicapil eollaris (Bechst.), Halsbaudfliegeuscbnäpper. 1905. Beob.: Erching (zablr. Br., 27. IV.), Lindau (25. — 28. X. 1 Ex.), Müncbeu (Br., 19. V. cT im Nympbenb. Park), Planegg (U.V. 1 P. beim Nestbau in dem Astlocb einer alten Eicbe neben der Kapelle von Maria- Eich). 1906. Beob.: Nymphcnbnr- (29. IV. 1 cf ad. Park: 4. V. 1 cT, 6. V 2 cT ebenda). < — > Muscicapa grisola (L.), Grauer Fliegenschnäpper. 1905. Beob.: Andecbs (zablr. Br., 12. V.), Augsburg (Br., 3. V.), Bam- berg (Br., 16. V.), Erlangen (zaiilr. Br.), Herzogenaurach (Br.), Kauf- beuren (22. V. 1 Ex.), Kohlgrub (Br,), Lindau (18. V. viele), Oberbeureu (Br , bis 3. IX. da), Pödeldorf (Br., 4. V.), Zöschiugeu (Br., 12. VIIL noch eben flügge juv., 2. IX. noch da). 1906. Beob.: Affaltern (heuer Br.. 1 P., 14. ¥.—26. VIIL) Arnstorf (Br., 15. V.), Bamberg (zahlr. Br.), Berchtesgaden (15. VIIL Schönau), Erlangen (Br., heuer an Zahl abgenommen). Kitzingen (Br., 12. V. bis 11. IX.), München (27. X. j?] sehr viele im engl. C4arten), Nürnberg (Br., 4. V.), Oberbeuren (Br., 5. VIII. noch da), Streitberg (Br.). 00 Nucifraga caryocatactes (L.), Tanuenhäher. 1905. Beob. od. erl.: Üienhansen (12. IX.), Füssen (15. IX.), Kaufbeuren (19. L), Kohlgrub (VII. mehrfach), Kreuth (in 3 Jahren nur Imal; bei Jachenau häufig), Riedlhütte (Br., 4 — 5 P. : überwintert hier nicht), Sachsenried (4. V.), Stötten (27. XII.), Trasching (vereinz. Br.), Walder- bach, Wolfratshausen (Auf. X. 1 Ex., mittelbreite Stoßbiude, Schnabel relativ kurz, aber nicht sehr dick). 1906. Beob. od. erl.: Dienliausen (12. VIIL), Füssen (29. X.), Kauf- beuren (29. IX.), Langenbruck (Herbst einzelne Ex.), Oberbeuren (1. VI. 1 Ex., 22 VL 1 Ex.). < — > Nunienius arquatus (L.), Großer Brachvogel. 1905. Beob. od. erl.: Ammerland (1. IV. 2 Ex.), Augsburg (d. 10. HL, 7. u. 29. X.), Dilliugea (17. HL), Eitrang (8. VI.), Erlangen (22. IX.), Finningen (Mitte III. im Ried augek.), Gessertshausen (6. X. 30 Ex.), Höchstadt a. A. (8. X. sehr gr. Fl., davon 5 Ex. erl.), Mödishofeu (6. X. kl. FL), Oberbeuren (17. IV. laut rufend: I.V. 1 cf umtrippelt rufend u. die Flügel lüftend das g; 8. VL noch trillernd; 3. VIIL — 121 — zuletzt), Pfersee (31. X. 27 Ex. d,j, Rodiug (2. IV. 1 Ex.), Kiulrats- bofen (27. V.), Tölz (21 . X. rufende Ex. ca. 100 m hoch fl.). 1906. Beob. od. erl.: Ammerland (16. IV. I Ex.), Augsburg (12. X. 4 Ex.), Erching (5. III. 5 Ex., 8. III. ca. 30 Ex., 10. XII. 9 Ex.), Göggingeu (15. IV. 1 Ex.), Laugcubrnck (zienil. häuf.), München (26. V. im Schwarz- hölzl 1 etwa 8 Tage altes juv.), Oberbeuren (14. III. d.: 1. 11. 15. IV. sowie 2. VI. trillernd an der Windach), Pullenried (17. III. einige von SO nach NW), Regensburg (zieml. häuf. Donauebene), Siebenbrunn (13. V. 50 Ex.), Stegen (zahlreicher Br., 12. V. 5 Ex. beisammen auf dem Moos), U'ürkheim (26. VIII. 1 Ex. d.), Walsdorf (4. IX. D.), Windischletten (3. IX. D.), Wutzeihofen (zieml. häuf.). O Nyctala tengmalmi (Gm.), Rauchfußkauz, Gräfenberg: 8. I. 1905 g ad. erl. Hofoldiug: III. 1906 1 Ex. erl. < — > Oedicnemus oedicnemus (L.), Triel. 1905. Beob. od. erl.: Augsburg (23. VI. 1 Sparei auf einer Lechkiesbauk gef.), Buchloe (1 Ex.), Engelschalking (4. XI. 1 Ex.), Oberaudorf (22. X. 1 Ex.). 1906. Beob. od. erl.: Aichach (7. XL 1 Elx.), Feldkircheu (M.) (8. XL 1 g), Königsbrunn (18. V, 2 Ex.), Kolbermoor (IX. kleiner Trupp mehrere Tage auf feuchten Wiesen, 26. IX. 1 Ex.), Xeufahrn (13. X. 1 Ex.), Pfaffenhofen (28. IX. 1 Ex.), Rudratshofen (16. X. 1 Ex.), Wolfrats- hausen (12. X. 1 Ex.); s. auch v. Besserer „Der Triel in Bayern" [„D. Deutsche Jäger" 1906 p. 421]. < — > Oriolus galbula (L.), Pirol. 1905. Beob.: Affaltern (nur D., 29. VII. 1 cT i'"f. in Beob. Garten), Augsburg (22. V. 1 cT, 27. VII. 1 Ex.), Autenried (Sommer 1 Ex.),Bamberg (häuf.Br.), Bisch wind (2. V.), Dillingen (29. IV. angek.), Ebensfeld (10. V. ruf. cf), Erching (28. IV. angek.), P>langen (häuf. Br., 12. V.), Euerdorf (6. V. 1 Ex.), Göggingeu (6. V.), Guttenberg (Br., 3 V.), Hainsbach (Br., 8. V. bis Anf. VIII. ), lugolstadt (Br., 7. V.), Kitzingen (Br., 29. IV.- 17. VIII.), Laudshut (7.'v.), Lechhausen (26. V. 1 P.), Lichtensteiu (Br., 3. V.), Oberbeuren (1. VI. Haart: 3. u. 4. VI. s. Staatsfilz, 5. VL g), Pfersee (6. V.), Pflanmfeld (wenige P.), Pinzberg (Br.), Regensburg (zalilr. Br.), Roding (Br., 11. V.j, Rottenstein (Br., 4. V.), Zöschingeu (11. V. 1 Ex.). 1906. Beob.: Ammerlaud (5. V. 1 cT), Arustorf (14. V. s. cT; 29. VIL 5 Ex., 1 s. cT), Bamberg (zahlr. Br., 6. V., 1 P. in einem Glarten mitten in der Stadt br.), Bockhorn (7. V.), Bayreuth (18. V.), Erlangen (zahlr. — 122 — Br., 30. IV.), Euerdorf (Br., 7. V.), Gräfeiidorf (Br., 7. Y.), Grettstadt (zahlr. Br.), Gutteuberg (Br., 8. Y.), Hainsbach (Br. selteu, 15. V.), lieiurichsthal (10. V., sehr selten), Herokisberg (Br. bei Kalchreuth), Kitziugen (Br., 4. V. — 6. VIII.), Laugenbruck (sehr liäuf. Br.), Mooshaui (Br., 13. Y.), Münster (Br.), Neumarkt i. 0. (Br., 5. V.), Nürnberg (Br., 18. V.), Oberbeureu (10. VI. u. 5. VIII. Haart), Pfeffenhausen (Br., 7. V.), Roßdorf (Br.. 11. V., 24. VI. 3 juv.), Uttiug (25. V.), VVetten- hauseu (zahlr. Br., 4. V.), VVinkelliof (Br., 7. V.). < — > OrtygOmetra porzana (L.), Getüpfeltes Sumpfhuhn. 1905. Beob. od. erl.: Dachau (VII. 3 Ex.), Dechsendorf (26. u. 29. IV. je 1 Ex.), Erlangen (7. IX. 1 Ex.), Kaufbeuren (27. lY., 16. VIII., 24. IX. je 1 Ex.), Laufamholz (4 Ex. verungl.), Müuchen (11. IV. 1 Ex. ver- ungl. ; 24. IV. 2 Ex.). 1906. Beob. od. erl.: Arnstorf (zahlr. I).: 17. IV. 1$ ad. erl.; 27. YIIL bis 9. X. täglich 1 — 5 Ex.: bleiben lange vor dem Hund liegen: fliegen überhaupt ungern auf), Kaufbeuren (10. IV., 19. IX., 6. XL je 1 Ex.), Kohlstorf (21. IX. 1 Ex.), Langenbruck (17. IV. 1 Ex.), Neun- kirchen a. B. (23. lY. cT ad.), Sendung (6. IV. $). OrtygOmetra pil$l]]a (Fall.), Zwergsumpfhuhn. Herzogenaurach: 1. X. 1905 1 Ex. ad. erl. <7^ ötiS tetrax (L.), Zwergtrappe. 1905- Moosburg: X. 1 Ex. auf der Niederhummeler Jagd erl. igo6. Oberndorf: 22. IV. 1 Ex. d. ges. Pfatter: 8. VI. 1 Ex. gfg., starb nach einigen Tagen. Pandion haliaetus (L), Fischadler. 1905. Bull in g: 3.x. 1 Ex. an der Amper erl. üffing: 11. X. 1 Ex. erl 1906. Autenried: 17. XII. 1 Ex. über den Staatswald hinstreichend. — Reichraan n sd orf: 7. X. 1 Ex. erl. Roggenburg: V. 1 Ex. er). '^^ Parus ater (L.), Tannenmeise. 1905. Beob.: AfiPaltern (häuf. Br.), Amberg (12. IX.), Bamberg (Winter einzeln), Böhmischbruck (29. IX. viele), Boden (9. IX. einzelne), Burg- lengenfeld (2. u. 4. IV. viele), Deinshof (27. VIIL), Erlangen (Br.. Q). — 123 — Gärmersdorf (4. IX.), Hahnbach (7. IX. viele), Herzogau (23. III. viele), Kohlgrub (ßr.), Oberbenren (ab 1. IV. vereinzelt ruf.; 16. IV. nicht selten), Pinzberg (12. VI. viele), Ursensollen (27. VIII.), Vilseck (9. IX. einzeln). 1906. Beob.: Affaltern (Br.), Augsburg (häuf. Br., Herbst D.), Bamberg (selten), Erlangen (Br., Q)? Gräfendorf (Br.), Kötzting (3. III. mehrere), Lanfamholz (sehr häuf. Br.), Oberbeuren (6. I. Frühliugsruf : 27. II. häufiger: IX. u. X. vereinzelt). "X_. Parus atricapilluS Salicarius (Br.) VVeidenmeise. 1905. Beob.: Bogen (28. III. 1 P.), Erlangen (19. I. einige), Oberbeuren (26. III. 1 Ex. erl.), Viechtach (8. III. mehrere). 1906. Beob.: Bamberg (23.-28. XL), Laufamholz (2 P. im Winter in den Erlen an der Pegnitz). "V. Parus CaerilleuS (L.), Blaumeise. 1905. Beob.: Affaltern (spärl. Br., häuf. D.), Araberg (zahlr. Br., 12. III. cf eifrig balzend). Augsburg (Br.), Bamberg (häuf. Br., D.), Burglengeu- feld (2. u. 4. IV. viele), Dillingen (selten im Winter), Erlangen (sehr häuf. Br.), Hochzoll (12. I. 15 Ex.), Moos (5. IX. sehr viele), Pinzberg (12. VL mehrere), Roding (29. III. J balzend bei Heilbrünnl). 1906. Beob.: Affaltern (U. I. IL u. von IX. an), Arnstorf (Br., Q); Ammer- land (Br,, N. mit juv. 1. VIL), Augsburg (häuf. Br.), Bamberg (häuf. Br.), Erlangen (sehr häuf. Br.), Gräfendorf (Br.), Kötzting (5. III.), Lanf- amholz (nicht zu häuf. Br.), München (B.), Münster (Br.), Obersendling (3. IV. im G.), Regensburg (12.111. 2 Ex.), Bcheßlitz (4. IL), Starnberg (27. V. N. mit juv. unter Wellblechdach), Straubing (14. IIL). ^v- Parus cristatus (L.), Haubenmeise. 1905. Beob.: Affaltern (nicht seltener Br. n. Q)), Bamberg (eher selten), Roding (Br., 20. V. N. mit juv.), Böhmischbruck (20. IX. viele). Er- langen (Br.). 1906. Beob.: Affaltern (zieml. häuf.), Bamberg (sehr selten : 4. XL 1 Ex.), Erlangen (Br.), Gräfendorf (Br.), Kötzting (6. IIL), Langenbruck (Winter zieml. häuf.), Laufamholz (sehr häuf, in den Wäldern), Oberbeuren (Br., nicht seit.). — 124 — "^^ ParUS major (L.), Kohlmeise. 1905. Beob. : Affalteru (Br., häufigste Meise), Amberg (zahlr. Br.), Augs- burg (Br.), Bayreuth (Br., 3. V. Gelege von 9 Eiern), Dillingeu (Winter), Erlangen (sehr häuf. Br.), Forchheim (21. I. mehrere), Freihöls (15. IX.), Kimmersbruck (13. IX.), Kohlgrub (Br.), Lauf (26. II.), München (11. I. viele Hofgarteu), Münster (Br., 10. V. N. mit 12 Eiern). Neunburg v. W. (1. IV. viele), Oberbeureu (häuf, Br.), Peißenberg (Herbst sehr häufig), Pinzberg (12. VI. am Waldrand). Riedlhütte (Br.), Sehwandorf (häuf. Br.), Sulzbach i. 0. (8 u. 10. IV. s. d"), Vilseck (R. IX. viele), Wald- münchen (22. III. mehrere), Zöschingen (27. IV. 2 Ex.). 1906. Beob.: Affalteru (31, XII. 1 erfrorenes cf im Einschlupf einer Bunt- spechthöhle), Arustorf (X.), Augsburg (häuf. Br.), Bamberg (gem. Br.), Bockhorn (häuf. Br., 22. III. 2 Ex. ein totes Eichhörnchen bearbeitend), Bogen (III. viele), Göggingen (Br.), Gräfendorf (Br.), Happareute (Br.), Kötztiüg (III. viele), Lam (4. III), Langeubruck (sehr häuf. Br.), Lnuf- amholz (überall Br.), Mallersdorf (III.), Regensburg (sehr häuf. Br.), Straubing (III. zahlr.), Wolfratshausen (Br., Winter). '^ ParuS palustris COnimimis (Baldenst.), Sumpfmeise. 1905. Beob.: Affalteru (ganz selten), Amberg (III. nicht selten), Augsburg (Br.)^ Dillingen (Winter häufig; trägt 5 — 6 Körner auf einmal fort u. teilt anderen ihrer Art davon mit). Erlangen (Br., 25. IV. gebärdet sich 1 Ex. ad. genau wie ein juv. u. wird tatsächlich von mehreren anderen geätzt), Forchheim (12. I. mehrere), Göggingen (Br.), Walcheusee (27. VII. 1 Ex. : nach dem Lockruf „dscheh dscheh", von dem rheinischen sali- carius nicht zu unterscheiden). 1906. Beob.: AflPaltern (28. IX. 1 Ex.), Augsburg (Br.), Bamberg (Br.), Erlangen (Br.), Kötzting (3. III. viele), Laufamholz, Münster (Br.), Nürn- berg (Br. : Wendehals macht einem P. die Nisthöhle streitig, Meisen bleiben anscheinend Sieger), Oberbenren (spärl. Br.), Straubing (11 u. 12. III. mehrere), Viechtach (10. III. mehrere). O Passer domesticus (L.), Haussperling. 1905. Als Br. beob.: Amberg, Augsburg (zahlr.), Cham, Erlangen, Fürth, Göggingen, Irrenlohe, Lauterbach (auch 1 Albino das ganze Jahr), Mögel- dorf, Neunburg v. W^., Neunkircheu b. S., Nürnberg, Ottensoos, Riedl- hütte (150 Ex. überwinterten), Schwandorf, Sulzbach i. 0., Treuchtliugeu, Vilseck, Waldmünchen, 1906. Als Br. beob.: Affalteru (sehr zahlr.), Autenried (geradezu Land- — 125 — plage), Bogen (zalilr.), Erlangen, Gräfendorf, Kötztiug (spärlich), Lara (spärlich), Laugeubruck (sehr zahlr.), Laufamholz (zahlr.), Mallersdorf, München (sehr zahlr., manchmal freistehende Baumuester), Straubing, Viechtach. O Passer montanus (L.), Feldsperling. 1905. Als Br. beob.: Affaltern (häuf.), Amberg, Bamberg (häuf, an der Altenburg), Cham, Dillingeii (uährt sich im Winter von Meldensamen), Erlangen, Herzogau, Kimmorsbruck, Moos, Vilaeck. 1906. Als Br. beob.: Arustorf (24. u. 25. XL D.), Augsburg (zahlr.), Bam- berg (sehr zahlr.), Bogen, Gräfendorf, Langenbruck (selten)^ Lanfamholz (sehr häuf.)^ Mallersdorf, Viechtach. O Perdix perdix (L.), Rephuhn, Rebhuhn. 1905. Beob.: Affaltern (häuf. Br.), Amberg (25. VIIL mehrere), Augsburg (Br. in den Lech- u. Wertachauen), Bamberg (Br. : 1 P. unmittelbar an der Stadt br.), Brück (Auf. VIL bei Hagelwetter viele erschlagen), Bmg- leugenfeld (3. IV. 1 P.), Erlangen (zalilr. Br.), Fraueuauracli (15. VL 1 P.), Lechhnusen (Br.), Lichtenau (Br.), Moos (30. VIIL u. 13. IX mehrere), München (10. IX. 1 Albino mit grauer Iris erl.), Premberg (4. IV. 1 P.), Riedlhütte (auf dem Strich bisweilen), Rodiug (29. IlL 1 P.), Seiboldsricht (9. IX. 3 Ketten, 3 Ex. erl.), Sulzbach i. 0. (12. IX. mehrere Ketten), Vilseck (11. IX. mehrere Ketten), Zentbechhofen (Br. in wenigen P.). 1906. Beob.: Affaltern (zahlr. Br.), Autenried (häuf. Br. : Ketten von 20 Es. nicht selten). Bogen (Br.), Erlangen (häuf. Br.), Gräfendorf (Br.), Happa- reute (Br.), Laugeubruck (zieml. häuf. Br.), Laufamholz (zahlr. Br., be- sonders in den mit Heidekraut bewachsenen Spannerfraßflächen), Meilen- berg (30. VL N. mit 17 Eiern auf Wiese: g flattert bei Berührung weg, bleibt aber 1 m davon unbeweglich auf dem Bauch liegen [Dr. P.]), Ober- beuren (Br., 27. IL Ruf des cT : 25. VL 1. Kette juv. ges., 30. VL 2. Kette; 6. VII. N. mit 16 Eiern verlassen; 15. VIIL sperlingsgroße juv.; 26. VIIL 2 Ketten mit ganz kleineu juv., 1 mit halbwüchsigen: 8. IX. 2 halbwüchsige Ex.), Straubing (häuf. Br.), Süuchiug (Br.), Viech- tach (Br.). < — > PerniS apivorus (L.), Wespenbussard. 1905- Beob. od. erl.: Augsburg (2: IL [V], 17. u. 21. III., 17. V., 18. XIL [?] je 1 Ex.), Hetzles (14. VL 1 P., g sehr alt, cT juv.), Kaufbeureu (28. VII. 1 Ex.), Laufamliolz (Br., P. am Horst erl., sonst nicht häuf.), Lech- hausen (25. V. 1 Ex.), Lichtenstein (Br., 28. V. 1 g mit Eiern), Lindau — 12G — (18. IV, c^ 5), München (11. V, erster, im ganzen 13 Ex. bei einem Ansstopfer), Murnan (19, VMI. bei Berggeist 1 Ex.), Neuötting (24, V. 1 Ex,), Oberbeuren (7. u. 21. V. je 1 Ex., 4. VI. 1 P,), Oberdorf (29. VIII. 1 Ex.j, Obergliiizbnrg (.3. X. 1 Ex,), Raisting (25. V, 3 Ex,). 1906. Beob. od. er].: Augsbnrg (18. X. 1 Ex.). Bamberg (Br. 2. VI, 1 Ex., Anf, VIII. 1 Ex.), Bidingeu (9. VI, 1 Ex.), Eurasbnrg (IX. 4 Ex. beim „Auf" er].), Großhabersdorf (selten; X. 1 R), Hainsbach (seit. Br., 31. V. 1 Ex,), Heinrichsthal (1, IX. 1 Ex.), Kaufbenren (3. VI., 6. VIII. je 1 Ex,), Leinau (7. VI. 1 Ex.), München (15, IX. 1 Ex., sehr schwach, gescheckt u. unterseits fast weiß), Oberbeuren (Br., 24. V. 3 Ex., 25. VIII. u. 7. IX. je 1 Ex.), Ottobenreu (3. VI.), Partenkirclien ((5. IX. 1 Ex.). Pfersee (14. IX. 1 Ex.), Röthenbach (16. VIII. 1 Ex.). A PhasianuS COlchicuS (L.), Kupferfasau, 1905. Beob, od, er].: Affaltern (Br., nimmt mehr ab als zu), Augsburg (Br. in den Lech- n, Wei-tachauen), Buttenheim (Br,), Göggingen (Br.), Pfersee (Br.), Riedlhütte (12. XII, 1 cT), Wald (16. II. 1 Ex,), Wertach (4. III, 1 Ex,) 1906. Beob. od. erb: Affaltern (19. III. mehrere balzende cf), Bogen (nicht selten. Br,), Eggolsheim (30, X, 1 cT), Gräfeudorf (seit 2 Jahren aus- gesetzt). Bei Oberbenren wieder ganz aus dem Revier verschwunden, < — > Phylloscopus bOIiellii (Vieill,), Berglaubvogel, 1905. Beob.: Oberbeuren (21, V. 1 eifrig s, cT am Kühberg: 2.-4. \l. tag], 1—2 cT an gleicher Stelle), Tölz (14. V, 1 Ex. geh.). 1906. Beob.: Erlangen (13. — 24. V. tägl. 1 eifrig s. (/ im Schloßgarteu, dann verschwunden), Oberbeuren (12. VI. vorübergehend s. : 5. VIII. 2mal Ges. von D. I). geh.). -^ — > Phylloscopus rilfus (Bechst,), Weidenlaubvogel. 1905. Beob.: Affaltern (häuf. Br., 1. IV.), Audechs (Br., 29. III.), Augs- burg (Br., 21.111,-29. X.), Bamberg (25. III.), Burglengenfeld (4. IV.), Diesseu (8. IV.), Dillingen (18. III. Donauaueu), Erlangen (Br., 11. TV.), Göggingen (Br.), Kaufbenren (29. III.). Kitxingen (Br,, 20, III,). Kohl- grnb (Br.), Lindau (20, III, lieuer häufiger als sonst), Mooshani (25. IIL), München (1, XI, noch 1 Ex.), Oberbeuren (1. IV., Anf, VI, nur ver- einzelt, 2, VII, an 5 bis 6 Stellen s. : 8. X. mehrere I).; schon Mitte IX, fast ganz verschwunden), Pfarrkirclien (2. IV. 2 Ex.), Sulzbach i. O. (10. IV. 1. s, c^). — 127 — 1906. Beok: Affalteru (Br., ü. IV.— 13. X.), Anclcchs (17. IV.), Bamberg (Br., 5. IV.), Bayreuth (Br., 25. IV. geh.), Erhtngeu (Br., 10. IV.), Gräfea- dorf (Br.), Kaufbeureii (21. III.), Kiti^ingen (Br. 7. IV. — 18. X.), Nürn- berg (Br. 28. III.), Oberbeureu (10. IV.: 16. IV. ziemlich allenthalben zu hören, weniger wie PJi. trochilus; 19. VII. letzter Ges., Ende VIII. sehr vereinzelt), Oberseudling (M.) (2. VIII. noch Ges.), Schollbruun (zahlr. Br., 16. IV.). < — > PliylloSCOpuS sibilator (L.), Waldlaub vogel. 1905. Beob.: Andechs (4. V.), Augsburg (1. V. 1 Ex.), Dilliugen (1. IV.: 29. IV. 1 P.), Erlangen (Br., 13. IV.), Kitzingen (Br.), Oberbeureu (30. IV. s., 6. V. mindestens 4 P. nahe beisammen; Riederau (6, V. 1 s. Ex.). 1906. Beob.: Andechs (30. IV. s. cf), Gräfendorf (Br.), Kitzingen (Br., 10. V.), Oberbeureu (13. V. ca. 3 P., später noch mehr, aber nur im „Buchwald"). < — > PhyllosCOpUS trochilus (Bechst.), Fitislaubvogel. 1905. Beob.: Affaltern (Br., 16. IV.), Augsburg (1. IV.— 29. VIII., Br.), Andechs (29. IV.), Bamberg (31. III. einige, dann mehr), Dillingen (Br.), Erlangen (Br., 13. IV.), Kissing (10. IV.), Kitzingen (Br., 11. IV.), München (10. VI. viele, Isarauen), Oberbeureu (29. IV. häuf, s., 2. VII. noch an verschiedenen Stellen s.), Oberseudling (15. IV.), Pfersee (Br.), Piuzberg (12. VI. mehrere s. cT), Sulzbach i. 0. (10. IV. s. cT), Tölz (14. V. bei Wackersberg 2mal geh.). 1906. Beob.: Affaltern (Br., 12. IV.— 28. IX.), Ammerland (Ende VI. ver- einzelt s. : seltener als PJi. rufus), Andechs (Br. 12. IV.), Bamberg (zahlr. Br., 12. IV.), Erlangen (Br., 12. IV.: heuer fast zahlreicher als Ph. rufus), Gräfendorf (Br.), Kitzingen (Br., 13. IV.— 25. VIII.), München (13. IV. 2 c^ geh. Aumeister), Nympheuburg (25. IV. 1 Ex.), Ober- beureu (10. IV. 1 s. ö"; 15. IV. mehr; 22. u. 29. IV. häuf.; in der 1. Juliwoche nicht mehr s.), Oberseudling (1. VIII. noch Ges.), Wolfrats- liausen. O Pica pica (L.), Elster. 1905. Beob.: Amberg (29. VIII.), Augsburg (Br.), Baiersdorf (12. I. 4 Ex., 12. VI. 1 Ex.), Bamberg (XI. u. XII. kommt sie bis in die Stadt), Bock- horn (Br.), Cham (21. III. 2 P. mit 2 Krähen im heftigen Streit), Forch- heim (21. I. mehrere), Hamraerkölbitz (1. IV.), Lechhausen (Br.), Neun- burg V. W. (31. III. mehrere P.), Nürnberg (18. VII. 1 Ex.), Peißen- — 128 — berg (Sommer sehr viele, oft 30 — 40 Ex.), Pfersee (Br.), Pinzberg (12. VI. 1 Ex.), Eodiug (sehr häuf. Br.), Vilseck (Br., 7. IX. mehrere). 1906. Beob. : Abtsberg (vereinz. Br.), Arnstorf (häuf. Br.), Augsburg (Br.), Autenried (selteu), Bamberg (5. I. 1 Ex.), Beriilohe (seit. Br.), Biber- bach (9. I. 4 Ex.), Bug (Br.), Erlangen (zahlr. Br.), Gaustadt (Br.), Gräfendorf (Br.), Happareute (sehrhäuf.Br.), Herbertshofeu (2. V. mehrere), Lam (4. III. 1 Ex.), Laugeubriick (sehr häuf. Br.), Laufamholz (Br. in eiuige.D P.), Oberbeuren (spärl. Br. i. Nachbarschaft), Eoßdorf (29. I. 1 Ex.), Steigerwald (vereiuz. Br.), Straubing (21. HL), Wiesenthau (20. in. 2 Ex.). O Picoides tridactylus alpinilS (Br.), Dreizeheuspecht, 1905. Fraueuau: 18, XII. 1 Pisorhin.a SCOpS (L.), Zwergohreule. Lauf: Anf. IV. 1906 1 Ex. erl. < — > Pratincola rubetra (L.), Braunkehliger Wiesenschmätzer. 1905. Beob.: Afi'altern (Br., 30. IV., heuer weniger), Aibling (11. VI. 15 — 20 Ex.; 1 cf imitiert sehr gut Ges. von Pl/yll. irochUns), Andechs (Br., 7. V.), Augsburg (29. VIII. mehrfach), Baiersdorf (Br.), Bamberg (Br., nicht häuf.), Dacliau (31. V. 8 Ex. im Moos), Diessen (nicht selten), Dillingeu (Br., 16. IV.), Erlangen (Br., heuer weniger), Göggingen (Br.), Kaufbeuren (5. V. 1 Ex.), Kersbach (12. VI. zahlreich), Kitziugeu (Br., 10. IV.), Lechhauseu (26. IV. 1 d), Neudorf (11. V.), Oberbeuren (30. IV. cf ad., Anf. VI. n. VII. nicht selten, nur au gewissen Plätzen), Parten- kirchen (Br„ 28. VII. ausgeflogene juv., sehr liäuf.), Skulbitz (10. V.). Vilseck (10. IX. 1 d"), Wolfratshausen (4. IV. 1 (^ angek.). 1906. Beob.: Afi'altern (seit. Br.. 22. IV.), Bamberg (vereinz. Br., 23. IV.), Diessen (nicht selten: 21. IV. 1 cf Ammermoos), Berchtesgaden (12. VIII, 1 einz. Ex,), Dellern (häuf, Br.), Gräfendorf (Br,), Kitziugeu (Br,, 18. IV. \ Mühlendorf (häuf, Br.), Oberbeuren (Br, an den bekannten Plätzen; 24, VL 1 Ex, mit Futter im Schnabel; 9, IX. 1 P,), Sclilier- see (14, V, mehrere), Stegaurach (häuf, Br,), Waizendorf (Br.), Wolfrats- hausen (30. VI, wenige), Zapfendorf (zahlr,, 23. IV.). < — > PratinCOla rubicola (L,), Schwarzkchliger Wiesenschmätzer, 1905, Beob,: Burgleugenfeld (3. IV. 1 cT im Naabtal), Pfarrkirchen (16. X, 6—7 Ex. im Rotttal), Premberg (4. IV. 1 cT). 1906. Beob,: Bamberg (Br., 2 P,; 16, III.), Bug (Br.), Hofolding (16. III. 1 cf' erl.), Oberndorf (Br,), Sambach ( Br,), Waizendorf (Br., 2 P,), ^v. Pyrrhula pyrrhula eiiropaea (Vieill,), Gimpel, Dompfaff. 1905, Beob,: Affaltern (d. (i. u. 10. IV,: beißt die Knospen von Pflaumen Voilianill. Oru. (ie«. i. liiivcni. VlI. IHIm;. i) — lao — ti.8auerkirscbeii.ib, verschmäht die von Biruen), Augsburg (Br.), Deius- hofeu (27. VIII. 1 Ex.), Erlaugeu (Winter sehr zahlreich: Br. am Bohlen- platz u. im Schloßgarteu), Erleustcgen (ganzen Winter hier), Geiersberg (22. I. 2 Ex.), Kempten (11. I. 1 Ex.), Kitzingeu (20. u. 25. I., 2. 7. 10. 11. 21. IT., 7. 3. u. 10, XI ), Oberbeuren (12. VIII. 2 Ex.), Regensbiirg (I. im Dernberg-Garten), Türkheim (27. I. 1 Ex.), Ursensollen (27. VIII. 1 g), Zöschingeu (29. IV. 1 Ex.). 1906. Beob. : Affaltern (Winter hcäuf.), AmmerLaud (einige während des ganzen Jahres). Augsburg (Br.), Bamberg (vereinz. Br. : von 2. XII. an zahlreich, manciie Flüge nur g), Bernluhe (nicht seit.: 30. XII. 2 Ex.), Erlangen (Winter sehr viele), Gräfendorf (Br.), Happareute (Winter), Kaufbeiiren (20. XII. 1 Ex.), Kitzingen (25. III. u. 26. XII.), Langen- bruck (O)? Eaufamholz (Winter in Scharen: auch Sommer da), München (I. weniger als sannst), Oberbeuren (2. 12. 24. VI.; Herbst u. Winter vereinzelt), Regensburg (I). I. u. II.), Stadelhofen (13. I. 1 Ex.). -0^ Pyrrhula pyrrhllla (L), Großgimpel, ..Russischer Dompfaff". Bamberg: 29.— 31. XU. 190G 1 cT :ill«in beob.: hielt sich nicht zu der kleineren Form. <0> RalluS aquaticus L., Wasserralle. 1905. Beob. od. erl.: Augsburg (27. XII. 1 cf), Dülingeu (5. III., Augst- schrei ,.Bieh"),Obergünzburg(26. III. 1 Ex.), Poißenberg (26. IX. 1 Ex.). 1906. Beob. od. erl.: Arnstorf (Br., Winter hier; 2 Ex. vom Hund gfg.), Erlangen (Ende IX. 2 Ex.), Laufamholz (XI. 1 Ex.), Michelau (6. IX. 1 Ex.), München (29. n. 30. I. je 1 Ex., Mitte I. 1 ungemein mageres Ex., 22.11. 1 Ex.), Neunkirchen a. B. (23. IV. 1 Ex.), Oberdorf (24. X. 1 Ex.). <0> Regulas igllicapilluS (Bi*.). Feuerköpfiges Goldhähnchen. 1905. Beob.: Affaltern (d. 21. III. 1 cT ad., 26. III., 4. IV. u. 12. X.), Erlangen (24. IX. 1 cT » Serinus serinus (E.), Girlitz. 1905- Beob.: Augsburg (recht spärl. Br.), Dillingen (nicht Br., 14, IV. 1 s. cf, seit Mitte V. wieder fort), Erlangen (zahlr. Br., 13. IV.). Kitzingen (Br., 10. IV.), München (b. Gießing 10. VI. s.cT, Ende VI. 1 s. cf Eremitage). 1906. Beob.: Audechs (Ü., 3. V. 1 P.j, Bamberg (sehr zahlr. Br., 28. III.: 27, XII, 1 ermattetes Ex,), Bug (Br., 22. IV.), Erlangen (zahlr. Br., 12. IV.), Kitzingen (Br., 10. IV,— 1. X.), Kötzting (6. VIII. 1 cf). München (Br. in den oberen Isarauen), Zapfendorf (Br.,"23. IV.). '^^ Sitta europaea Caesia Wolf., Spechtmeise, Kleiber. 1905. Beob.: Affalteru (Br., nimmt gern von Spechthöhlen Besitz), Amberg (III., i'echt zahlr.), Augsburg (zieml. häuf. Br.), Erlangen (zahlr. Br. u. O). Erlenstegen (Br.), Oberbeureu (Br.), Pinzberg (Br., 12. VI. Alte mit Hüggen juv.), Zöscliingen (3. III. 1 Ex.). 1906. Beob.: Affalteru (Br.j, Bamberg (häuf. Br.), Bcrchtesgadeu (scheint häuf, in d. Sehönau), Bogen (28. III, 1 Ex.), Bernlohe (sehr häuf. Br. in Eichen), Erlangen (zahlr. Br. u. Q)- Gräfendorf (Br.), Heinrichsthal ((■). \\. 2 Ex.), Langenbruck (zieml. liäuf. Br.), Laufaniholz (häuf. Br.), 9* — 182 — München (häuf. Br.), Oberbenren (Frühjahr an 4 Stellen ; 1 P. hat sich in einer Schwarzspechthöhle anzusiedeln versucht und das Eingangsloch verengt: N. später wahrscheiul, von anderer Seite okkupiert, denn Feder von Col. oenas klebt am wieder erweiterten Eingang), Kegensburg (häuf.), Straubing (16. III.). Spatula clypeflta (L.), Löffelente. 1905. Erl.: Burgtreswitz (3. IV. 1 cT ad.), Fronb( rg (VII. 1 Ex.), Höch- stadt a. A. (Herbst cT §), Koggenburg (23. III. 1 cT ad.). 1906. Neunkirchen a. B.: 27. III. 8 Ex. ges., davon 2 erl. -«-7^ StercOrarillS cepphus (Brunn.), Kleine Raubmöve. ( Stercon/rius longicaudus Vieill.) Arnstorf: 18. IX. 1906 1 g juv. erl.. das sich schon einige Tage vorher in der Gegend umhergetrieben hatte: nachdem es von Arbeitern mit Steinen beworfen worden, wurde es sehr scheu. -^-7^ Stercorarius pomarinus (Temm.), Spatelraubmöve. [Stercorarius j)0)iiatorhi)ins "N'ieill.) Ismaning (M.): 24. IX. 1906 1 juv. erl. -«-T^ Stercorarius Skua (Brunn.), Große Raubmöve. Großritingen: 28. IX. 1905 1 Ex. erl. < — > Sterna hirundo (L.), Flußseeschwalbe- 1905. Beob. od. erl.: Affaltern (5. V. 2 Ex., 12. V. 3 Ex., 12. VI. u. 1. VII. je 1 Ex.), Augsburg (10. IV. am Lech), Herrsching (12. VIII. 1 Ex.);, Kissing (23. VI. ca. 15 P. bi'.. schon flügge juv.), München 25. X. 1 Ex.), St. Albau (7. X. 1 Ex.), Siebenbrunu (in dieser Kolonie 26. VI. kl. juv. u. Itcbrütetfe Eier: auch ein Sparei), Starnberg (28. V. 2 Ex.), Tölz (14. V. 1 P. Isar), Unterbergen (10, VII. Kolonie auf Kiesbank: juv. in verschiedener Größe), Utting (21. V. 1 P., 12. VIII. 1 Ex.), Wolfratshausen (21. IV. mehrere, davon 1 Ex. erl.). — i;53 — 1906. Beob. 0(1. ed.: Affalteru (5. VI. 1 P., 12.-16. VII. 1 Ex.}, Ainmer- land (29. VI. 7 Ex.), Augsburg (zalilr. Br. auf den Leclikiesb<äuken [vgl. Bd.VIp. 128ff.|), Kaufbeuren (21. VII. 1 Ex.), Staruberg (23. VI. mehrere), Stegeu (12. V. mehrfach au der Auiper u. am See), Uttiug (7. VII. 6 Ex.). < — > 8teriia iiilotica (Hasselqu.), Lachseeschwalbe. 1905. Staruberg: 5. Vlll. 1 Ex. unter den Elußseeschvvalbeu am See, Uuterbergen: Kolonie auf Lechkiesbank : 10. VII. ca. 70 P. : größter Teil der juv. schon abgeflogen. 1906. Augsburg: Nachdem im Mai Hochwasser die Brutstelle am Loch- bach zerstört, Ansiedelung im Jnui an der Moosquelle u. bei Siebeubrunn (vgl. Bd. VI p. 130flP.). Auch hier sowie in der beim Bahnhof Kissing au- gelegten Kolonie zerstörte das Hochwasser alles| die Eier waren fast reif. Im August auf den Feldern um Kissing sehr häuf.). Lands- berg a. L.: 29. VII. d" $ erl. (Cnll. Parrot). O Strix flamuiea (L.), Schleiereule. 1905. Erl.: Baldersheim (9. III. 1 Ex.), Ingolstadt (Auf. II. 1 Ex.), Ismauing (M.) (22. XII. 1 Ex. mit fast weißer Unterseite), Lengdorf (7. I. 1 Ex. mit fast weißer Unterseite), München (Anf. II, 1 Ex.: 10. IV. 1 Ex.), Wertshausen (27. XL 1 Ex.). 1906. Erl.: Altendorf (5. IL ] Ex.), Berg am Laim (M.) (2. L 2 Ex.; Br.), Burgebrach (31. I. 1 Ex.), Erching (27. IL 1 Ex., 16. XII. 1 Ex., 18. XII. 1 cT), Erding (3. IV. 2 Ex. mit fast weißer Unterseite), Frens- dorf (16. V. 1 Ex.), Gaustadt (30. I. 1 Ex.), Langenbruck (einzeln), Memmingen (14. IX. 1 Ex.), Neufahrn (27. II. 1 Ex.), Riem (M.) (23. XII. 1 Ex.), Scheßlitz (23. IX. 1 Ex.). <-o^ Sturnus vulgaris (L.), Star. 1905. AlsBr. beob. : Aifaltern (sehr häuf. Br., 21. IL), Aha, Altmanushof, Araberg (häuf.), Ammerland (26.11.), Andechs (27. IL), Arnstorf, Augs- burg (24.11.), Auteuried (25.11.), Babenhansen (10. IL), Bachhausen (15. IL), Bamberg (18. IL), Bayreuth (8. IL), Berg (9. IL 8 St. bis 12. IL, dann bis 1. III. verschwunden), Biscliwiud (3. III.), Boden wöbr, Burg- lengenfeld, Cham, Diessen, üillingen (23. IL — 25, X.), Eixendorf, Eiters- dorf, Emsing (25. IL). Erlangen (19. IL— 11. X.), Erlenstegen (17. IL), Etzelwang, Etzenricht (29. L), Finningen (Anf. IIL), Frauenaurach, Frei- höls, Geisenfeld (25. IL — 30. X,), Gersthofen, Geslau (19. II.), Göggingen, Happareute (26. IL), Hartmannshof, Henfeufeld, Hersbruck, Herzogen- — 134 — aiiriicli (ztihlr ), Uiltcrsdurf, Ingolstadt (iJ. 111.), Irreulohe, Kaufbeureii (24. IL), Kemnat (L — 10, II.), Kimmersbruck; Kitzingen (10. II.), Kohl- grub, Lambach (14. III.). Lauf, Laufamholz (28. II.), Lantrach (25. IL bis (). X.), Lindau(3. III.), Mögeklorf, Moos, Mühhhal, München (26.x.), Münsing (4. IL), Münster (19. II ), Neubau, Neunburg v. W., Neunkircheii b. S., Neustetteu (10. IL), Nürnberg, Oberbeuren (28. 11.-26. X.), Oberhaun- stadt (1. III.). Otteuliofeu (24. II), Otteusoos, Pfersee, Pinzberg, Reichenau (1. IIL), Regensburg (15. IL). Riedlhütte (5. IIL), Roding (18. IL), Röthenbach, Rosenberg, Roßstall. Rothenburg o. T., Rottenstein (1. IIL. hat zugenommen), Sandizell (23. IL), Schäftlarn (2. IIL), Schwabach (25. IL), Schwandorf, Schwarzeufeld, Schupf (28. Tl.), Staffel- steiu (21. L), Trisching, üngelstetteu (22. IL), Unterebersbach (25. IL), Uiiterpeißenberg (19. 11—26. X.), Vach, Vilsbiburg (27. IL), Vilseck, Vohenslrauß, Vorbach (8. IL), Wackersberg (15. IIL). Waldmünchen, Weichering (24. IL), Weiler (24. IL), Wellheim (20. IL), Wernberg, Wolfratshausen (28. IL— 27. X.), Zöschingen. — Als D. beob. : Amberg (23. VIII. — 14. IX. gr. Flüge auf den Feldern). Augsburg (29. VIIL größere FL), Autenried (20. IX.— 24. X.). Bamberg (24. X. bis Anf. XL), Diepolz (17. X. Scharen), Diesseu (7. X.), Nannhofen (22. X. gr. Scharen), Schliersee (VII. gr. Flüge). Tegerusee (1. — 9. IX. gr. Flüge), Weßling (12. u. 26. VIIL), ZAviesler- Waldhaus (18. IIL Scharen). 1096. Als Br. beob.: Affaltern (22. IL), Almoshof (17. L), Alsmuos (21. IL bis 18.x.), Ammerland (27. IL), Andechs (20. IL), Arnstorf (12. IL), Autenried (27. IL— 18. X.). Bachiiausen (27. II. bis Anf. XL), Bamberg (20. IL), Bernlohe (17. IL), Bischwind (19. IL— 20. XL), Bockhorn (28. IL — 1. XL), Bogen, Eckersdorf (5. IIL), Erching (25. IL), Erlangeu (15. IL), Erlenstegen (16. IL), Finningen (22. IL, 28. IL 20 — 30 St.), Fleckl (21. X.), Forchheim (Winter erfroren lOOe), Förtschendorf (1. IIL), Geiselhöring, Geisenfeld (27. IL — 28. X.), Großhabersdorf (18. IL), Gatten- berg (21. IL), Hainsbach(G. IIL), Happareute (22. IL), Heinrichsthal (2. IL, einzelne überwintern), Ileroldsberg, Hersbruck (15. IL), Ingolstadt (28. IL), Kalchreuth, Keehbergreu ten (21. IL bis Ende X. ), Kemnat (25 . IL), Kitzingen (9.II.).Kötzting, Lam, Landshut. Langenbruck (25. IL), Lanfamholz(26.IL), Lantrach (27. IL), Lederhub (21. IL — 22. X.), Lichtenstein (23, IL), Mallersdorf, München, Neubau, Neufahrn, Neumarkt i. 0. (27. L), Nürn- berg (4. L), Oberau (22. IL 4 St. bl., 25. IL 2 St. bl.), Oberbeuren (26. IL, Ende V. überall ausgefiog. Junge: 5. VI. wieder bauend; frisches Ei am Erdboden gef. ; 8. VII. ausgeflogene Junge auf dem Hof ge- füttert). Ottenhofeu (20. IL), Pfeffenhauseu (27. 11—30. X.), Regeus- burg (20. IL). Schliersee (25. IL bis Mitte X.), Steinach a. S. (5. IL), Straubing, Sulzbürg (28. IL). Taufkiichen (25. IL), Thurn (22. IL), Unterebersbach (24. IL), Vestenberg (23. IL), Viechtach, Wemding (27. IL bis 20. X.), Wellheim (25.11.^ 25. XIL), Winkelhof (27. IL), Wolfrats- hausen (27. IL), Würgau (27. IL), Zentbechhofen (l.IIL). — Als I). beob.: Kalchreuth (Herbst zu vielen 1000 im Schilf des Kreuzweihers), — 185 — Kempten (14.lX.gr. Scharen bei der Kaserne), Laufainliolz (Frälijahr ca. 4000 Ex. an der Pegnitz), Meitingen (4. X. gr, Zng von TV", nach Sylvia atricapilla (L.), Öchwarzplättchen. 1905. Beob.: AfFaltern (Br., 11. IV.), Amberg (25. VII. mehrere), Audechs (Br., 29. IV.), Augsbnrg (Br., 2. IV.), Bamberg (häuf. Br.), Diesseu (29. IV. s. cT), Dilliugeu (Br., 13. IV.), Erlangen (Br., 17. IV.), Freihöls (15. IX. viele cT $ im Forst), Ingolstadt (Br., 11. IV.), Kaufbeuren (29. IV. u. 1. V. je 1 Ex.), Kitzingeu (Br., 13. IV.), Lindau (Br., 17. IV.: zahlreicher als sonst), München (10. VI. mehrere Isarauen : Gesangs- stümper), Oberbenren (Br., 30. IV.), Oberseudling (Br.), Kodiug (Br,). 1906. Beob.: Affaltern (Br., 0. IV.), Ammerhand (Br.), Andechs(Br., 30. IV.), Bamberg (Br., 13. IV.), Erlangen (Br., 21. IV.), Gräfendorf (Br.), Groß- habersdorf (häuf. Br.), Guttenberg (Br., 17. IV.), Ingolstadt (Br., 18. IV.), Kaufbeuren (Br., 23. IV.), Kitzingen (Br., 12.IV. — 17, IX,), Laugen- bruck (zieml, häuf, Br.), Neumarkt i. 0. (Br., 16. IV.), Xymphenburg (29. IV. 1 cT), Oberbeuren (maß, häuf. Br.), Oberseudling (Br.), Regens- burg (häuf.), Schollbrunn (zahlr. Br., 19, IV.), Sulzbach i. 0. (Br.). < — > Sylvia CUrruca (^L.), Zaungrasmücke. 1905, Als Br, beob.: Affaltern (28. IV.), Augsburg (21. IV.), Baiersdorf, Bamberg (häuf.), Dilliugen (24.-27. IV.), Erlangen (zahlr.), Etzenricht (23. III, [y]), Herrsching, Ingolstadt (15, IV.), Kaufbeuren, Kitzingen (20. IV,), Kohlgrub, Oberbeuren (30. IV.), Oberseudling (M.), Roding, Utting. 1906. Als Br. beob.: Affaltern (29. IV.) Bamberg (häuf., 16. IV.), Boden- bach (5. IV.), Erlangen (23. IV.), Gräfendorf, Guttenberg (16. IV.), Ingolstadt (16. IV.), Kaufbeuren (2. V.), Kitzingeu (11. IV.— 29. IX.), Kohlgrub, Leimershof, Meilenberg, Oberbeuren (zahlr., 22. IV.), Zapfendorf, -<-7^ Sylvia niSOria (L.), Sperbergrasmücke. Roding: Einmal im Frühjahr als ü. beob. — 136 — ■< — > Sylvia Simplex (Lath.), Gartengrasmücke. 1905- Bis Br, beob.: AflFalteru (zieml. spärl. im Wald), Andechs (11. V.), Augsburg (5, V.). Bamberg (häuf.), Dillingeii (4. V.), Erlangen (spärlich), Göggiugeu, Ingolstadt, Kaufbeureu (12, V.), Kohlgrub, Müncheu (viele Isaraueu), Oberbeureu (zahlr.), Obersendling, Pfersee, Pinzberg (am Wald- rand), Kodiug, Schliersee (21. IX.), Tölz (1 cT mit Nachtigallentoiir), WoH'ratshausen, Zöschiugeu (11. Y.). 1906. Als Br. beob.: Aff'alteru (14. V.), Ammerlaud (nicht seit.), Bamberg (8. ^^), Bockhorn (zieml. häuf., 1. V.), Bug (2. V.), Burgebrach, Erlangen (spärlich), Frensdorf, Großhabersdorf (regelmäßig, doch vereinzelt), Gräfen- dorf, KaufbeurcD, (6. V.) Langenbruck (1 P.), München (heuer weniger), Neumarkt i. 0., Oberbe\ireu (häuf.), Obersendling, Riederau. Schliersee (9. V.), Vorra. Zentbechhofen. < — > Sylvia Sylvia (L.), Dorngrasmücke. 1905. Als Br, beob.: Affaltern (nicht zahlr., 28. IV.), Arnstorf, Bamberg (stellenweise häufigste Art der Umgebung), Diessen (29. IV.), Etzeuricht (23, IV.), Dilliugeu (28. IV.), Erlangen, Oberbeuren (21. V.), Riederau (6. V.), Roding. igo6. Als Br. beob.: Affaltern (22. IV.. zahlr. I).), Bamberg (sehr zahlr., 19. IV.), Erlangen (23. IV.), Ingolstadt (25. IV.), Kitzingen (20. IV.), Oberbeuren (spärlich), Obersendling, Riederau, Schollbrunn (zahlr., 23. IV.). O Syrnium aluCO (L.), Waldkauz. 1905. Beob. od. erl. : Affaltern (Br., geht zurück), Üillingen (häuf.), Faulen- bach (23. IV. 1 Ex.), Huttenwang (5. I. 1 Ex.), Iramenstadt (15. V. 1 Ex.), Kaufbeureu (2U. I., 4. II. Je 1 Ex.), Lindeuberg (5. XI. 1 Ex.), Mindel- heim (16. XI. 1 Ex.), Münster (Br. in einem Kistcheu am Dachboden des Schulhauses: 28. III. 1 Ei, 28, IV. 2juv., 31. V. 1 juv. abgefl. : da kein Mänsejahr, wurden die juv. mit Staren, jungen 'I'auben etc. gefüttert: auch Fischschuppeu ira N.), Oberbeuren (zieml. häuf. Br.), Obcrgermaringeu (21. II. 1 Ex.), Ollazriod (27. I. 1 Ex.), Wertaoh (13. I. 1 Ex.), Zent- bechhofen (Br.. 18. IL mehi-ere). igo6. Beob. od. erl.: Affaltern (Br.), Augsburg (sehr häuf.), Bamberg (Br.) Erlangen (9. I., 17. IV. je 1 Ex.), Gräfendorf (Br.), Heinrichsthal (22.11. 1 Ex.), Immenstadt (1 5 mit einer Forelle im Magen), Johanuishof (21. V., 3. VI. je 1 Ex.), Kaufbeureu (12. II., 17. IL 1 Ex.), Laufamholz (uicht seit. Br.), Lauterbrnuu (Br. im Taubenschlag), Lohndorf (29. III. 1 cf), Memmiugen (29. IX. 1 Ex.), Miudelheim (5. IV. 1 Ex.), Münster (Br. am gleichen Platz; 26. III. 4 Eier: 26. IV. 4 pull.: 5. V. nur 3 juv.. 2. VL — 187 — abgeHogeu), Muttershofen (21. VIII. 1 Ex.), Oberbeiireü (nicht melir so häuf.J. Obergünzburg (10. IV. 1 Ex.), Rentweinsdort (4. XL 1 Ex.), Staffelbach (11. XII. 1 Ex.). O TetraO tetrix (L.), Birkhuhn. 1905. Beob. od. erl.: Affaltern (selten, Irrgast: 25. X. 1 cf), Augsburg (10. IV. lg), Bamberg, BodenAvöhr (uicht seit. Br.), Cham (17. 111. mehrere), Dillingen, Engratsried (23. IV. 1 cf ), Erlangen (häuf. Br.), Freihöls (13. III. viele), Friedberg (27. X. 8 Ex. Stätzliuger Moos), Germariugeu (2. IV. 1 d), Göggiugen (16. IV. 1 $), Kaufbeureu (20.1. 1 cTjuv.), Oberbeuren (8. I. 20''Ex., 1 ö" balzt: ID. III. 32$ auf einer Waldwiese: von Mitte IV. an regelmäßig balzend; 7. V. balzt cf, um- tanzt ein herbeigeflogeues $ u. tritt es nach längerer Zeit: 4. VIII. 1 schlecht flieg, juv.: X. öfter Flüge von 20—25 Ex.), Oberdorf (30. III. 1 cT), Peißeuberg (sehr viele), Eicklingen (Br. in der Bertenau), Riedl- hütte (10 J' u. viele 5 da), Rodiug (zahlr. Br.; 10. III. balzend), Rud- ratshofen (14. IV. 1 cf), Stötten (22. IV. 1 c^), Sulzbach i. 0. (10. IV. eiu geflügeltes cf lebeud zum Kauf angeboten), Vilseck (IV. 18 cf balzend). 1906. Beob. od. erl.: Ammerland (20. X. 1 cf "uter den Fasanen), Bamberg (14. XI. 1 cT, 21. u. 23. XI. je 1 Ex.), Buttenheim (Br. u. Q), Erlangen (Br., 29. IV. 2 cT ftd.), Gräfendorf (Br.), Grünwalder Park (8. IV. 1 cj" : zahlr., seit die Wildschweine abgeschossen, die die meisten Nester zer- stört), Güuzbmg (15 Ex. Ried), Heiurichsthal (12. II. 1 Jt 6. IV. 1 cT' balzend), Höchstadt a. A. (16.IV. IcT), Laufamholz (Br.; früher ca. 40 cT balzend, jetzt nixr 2 — 3, da die Fraßstellen wieder beforstet werden : Winter zahlr. da), Leinershof (Br. u. Q), Marktleugast (17. I. 1 cT)» Oberbeuren (18. IL Fl. v. c. 20 Ex., 31. III. 19 Ex.: 1. Märzwoche etwas balzend, erst von 29. IV. an flott balzend: 23. V. N, mit 9 frischen, wenig gefleckten Eiern auf einem wilden Schlag: g sitzt sehr fest: nach- dem 1 Ei genommen, verläßt es das X. für immer; 7. IX. 4 juv. sehr festliegend: 21. VII. 1 $ ad. mit 3 cT j"v. u. 4 $ juv.; X. u. XL Flüge v. 20—35 St.: 3. XL 2 cT balzend; 23. XL Fl. 16 g u. 1 cf), Peguitz (13. 1. 1 cf), Schlüsselfeld (23. XL), Viechtach (27. III. 1 cT), Waizendorf (27. IIL 1 cf )• Tetrao tetrix x urogallus, Rackelhuhn. 1905. Erl.: Hof (26. XL 1 cT), Regensburg (Ende IV. 1 cf), Roding (Frühjahr 1903 1 cf niit Birkhahntypus: wenige Tage danach ebenda ein zweites): außerdem im September 1 Ex. unbekannter Herkunft. 1906. Erl.: Hoheukirchen (16. XI. 1 c^'): außerdem unbekannt woher V. u. XII. je 1 Ex. — 138 — O TetraO urogallus (L.), Auerlmbn. 1905. Beob. od. erl. : Bambers", Biesenhofea (11. I\'. 1 cf), Bodeinvöhr (Br.), Dettenscbwang (29. IV. 1 cf juu.: hat abends zieml. laug u. leb- haft gebalzt), Üiessen (2. VIII. 1 c^ zw. Hübscheuried u. Riederaii), Er- langen (16. tV. 1 cT), Freihöls (nicht selten Br.), Fürth (25. IV. 1 cT bei Brnuu). Nenbäu (Br.), Oberbeuren (II. u. III. 1 cT balzend: 4. n. 7. VI. je 1 g, 3. IX. einzelne gg beob.: 29. X. 1 cT ca. 3jcährig erl.), Raisting (Mitte IV. 1 ö"), Regensburg (7. V. 1 $ lebend in der Stadt gfg.), Riedl- hütte (Br., oft noch im VII. balzend), Roding (ca. 3 Balzplätze), Wald- müuchen (zieml. häuf. Br.), Wnusiedel (4. V. 1 cf jun.). 1906. Beob. od. erl.: Dettenscbwang (Balz lieuer flau: G. V. N. mit Eiern gef.), Gräfendorf (Br.), GrUnwalder Forst (20. XI. 1 cf), Hohengüßl)ach (1 cf ad.), Kaufbeureu, Laufamiiolz (ist im Abnehmen: Winter 1 (;f 2 g in Abt. Hirscheukopf, Sommer balzt cf 1400 m davon entfernt), Ludwag (29. XII.), Muggendorf (15. IV. 1 d"), Oberbeiireu (Auf. V. längere Zeit 1 g unter T. tetr'iX-<^, auch XI. wieder, sehr wenig scheu: Rev. Kohl- statt 24. V. 1 c^"; später ebenda 2 cT; 30. VI. 1 cT), Oberhaid (20. IX. 1 5, 21. XI. 1 Ex.), Pfronten (15. V.), Rothensand (1. I. 1 Ex.), Sassanfarth (6. XL), Scheinfeld (17. X.), Schlüsselfeld (2. XL). Schwürbitz (30. X.), Starnberg (24. Xll.), Steingaden (17. V.), Viechtach (nicht seit. Br.), Wegscheidel (G. V.), Zeil a. Main (2. XL). <0> TinnullCllluS tinnimculuS (L.). Turmfalke. 1905. Beob. od. erl.: Aflfaltern (Br.. 1 P.), Augsburg (ganzen Winter in der Stadt; 29. VIII. sehr viele), Blanhofen (8. VI.), Dillingen (29. X. 1 Paar Mäuse jagend). Erlangen (6. I. 1 g), Kaufbeureu (9. V.), Kitzingen (Br. 8.III.: 14. XII.j, Kohlgrub (Br.), Liclitenstein (4.1. lEx.: in Ab- nahme), Lindau (2. V. cT g am Horst\ Lindenberg (6. V.), München (nicht selten überwinternd), Oberbeuren (vereiuz. Br.), Oberdorf (12. u. 26. IX.), Oberkamlach (1 7. V.). — Sonst. Beob.: 26. VL 1 pull, erh., das sich sehr schnell ausfiedert, sehr zahm wird, auf der Hand sitzt, im Wassernapf des Hühnerhundes badet u. das Freßgeschirr untersucht: spielt gern mit Papierkneueln, auf die es halb hüpfend, halb fliegend stößt. (Dr. P.) 1906. Beob. od. erl.: Affaltern (IP. Br.), Arnstorf (23. IV. 2 Ex.), Augs- burg (häuf. Br.), Baisweil (24. VI.). Bamberg (4. IX.. 27. XL, 27. u. 28. XII.), Eltstätten (28. IV.), Erlangen (24. V. 1 J' JiH.), Füssen (19. VIL), Gräfendorf (Br.), Hainberg (25. IX. 2 Ex.), Hainsbach (19. XII. 1 Ex.), Hauzenstein (26. L 1 Ex.), Kaufbeureu (14. VIL, 29. XII.), Kitzingen (Br., überwinternd), Kleinaitingcu (9. II. 6 Ex., 23. IL 4 Ex.), Laugen- bruck (zieml. häuf. Br.), Laufamholz (häuf. Br.), München (zahlr., weil — 139 — Mäusejalir), Oberbeiireu (bis 18. X. 8—10 St.), Oberdorf (30. YIII.), Remsliart (25. IV. 3 Ex.), Wolfratsliausen (eiuzelu stets hier). Timiimculus vespertiiius (L.). Rotfußfalke. 1905. Erl.: Amniersee(15. VI. 1 Ex.), Hofolding (9. V. 1 5), Igliug (5.V. 1 cf juv. teilweise mausevnrl), Raisting (12. VI. 1 cf )• <-7^ TotailUS fllSCllS (L.), Duukelfarbiger Wasserläufer. 1905. Erl: Gelteiiflorf (IX. 1 Ex.), Mliuchen (12. IX. 1 Ex.), Muriiau (20. IX. 1 Ex.). TotanilS OChropilS (L.), Punktierter oder Wald-Wasserläufer. 1905. Beob. od. erl.: Älluichen (2. IX. 1 juv.\, Pfarrkirchen (2.1V. 1 Ex. an der Rott), Schwaben (17. II. 1 Ex.). 1906. Beob. od. erl.: Ammerland (1. VIT.), Neunkircheii a. B. ('22. IV. gr. El., 1 c^, 2 § erl.). < — > Totanus totailllS (!>.), Gambettwasserläufer, Rotscheukel. 1905. Beob.: Ammerland (Hl. III. 4 Ex.), Augsburg (Br., 8. V. stark bebr. Eier; 19. VI. stark bebr. Eier gef.), Hcrrsching (7. VII. 14 Ex.), Puchheim (13. XI. ca. 20 Ex. auf freiem Eelde). 1906. Beob. od. erl.: Arnstorf (25. III. 2 Ex.), Augsburg (vgl. Bd. VI. p. 128 ff.). Ilmeudorf (15. IV. 1 Ex.). — 140 — -«-7^ Tringa alpina L., Alpenstraudläuter. Müuclien: 26. IX. 1905 1 Ex. Umgegend erl. Diessen: Spät- sommer 1906 5 — 6 E\. erl. (Staatssammhing). -^-7^ Tringa minuta Leisl.. Zwergstraudläufer. Lieh teusteiii: Herbst 1905 1 Ex. erl. Diessen: Sommer 1906 3 Ex. erl. (Staatssammhing). < — > Tringoides hypoleuCUS (L.), Flußuferlcänfer. 1905. Beob.: Bug (Br.j, Dillingen (5.-9. IV.). Koblgrub (20. VIII. 1 Ex.), Kreuth (nicht seit. Weißach: 8. IX. 2 mal geh.), München (28. VII. abends Isarlust gell.). 1906. Beob. od. erl.: Bamberg (Br. ander Gabelung von Kanal u. Kegnitzj. Bruckmübl (30. VII. 1 Ex.), Bug (Br., 23. IV. cf $), Dachau (19. IV^ 1 Ex.), Kempten (23. VIII. 1 Ex.). Kohlstorf (2. VIII. 3 Ex.). München (22. VIII. abends 10 h. Ludwigshöhe geh.). '^^ O Troglodytes troglodytes (L.j, Zaunkönig. 1905- Beob.: Affaltern (Br., vermindert sich), Augsburg (Br,, nimmt ab), Dilliugen (Br., 25. XII. s. cT), Erlangen (Br. u. Q), Kaufbeureu (23. XI. 1 Ex.), Mittenwald (28. VII. verlassenes N. in der Leutaschklamm», Pfersee (Br.), Regensburg (20. VI!.). Riedlhütte (häuf. Q), Zwiesler- Waldhaus (23. IIL 1 Ex.). 1906. Beob.: AÖaltern (Br.). Augsburg (Br., nimmt ab), Bamberg (sehr häuf. Br.), Berchtesgaden (15. VIII. Familie), Bernlohe (zahlr. Q)? ^"g (häuf. Br.), Erlangen (Br.). Fürth (Br.\ (Berchtesgaden Gotzenalpe 18. VIII. bis 1700 m), Gräfendorf (Br.), Heinrichsthal (zahlr. Q), Kötzting (5. IIL 1 P.j, Langenbruck (zieml. häuf. Br.), Laufamholz (zahlr. Q). Münster (l.u. IL 1 P.). Straubing (22. III. 1 P.), Waldhaus (zahlr. Br.. Winter selten, von Ende III. an zahlr.). -<-7^ TurduS iliaCUS (L.), Rotdrossel, Weindrossel. 1905. Beob.: Augsburg (11.111. 15 Ex., 21.111. einige Lechauen, 8. IV. 2 Ex., 9.rV.c^ s., 17.x. mehrere, 3. XL 2 Ex.), Andechs(3.XL einige), Ingolstadt (I. 1 Kx. müer T. jn/aris). Lichtenstoin (27.111. 300— 400 Ex. mit starkem Gezwitscher). 1906. Beob.: Arber (6. VIII. mclirtVicb), Bamberg (7. IV. kl. Fl.: 13. IV. 1 cf), Kaufbeureu (erh. 18. u. 23. IL, 24. III. verhungerte Ex.: 4. IV.), Miesbach (23. 111. 1 Ex. verhungert). — 141 — O '^ — ^ Turdus raerula h., Amsel, Schwarzdrossel. 1905. Beob.: Affaltern (Br., wenige P. im Wald), Amberg (zahlr, Br.j, Augsburg (zahlr. Br.), Bayreuth (Br., 5. IL 1 cT), Diessen (18. I. 1 cT), Erlangen (sehr zahlr. Br.), Erlenstegen (Br., 24. II. 1 cf). Göggingen (Br.), Kaufbeuren (16. T. 1 Ex.jf Kemnat (Br.), Kohlgrub (Br.), Lautrach (I). 11. III. u. 8. X.), München (29.1. s. cT; 25. II. 1 cT balzt, sich ver- neigend u. den Schwanz spreizend, 6 — 7 (/ kommen augeflogen u. macheu starken Lärm), Oberbenreu (nicht seit. Br., die meisten ziehen im Winter weg), Beißen berg, Regensburg (Br., 6. IL 1 s. cf), Riedlhütte (häuf. Br., überwintert nicht). Zwiesler- Waldhaus (14. III. 1 Ex.). 1906. Beob.: Affaltern (Br., 3. 111, : tut Schaden au kleinen Pflaumen, süßen Ebereschen u. Cornelkirscheu), Augsburg (zahlr. Br.), Autenried (5. III. 1 Ex.), Bamberg (sehr häuf. Br., 1 g tötete juv. von Aj)hs, Hijpolais u. Passer), Bernlohe (Br., überwintert), Bütthard (13. IX. 10 — 15 Ex. I).), Diessen (nicht selten; 22. XII. 1 cT ad. mit schwarzem Schnabel), Erlangen (zahlr. Br.), Gräfendorf (Br.), Hersbruck ((^ in d. Stadtgärten), Ingolstadt (Br., 19. IL 1 cT), Kötztiug (Br., 3. III.), Lands- hut (Br.), Langenbruck (zieml. häuf. Br., einzeln überwinternd), München, Nürnberg (äuß. zahlr. Br., 27. IL 1 s. cT), Oberbenreu (6. I. 1 cT ad., die meisten im Winter weggezogen), Regensburg (zahlr. Br., 20. IL Ges.), Schönau (VIII. viele juv., Garten u. Wald häuf.), Straubing (Br.), Streit- berg (Br.), Valepp (sehr seit. Br., 7. III.). < — > Turdus musicus L., Singdrossel, Weißdrossel. 1905- Beob.: Affaltern (Br., nimmt ab), Andechs (Br.. 12. III.), Augsburg (Br., 13.IIL), Bamberg (zahlr. Br., 13.IIL), Burglengenfeld (Br.), Dillingen (Br., 10. III.), Erlangen (Br., 19. III.), Guttenberg (Br , 4. III.), Kaufbeuren (20. III. 3 Ex., U.U. 14. IV. je 1 Ex.), Kitzingen (Br., 13. IIL), Lauf- amholz (Br., 10. IIL), Lindau (12. IIL 1 Ex., 20. IIL viele), München (14. III. 1 cT : 10. VI. viele Isarauen), Oberbenreu (zieml. häuL Br., 12. III. : 1 cf ahmt Cotnrnix, LuUidn u. Porus major nach: l.X. 16 Ex. d., 29. X. einige), Obersendling (Br., 2. V. juv.), Ottenhofen (15. III. 1 s.), Pinz- berg (Br.), Regensburg (Br,, 11. IIL), Reichenau (Br., 10. IIL), Roding (29. IIL 1 s. cT,), Ungelstetten (Br., 16., IL), Unterpeißenberg (10. X. 1 Ex. dem Sperber abgejagt), Vorbach (6. IL), Zöschingen (28. IL 8 Ex. d.). 1906. Beob.: Affaltern (häuf. Br., 6. llL), Altenkuudstadt (17. IIL), Ammer- laud(l.IIL: 30.VI.S. cT), Andechs (6. III. s. ö'), Augsburg (Br., 13. III. : Ende IV. viele verliungert), Bamberg (Br. in einzelnen Paaren in Gärten u. Wald: 11. IIL), Berchtesgadeu (17.V1IL 1 juv.), Bischofswiesen (Br., 7. IIL), Erlangen (Br ), Euerdorf (Br., 8. IIL), Gräfendorf (Br.), Hains- bach (Br., 8. IIL), Heinrichsthal (9. 111. 1 Ex.), Kaufbem-en (18. IL, — 142 — 24. u. 25. III.), Kitziiigeu (Br., 18. III.), Laugeul.vnck (Hr., (). III.), MüDclieu (Br., Ende III, viele verhungert), TNeuwittelsl)aeh (Br. in Haus- gärteu), Nürnberg (Br. in Gärten u. im Reichswald, 28.111.), Oberbenreu (19. III. 1 Ex., Ende III. sehr viele, wohl auch s. D., 8. IV. ca. 40 Ex. d.), Oberseudling (Br., 7. III.), Regensburg (Br., 4—5 P. in der Stadt; 7. III.), Waldhaus (Br., 18. III.), Wiukelhof (Br., 28. IL). <-^ <-&> Turdus pilaris L., Wacliliolderdrossel. 1905. Beob. od. erb: Affaltern (Br. in 2 kl. Kolonien: häuf. D. I. u. XII.), Augsburg (Br. iu Lech- u. Wertachaueu : 29. VIII. häuf.: X. D.), Bam- berg (Br. Hauptsmoorwald), Burglengenfeld (3. u. 4. IV. s. c/cf), Diesseii (9. IX. u. 19. XL einige), Dilliugen (noch im Mai hier), Ebersbach (24. III.), Eixendorf (31. 111. s. cTcf). Erlangen (22. I. 25 Ex., 14. IL 20 Ex. 25. IV. 1 s. cT ^ Geiersberg 22. L), Göggingen (Br.), Haart (23. IV. 20 Ex., 21. V. geh.), Hammerkölbitz (31. IIL 1 P.), Haslach (21. IL), Herzogau (23. III. s. cTcT), Horgau (Br., 21. VII.), Ingolstadt (I. D. Glacis), Inuingen (Br.), Kohlgrub (zahlr. Br.). Lauingen (noch im Mai da), Lechhausen (10. I. 53 Ex.), Xeunburgv. W. (31. III. viele), Oberbeuven (18.1. einzelne, 9. IV. 1 Ex., 2. VL 1 P. Br.. 17. XIL 30 Ex. Wiudach). Oberdorf (25. IX.), Roding (häuf. Br., auch Winter: 27. III. s. cfcT Regen- tal), Zentbechhofen ((3)- 1906. Beob. od. erl.: Affaltern (nur D. I. III. IV. XL XIL), Altenaich (8. VII. mehrere juv. u. ad.), Bamberg (Br., Herbst heuer seltener), Bay- reuth (nimmt als Br. in Oberfraid•)'')? Walflhaiis (Ü. Jll. geb.: scbeiut bier nicbt zu überwintern). <-^^ Turdus YlSCivOruS (L.), Misteldrossel. 1905. Beob.: Affaltern (zieml. bäuf. Br., 1. lll.j, Amberg- (Br., 15.111.}, Burgleugeufeld (4. IV. s. c^"), Erlangen (Br., 13. III.), Jacbenau (6. IV. bei plötzlicbem" Sebneefall viele), Kaufbeureu (13. III. 1 Ex., 20. III. mebrere), Kitziiigeu (7. II.), Lautracbtal (27. VIII. viele), Liebteustein (Br.), Oberaudorf (22. VI. 5 Ex. am Braunstein 1620 m bocb), Ober- beuren (12. III.: 29. X. zuletzt), ßoding (27. III. s. cT Perlbachtal: 28.III. 2 Es.), Stulln (17. IX. viele), Unterpeißenberg (21. III. 40—50 Ex. angek.), Zwiesler-Waldbaus (12. III. s. cf: überwintert bier). 1906. Beob. od. erb: Affaltern (Br., 28. II.), Andecbs (Auf. II. 1 Ex.), Arber (7. VIII. einzelne), Bodenbacb (8 IIT. 50 Ex.). Detteubofen (1 Ex. überwintert), Fleckl (23. X. letztes Ex.), Gräfendorf (Br.. 4. III.), Heinricbstbal (28. II. 2 Ex.), Kaufbc-uren (27. II. u. 27. III. je 1 Ex.), Langenbruck (Br., vermehrt sich stark, überwintert). Laufambolz (nicht häuf. Br.), Oberbeuren (zieml. hcäuf. Br. , 27. II. s. cT, 28. II. 1 P.), Ramspau (6. I. s. cf), Regensburg (sehr liäuf. Br.), Vieclitach (7. III. mehrere s. cfcf)- < — > Turtur tlirtur (L.), Turteltaube. 1905. Beob. od. erb: Ammerlaud (selten : 28. V. — 5. VI. tägl. 2 P.), Augs- burg (Br. Lechaueu), Brückeuau (häuf.), Euerdorf (U.V. 1 Ex.), Frou- berg (zahlr. Bv., Kiefernwalduugen), Laugwaid (4. VI. 2 Ex.), Lichteu- stein (seit. Br.), Moosach (X. 1 juv.). 1906. Beob. od. erb: Ammerlaud (11. u. 12. V.), Euerdorf (Br., 10. V.), Gräfendorf (Br., 11. V.), Grettstadt (Br., 2 P.), Hauzenstein (24. IV.), Heiurichsthal (9. V. 1 ruf. Ex.), Langenbruck (V. 1 P.), Mindelau (22. IX. 1 Ex.), Pforzeu (9. VI. 1 Ex.), Schwebheim. < — > Upupa epops I;.. Wiedehopf. 1905. Beob. od. erb : Ammerland (3. IV. 1 Ex. D.), Augsburg (18. V. 1 Ex.), Buchwies (Br., 1 P.), Erlangen (Br.), Göggiugen (8. V. 1 Ex.), Gördsried (3. IX. 1 Ex.), Guttenberg (Br., 9. IV.), Hammerau (25. IV. 1 Ex.), *) Dieses Exemplar gehörte vielleicht der nordischen Form T. tor- ffuatus torquatus (L.), die ich z. ß. in einem anfangs April 1885 im Steigerwald beobachteten Vogel sicher erkannte (s. Bd. I, p. 120), an. (D. Herausgeber.) — 144 — München (28.111., 10., ll.ii. 26. IV. je 1 Ex.), Pasiug (10. IV. 1 Ex.), Pfarrkirclien (2. W. 1 Ex.), Rotteiisteiu (seit. Br.), Uutergermaring'eu (12. VIII. 1 Ex.), Untersnmbacli (4. IV.), Zöscliingeu (10. VIII. 3 Ex. Schafweide: mir Ü. ). 1906. Beob. od. er].: Allach (17. IX. 1$), Ammerlaud (14. IV. 1 Ex.), Bamberg (Br., 2 P. am Westrand de.s Hauptraoorwaldes), Berulohe (Br.), Egmatiiig (23. III. 1 verhungertes Ex.), Erlangen (Br., 28. III.), Eeld- afing (1. IV. 1 Ex.), Gern "(19. IV. 1 Ex.), Gräfendorf (kommt vor), Heroldsberg (29. IV. cT gV Kaufbeuren (l.VIII. 1 Ex.), Kitzingen (Br., 18. IV.), Langenbruck (zieml. hänf. Br., 18. IV.), Laufamholz (Br., N. in hohler Eiche), Oberbeuren (15. IV. 1 Ex.), Scheßlitz (9. VII. 1 Ex.), Valepp (Br. [?]). -0^ ürinator arcticus (L.), Polartaucher. 1905- Erl.: Elmsschwang (30. XI. 1 cT ad.), Erlangen (24. XI. 1 juv.), Mindelheim (4. XII. 2 Ex.), Möhrendorf (9. XII. 1 cT ad.), München (1. XII. 2 Ex., XII. 4 Ex.), Kegensburg (XII. 1 Ex.), Seeshaupt (22. XI. 1 Ex.), Waal (1. XII. 1 ö" ad.). 1906. Erl.: Abtsee (XII. 1 Ex.), Bieseuhofen (3. XII. 1 Ex.). -H^ Uriliator lumme (Gunn.), Nordseetaucher. {ürinator sej)teniriona}is L.) 1905. Erl. od. gefg. : Kochel (20. XI. 1 Ex.), München (18. XI. 1 Ex.: 1.— 7. XII. 5 Ex.), Staltach (19. XI. 1 Ex.), Vilshofen (28. XII. 1 Ex. an der Angel). 1906. Erl.: Bug (16. XI. 1 Ex.), Erlach (15. XII. 1 Ex.), Tittmoning (24. II. 1 Ex.). < — > Vanelliis vanellns (L.). Kiebitz. 1905. Beob. od. erl.: Affaltern (sehr selten : l.XI. lEx.), Amberg (24. VIII. 2 Ex.), Ammerland (Br., 9.111.), Andechs (24. X. d.), Augslmrg (1. III. : d. 21. III., 15. — 23. X.), Bachhauseu (Br.), Beilngries (Br., 15. III.), Brück (1. XI. Hunderte), Burglengenfeld (3. u. 4. IV. viele an der Naab), Cham (17. III. 2 Ex.), Dachsbach (29. IV. einen Korb frischer Eier erb.), iJillingen (22. X.), Ebersbach (9. XL), Erlangen (zahlr. Br., 27.11.), Geisenfeld (27. III. 10 Ex.), Geslau (Br., 20.11.), Hammerkölbitz (1. IV. viele 1).). Hiltersdorf (6. IX. 1 Ex.), Irrenlohe (26.111. einzelne, Kauf- beuren (17.111. d.: 22.U. 24. XL), Kitzingen (Br., 27.11.), Langenwaug (17. XII.), Lauf (26. III. 6 Ex. d. nach NO.), Lichtenau (28. IX. 2 Ex. d.), Moosham (19. III.), München (14. u. 18. XL je 1 Ex.), Neuhofen (26. IL), — 145 — Neuuburg v. W. (1. IV. viele), Oberbeurea (18. III. 3 St. Brutplatz; 25. III. 1 P. an der Windach : 20. u. 21. X. 8 Ex. bei starkem Schnee), Ost- hausen (19. XL 1 Ex. im Jngeudkleid), Eoding (Br., 24. II.; 28. III. viele im Regeutal), St. Ottilien (1. X. 40 Ex.), Schondorf (30. XI. 2 Ex. Aramersee), Schwandorf (16. IX. mehrere), StafPelbach (Br.), Stockheim (12. VIII.), Unteregg (25. VlIL), Vilseck (8. IX. 14 Ex., einzelne in Starenfiügen), Waizendorf (17. III. einige an den Weihern), Wideubach (8. IV. kleine Fl. bei hohem Schnee: 27. X. 40 Ex.), Zeutbechhofen (Br., 15. III.). 1906. Beob. od. erl. : Ammerland (Br., 7. III.; 24. XI,), Arnstorf (I. II. III. VIII.— XI. zahlr. D.), Bamberg (Br.), Bayreuth (Br.), Bockhorn (5. III. 9 Ex. Vilstal), Bogen (29. III. 3 Ex.), Breitengüßbach (17. III.), Bütthard (30. X. ca. 200 Ex. d.), Dachau (Herbst große Fl.), Dosingen (1. XIL), Erchiug (2. III. 20 Ex.; 3. III. doppelt so viele), Erding (Herbst zahlr.), Erlangen ^Br.; 8. IV. 68 Eier erh.), Euerdorf (8. III. 6 Ex.), Geisenfeld (9. III. 10 Ex.), Gräfendorf (D.), Großgründlach (zahlr. Br.), Großhabersdorf (nicht mehr Br.; 3. III. 6 Ex.: 14. III. 20 Ex. d.), Hallstadt (Br.), Heisesheim (1. V. einige), Kemmeru (Br.), Kircheulaibach (zahlr. Br.), Kirchenlamitz (16. III. 1 Ex.), Kitziugen (Br., 6. III. — 10. X.), Langenbruck (häuf. Br.), Laufamholz (D. Frühjahr), Memmingen (30. X.', Mertiugen (I.V. einige), Moosham (Br,, 18. III.), München, Neubau (10. IV. 2 Ex.), Neumarkt i. O. (Br., 16.111.), Nürn- berg (Br., 8. III.), Oberbeureu (2. IIL einige; IT.IIL 10 Ex. Brutplatz; 31. V, 2 juv. in Starengröße gef. : Auf. VII. meisten verschwunden, 6. X. Fl. d.), Oberlauterbach (30. IV. 6 Ex. d.), Puchheim (31. X. u. 1. XL mehrere 100), Rudratshofen (24. IIL), Straubing (22. III. sehr viele an der Donau), Wemding (Br., 10. IIL— 11. XL), Zapfendorf (13. IIL mehrere). Zeutbechhofen (Br., 5. IIL). ViTliaiicU. (»ni. (ic^. i. Hayt-rn. VII. inni;. -j Q - 146 — Sonderbeobachtung über Zag" und Vorkommen von Älcaida, arvctisis, MotaciUa alba Scolapnx rusticola, Hinutdo rustica, ChcJidouaria iirhica von L. Freiherrn v. Besserer. Die Feldlerche, Alauda arvensis L. Ankunftslabelle . Länge 19 05 Ort 19 06 Breite I. Beob- IL Beob- I. Beob- IL Beob- achtung achtung achtung achtung 47 as 27 b 20. III. 1. III. Happareute Hergatz 5. IIL (•). III. 28 b 24 III. 14. IV. Steingaden 17. IIL 9. IV. 29 a (28. V.) Dorf Kreuth 30 b Bischofswiesen 7. III. 13. IIL 47 au 28 a 28 b 27. II. 27. IL 9. IIL Kaufbeuren Unter-Peiläenberg 28. IL 2. III. 8. IL 21. IL Oberbeuren Andechs 26. II 6. IIL 2. IIL 17. IIL 29 a L IIL 10. IL 24. IL Münsing Sauerlacher Straße Weipertshausen 3. IIL (;. IIL 29 b 28. IL 2. III. 3. IIL 7. IIL Kolbennoor Gaissach Irschenberg Eott a. Inn (6. IV.) 48 s 27 b 28 a 29 a Thal Sontheim Nymphenburg Taufkirchen Erching 5. III n. III 7. IIL 19. IL 1. IIL 10. IIL 3. IIL 29 b 25. IL Ottenhofen 27. IL 4, IIL 48 n 27 b 28a (6. IV.) Finningen Niederraunau Kemnat Winterbach 18. IL 7. III. 17. IIL 1(). IIL 2. IV. 11. IL 22. IL Affaltern 27. IL 28 II. 28 b 9. III. 10 IIL Augsburg 27. IL 4. IIL 29 b Bockhorn 28. IL 5. IIL 30 a 1. IIL Vilsbiburg 30 b 25. IL Arnstorf 3. TIL 4. IIL 48 as 27 b 28 b 21. II. Zöschingen Todtenweis Aismoos 3 IIL 23. IL 27. IL 29 a 23. IL 27. IL Geisenfeld '27. IL 29 b 24. IL Münster 27. IL 4. IIL 48 an 28 a Wemding 27. IL 5. III. - 14? Länge 1905 Ort 1906 Breite I. Beob- IL Beob- I. Beob- IL Beob- achtung achtung achtung achtung 48 an 29 a Pfaffenhofen 3. IIL 14. IIL 30 a 27. IL 7. III.- Hainsbach 3 in. 6. III. 30 b Mutzenwinkl 5. IIL 49 s 28 a 28 b 27. IL 15. IL 1. IIL Heidenheim Emsing 29 a 25. II. Beilngries Bachhauseu 5 IIL 21. IL 7. IIL 29 b Hauzenstein 6. IIL 27. IL Regensburg 28. IL 4. III. 30 a 19. IL 19. IL 24. IL 11. III. Neubau Roding Trasching 21. III. 23. III. 4!) u 27 b 28 a 20. IL 25. IL Geslau Neustetteu Birkenfels Vestenberg 1. IIL 21. IL 27. IL 27. IL Großhabersdorf Großalbershof 21. IL 3. III. 24. IL 10. III, 28 b 9. III. 23. IL 5. III. Schwabach Bernlohe Ungelstetten Laufamholz Nürnberg 17. IL 19. IL 21. IL 5. IIL 29 a 1. III. 23. IL Schupf Neumarkt i 0. Sulzbürg 23. IL 25. IL 49 as 27 b 29 a 29 b 11. IL 22. IL 17. IL Kitzingen Hersbruck Langeubruck Etzenricht 13. IL 26. III. 25. IL 17. IL 28. IL 30 a 26. IL 4. IIL Flossenbürg 5. III. 0. IIL 49 an 28 a 8. IL Bischwind 18. IL 20. IL 28 b 12. IL 21. IL Roßdorf a. F. 19. IL 23. IL 26. IL 5. III. Zentbechhofen 15. IL 18. II 50 s 26 b Hörsteiu 20. IL 3. IIL 27a Heinrichsthal 26. IL 5. IIL 27b Madenhausen 26 IL 5. III. 13. IL 19. IL Hausen 22. IL 1. III. 4. III. Euerdorf 3. IIL 28 a 18. IL Vorbach Rottenstein Walchenfeld Greßhausen 22. IL 28. IL 28. IL 6. IIL 29 b 27. IL Hallerstein 50 n 27b Bischofsheim Lebenhan 5. III. 4. IIL 8. III. Mellrichstadt 4. IIL 5. IIL 28 b Förtschendorf 9. III. 29 a Selbitz 5 IL I 3. IIL Seil iwankung 44 Tagr Schwär ikung 42 Tage Mittel 25. IL Mit tel 28. IL 10* — 148 — Die Lerche liat sich auch iu eleu beiden gegeuwärtigeu Beobachtuugs- jabren, soweit dies den ziemlicli spärlichen Nachrichten zu eutuehmen ist, uenerdiugs als ausgesprochener Februarvogel erwiesen. Denn die in diesen Monat fallenden Daten überwiegen auch diesmal an Zahl in beiden Fällen (05: 31 gegen 13, OG: 32 gegen 27) die auf den März treffenden. Allerdings drängt sicli 1906 ihre Hauptzahl auf die letzten Tage des ersteren zusammen und areift auch noch auf die ersten des nachfolgenden über. Dies lag jedoch zweifelsohne in dem Witteruugs- charakter dieses Jahres begründet, der auch einen um einige Tage ver- zögerten Beginn der Zugsbeweguug zur Folge hatte und zu einem mehr- fach erwähnten Aussetzen derselben, zu einem zeitweiligen Verschwinden der bereits eingetroffenen Vögel, einem Rückstrich (Roßdorf, Heinrichs- thal) ja zur Vernichtung vieler Individuen und daher zu eiuer spärlicheren Besiedehxng Anlaß gab (Steingaden, Audechs, Augsburg, Kitzingen). Trotzdem war der jeweilige Beginn des Zuges an der fortlaufenden Reihe der Beobachtungen ziemlich genau zu erkennen. Für Überwinte- rung sprach offensichtlich, obwohl sie keineswegs selten ist (nur für Großhabersdorf diesmal augeführt) nur ein einzelner Fall (Selbilz 5. II. 06). Aprildaten müssen bei diesem Vogel, selbst wenn sie Gebirgsstationen entstammen, lediglicli als Gelegen lieitswaliruehmungeu aufgefaßt werden und entbehren als Zugsdaten jegliclier Wahrscheinlichkeit (Kemnat 6. IV. 05, Gaissaich 6. IV. 06). Wenn aucli ein Vorrücken der Erscheinung von West nach Ost im allgemeinen nicht ganz zu verkennen ist und ein frühzeitiger Einbruch im Main- und Donautal sich bemerkbar macht, so sclieint das Auftreten der Lerche doch weit mehr von den Schneeverhältnissen, der Höhe der Schneedecke bezw. von ihrem Schwinden beeinflusst zu werden. Denn sowie sie eine Unterbrechung erleidet, apere Stellen zutage treten, sehen wir auf ihnen unseren Vogel uuverweilt sich einstellen, eine Tat- sache, deren mehrere Berichte gedenken. Die geographische Lage scheint dabei weniger mitzusprechen. Ebenso dürften auch die Windrichtung und die Witterung des Ankunftstages oder des ihr unmittelbar voraus- gehenden keineswegs ausschlaggebend sein. Dem sich stets wieder- holenden und verhältnismäßig späten Datum von Happareute können wir entnehmen, daß kein oder zum mindesten l^ein früiier Einbruch dieser Art ans Südwest aus der Bodenseegegeud stattfindet, ihr Zug demnach ein mehr rein westöstliciier ist. In den meisten Fällen waren die zuerst Ankommenden auch die unsere Gegenden Besiedelnden, während die späteren Erscheinungen sehr häufig als Durchziehende liezeichnet wurden. Der Herbstzug vollzog sich nach der Mehrzahl der Nachrichten im Laufe des Oktobers, nachdem bereits im »September ein zunehmendes Sammeln der Scharen beobachtet worden war. Einzelne wurden bei Roßdorf, Kitzingen noch am 9. bezw. 21, XL 05, ja bei Weipertshausen sogar 60 Stück noch am 2. XII. 05 angetroffen. Auch 1906 spielte sich der Abzug trotz grundverschiedenen Herbstwetters der Hauptsache nach im Oktober ab, schol) sich aber in den Nachzügler-Erscheinungen — 149 — noch bis in den November (so meldet Kitzingen vom 27. IX. — 10. XI. täglich Durchziehende) und Dezember liiunus. Beachtenswert erscheint die Feststellung aus Affaltern, daß ans dem dortigen waldigen Gelände der Hauptzug der Lerchen bereits Mitte September verschwindet. Ver- mutlich zieht er der leichteren Ernährung wegen den großen Feldflächen des Lechtales zu. 1906 wurden die letzten wahrgenommen bei Andechs 21. X., Augsburg 3. XI., Birkenfels 27. X., Bischwind Mitte November, Bockhoru 25. XI., Geiselhöring 8. XI., Großalbershof 20. X., Groß- habersdorf 8. XI. noch zahlreich, Haiusbach 8. XL, Heinrichstal 8. XII., Hienheim 20. XL, Kaufbeuren 8. XL, Kitzingen 15. XII , Madenhausen 9. XL, Neumarkt 15. XII., Nordhalbeu 10. XL, PfafPenhofen 15. XL Bei Dorf Kreuth fehlt die Feldlerclie: sie kommt aber in wenigen Exemplaren bei Tegernsee vor. Die Weifse Bachstelze, Mofacil/a alba L. Ankunftstabelle. Länge 1905 Ort 1906 Breite I. Beob- IL Beob- I. Beob- IL Beob- achtung achtung achtung achtung 47 as 27 a 17. III. 20. III. Bodenseeufer 27b Lö. HL 11. IV. Happareute 8. IIL 23. III. 28b 13. IIL 14. III. Steingaden 13. III. 15. IIL 29 a (9. IV.) (19. IV.) Gaissach 8. III. 18. IIL Dorf Kreuth 7. IIL 17. IIL 29 b Schliersee 4. III. 47 an 27b 18. III. Lautrach 27. III. 28 a 28. IL 4. IIL Kaufbeuren 2L IL 8. IIL 28 b 12. IIL L^nterpeißenberg 2. III. 12. III. Oberbeuren Andechs 9. III. 4. IIL 5. IIL 29 a (1. IV.) Ammerland Saucrlacher Dist.St. Fasanerie Ammerland 22. III. (13. IV.) 14. IIL 20. IIL 29b 9. III. Kolbernioor 20. III. 22. IIL Irschenberg 14. III. Rott a. Inn 48 s 27 b 28 a 29 a 12. IIL 2G. IIL Klosterbeuren Thal Sontheim München Taufkirchen 4. IIL 3. III. 4. III. 15. III. 29 b 8. IIL 12. III. Ottcnhofen 5. IIL 11. IIL 48 n 28 a 10. III. 12. III. Affaltern 5. IIL 6. IIL 28 b 12. III. 13. III. Augsburg 18. III. 29 a 24. IIL Erching 29 b Bockhorn 1. IIL 4. III. BOb Lederhub 8. IIL Arnsdorf 3. IIL 5. III. 48 as 27b 18. IIL , 27. IIL Zöschingen 28 b 28. III. Sandizell — 150 Länge 1905 Ort 1906 Breite I. Beob- IL Beob- I. Beob- IL Beob- achtung achtung achtung achtung 48 as 28b Aismoos 29. IIL 8. IV. 29 a 12. III. Geisenfeld Langenbruck 14. III. 2L IL 5. III. 29 b 17. III. Münster Pfeffenhau.sen 25. IIL 24. IIL 4i) an 28 a 28 b 29 a 4. IIL 15. III. 10. III. Wemding Wellheim Solnhofen Pfaffenhofen Ingolstadt (1. IV.) 14. III. 7. IIL 30 a Hainsbach 17. IIL 20. IIL 30 b Mutzenwinkl 2. III. 49 s 28 a 13. III. 10. III. 17. IIL Heidenheim Neustetten 29 a 13. III. 15. III. Beilngries 14. IIL 18. III. 29 b 12. III. 14. III. Regensburg 30 a 12. III. 28. II. 20. III. 4. III. Trasching Roding 30 b Zwiesler-Waldhaus 26. III. 49 n 27 b 18. III. Geslau 28a 7. III. IG. III. Großhabersdorf Colmberg Großalbersdorf 6. IIL 7. III. 12. III. 8. III. 16. IIL 28b 15. III. 5. III. Rückersdorf Bernlohe Ungelstetten Laufamholz 6. III. 16. III. 29 a 12. III. 29. III. 30. III. Schupf Berg 49 as 27 b 24. II. 25. IL Kitzingen Baldersheim ßütthard 6. IIL (11. IV.) (13. IV.) 10. III. 30 a 13. III. 13. III. 14. IIL Floßenbürg Etzenricht 28. III. 1. IV. 49 au 27 a 17. III. Weibersbrunn (2. IV.) 27 b 12. III. Guttenberg 11. IIL 28a 10. III. Bisch wind 26. IL 6. III. 28 b 12. IIL Sassanfahrt Winkelhof 7. III. 28 b 12. IIL 15. III. Roßdorf a. F. Daschendorf 9. III. 10. III. 17. IIL 14. IIL 3. III. 12. III. Zentbechhofen 17. IIL öOs 26 b 12. III. Hörstein Keilberg Johannesberg 20. IL 18. III. 3. III. 27a Heinrichstal 17. III. 5. IV. 27 b Madenhausen 6. III. 10. III. 19. IL 5. III. Hausen , Euerdorf 5. IIL 15. IIL 7. III. 11. IIL 20. III. Hammelburg 28a 12. IIL Vorbach Greßhausen 13. IIL — i5i Lauge 1905 Ort 1906 Breite I. Beob- II. Beob- I. Beob- IL Beob- achtung achtung achtung achtung 50 s 28 b 29 b 27. III. - Eottenstein Walchenfeld Höchstadt Hallerstein 14: III. 28 II. 15. III. 5. III. 50 11 27 b 15. III. Bischofstein Lebenhan 18. III. 25. IIL 12 III. 20. III. Mellrichstadt 1.5. IIL 17. IIL 4. IIL 12. III. Unterebersbach 29 a Selbitz (7. IV.) Schwankung 38 Tage. Mittel: 12. IIL Schwankung 37 Tage. Mittel: 11. III. Wie die Lercho ein Februarvogel, so ist die Weiße Bachstelze ein ausgesprochener Märzvogel, dessen Ankunftszeit vorwiegend in die erste Hälfte dieses Monats zu fallen pflegt. Dies geht aus den Mittelwerten der letzten 6 Jahre unzweideutig genug hervor. Trotzdem ist es nicht ausgeschlossen, daß unter günstigen Umständen und au geeigneten Ort- lichkeiten sein Erscheinen schon in der zweiten Hälfte des Februars er- folgt. Wie alljährlich, so haben wir daher auch für die letzten beiden Beobachtungsjalire 4 bezw. 5 solcher frühzeitiger Daten gegenüber 49 und 52 anderer. A.uch diese Art weist jedes Jahr einzelne Überwiute- rungsangaben auf, so z. B. diesmal vom Bodensee, vou Hammelburg, Kitzingen und Arnstorf. Vermutlich dürften sie sich aber bei genauerer Beobachtung unschwer noch um die eine oder andere Station vermehren lassen. Apriluotierungen sind dagegen bei ihr wohl ebenso, wie bei der Lerche auf Gclegeuheits- und nicht auf richtige Zugs- und Besiedelungs- wahrnehmungen zurückzuführen und stehen daher in der Zouentafel in Klammer. In den beiden hier in Betracht kommenden Jahren setzt der Zug nahezu genau mit dem nämlichen Termine ein. Er erreicht an- scheinend 1905 zwischen 10. und 18. III. seinen Höhepunkt, während er 1906 wohl infolge des ungünstigen Witterungscharakters zwischen 4. und 8. IIL und dann nach einer fühlbaren Abflauung wiederum zwischen 13. und 18. III. eine gewisse Jjebliaftigkeit gewinnt. Es sclieinen bei dieser Art für ihr Auftreten im grossen ganzen ähnliche Faktoren, wie bei der vorausgehenden maßgebend zu sein, d. h. Schneehöhe, bezw. Schwinden der Schneedecke wirken ausgesprochener als andere Momente. Ein Vorrücken von West nach Ost, streckenweise augedeutet, tritt nirgends mit auffallender Klarheit zutage, noch weniger ein solches von Süden nach Norden. Dafür sprechen die etwas späteren Daten von Happareute und vom Boden seeufer, wo unser Vogel doch öfter überwintert, um so überzeugender dafür, daß auch bei ihm aus dieser südwestlichen Richtung kein frühzeitiger Einbruch stattfindet. 1905 hat sich gemäß der eingelaufenen Nachrichten der Hanptzug im Nordwesten unseres Gebietes mit dem Abscliluß der ersten Märzdekade — 152 — (Hausen 10. III. sein- zablreicL), in anderen Gegenden von da ab bis Ende des Monats abgespielt. (Steingaden 14. und 15. III., Bodensee- ufer 20. III , Dorf Kreuth: Ende März.) 190G veraulaßte die Ungunst der Witterung Mitte März teils eine Verzögerung (Kreuth: das wech- selnde Wetter und die Schneestürme Mitte und Ende März scheinen den Zug aufgehalten zu haben: Schlier.see: Hauptzug erst Ende März und Anfang April), teils einen Rückstrich (Affaltern*) nach dem 20. März), teils trug sie zur Vernichtung zahlreicher Individuen bei (Andechs). Über die Eortpflanzung sind diesmal die Nachrichten spärlicher denn sonst. 1905 wurde in Affaltern am 16. IV. ein Nest, das am 24. IV. das Gelege enthielt, gefunden. Am 6. V. kamen bei Augs- burg Junge im Nest, am 5. VI. ausgeflogene Junge, am 18. V. bei Erching ein Nest mit 5 Eiern, von denen am 23. V. 4 ausgefallen waren, zur Beobachtung. In Großhabersdorf zeigten sich die ersten Jungen am 15. V., in Dorf Kreuth am 9. VI. 4 in einem Mauerdunst- loch des Stalles. Eine 2. Brut kam am 12. VIII. mit 3 Jungen neben- an aus. Sämtliche Jungen vereinigten sich mit solchen aus der Nach- barschaft und trieben sich bis Anfang Oktober auf den Wiesen umher. Die Alten hielten sich stets abseits. In Regensburg ging eine Brut von 4 Jungen anscheinend dadurch zugrunde, daß der Holzstoß, unter dem sie ausgekommen war, abgefahren wurde. In einem bei Ungel- stetten am 1. VI. entdeckten Nest wurde Mitte Juni ein Kuckucksei ausgebrütet. 1906 fand sich in Affaltern am 27. VII. ein Nest mit 6 Jungen in der Ziegelei unter frisch gebrannten Steinen. In Augsburg wurden am 6. und 8. VI. frisch ausgeflogeue Junge, in Großhabersdorf am 24. IV. ein Nest in einem Holzstoß, am 28. VI. 8 flügge Junge, in Haiusbach am 24. V. die ersten flugfähigen Jungen wahrgenommen. In Johannesberg fielen von 2 Brüten eines Paare-s nur je 3 Junge aus. W^ährend iu Dorf Kreuth in diesem Jahre nur eine Brut, der am 7. VI. 4 Junge entstammten, zustande kam, fanden in Lederhub 3 Brüten und zwar Anfang April, Ende Mai und in der zweiten Woche des Juli statt. In Oberbeuren konnten schließlich am 24. VI. und 6. VIII. flügge Junge beobachtet werden. Der Herbstzug begann 1905 bereits Ende September (Bodensee- ufer 28. IX. viele abgezogen), währte während des ganzen Oktobers und schloß Anfang November. (Augsburg 18. X., Erching 26, X., Groß- habersdorf 26. X., Kaufbeureu 1. und 9. X., Dorf Kreuth 5. X., Lau- trach 24. X., Oberbeuren 1., 7. und 8. X., Rodiug 15. X., letzte 24. XI., Roßdorf 24. X., Trasching 11. X., Uuterpeißenberg 18. X., Wcibers- brunn Anfang X.) 1906 schob sich der Abzug wohl des schönen Wetters wegen etwas hinaus, ohne jedoch den regelmäßigen Zeitpunkt Avesentlich zu verrücken. Es zeigten sich die Letzten: Afi'altern 11., 12. und 16. X., Alzmoos 4. X., Andechs (nach Abzug der Hauptmasse *) 27. III. suchen ;] cTcT an einem Teich eifrig die verderblichen Fisch- egel {Fiscicoln (/cojiirtrd) aus dem Schlamm. 153 Anfang Oktober) 21. X. und 1. XL, Arustorf 7. X., Baldersheim 16. X., Bischwind 18. und 26. X., Bockhorn 3. XI., Großhabersdorf 20, X., Guttenberg 16. X,, Hainsbach 22. X., Heinrichsthal 20. X., Hörstein 17. X., Kaufbeuren 7. und 16. X., Kitziugen 5. X. — 10. XI. stets noch einige, Kreuth 15. X., Lederhub 20. X., Madenhauseu 28. XL, Mntzeu- wiukel 7. XL, Pfaffenhofen 2. X., Roßdorf 29. X., Thal 19. X., Weibersbrunn Mitte Oktober^ Winkelhof 19. X., Wolfratshausen 20. und 24. X. Die Waldsclinepfe, ScoJopax rusticola (L. Ankunftstabelle. Länge 1905 Ort 19 a6 Breite I. Beob- IL Beob- I. Beob- IL Beob- achtung achtung achtung achtung ■47 as 27 b 28 a 18. III. 24. III. Happareute Roßhaupten 4. IV. 6. IV. 4. IV. 11. IV. Bteingaden 24. III. 10. IV. 29a 29. IIL 2. IV. Dorf Kreuth 7. IV. 47 an 28 a 21. III. Kaufbeuren ITnterpeißenberg 10. IV. 24. III. Oberbeuren 10. III. 12. IIL 28 b 21. III. Dießen Raisting xindechs S. III. 17. IIL 10. III. 18. III. 29 a 28. III. 30. III. Ammerland Kohlstall-Gutsell 5. IV. 29 b 4. IV. Irschenberg 10. III. 11. III. Rott a. Inn 48 s 27b 28 a 29 a 29. III. Thal Bontheim Herbertshausen Penzing Hofoldmg 31. IIL Anfang IV. 17. III. 9. IV. 1. IV. 10. IV. 48 n 28 a 15. III. 18. III. Äff altern 17. IIL 48 as 27b 28 b 18. 23. III. III. 20. IIL Zöschingen Sandizell 48 an 29 a 15. 15. III. III. 19. III. Weichering Ingolstadt IG. IIL 17. IIL 30 a 14. IIL 15. III. Hainsbach 17. III. 18. HL 30 b Mutzenwinkl Ende März 49 s 28 a Neun stet ten 8. III. 13. IV. 29 a 19. IIL 21. IIL Beiingries Hienheim 17. III. 16. IIL 19. III. 17. IIL 29 b Hauzenstein 13. IIL 18. IIL 22. III. 23. III. Regensburg 17. IIL 18. IIL 30 b "5! IV. Z wiesler- Waldhaus G. IV. 7. IV. 49 n 28 a 15. III. 16. IIL Colmberg 16. III. 17. IIL 28 a 22. III. 27. III. Großhabersdorf 22. III. 2L III. 28 b 11. III. Kückersdorf 29 a Großalbershof 8ulzbach 31. III. 15. III. 2. IV. 29. IIL 49 as 27 b 12. ni. 27. III. Kitzingen 7. IIL 8. III. 154 1905 igo6 Breite Länge I. Beob- II. Beob- Ort I. Beob- IL Beob- achtung achtung achtung achtung 49 an 27 b Würzburg 7. HL 12. III. 19. III. Guttenberg 18. HL 20. III. 28 b 15. III. 17. III. Roßdorf a. F. Daschendorf 8. III. 9. IIL 17. IIL 13. III. 14. III.. Zentbechhofen Winkelhof 18. III. 10. III. 19. III. 17. IIL 50 s 26 b 27 b Hörstein Hausen Madenhausen 19. IIL 7. III. 10. IIL 11. IIL 11. III. Euerdorf 10. III. 12. IIL 28 a Rottenstein 18. IIL 50 n 27b 16. III. Bischofsheira Lebenhan 14. IIL 17. IIL Schwankung 2r Tage. Mittel: 20. III. Schwankung 35 Tage. Mittel: 19. III. Der Zug der Waldschnepfe, der nahezu alljährlich Anlaß zu einer Keihe wertvollerer oder unbedeutenderer Ausführungeu in den ver- schiedenartigsten Zeitschriften gibt, müßte, so sollte man wenigstens bei der Wertschätzung, deren sich dieser Vogel von Seite der Jäger weit erfreut, meinen, eine Fülle verwendbaren und interessanten Materials, stattliche Dateureiheu u. s. w. zutage fördern. Dem ist aber leider, wie auch schon in früheren Jahren bemerkt, nicht so. Abgesehen davon, daß weitaus der größere Teil unseres Gebietes selbst mit den bloßen Ankunftsdaten im Rückstande bleibt, erfahren wir auch über verschiedene, wissenswerte Vorgänge im Leben der Schnepfe, so namentlich über ihre Verbreitung als Briitvogel und dgl., kaum das Notdürftigste. So sind denn auch für die beiden letzten Jahre die eingelaufenen Nachrichten sehr spärliche, die Datenangaben nahezu noch lückenhafter als in früheren, indem für 1905 nur 27, für 190() deren 38 vorhanden sind. Auch diesmal beschränken sich die Beobachtungen wiederum großenteils nur auf solche, die gelegentlich des Abends-, bezw. Morgenstriches ge- sammelt wurden. Richtige Zugswahrnehmnngen fehlen beinahe ganz. Nur aus Nürnberg liegt eine solche immerhin sehr beachtenswerte vor. Dort wurden am 19. III. 05 zwei Schnepfenzüge beachtet, die in Ab- ständen von einer halben Stunde von SO. nach NW. zogen. Der erste erschien, ca. 15 — 20 Stück zählend, um 9^'' a. m., der zweite von 20 bis 30 Stück um 9^^ n. m. bei St. Jobst, eiserner Bahnsteg an der Sulzbacher Straße beim Walzwerk Tafel. Beide Züge überquerten das Pegnitztal von Schmausenbuck kommend über Schoppershof hinweg bei regnerischem, warmem Wetter. Wenn, wie ich hier ja annehmen zu dürfen glaube, eine Täuschung ausgeschlossen ist, so gewinnt diese Beobachtung schon durch das Außer- gewöhnliche der Tageszeit an Wert, während sie im übrigen ein neuer Beweis für eine Vergesellschaftung bei der Zugsbewegung wäre. Dies- — 155 — bezügiiclie Wiihniehmiiugeu stehen aber uocli immer sehr vereiuzelt da. In geriugem Maße befassen sich die Aufzeichnungen mit der gerade gegenwärtig so sehr in den Vordergrund des Interesses einzelner Schnepfeu- jäger geiückten Uberwiiiteruugsfrage, was einigermaßen zu dem Schluß berechtigt, daß ein Überwintern bei uns wenigstens weder so häufig, noch so regelmäßig vorkommt, als von manchen Seiten behauptet werden möchte, daß wir also von der Stand- schnepfe noch immer ziemlich weit entfernt sind. Welche Verwirrung durch solche Ausführungen angerichtet wird, erhellt aus einer Xotiz ans Sulzbach, in der Stau d Schnepfen als im Revier vor- handen aufgeführt wurden, von denen 3 Stück im Laufe des Oktobers zur Erlegung kamen. Aus der g*mzen Darstellung geht mir aber un- zweifelhaft hervor, daß hier eine Verwechslung zwischen Brut- und Standschnepfen vorliegt. Überwinternd wurde unser Vogel 1905 nur bei Rott a. Inn, wo ein solcher am 18. und ol. XII. gesehen und im Januar an der gleichen Stelle angetroffen worden war, 1906 bei Großalbershof im Januar und bei Lebeuhan (5. II.) nachgewiesen. Auch bei Zeutbechhofen soll nach einer kurzen Bemerkung zuweilen einer während der kalten Jahreszeit sich auflialten. Bei den Waldschnepfenbeobaclitungen handelt es sich an den meisten Stationen vornehmlich um Durchzugs- und weniger um Besiedeluiigs- dateu, da die Schnepfe, Avenn auch nicht absolut an Vorberge, Bergland und große Waldungen gebunden, doch für ihr Brutgeschäft ganz be- stimmte Ortlichkeiteu bevorzugt und sie meist erst aufsucht, nachdem sie sich an irgendwelchen anderen, als Durchzügleriu, der Ernährung und dem Liebesspiel huldigend, streichend herumgetrieben hat. So werden z. B. in Weibersbrunn während des Frühjahres Schnepfen weder gesehen noch gehört, dagegen im Juni und Juli regelmäßig falzend an- getroffen, Sie ziehen demnach in den dortigen, ausgedehnten Wal- dungen erst nach beendetem Strich zur Erledigung ihres Brutge- schäftes ein. Negative Beobachtungsergebnisse während der Frühjahrsbewegung finden sich vereinzelt speziell angegeben, so für 1905 von Bischofs- wiesen, üngelstetten und Weibersbrunn, für 1906 von Arnstorf, Happa- reute, Heinrichstal, Horgauergereuth, Langenbruck, Unter-Ammergau, Walchenfeld, Wemding und Weibersbrunn. Wenn auch daraus keines- wegs der Schluß gezogen zu werden braucht, daß in diesen Gegenden tatsächlich im betreffenden Jahr kein Stück durchgekommen ist, so weist es doch ziemlich deutlich daraiif hin, daß die Schnepfen luanchmal ge- wisse Striche meiden, also ihre Zugwege mehr oder weniger ändern, oder doch selbst da, wo sie früher wiederholt erschienen, nur in so bescheidener Zahl und so voi'übergohend auftreten, daß sie sich der Wahrnehmung zu entziehen vermögen. Im allgemeinen haben die Nachrichten aucli dieser beiden Jahre wiederum den einen Beweis sehr deutlich erbracht, daß die Zugserscheinung regelmäßig im Nordwesten unseres Gebietes einsetzt, etwas später aucli in — 156 — der Gegeufl des üouautales, nördlich und südlicli dieses Einschnittes um sich greift, dann mehr oder weniger ausgesprochen nach Osten vorrückt, den Norden umfaßt und gegen die höheren Tragen vordringt, wobei die Schneeverhältnisse, insbesondere das Weichen der Schneedecke einen entscheidenden Einfluß ausüben, wie dies aus den Beobachtungen aus Dorf Kreuth genugsam hervorgeht, die da sagen, daß am 20. IV. 05 die Schnepfen sich schon auf halber Bergeshöhe befanden, dem Weg- gehen des Schnees scharf naclnückend, während im Tal außer einigen Brutvögeln keine mehr zu sehen und zu hören waren, und daß sie sich 1906 erst nach dem 5, V. des Schnees wegen in die höheren Lagen begaben. Eiu Einbruch aus südwestlicher Richtung von der Bodensee- gegend war diesmal nirgends zu erkeunen, ebensowenig ergab sich aus irgend einer Notierung der geringste Anhaltspunkt dafür, daß von den im Osten unseres Gebietes heranfflutenden, bedeutenden Zugsströmen durch das Donautal irgendwelche Abzweigungen in unsere Reviere statt- finden. Wenn ich auf die einzelnen Jahre etwas näher eingehe, so sehen wir, daß 1905 die Zugsbeweguug — es fehlen wenigstens anderweitige Beobachtungen — in Südbayern ihren Anfang nahm und zwar an eiuer Station desinntales, die auffallender weise frühe Ankunftszeiten bevorzugt. Allein schon einen Tag später nimmt der Nordwesten daran teil unter gleichzeitigem Vorstoß nach Osten, bis in die Gegenden Ober- frankeus. Sie hält sich während der folgenden Tage der Hauptsache nach im Westen, uacli Süden sowohl, als nach Norden au Raum ge- Avinnend und zeigt erst vom 19. III. an ein deutliches Vorrücken nach den östlicheren Gebietsteilen. Ende März ist ein solches nach den Bergen wahrzunehmen, das sich sodann im weiteren Verlauf auch in den wenigen Aprilnotierungeu klar kundgibt. Der Zug scheint sofort ziemlich lebhaft begonnen zu haben. Ein ausgesprochener Höhepunkt desselben läßt sich nicht erkennen, doch war er um den 15. III. ent- schieden in einer gewissen Zunahme begriffen, die sich auf mehrere Stationen ausdehnte. Leider verhindert die spärliche lujd ziemlich un- zusammenhängende Dateni'eihe die Möglichkeit, ein klareres Bild des Verlaufes des Zuges zu entwerfen. Der Strich aber scheint nach einer größereu Zahl von Angaben vieleuorts ein sehr guter gewesen zu sein : Happareute 24. III. 10 Stück: Steingaden 11. IV. nach Schneefall am 10. 6 Stück; Dorf Kreuth 2. IV. Grüneck 3 Stück, die bis 5. IV. blieben, dann erst am 12. IV. wieder welche: Ammerland vom 28. III. fast täglich Schnepfen: bester Stricli vom 1. — 6. IV.: Rott a. Inn am 20. III. ca. 15 Stück: Affaltern Frühjahrsstrich gut; Weichering 24. HL Stück: Hainsbach llauptzug 19. — 24. HL: Regensburg 16. III. bis 10. IV. Dauer des Zuges; Zwiesler Waldhaus 5. IV. 2 Stück, 6. IV. Schneefälle, 12. IV. 4 Stück, ebenso 13. IV.: Colmberg 16. III.— 2. IV. guter Strich: Fischbach sehr guter Strich; Nürnberg sehr guter Strich in den Revieren Kalchreuth, Mosbach, Unterferrieden, Schönberg. Lauf: Strich gegen sonst minder in Heroldsberg, Behringersdorf. Die s[)ärlichen Brutbeobachtungeu dieses Jahres beschränken sich — 157 — auf folgendes: Kreuth: Eiu Paar brütete oberhalb des Bades Kreuth, wo es wie das am Griineck nisteude im Sommer häufig falzeud zu sehen und zu hören war. Eott a. Inu : Scheinen öfter hier zu brüten, deuu sie streicheu nocli sehr lebhaft in der ersten Hälfte des Juni, während welcher stets am nämlichen Platz 6 — 8 Stück zu sehen waren ; auch falzen sie alsdann viel besser als zur eigentlichen Strichzeit: 10. VI. eine Schnepfe ca 1 m vom Boden erliöht auf 3 Eiern brütend angetroffen. Zöscliingen : 8. VI. ein Stück im Laubholzbestand laut falzen hören (ver- mutlich Brutvogel). Hainsbacli: Im Juni Schnepfe, wahrscheinlich Brut- vogel aufgegangen. Weibersbrunu : Die Schnepfen scheinen hier zu brüten, da im Juni und Juli an schönen Abenden 2 — 4 Stück falzend gesehen und gehört wurden. Gelege sind in den großen, zusammen- hängenden Waldungen nur schv/er zu finden. Zentbechliofen : Einzelne brüten. • — Es ist zu bedauern, daß diese Nachrichten nur so wenig ■Stationen betreffen, denn zweifelsohne haben wir deren noch sehr viele, an denen unser Vogel seinem Brutgeschäfte obliegt. Ihre genauere Kenntnis aber würde nicht imweseutlich ein helleres Licht auf seine Verbreitung in unserer Heimat zu werfen imstande sein. Der Herbstzng war im allgemeinen ein guter und dehnte sich ziem- lich lang, nachdem bereits Ende September in entsprechenden Lagen sein Beginn festzustellen war, bis gegen Ende November nns. Nähere Daten liegen vor aus : Dorf Kreuth, wo Ende September bereits mehrere am Rückzug hoch oben aufgegangen wurden und am 4. X. trotz heftiger Schneefälle die letzte gesehen wurde. In Bischofswieseu kamen am 8. X. abends bei Schneetreiben 3 Stück, am 23. X. die letzte zur Beobach- tung. Bei Rott a. Inn schob sich der Herbstzug sehr spät hinaus und waren bis Ende November stets noch etliche zu sehen. Bei Oberbeuren wurden am 13. und 17. IX. je ein Stück, am 11. X. mehrere, am 14., 15. und 16. X. 3 Stück abends laut puitzend, vom 27. — 29. X. zahl- reiche, am 1., 5., 10., 11. und 13. XI. einzelne beobachtet. Bei Weil- heim wurden gelegentlich einer Riegeljagd am 26. X. 33, bei Amper- moching bei einer Jagd am 30. X. 25 Stück angetroffen. Um Affaltern verlief der Herbstzug schwach und erschien die erste am 18. X., die letzte am 1. XI. In Wemding zeigten sich einige am 25. und 26. X., in Weichering am 13. X. Bei Hainsbacli wurde die erste Herbstschnepfe am 16. IX. aufgegangen, am 17. IX. zogen zwei, vermutlich wie die vorausgehende Brutvögel aus dem nahen bayerischen Wald, herabgedrückt durch Ungunst der Witterung. Am 16., 21. und 27. X. kamen sodann vereinzelte, vom 2. XL, an dem stärkerer Durchzug stattfand, bis 25. XI. bald einige, bald einzelne zur Wahrnehmung. Bei Regensburg wurden bei einer Jagd viele, bei Großhabersdorf die letzten am 27. X. und 7. XI. gesehen. Um Weibersbrunu zeigten sich vom 20. IX. — 3. XI. ziemlich viele, an manchen Abenden 3 — 4 Stück, bei Guttenberg die letzte am 31. X., in Roßdorf die erste am Rückzug am 5. X. Wende ich mich nun einer kurzen Besprechung des Frühjahrzuges des Jahres igo6 zu, so nahm er ziemlich frühzeitig, doch wenn ich so sagen darf in ganz normaler Weise seinen Anfang, d. h. die Schnepfen — 158 — trafeu, wenigstens soweit uns die eingelaufenen Nachrichten mitteilen, zuerst im Nordwesten unseres Gebietes ein. Drei Angaben aus dem Maiutal und dessen nächsten Umgebung gehen, auf einen Tag zusammen- fallend, den anderen voran. Es dokumentiert sich also sehr deutlich der zeitige Einbruch in dieser Gegend vermutlich aus dem Rheintal her, begründet durch das milde Klima und die in der Regel geringe Schnee- höhe oder bald eintretende Schneeschmelze. Umgehends macht sich aber auch — nur um einen Tag später — ein Vorrücken nach Osten be- merkbar und gleichzeitig treten in Südbayoru in der Umgebung des Ammersees die ersten Zugschnepfen auf. Während nun in der nächsten Zeit in diesen Lagen eine weitere Ausbreitung ausschließlich in verti- kaler Richtung stattfindet, überrascht uns ein einzelnes, frühes Datum aus einer ziemlich weit nach Osten vorgeschobenen Station des Donau- tales, das im ersten Moment den Anschein erwecken könnte, als ver- dankte es einer anderweitigen, in dieser Himmelsgegend gelegenen Ein- fallspforte seineu Ursprung. Da sich aber schon in den ersten An- kunftstagen die Tendenz eines raschen, östlichen Vorrückens deutlich ausspricht, kann uns, namentlich nachdem schon in den allernächsten Tagen gerade das Donautal und die es nördlich und südlich umschließen- den Gebietsteile lebhaften Strich anzeigen und sich dort die Daten enger gruppieren, dies nicht irreleiten und verliert diese Vermutung an Wahr- scheinlichkeit. Um die gleiche Zeit tritt auch nach Norden eine weitere Ausdehnung der Erscheinung ein, die sich auf das Gebiet der Rhön und des Saaletales erstreckt. Erst gegen Ende des März und in der ersten Aprildekade beginnt zusehends der Einzug nach südlicheren, höher gelegenen Revieren und erfolgt derselbe in den Vorbergen, dem eigent- lichen Gebirge und weit im Osten in den stets schneereichen Lagen des bayerischen Waldes. Wenn auch bei der Spärlichkeit des vorhandenen Materials ein tat- sächlicher Höhepunkt des Zuges sich schwer mit Sicherheit festlegen läßt, so zeigt doch die Anzahl der sich auf einen Tag vereinigenden Daten an, daß die Bewegung sofort ziemlich energisch eingesetzt i;nd insbesondere zwischen 16. und 18. März eine erhebliche Steigerung er- fahren hat. In verschiedenen Gegenden war der Frühjahrsstrich ein sehr guter. Roßhaupten und Steingaden hatten Anfang April nur schwachen Strich, dagegen waren bei Dorf Kreuth vom 7. — 30. IV. allabendlich 3 — 4 Stück zu sehen, stets neue, da die alten weggeschossen wurden. Am 5. V. kam noch ein Trupp von 6^ — 7 Stück. Mit Eintritt der Schneeschmelze verschwanden sie sofort in die höheren Lagen. Bei Oberbeuren strichen verschiedene vom 10. III. — 13. IV. und wurden Ende Mai und Anfang Juni balzende angetroffen. Um Penzing wurden am 6. und 10. IV. mehrei'e gesehen, gehört und erlegt. Bei AflPaltern zeigten sich vom 17. III. — 11. IV. jeden Abend Schnepfen. In Weichering erschien der erste Zug um den IC. III., ein zweiter zwischen 29. III. und 14. IV., wobei die Vögel wohl der Bestände wegen das rechte Donauufer bevor- zugten. Bei Ernsaaden fand zwischen 14. und 18, III. eine wahre — 159 — Schnepfeu -Invasion statt. Trotz eintretender ScLueefälle blieb der Strich sehr gut bis 10. IV. Bei Grünau strichen zwischen ] 0. und 12. IV. 10 — 12 Stück. Ähnlich war es bei Haiusbach, wo der Zug am 17. III. begann und trotz Schnees bis 6. IV. andauerte. Dagegen hatte Beiln- gries schlechten Strich. Um Hienheim strichen vom 16. — 20. III. stets einzelne, nach einer Unterbrechung vom 21. — 31. III. aber bis 8. IV. mehrere, darunter welche, die stets zusammen blieben, mit lockendem Ton sich im dürren Laub herumtrieben, paarweise aufstanden und nur puitzend verschwanden. Um Regensburg währte der Strich bis 1. IV. Am Z wiesler-Wald- haus nahm die Zahl vom 6. — 8. IV. bis auf 6 Stück zu. ,.Keine durchziehenden, sondern Lagersch uepfen?!" (Soll wohl Brut- schuepfen heißen.) Cohnberg und Großhabersdorf hatten schwachen, Roßdorf vom 17. III. — 5. IV. guten, Dascheudorf vom 9. — 23. III, geringen, von Ende März bis 5. IV. Hauptstrich. Um Zentbechhofen war der Strich vorzüglich, namentlich wurden vom 23. III. ab oft bis zu 20 und mehr Schnepfen angetroffen. Bei Winkelhof entwickelte sich vom 17. — 25. III. ein guter Strich, der vom 1. — 8. IV. langsam ab- nahm und in Madenhausen erreiclite er, am 10. III. einsetzend, seinen Höhepunkt zwischen 4. und 10. IV. Jedenfalls geht aus mehreren dieser Strichbeobachtungen die eine Tatsache deutlich hervor, daß auch das Eintreten heftiger Schneefälle nicht in der Lage ist, den einmal ins Rollen gekommenen Zug wesent- lich zu beeinHusseu. Er uimmt trotz der Ungunst der Witterung in einem bestimmten Zeitraum unentwegt seinen Verlauf! Auch für dieses Jahr stehen nur wenig Brutbeobachtungen zur Verfügung, doch wurden bei Happareute Brutvögel auf den nassen Wiesen während des Sommers beobachtet. Um Dorf Kreuth haben wieder mehrere Paare genistet. Es wurde ein Nest in der Langenau gefunden und bis in den Juni und Juli oft das Falzen gehört. Die Nachricht, daß bei Oberbeuren Ende Mai und im Juni balzende Schnepfen gehört wurden, spricht auch für die Wahrscheinlichkeit dort nistender. Bei Neuustetten wurde am 12. VII. ein junger Vogel irrtümlich statt eines Raubvogels geschossen. Die weiter oben bereits angeführte eigenartige Wahrnehmung aus Hieuheim läßt auch auf ein Brüten in dortiger Gegend schließen, namentlich, nachdem daselbst vor 4 Jahren ein Nest tatsächlich gefunden wurde, Junge ausgekommen und schon dort gefangen worden sind. In der ganzen Ausdehnung des bayerischen Waldes brüten gemäß einer Notiz aus Zwiesler- Waldhaus unsere Vögel und sind Alte und Junge während des ganzen Sommers zu sehen. Aiich um Madenhausen wurden Ende Mai und im Juni noch welche angetroffen. In Bischofsheini in der Rhön zeigen sich im Sommer regelmäßig balzende Schnepfen, bei Nordhalben wurden anfangs Juni 3 Stück brütend und nach 3 Wochen Junge be- reits flatternd beobachtet und bei Lebenhan im Laufe des Sommers zwei Brüten, bei Eichelsdorf in den Haßbergen am 11. IV. 03 ein Gelage mit 4 Eiern gefunden. Diese letzte Nachricht ist meiner Anschauung nach ein recht deutlicher Fingerzeig, wie bedenklich, ja geradezu imweid- — 160 — inäuiiiscli eiu sich läuger iu deu April liiiHnii ausdelmeuder x\liscluiß ain Striche oder gar beim Buschiereu ist und wie groß die Gefahr, gerade die im Revier dem Brutgeschäft obliegeuden, also dringend der Schonung bedürftigen, zu vernichten. Wie der Frühjahrszug in manchen Gebieten eiu außergewöhnlich guter gewesen war, so war auch der Herbstzng stellenweise ein sehr lebhafter. Nähere Nachrichten erwähnen darüber, daß z. B. bei Stein- gaden in der Zeit vom 23. IX. — 15. X. häufig welche zu sehen waren: die letzte am 10. XI. In Unterammergauer Revier zeigten sich am 29. X. 3, am 5. XI. 1 Stück. In Kreuth erschien die erste Herbst- schnepfe am Setzberg am 6. X. Von da ab wurden auch auf anderen Bergen einzelne, die letzte am 31. X. iu der Nähe der Vorderalpe wahrgenommen. Bei Kaufbeureu waren sie im Herbst zahlreicher als im Frühjahr, in Andechs uugewöimlich häufig. In der Gutseil bei Ammerland wurde die erste am 1. IX., von da ab während mehrerer Abend stets einige gesehen. Der Herbststrich war gut. In Thal zog nach dem 15. X. keine mehr: bei Oberbeuren wurden 17. X. 10 Stück zusammen streichend beobachtet: einzelne wurden aufgegangen: 9., 18. (3 St.), 19. (2 St.), 23. X., 2., 4., 7. (2 St.), 8., 9., 13, 26. XI., 2., 4., 5., 6. XII. In Forstenried wurden gelegentlich von Jagden am 6. und 13. X. einige, bei Zankenhansen am 27. X. 5 Stück angetroffen. Bei Horgauer- gereuth zog am 27. IX. die erste, am 24. XL die letzte Herbstschnepfe. Bei Affaltern wurden am 5. und 10. X. etliche, am 21. XI. abends ein Stück auf einem Saatacker, in Wemding am 13. X. 3 Stück gesehen, am 22. XL noch eine geschossen. Bei Hainsbacli erschienen zwischen 28. IX. und 2. X. einzelne, dann bis 28. X. täglich etliche und stets welche mit kurzen Pausen bis 23. XL Die letzte wurde am 6. XII. gefunden. Bei den Treibjagden um Neunstetteu waren Schnepfen im November häufig. Auch hier stand die letzte am 6. XII. vor dem Hunde auf. Auch um Beilngries war vom 1. X. ab ergiebiger Durch- zug und schloß erst am 16. XII. Bei Hienheim erreichte er seineu Höhepunkt zwischen 20. und 25. X., sein Ende am 23. XL Um Regensburg scheinen die Tage 13., 19., 21. X. günstig gewesen zu sein: die letzte zeigte sich am 10. XI. Beim Zwiesler-Waldhaus machte sich schon im August eine Abnahme der Schnepfen bemerkbar. Colmberg und Großhabersdorf hatten sehr guten Herbststrich, ebenso Weibersbrunu vom 28. IX.— 20. X. Dagegen scheinen bei Guttenberg, Roßdorf, Daschendorf nur einige wenige im Oktober und Anfang November vor- gekommen zu sein. Winkelhof berichtet von außergewöhnlich vielen vom 10. X. — 5. XL, Heinrichsthal, Madenhausen nur von einzelnen anfangs und Mitte Oktober. Im Kleinmünchner Wald bei Arnstorf wurden am 23. X. 8 Stück und ebensoviele am nämlichen Tage bei Heilsbronn, vereinzelte bei Jagden am 10., 12. und 25. XL erlegt, ebenso im November stets noch welche bei Mutzenwinkl beobachtet. — 161 — Die Rauchschwalbe, Hirundo rustica (r^)*). Herbstzug 1905. Die HerbstwaucleruDg zog sicli in diesem Jahre sehr lange hinaus und wurde durch die Ungunst der Witterung Ende September und im Ok- tober stark beeinflußt. Viele Individuen versäumten den Anschluß und gingen in unseren Gegenden dui-ch Hunger und Kälte zugrunde. Die spärlichen Nachrichten beschränken sich auf Affalteru, wo der Beginn der Bewegung schon am 28. VIII. und eine stetige Al)iiahme der Scharen bis zum Abzug des Gros am 29. IX. beobachtet wurde. Kleine Flüge bezw. einzelne kamen noch am 2., 7., 12., 15., 24, die letzten am 27. X. bei — 5*^ zur Wahrnehmung. In Ernsgaden waren am 10. und 14. IX. ziehende zu sehen, in Geisenfeld am 15. X. alle bis auf G Stück abgezogen, welcli letztere, am 2, XI. noch anwesend, später vermutlich zugrunde gingen. Bei Traschiug fand am 10. IX. ununterbrochener Zug kleiner Flüge statt. Am 4. X. zeigten sich noch 5, am 4. XI. noch 1 Stück, während in Töpeu im Dezember noch einige sich aufhielten. Nach Dr. Parrot zogen zwischen 5. und 18. X. viele bei Oberbeuren durch (8. X. ganz ermattete Familie auf Grasstengeln sitzend), hielten sich 7. X. ca. 40 St. und 27. X. noch ca. 30 St. (meist juv. !) am See- ufer in Dießen, 9. X. mehrere bei Utting auf und flogen 16. X. Hunderte über dem Staruberger See (17. und 18. X. noch einige; 16. — 30. X. viele Junge verhungert an den Häusern in Ammerland). 19. X. und 22. X. kamen diverse bei Schlehdorf resp. Nauuhofen zur Beobachtung. Herbstzug 1906. Der Abzug dehnte sich infolge des herrsclienden, schönen Herbst- wetters bis weit in den Oktober hinein aus. In Roßhaupten erfolgte ein solcher größerer Menge am 12. X, in Unterammergau zwischen 25. und 28. IX., in Kreuth zwischen 8. und 17. IX., der letzten am 26. IX. In Schliersee begann 28. VIII. das Sammeln, am 29. ein Abzug nach NO. Am 2. X. zogen noch ca. 40 Stück. In Bischofswiesen verlief die Abreise Ende August und Anfang September, Die letzten zeigten sich am 2. X. In Sontheim waren am 8. IX. alle Schwalben fort bis auf ein Paar, das bis Kinde Oktober zu sehen war. In Kaufbeureu spielte sich der Abzug zwischen 5. und 26. IX., in Oberbeuren zwischen 26. VIII. und 1. X. ab. In Dießen war am 11. XL noch 1 Stück am Bahnhof. In Andechs erfolgte der Hauptzug Mitte September (15. X. war uoch 1 Stück in den Klosterstallungen), in Ammerland zwischeu 16. IX. und 2. X., in Landsberg am 21. IX., in Taufkircheu am 29. und 30. IX., in Kirchasch am 7. IX. bis Ende det Monats. In Thal zeigten sich die letzten am 15. X., in Horgauergereuth Nachzügler bis Ende Oktober. Roggenburg verließ das Gros Anfang September, Rech- bergreuten am 3. X., mit Nachzüglern bis 13. X. In Affalteru begann *) Der Frühjahrszug 1905 ist bereits in Band VI. zur Darstellung gelangt. Hierzu noch einige nachträgliche Daten aus Ingolstadt: 4. und. 5. IV. je L Ex. in der Stadt, 13. u. 14. IV. viele angekommen. VerlianiU. Oni. Ges. i. Uaycrii. \ir. I'.ini;. 11 — 1()2 — die Bewegung am 21. A'III. uud dauerte bis 7. X. In Augsburg fand am 3. X. starker Durchzug, uachdem schoji am 29. IX. fast alle Schwalbeu aus der Stadt verschwunden Avaren, statt. Einzelne erschienen noch zwischen 5. und 31. X., 2 Stück am 2. XI. Tu Arnstorf endete der Zug am 17. X., in Bockhorn am 10. X., in Velden am 14. X., in Saudizell am 2. X., in Alzmoos am 4. X., in Langenbruck am 2. X., in Geisenfeld am 19. X., in Lederbub am 9. IX., in Wellbeim am 6. IX., in Hienheim am 13. X., in Hainsbacb. nach Abzug des Gros Mitte September, am 18. X., in Mutzenwinkl am 19. IX. In Neun- stetten fand Anfang September starkes Sammeln, am 17. IX. der Auf- bruch großer Flüge nach 8 IV. statt. Am 14. X. zeigte sich noch eiu Paar mit 3 Jungeu. Beilngries verließen die letzten tief im Oktober, Regensburg am 4. X., Bachhauseu am 25. IX., Schalkhausen am 2. X., Großbabersdorf Anfang November, Birkenfels am 25. X., Laufamholz am 3. X., Hotz am 5. X. Größere Abzüge kamen in Baldersheim am 4. IX., in Bütthard am 4. und 19. IX., in Kosbach am 15. IX., in Kitzingen am 80. IX. mit Nachzüglern bis 21. X., in Großalbershof am 20. IX., in Weibersbrunn zwischeu 12. und 16. IX.. in Guttenberg zwischen 5. und 20. IX., in Biscbwind am 30. IX., in Rcjßdorf am 13. IX., in Winkelhof zwischen 15. und 18. IX., in Johannesberg am 9. IX. zur Wahrnehmung. Auch in Heinrichsthal fanden solche am 25. IX.;, in Hörstein am 20. IX., in Hausen zwisclien 8. und 10. IX., in Madenhausen am 6. X. mit Nachzüglern am 13. und 19. X., in Hohenberg Mitte September, in Schöuderling am 9. und 17. IX. statt. In Mellrichstfidt kam die Abreise bereits am 13. IX., in Friesenhausen am 30. IX., in Lebenhan am 21. IX. und in Töpen am 28. IX. zum Abschluß. Die Mehl schwalbe Chelidonuria urbica (L). Ankunftstabelle. 1905 1906 Breite Länge I. Beob- 11. Beob- Ort I. Beob- II. Beob- achtung achtung achtung achtung 47 as 27 b 29 a 3. V. 15. IV. 19. IV. Diepolz Dorf Kreuth 27. IV. 30 b 4. V. Bischofswiesen 12. V. 13. V. 47 an 27 b 25. IV. 7. V. Lau tr ach 23. IV. 28 a 25. IV. Kaufbeuren 9. V. 15. V. 28 b 17. IV. Hohen-Peißenberg Dießen Obcrbeuren Andechs 21. IV. 29. IV. 13. V. 48 s 29 b 27 b 28 a 29 b 12. IV. 17. IV. Irschenberg Thal Sontheim Ottenhofen 10. V. 15. V. 20. IV. 12. V. 48 n 28a 14. IV. 25 IV. Affaltern 18. IV. 29. IV. 28b 2. V. 4. V. Augsburg 15. IV. 25. TV. — 163 Länge 1905 Ort 1906 Breite I. Beob- II. Beob- I. Beob- II. Beob- achtung achtung achtung achtung 29 b Bockhorn 27. IV. 30b ' Arnstorf 15. IV. 16. IV. 48 as 27 b 28b 6. V. Zöschingen Alzmoos 12. V. 48 an 28 a 30a Wemding Hainsbach 15. IV. 12. V. 49 s 28 a Neunstetten 11. IV. 13. IV. 29a Hienheim Beilngries 12. IV. 18. IV. 13 IV. 30 a 1. V 27. IV. 2. V. 1. V. Trasching Eoding Rotz 25. IV. 30b 30. IV. 10. V. Zvviesler- Waldhaus Lambach 7. V. 49 n 28 a 28 b 29a 12. IV, 28. IV. 14. IV. Großhabersdorf Bernlohe Schupf Sulzbach 15. IV. 26. IV. 15. IV. 19. IV. 49 as 27a 27b 22. IV. 30. III. Zwieselmühlc Frammersbach Wäßerndorf 13 IV. 22. IV. 2. IV. 8. IV. Kitzingeu Baldersheim 6. IV. 13. IV. 14. IV. 49 an 28a 28b 26. IV. Bischwind Roßdorf a F. 14. V. ÖO s 26b 16. IV. 18 IV. Keilberg Hörstein Johannesberg 21. IV. 16. IV. 28 IV. 17. IV. 27b 7. V. Madenhausen Euerdorf 14. V. 9. V. 16. V. 12. IV. Hausen 13. IV. 4. V. 28 a Greßhausen Walchenfeld 3. V. 12. IV. 13. IV. 28 b 6. IV. Nedendorf 29 b 13, IV. Hallerstein 50 n 27 b 10. IV. Bischofsheim 5. IV. 15. IV. 21. IV. Mellrich Stadt 13. IV. 15. IV. 29 a Selbitz 15. IV. 29b 4. V. Töpen Seh waukui lg 36 Tage. Schwai ikung 30 Tage. Mittel 20. IV. Mi ttcl 23. IV Es erscheint geradezu auffallend, wie spärlich die Beobachtungs- uachrichteu über diesen im allgemeinen noch sehr häufigeu Vogel ein- laufen. Obwohl aus mehreren Orten insbesondere vom Lande eher eine Zunahme (Kreuth, Schupf 1905, Großhabersdorf, Hörsteiu, Jobaunes- berg, Greßliauseu 1906), ja Neuausiedelung (Bockhorn 1905 erschienen Mitte Mai 40 — 50 Stück, die trotz des Protestes der Sperlinge und Mauersegler bis auf 10 Paare zum Nestbau kamen) gemeldet wdrd — 11* — 164 — die Abualime in deu Städten läßt sich aus den bereits iu früheren Be- sprechuugen mehrfach angegebenen Gründen leicht erklären — weist das Jahr 1905 nur 27, das Jahr 1906 nur 39 Daten auf. So gering nun aucli diese der Zahl nach sind, so läßt sich deunoch daraus ein der Zeit nach ziemlich übereinstimmendes Bild des Besiedelungsverlaufes ab- leiten, namentlich nachdem der Vergleich von Schwankung und Mittel nicht nur der beiden letzten Jahre allein, sondern auch der früheren nur eine unbeträchtliche Abweichung zeigt. Wir ersehen aus ihnen unzweifelhaft, daß die Einwanderung dieses Vogels einen ziemlich be- deutenden Zeitraum umspannt und unter Umständen sich bis Ende Mai, ja Anfang Juni ausdehnt. (1905 Affaltern und Oberbeuren : Besiedelung ging sehr langsam vor sich, einzelne Paare bezogen erst Anfg. Juni ihre Nester. Töpen: Ein großer Zug kam erst Anfang Juni an. der sich während des kalten W^etters noch zusammenhielt. 1906: Andechs: Erst im Juni häufiger. Affaltern: Erst Anfang Mai stärkere Einwanderung.) Im großen ganzen decken sich zwar erste Beobachtung und Ansiedelung meist, allein wir finden auch vereinzelte Fälle, bei denen die erste Wahrnehmung deutlich als solche Durchziehender gekennzeichnet (Kreuth, Lautrach, ßoding, Hallerstein 1905, Neunstetten 1906} und erst eine spätere mit dem Vermerk „geblieben-' oder „am Neste-' versehen ist. Dennoch möchte ich der Annahme zuneigen, daß die hier mit „dui'ch- ziehend" bezeichneten Individuen vermutlich nicht allzuferne von Be- obachtungsorte ihre Heimat gehabt haben dürften und konnte mich daher nicht entschließen, diese Daten außer Betracht zu stellen. In der Regel zeigten sich stets sofort mehrere Exemplare anfänglich manchmal mit Rauchschwalben untermischt, im weiteren Verlaufe aber nur im Vereine mit ihresgleichen, Iu der Nähe von Kreuth am Hirsch- berg wurden morgens kurz nach Tagesanbruch um 3^/^ Uhr 20 — 24 Stück jagend angetroffen. Sie trieben sich gegen eine Stunde umher, machten aber nicht den Eindruck ziehender, sondern schienen so zeitig vom Tegern- see heraufgekommen zu sein. Wie bisher immer, ist auch in deu letzten beiden Jahren das sich uns darbietende Bild der Besiedelung unseres Gebietes ein ziemlich zer- rissenes, woran wohl auch die Lückenhaftigkeit der Beobaclitnng nicht unwesentlich Schuld tragen dürfte. Nur das Eine tritt auch diesmal wieder sehr deutlich hervor, daß die milden Striche im Nordwesten die frühesten Ankunfsdaten aufzuweisen haben, dort also der erste Einbruch mit nahezu absoluter Sicherheit stattfindet. So seheu wir 1905 auch wiederum die Gegend von Kitzingen, der die beiden ersten, sehr zeitigen Notierungen angehören, allen anderen vorangehen. Sie stehen kurze Zeit vereinzelt da, bis nach Ablauf einiger Tage ein weiteres einen Fortschritt der Ersclieiniuig in östlicher Richtung deutlich zur Anschauung bringt. Erst vom 10. IV,, nachdem die Bewegung, wie aus der größeren Häufigkeit der Notierungen hervorgeht, au Lebhaftigkeit gewonnen hat, sehen wir die Mehlschwalbe aucli bereits im Süden des Gebietes und zwar am Nordfuß des Gebirges auftauchen. Zugleicli macht sich eine Ausdehnun«;- nacli Osten und Norden bemerkbar, die während der folgen- — 165 — den Tage, ja sogar wälirend des gauzeu weiteren Verlaufes bis zu eiuem gewissen Grade anhält. Verhältnismäßig spät für seine Lage erscheint das Datum von Zöschingen (6. V.), nachdem im allgemeinen das Doüau- tal eher etwas zu früheren Aukunftstermiuen neigt. Allein, da die Be- siedelnng, wie schon vorher erwähnt, ziemlich laugsam von statten geht, entbehrt es keineswegs der Wahrscheinliclikeit. Vermutlich haben wir es bei diesen später auftretenden' mit juugon Vögeln zu tun, die erst nach einiger Zeit zur Auswahl eines Nistortes kommen, oder auch mit solchen, die in einer benachbarten Gegend durch irgend einen Umstand ihres Nestes verlustig gegangen, vertrieben worden sind und nun auf der Suche nach eiuem neuen, geeigneten Platz sich befinden. Ein Höhepunkt des Zuges ließ sich bei der Mangelhaftigkeit des Materiales für dieses Jahr nicht feststellen, doch scheint um deu 12. bis 15. IV. eine lebhaftere Bewegung geherrscht zu haben, während nach den Mitteilungen aus Kreuth durch die in dem letzten Drittel des Aprils eingetretenen Schneefälle der Zug und somit auch die Besiedeluug eine Verzögerung erlitten, die in dem mehrfach erwähnten verspäteten Ein- treffen zum Ausdruck kam. Auf das Br u t gesell äft beziehen sich nur spärliche Angaben : In Kreuth brachten 3 Paare am Forstamt und Forstwartsgebäude glücklich 3 Brüten durch. In Affaltern waren 34 Nester besetzt und fand sich diese Art auch in allen Orten der Umgebung, mit Ausnahme des hochgelegeneu Lützelburg, wo der Mangel fließenden Wassers die Ansiedelung zu vcr hindern scheint, sehr zahlreich. In der nächsten Nachbarschaft von Bockborn, wo die neue Einwanderung, wie schon früher bemerkt, statt- gefunden hatte, wurden 45 besetzte Nester gezählt, in der Nähe von Großhabersdorf ca. 80, von denen ungefähr die Hälfte Junge enthielt. In Kitzingeu waren am 17. V. alle Nester besetzt. In Oberbeuren fand sich am 25. V. und 1. VI. ein Paar an einem alten Neste ein, das aber von Sperlingen besetzt war. Am 3. VIII. tummelten sich 14 Stück auf dem Hofe, obschon nur ein Nest anscheinend besetzt geAvesen war; es war aber das andere den Sperlingen doch zur 2. Brut abgenommen worden. Das Sammeln für den Herbstzug begann nach einigen Nachrichten im September zu einer Zeit, da in Oberbeuren noch Junge im Neste gefüttert wurden (3. und 10. 1X.\ Aus Kitzingen wurden Übungen und Abzug der Jungen erster Brüten bereits am 26. und 27. VII. und 3. VIII., aus Zöschingen am 22. VIII. gemeldet. In Affaltern vereinigten sich am 28. VIII. ca. 30 Stück, die am anderen Morgen verschwunden waren; am 4. X. wurden aber noch mehrere bei den Nestern angetroffen. In der Nähe von Augsburg wurden am 28. IX. 40 — 50 Stück hoch nach W. ziehend gesehen. In Bischofswiesen erfolgte der Abzug zwischen 24. und 30. IX., in Bischofsheim am 19. und 20. IX., in Bockhorn Ende September, doch erschien dort noch am 23. X. ein Flug von 20 — 25 Stück, der nach kurzer Rast und Jagd nach Süden weiterflog. In Diepolz kamen am 17. X. noch 3 Stück, in Dießen am 7. X. 2 Stück, in Dettenhofen am 3, XI. noch ein Stück zur Wahrnehmung. Aus — 1()6 - Großhabersdorf verschw audeu am 3. X. die letzteu, in Kaufbeureu giugeu im Oktober mehrere zugrunde. In Kreutli wurden nacli dem 20. IX. keine mehr, in Kitzingen Nachzügler noch bis 18. X. beobachtet und, während aus Traschiiig mit dem 9. IX. alle abgezogen waren, erfolgte in Roding die endgültige Abreise erst mit dem 13. X. In Ammerlaud wurden am 17. X. verhungerte Vögel gefunden. Der Besiedelungs Vorgang im Jahre 1906 läßt noch mehr als der vorher kurz besprochene, eine gewisse Gesetzmäßigkeit vermissen. Die etwas größere Zahl der Beobachtungen, bei welchen aber trotzdem viele Ge- bietsteile nahezu gar nicht in Betracht kommen, verzerrt ihn eher, als daß sie ihn übersichtlicher gestalten würde. Die erste Walirnehmung entstammt der Rhön, wo bereits am 5. IV. die ersten Ankömmlinge dieser Art als bleibend sich eingestellt haben. Nahezu gleichzeitig er- scheinen aber auch welche wieder in der Gegend von Kitzingen, so daß wir auch diesmal den Vorsprung des Nordwestens und seiner Umgebung hervortreten sehen. Von dort aus erfolgt alsbald ein Vorstoß nach Osten. Es überwiegen auch in den folgenden Tagen die Notierungen aus diesen Gegenden, doch nimmt vom 12. IV. ab das Donautal schon daran teil. Mit dem 15. beginnt eine Ausbreitung nach Norden sowohl als auch nach Süden und Osten, ja sogar bis zum fernsten Nordosten sich bemerklich zu machen, ein Vorrücken und Umsichgreifen der Er- scheinung, das sich in der letzten Aprildekade durch die Besiedehmg eines Teiles des Gebirgsvorlandes und ihm nahe gelegener Stationen klar ausspricht. Allein auch im Nordwesten und Norden kommt die Bewegung- augenscheinlich nicht zum Stillstand, indem auch dort einzelne Orte ihre Bewohner erhalten. In ähnlicher Weise setzt sich der Vorgang auch während der anschließenden Maitage fort, in welcher teils weit nach Osten gelegene Punkte des Gebirges und bayerischen V^^aldes als Schwabens und Uutei'frankens besetzt werden. Im allgemeinen begann die Bewegung um ein Paar Tage später als 1905. Ein eigentlicher Höhepunkt ließ sich auch diesmal nicht eiuAvaudfrei feststellen und dem Material nur entnehmen, daß zwischen 13. nnd 15. IV. ein gewisser Aufschwung stattgefunden hatte, der wiederum abflauend erst gegen die Mitte des Mais neuerdings etwas an Energie gewann, als gleichzeitig vieleuorts die Hanpteiuwandernng zur Wahrnehmung gelangte. Bezüglich weiterer Beobachtungen des Frühjahrszuges sind die Nach- richten gering. Wir erfahren aus l)orf Kreuth, daß vom 4. V. die Mehl- schwalbe allgemein und zwar in größerer Zahl als rustica eingetroffen war. In Bischofswiesen zeigte sich ein zahlreicherer Flug erst am 13. V., dagegen waren sie in Großhabersdorf vom 26. IV. bereits allenthalben sehr zahlreich, in Roßdorf aber spärlicher als sonst vertreten. Nicht beobachtet wurde unser Vogel in Heinriclisthal, Pfaffenhofen und Groß- albershof. Das Brutgeschäft berühren die nachfolgenden Angaben, die zugleich geeignet sind, über die Häufigkeit der Mehlschwalbe einige Anhalts- punkte zu geben: Ein am Forsthaus zu Dorf Kreuth am 27. IV. ein- — 1()7 — g-ctroffeues Paar suchte sein vou eiuem Sperling besetztes vovigjähviges Nest auf. Nach vergeblicher Mühe, dcu Eindringliug zu vertreiben, war das Nest am 21. V. morgeus zerstört, worauf das Paar sofort au den, oft durch den Sperliug zerstörten Bau eines neuen ging. Ende Juni baute es ein weiteres, brütete und brachte am 24. Juli 4 Junge aus. In Kaufbeuren nisten nur einige Paare in der Stadt, sehr viele in den umliegenden Dörfern, in Andechs niemals welche an den Klostergebäuden, dagegen eine bedeutende Zahl au den Bauernhäusern in Erling. Am Gasthof zu Ammerlaud waren heuer 16, am Bahnhof zu iJießen 17 und einem dortigen Gasthaus 11 besetzte Nester, Tu Oberbeuren bauten am 24. V. drei Paare; zwei Nester waren erst begounen, eines fast fertig. Nachdem zwei wegen der Sperlinge abgestoßen worden waren, wurden am 31. V. vier neue gebaut, in denen am 8. VII. die ersten Jungen und in zwei sogar am 9. IX. noch nicht ganz flügge gefüttert wurden. Der Neubau etlicher Nester in Affaltern war so mangelhaft, daß sie abfielen und Eier und Junge umkamen. In der Umgebung- Augsburgs waren in vielen Ortschaften die Paare am 25. V. noch beim Nestbau. Späte Bauten fanden sich in Partenkirchen, wo Anfang Sep- tember noch kaum flugfähige Junge waren. Als in Alzmoos an einem Gebäude neuer Tünchuug wegen das alte Nest entfernt worden war, baute am 12. V. ein Paar ein neues, genau die noch sichtbaren Umriß- liuien des alten einhaltend. Um Bockhorn gab es heuer im Juni 42 besetzte Nester, darunter 26 neue, 10 ausgebesserte. Eine Kolonie bei Großhabersdorf, ca 80 Nester stark, war heuer allenthalben mit Jungen besetzt, 4 Kolonien in Kitzingen enthielten 73 Nester und in Hausen wurden 8 Nester am 4. Mai, 3 andere erst später eingenommen. Der Herbstzng wurde durch Ansammeln starker Elüge eingeleitet, die ihre Flugübungen bereits Ende Juli begannen, wie ein interessanter Bericht aus Kitzingen enthält. Das Vereinigen der Wanderer währte den August hindurch bis Anfang September: Happareute Anfang IX., Dorf Kreuth 8. — 17. IX., Kaufbeuren 13. VIII. (300— 500 St.), Haius- bach 4. VIII. (200 St.), Roßdorf: im August große Flüge u. s. w. Letzte Beobachtungen entfallen auf: Happareute 24. IX., Dorf Kreuth 14. IX. (am Haus, 30. IX. im Tal: am 9. X. Durchzügler in einer Höhe von 1700 m!), Bischofswiesen Ende IX., Lautrach An- fang IX., Andechs Hauptzug Mitte IX. abgezogen, 11. X. einige unter uistica, Ammerland 27. IX., Thal 23. IX., Sontheim 8. IX. (auffallend früh), Affaltern 14. X., Augsburg 30. IX., Bockhorn 24. IX. (am 12. X. Durchzug von 15 — 18 St.), Hainsbach Ende IX., Neunstetten o. IX., Hieuheim 28. und 30. IX., Beilngries tief im Oktober, Großhabersdorf 4, X., Frammersbach 10. IX., Kitziugen Nachzügler bis 14. X., Gutten- berg 22. IX., Roßdorf Mitte IX., Hörstein 15.— 25. IX. Abzug, Jo- hannesberg 5. IX., Madenhausen 3. X., Hausen 12. IX., Mellrichstadt 6. IX., Rotz 5. X., Baldersheim 18. IX., Nordhalben 1. und 2. X. (Abzug vou 700 — 1000 St.), Arnstorf 28. IX. — 168 Sonderbeobachtung über Zug iiud Vorkomnun vou Columba imlninlms, Colmnba ocitaf<, RuticiUa titJiij.^^ TluticiUa phocnicurn iiud CikuJhs caiiorns^ bearbeitet vou Dr. C. Parrot. Die Ringeltaube, Colninba palunihns (L). Da gegeuiiber den Vorjahreu ein bedauerlicher Rückgang der Eiu- seudungeu und damit auch eine Verringerung der Ankunftsdaten zu ver- zeichnen ist^ so muß ich diesmal von einer eingehenderen Betrachtung der Besiedeluugsverbältnisse absehen und beschränke mich, abgesehen vou der Mitteilung der hauptsächlichsten Notizen übsr das sonstige Ver- halten der Art, auf wenige allgemeiner gehaltene Bemerkungen. Das zur Verfügung stehende Datenmaterial soll deshalb doch in der bekannten Gruppierung (in von West nach Ost resp. Süd nach Nord aneinauder- gereihteu Zouenvierecken) Veröffentlichung findeu. Ankunftstabelle. Länge 1905 Ort 1906 Breite I. Beob- II. Beob- I. Beob- II. Beob- achtung achtung achtung achtung 47 as 27 b 28a 7. IV. Happareute Roßhaupten 0. III. 4. IV. 20 III. 24. III. Steingaden 16. III. 8. IV. 29a 31. III. 3. IV. Kreuth 1!). III. 26. III. 30 b 18. III. 31 III. Bischofswiesen 12. III. 18. III. •47 an 28 a 15. III. Lautrach 27. IL 15. III. 17. III. Kaufbeuren 17. III. 18. III. 28b 12. III. 11. IIL Oberbeuren Un terpei ßenberg Andechs 4. III. 19. III. 10. III. 29a 13. III. Ammerland 9. III. 11. III. 29 b 11. III. 12. III. U. III. Irschenberg Westerham Rott a. I. 48 s 28 a Sontheim Anfg. III. 48 n 27b 28 a Thal Roggenburg Horgauergereuth 14. III. 20. III. 11. III. 27. III. 23. III. 11. III. 12. III Affaltern Winterbach Rechbcrgreuten 6. III. 16. in. 4. IV. 7. III. 2. IV. 7. IV. 28b D. III. 10. HL Augsburg 6. III. 7. III. 29 a 17. II. 24. II Erching 4. III. 6. III. 169 Länge 1905 Ort 19 06 Breite I. Beob- II. Beob- I. Beob- II. Beob- achtung achtung achtung achtung 48 as 27 b 35. 11. 29. III. Zöschingen 28 b Weichering 17. II. 24. II. 29 a Pfaffeuhofen 0. III. 14. iV. 29 b Pfeffenhausen 6. III. 16. III. 48 an 30 a 31a 17 III. 18. III. Hainsbach Mutzen winkl 3.^. III. 10. IV. 2. IV. 49 s 28 a 20. III. 23. III. Heidenheini 29 a 27. II. 6. III. Beilngries (29 I.) 7. in. 29 b 14. III 18. III. Regensburg 18. III. 19. III. 30 a 12. III 26. III. Roding 13. III. 14. III. Trasching Z wiesler- Waldhaus 28. III. 49 n 28 a Schalkhausen Birkenfels Colmberg Berg 14. III. 10. III. 20. III. 28. III 26. III. 11. IIL 2. III. 11. III. Großhabersdorf 5. in. 8. in. 28 b 26. 10. 15. II. III. III. Ungelstetten Sulzbürg Rückersdorf 29 a Großalbershof Neumarkt 21). III. 6. in. 31. in. 49 as 27 b 11. III. Kitzingen Ochsenfurt 19. in. 2!>. III. 29 a Neuoed 9. in. 11. III. 29 b 26. III. Etzenricht 30a 12. ///. 14. III. Flossenbürg 5. IV. 49 an 27 a 27 b Weibersbruun Würzburg 11. in. 8. III. 28 a 8. III. Bischwind 5. III. 8. in. 28 b Daschendorf 5. IIL 8. in. LI. III. 21. III. Roßdorf Winkelhof 18. III. 18. in. 20. in. 50 s 26 b Heinrichsthal 6. III. 17. IIL 15, III. Zentbechhofen 5. III. 18. in. 27a Frammersbach (3. IV.) 27b 11. III. 20. III. Euerdorf Madenhausen 7. III. 5. III. 12. III. 7. III. 28 a 27. 27. II. III. Vorbach Walcheufeld • Bischwind Rottensteiu 9. III. 16. III. 3(1. IIL 50 u 27 b 13. III. Untcrebersbach 2t>. III. Bischofsheini 8. III. 18. III. Mellrichstadt Lehenhan 29 III. 2. III. 2. IV. 17. IIL 29 a Selbitz (18. IV.) Die zienilicli starke Venniscliuug der zweifellosen Aukunftsnotierungeu mit für Durchzugsdaten gelialtenen '') Angaben erscliwert diesmal die *) Durch kursiven Druck kenntlich gemacht. — 170 — Prüfung des Materials uocli in besonderem Maße : denn diese Termine mußten kouseqnenterxVeise (man vergleiche die diesbezüglichen Aus- führungen in Bd. V, p. 299) aus dem Besiedelungsvorgange ausgeschaltet werden, so groß auch nach allem die Wahrscheinlichkeit sein mag, daß der Unterschied in der Beobachtungsweise (in bestimmter Richtung fliegend gesehen oder am vermutlichen Brutplatze gehört oder beobachtet) hin- sichtlicli der Aukunftsbestimmung nicht immer von der Bedeutung ist, die mau ihm beilegen zu müssen glaubt. Es fehleu übrigens die ganz frühen Durchzugsnotierungen, wie sie 1903 so auffällig iu die Erscheinung traten, iu den beiden jetzt iu Frage kommenden Jahren fast ganz, wenigstens geben sich die allerersten Wahrnehmungen nicht als solche zu erkennen. Wie aus obeustehender Aukiiuftstabelle ersichtlich, sind gauz frülie Daten iu beiden Jahren überhaupt relativ spärlich vertreten. Die überhaupt frühesten Ankuuftsuotieruugen stammen, wenn mau von dem offenkundigen überwinternugstermin von Beilngries, das übrigens auch im anderen Jahre ein Februardatum aufweist und bereits 1903 unter diesen figurierte, absieht, aus Weichering und Erching, das schon 1903 und 1904 an den ersten Daten beteiligt war, und wenn nicht auch die zweiten Beobachtungen in den betr. Jahren in deu Februar fielen, so würden diese Notierungen, die ganz außer Zusammenhang mit den übrigen stehen^ vielleicht sogar aus der Reihe der Zugsdaten zu eliminieren sein. Sonst liegen Februaruotierungen lediglich aus Vor- bach, Ungelstetten, Zöschingeu und Lautrach vor. Das früheste März- datum lieferte Großhabersdorf (2. III. 1905): in deu Jahren 1903, 1904 uud 1906 fiel die erste Notierung hier übereinstimmend auf den 5. März. Von den erwähnten Frühdaten abgesehen, setzte 1906 die nach- weisbare Besiedelung im ganzen Gebiete Mitte bis Ende der ersten Märzwoche so deutlich ein, daß man sich auch au der Hand dieses relativ geringfügigen Materials doch ein gewisses Bild zu machen ver- mag; 1905 fand die Hauptbesiedelung evident iu den Tagen vom 10. bis 15. März statt, diese '^i'age kehren wenigstens auffallend regelmäßig wieder; es eilte also das Jahr 1906 dem Vorjahre entschieden etwas voraus, was auch aus dem diesmal fi'eilich etwas problematischem Resultat der allgemeinen Durchschnittsberechuung erhellt; als Landesdurchschnitt für 1906 ermittelt sich nämlich gnnz übereinstimmend mit 1903 der 10. März, für 1905 dagegen der 13. März; wenn man die Ungleichartigkeit des Materials außer Betracht lassen darf, so wären die Jalire 1902, 1901 uud 1904 mit ihrem Landesmittel noch etwas später gelagert gewesen. Auf weitere Details des Besiedelungsvorgangs, der nur mit einer graphischen Behandlung des Gauzen aufgeschlossen werden könnte, soll vorerst wegen des unzureichenden Materials nicht eingegangen M'erden: eine Abhängigkeit von der geographischen Lage der Stationen scheint nur in wenigen Fällen, wo im Osten auffalleud späte Notierungen er- folgten, nachweisbar. Inwiefern etwa die Wetterlage von Einfluß auf die Yerfrühung im Jahre 1906 gewesen sein könnte, läßt sich nach den sich öfter stark widersprechenden Witterungsaugaben der Berichterstatter nicht ersehen: -^ 171 — es wird vielinelir iu beiden Jahren vielfacli bei den ersten Notiernugen übereinstimmend eine warme nnd schöne Witterung namhaft gemacht, ja im Gegenteil seheint im Jahre 1905 zur Hauptankuuftszeit der Art dieser Charakter sogar vorherrschend gewesen zu sein. Wie iu früheren Jahren schon, begann die Wahrnehmung von zurückgekehrten Exemplaren an vielen Orten in Gestalt von ,.durch- ziehenden"' Vögeln, deren Ziel wohl in nicht allzugroßer Entfernung gesucht zu werden braucht: im ganzen dürfte aber darin, ähnlich wie bei vielen ersten Daten der ßaucbschwalbe, mehr eine Vorläufer- bewegung zu erblicken sein als eine ecLte Durchzugserscheiuung, denn diese pflegt doch erst etwas später richtig einzusetzen. Das lehren auch im Jahre 1905 wieder folgende Notierungen: Augsburg: Zwischen 0. und 21. III. fast täglich in zahlreichen Flügen von 2 — 30 St. zu allen Tageszeiten durchgezogen; Zugtag erster Ordnung war der II. März (140 St. im ganzen gezählt); lebhaft war der Durchzug auch am 13. n. 1-1. Trasching: Die ersten Beobachtungen betreffen nur Durchziehende; Richtutig nach NO. resp. 0. Zöschingen: 29. u. 31. III. je 50 St. d. Rott: 11. III. ca. 15 St., wahrscheinlich D. Flosseubürg: 12. III. 2 Fl. n. NO. d. Großhabersdorf: 11. III. 7 St. d., SW.—NO. Roßdorf: 21.-^25. III.; Ilauptankunft u. Durchzug (n. N). Ze ntbechhofen : 15. III. 30 St. d. geg. NW. Deutlicher offenbart sich diese echte Durchzugsbeweguug im nächsten Jahre, wenn auch die ganz großen Gesellschaften, wie sie in früheren Jahren häufig zur Beobachtung kamen, in welchen sich Reisende weit entfernter Zuständigkeit zu dokumentieren schienen, ^veniger sich be- merkbar machten. Nicht immer aber dürfte die Beobachtung von zu- sammeiigescharten Wildtauben im späteren Frühjahr die Annahme, daß sie unbedingt auf dem Durchzug begriffen sein müssen, zur Folge haben ; denn abgesehen von strengen Nachwintern, wo sich die Artgenossen unter Umständen wieder zusammenscharen können, scheint es auch während der Brutzeit eine Eigentümlichkeit der Wildtauben zu sein, daß sie gern an gemeinschaftlichen Asungsplätzen, die ihnen bevorzugte Nahrung und eine gewisse Sicherheit garantieren, sich zusammenfinden : so konnte ich in jedem Jahre bis gegen das Ende des Mai gelegent- lich Flüge von 10 — 20, ja 30 St. auf den Feldern antreffen. Auf- gescheucht, bäumen diese Vögel gerne zusammen an beliebten Funkten auf, wobei dann noch mehr der Eindruck, als seien es fremde Gäste, erweckt wird. Es sind aber von mir auch bis an das Ende des April eng zu- sammenhaltende Gesellschaften (190G bis zu 27 St.) immer in der gleichen Gegend beobachtet worden, die mit eben so großem, wenn nicht größerem Rechte als auf der Wanderschaft befindliche, rastende Vögel angesprochen werden können. So sagt auch der Beobachter von Ammerland vielleicht richtig: ,Jm April (1905) waren hier sehr viele Tauben: sie sind aber später weitergezogen : im Sommer wurden zahlreiche — Junge und Alte — erlebt." 172 über das Fortpflan z ungsgeschäf t fehlen in diesem Jahre spezielle Nachrichten ganz. Ich sah nur am 21. Mai, zu einer Zeit, da auch kleine Flüge von 6 — 8 St. keine Seltenheit waren, eine Ringel- taube vom Neste fliegen. Am 3., 4,, 14. u. 15. August traf ich die Art bei Oberbeuren noch ganz vereinzelt ruckseud. In der zweiten Hälfte des Monats zeigte sich die Art sehr spärlich: sie soll angeblich nach Gegenden verzogen sein, wo eben geerntet wurde. Den Herbstzug illustrieren folgende Daten: Letztmals wurde die Art beobachtet — es sind das aber wohl nur zum geringsten Teile einheimische Brutvögel gewesen — in Bischofswiesen 7. XL (all- gemeiner Abzug 2. Oktoberwoche), in Kaufbenren 15. X. (800 — 400 Ex.), in Kreuth in der vorletzten Septembervvoche ; in Oberbeuren 17. XL (krankes Exemplar, da es an beiden Handwurzeln an Actinomycose erinnernde fuvunkelartige Stellen aufwies: bis anfangs X. Flüge von 10 bis 40 St. auf den Feldern: Durchziehende: 8, X. 30 St. u. SW., 24 St. n. WSW., 18.x. ca. 200 n. IF., 19. X. 40 St., 24. X. 8 St.), in AfFaltern 13. X. (3 St, ; 24. IX. unter Haustanben, dann sich separierend und später n. SW. fl., 16 St.), in Augsburg 24. X, (6 Ex. d.: fernere Durchzügler: 9. X. 36 n. ri>., 17. X. 100—120, 18. X. 21, 23, 90, 4, 28, 27, 15 Ex., zwischen 7. n. 10 h. a. m.: 19. X. 2, 6, 8 : 22. X. 6, 14, 23. X. 5 Ex.), in Rechbergreuten 14. X. (5 St.; 9. X. 100 St. n. SO.), in Regensburg 8. X. (12 St.), iu Heidenheim 22. XL (3 St.), in Großhabersdorf 15. X. (ca. 60 St. 0. n. W.), in Zöschingen 2. IX. (24 St. 5 h. p. m., rasteud, dann, von einem Habicht, verfolgt geg. S. abfl.), in Lautrach 13. X. (7 St. n. TF., 12. IX. 18 St. n. SW.), in Affaltern 4. X. (15 St, rastend, die einheimischen Eude IX. abgezogen: 10. VIII. letzter Balzruf), in Weibersbrunn Anfg. X., in Roßdorf 5. X. (Mitte — 25. IX. Hauptabzug), in Haiusbach 7. X. (5 St. : die Brutvögel Ende VIII. abgezogen), in '^l'rasching 15. X. (11. X. 3 Züge von 70 bis 80 Ex. 0. u. W. d.). Als nicht häufig vorkommend wird die Art bei Kreuth angegeben; sie wurde dort konstatiert im Tale, am Grüneck, am Osthang des Leon- hardsteins, in Abteilung Mühlaudürrach, auch in 2 Paaren in Glashütte. Häufig sah ich sie am 14. Mai bei Wackersberg (Tölz), einmal 8 Exem- plare zusammen. 1906. Einzelheiten zum FrUhj alirs zug: Weichering: 29. III. viele d.; Bütthard: 29. IIL 350 St. beob.: Kreuth: Ab 7. IV. öfter ges.: Happa- reute: 9. HL (erste Beob.) 40 — 50 St. d.: Colmberg: 20.111. 14 St. n. .YIF. d.; Lautrach: 27. IL 3d.: Augsburg: Durchziehend 15. IIL 25 Ex., 17. IIL 27,, 19. III. zwischen 7 u. 10 h. a. m. 2, 15, 5, 2, 10, 3, 9, 3, 17 Ex.: Rechbergreuten: 4. u. 7. IV. 23 u. 40 St, ges.: Roggenburg: 20,, 23., 29. III, Flüge von 50 — 80 St,: Aflfaltern : 17, IIL au ihren Lieblingsplätzen, dann wieder verschwunden bis 27. IIL; Erching: 6. IIL 4 St. n. .V.: Pfeffenhausen : Mai Flüge von 3Ö — 40 St, : Birkenfels: Von 10. IIL ab bis ca 70 St. eingetroffen; Madeuhausen: 5. IV. ca. 100 St. — 173 — ü. NW.; Bischwind (Gerolzhofeu): 8. ii. 9. III. 20— 30 St. bl. u. d.; Berg; 28. III. Fl. von 35 St.: Ochseufurt: 29. III. 350 St. ges.; Rotten- burg: Mai zu jeder Tageszeit 30 — 40 St. Fortpflanzung: Verschiedentlich fanden sich Eischalen in Fichten- stangenhölzern am 24. V. bei Oberbeuren (6. VIII. noch einzelne cf falzend). Die ersten flüggen Jungen außrerhalb des Nestes auf einem Aste wurden bei Großhabersdorf (wo der Zuzug heuer nicht von der Stärke gewesen zii sein scheint wie sonst) beobachtet 23. V.: anfangs VI. zeigten sich ausgeflogene Junge bei Pfaffeuhofeii. Bei Neuöd, wo die Art ziemlich häufig sich findet, enthielt 19. VII. ein Nest 2 erst ausgekrochene Junge (später Nesträubern zum Opfer gefallen). Bei Kreuth stand ein di;rch- sichtiges Nest, in ca. 5 m Höhe in einem Fichtenstangenholze. Bei Affaltern balzte die Art am Abend des 14. VIII, letztmals: sie brütete dortselbst ganz auffällig weniger zahlreich wie im Vorjahre. Ziemlich häufig kommt die Art vor bei Daschendorf, Großalbershof (brütet 2 bis 3mal, nützlich, da vornehmlich die sogen. Vogelwicken aufsuchend), Pfaff"enhofen; selten bei Kreuth, gar nicht bei Guttenberg. Bei Rech- bergreuten vermehrt sie sich sehr. Bei Berchtesgaden traf ich im August oftmals Flüge von 4 — 7 St. (Schöuau). Bei Oberbeuren schien heuer die Art an Häufigkeit nachgelassen zu haben. Letztmalige Beobachtung: Kreuth 15. X. 3 St. (1. X. die letzten eiuheiniischen), Kaufbenren 15. X. u. 22. X. (2 resp. 14 Ex.), Oberbeuren Aufg. IX. sehr spärlich, Ende IX. — 6. X. Fl. von 10 bis 100 St., 11. X. noch vereinzelt, 14.. 18. u. 27. X. je 1 St., Andechs 4. X. größere Fl., Thal 20. X. (7 St. n. IF.), Erching 14. u. 17. X., Pfeffenhausen 13. IX. 10 St., Regensburg 9. X., Pfaffeuhofen 29. IX., Beilngries 16. X., Neuoed 8. X. (50—60 d. v. NO. — SW.), Lebenhan 16. X. (25 V. W.— O.), Horgauergereuth 10. X. (12 St.: 12. IX. sind die meisten fort), Fleckl 13. IX., Großalbershof 4. X. (20—40 St. d. v. NO.—SW.), Birkenfels 26. IX., Großhabersdorf 16. X. (ca. 2b St. N.-^S.], Rotteuburg a. L. 13. IX. (10 St.), Hienheim 17. X. 2 St. (5., 6., 8. X. mehr. Hundert in größeren Flügen, alle n. S.), Bischwind 18. X. 6 bis 8 St. (IX. Flüge von 40—60 St.)., Winkelhof 4. X , Roßdorf 10. X. (27. IX. ca. 50 d. n. SW.), Madenhauseu 17. X. (1 St. au der Tränke; 11. X. 200 Ex. V. ÄW. n. SW.). Wenn auch nach vorstehenden Daten ein geschlossenes Bild von der Abzusgbewegung nicht zu erhalten ist, so läßt sich doch wohl so viel entnehmen, daß die herbstliche Zugbewegung bereits Mitte September mit dem Abzug eines großen Teiles, wenn nicht der überwiegenden Mehrzahl der heimischen Brüter einsetzte. Die bis weit in den Oktober hinein gesehenen „letzten" Vögel mögen immerhin z. T. verspätete Abzügler gewesen sein, denn die Hauptdurchzugsbeweguug, gegen welche übrigens die Konstatierung des wahren Abzugs ganz in den Hintei'grund tritt, pflegt früher zu fallen : sichere Anhaltspunkte, beide Zugserschei- nungen prinzipiell auseinanderzuhalten, fehlen eben in der Regel. 174 Die Hohltaube, Co! //»/ha oei/as (L.). Was iui vorigen BeobacLtuugsbericht über deu Friihjahrszug dieser Taube gesagt wurde (s, Bd. V p. 310), kaun diesmal mir wiederholt werdeil. Das eingelaufene Datenmaterial steht aber nicht nur quantitativ etwas hinter demjenigen der beiden Vorjahre zurück, sondern es zeigt sich wieder entsprechend dem allgemein vereinzelten A^orkommen der Art so stark mit offensichtlichen „Gelegenheits- oder Zufallsbeobachtungen •' untermischt, daß ein klares Bild des Besiedeluugsvorganges nicht ge- wonnen zu werden vermag. Wenn hier trotzdem das Vorhandene in Form der tabellarischen Anordnung wiedergegeben wurde, so geschali dies nur der Übersichtlichkeit wegen; ein besonderer Wert ist der Ein- fügung in das Zonensystem diesmal nicht beizumessen. Ankunftstabelle. Länge 1905 Ort 1906 Breite I. Beob- IL Beob- 1. Beob- IL Beob- achtung achtung achtung achtung 47 as 27 b Happareute :j. IV. 47 an 27 a 15. IIL Lautrach 10. IIL 28 a 12. IV. Kaufbeuren 16. ir. 28 b 12. IIL 23. IV. Oberbeuren 15. IIL 2. VI. 29 a 18. III. 22. III. Ammerland 2. IIL 3. III. 29b 18. IIL 21. IIL Irschenberg 48 s 29 b Nymphenburg 7. IIL 9. IIL 48 n 27 b 28 a Thal Rechbergreuten 18. III. 6. IV. 19. IIL 48 as 27 b Laugenbruck (18. IV.) 48 an 30 a 3. IIL 14. III. Hainsbach 28. IL 8. III. 49 s 30 a 30 b 12. III. Neubau Trasching Waldhaus D. IV. 26 III. 10. IV. 49 n 28b 28 b 11. IIL 27. IL 13. III. 18. III. 2. III. Großhabersilorf Colmberg Vestenberg Schupf Birkeofels Rückersdorf Ungelstetten 7. IIL 5. III. 1. IIL 10. III. 4. IIL 29 a Großalbershof 16. IIL 20. III. 49 as 27b Baldersheim 28. IIL 30 a Flosscnbürg 26. IIL 27. HL 49 an 27 a 28b 25. IL 3. IIL Weibe rsbrunn Winkelhof Koßdorf 23. IL 21. III. 5. IIL 50 s 26b 27b 28 a 27. IIL 16. IIL Hörstein Euerdorf Madenhausen Rottenstein 5. III. 2.5. IIL 2!). IIL — 175 — Aus den vorsteliendeu Dateureiheu ist soviel wouigsteus ersiclitlich, daß die Hohltaube au eiuigeu Orteu Bayerus bereits Ende Februai' eiu- zutrefFeu pflegt uud zwar, wie von vornliereiu zu erwarten steht, wie auch teilweise schon aus früheren Berichten herausgelesen werden konnte, namentlich an klimatisch begünstigten Stationen in Unter- und Mittelfranken. Aus dem Süden des Landes, wo die relative Seltenheit der Art direkt durcli das Vorherrschen des Nadelholzes, namentlich der Fichte, bedingt wird, sind nur wenige zweifellos erste Ankunftsnotierungen vorliegend. In einzelnen Fällen werden die An- kömmlinge als Durchzügler gemeldet, so aus Baldersheim, wo ca. 300 Stück beobachtet wurden, die z. T. dageblieben sein sollen. Manchmal wird der Durclizug erst im April notiert, so zogen bei Madenhausen am 2. April 1906 10 h. a. m. 5 Exemplare nach N.^ bei Happareute werden am 3. gleichen Monats und Jahres 10 Stück durchziehend ge- meldet: schon am 5. resp. 7. März 1906 dagegen fand Durchzug bei Eoßdorf und Birkenfels (12 St.) statt; die letzteren sind wohl mit An- kömmlingen gleichzusetzen. Das Eintreffen der ersten fällt jedenfalls in beiden Jahren mehrfach in die erste bis zweite Märzwoche. Da aber eine direkte Vergleichung der in Frage kommenden Jahre wegen des geringfügigen Materials nicht durchzuführen ist — es scheint zwar den gleichörtlichen Daten nacli zu urteilen, entschieden so, als wäre das Jahr 1906 dem vorhergehenden mit seinen Daten vorausgeeilt — so stand auch ihrer gemeinschaftlichen Abhandlung nichts im Wege. Nachrichten über das Fortpflanzungsgeschäft fehlen diesmal ganz; auch solche über den Ilerbstzug sind nur sehr spärlich ein- gelaufen. Letztmals beobachtet wurde die Art beiBaldersheim 10. X.06 (130 St.), bei Roßdorf 19. X. 06 (ca. 10 St. d.), bei Winkelhof 4. X. 06, bei Madenhausen 20. IX. 06 (4 St.), bei Weibersbruun anfangs X. resp. 10. IX., bei Großalbershof 1. X. 06 (4 — 7 Ex.), bei Birkenfels 21. IX. 06, bei Wemding 8. X. 05, bei Thal 17. X. 06 [7 St.), bei Langenbruck 16. X. 06, bei Oberbeuren 15. X. (viele Hunderte in 3 großen Trupps in westlicher Richtung bei Weststurm d.) resp. 29. X. (9 St. d.), bei Großhabersdorf 11. X. 06 (1 St. in Nähe der Brutstätte^ bei Hains- bach in beiden Jahren Ende VIII. die wenigen Brutvögel (10. IX. 05 noch ein ganz junger Vogel erl., 5. X. 06 2 Ex., D., rastend getrofP.) u. bei Rechbergreuten Mitte IX. (die dort heimischen). Als Brutvogel gehört die Hohltaube folgenden Stationen an: Ammerland (2 Paare brüten fast alljährlich im sog. Herrenholz in hohlen Buchen), Oberbeuren (sehr vereinzelt, 1905: 20. V. 1 Ex. balzend, 2. VII. 1 juv. erl. : 1906: 2. VI. 2mal beob. ; 6. IX. noch 1 St. rucksend), Rechbergreuten (2 P. im Dienst- bezirk, Vermehrung sehr gering, wird von Jahr zu Jahr wegen Mangel an Brutgelegenheit weniger), Flossenbürg, Hainsbach, Winkelhof (im Forst dank der noch zahlreich vorhandenen Brutgelegenheit — viele Alt- buchen — häufig vorhanden, wenn sie auch nach Aussage der Leute gegen früher stark abgenommen hat), Großalbershof (wegen Abtriebs der großen Bestände nur mehr in geringer Anzahl), Großhabersdorf (infolge Aufnützung der hohlen Buchen ixnd Eichen immer seltener werdend, nur 176 2 P. im Bezirk) u. Lebenhan (190G lediglich 3 P. : bisher sehr häufig, jetzt infolge Abnahme der hohlen Alteicheu von Jahr zu Jahr sich ver- ringernd). Als nicht häufig wird die Art angegeben bei Euerdorf u. Kauf- beuren, als sehr selten bei Heinrichsthal (nur im Herbst beim Abernten des Heidekorus hie u. da eine). Sie fehlt ganz bei Walclienfeld, Affaltern („obwohl verlassene Schwarzspechthöhlen zur Verfügung stehen würden"!) u. Kreuth (trotz des Vorhandenseins von Brutbäumen). Ge- legentliche Beobachtungen liegen aus der Umgegend von Utting n. Laud- stetten vor. Die offenkundig auf Verwechselung mit der Ringeltaube zu- rückzuführenden Daten aus Zwiesler-Waldhaus (20 — 25 St. 28. III.), Selbitz (l.Beob.: 10 St. geh.!), Winterbach (Hohltaube = „Wildtaube") Mutzenwinkl (summarische Ausfüllung der Beobachtungszettel) u. Selbitz (18. IV. 8 St. hl. — gleiches Datum wie bei Cal. palmnlmsl) mußten weggelassen werden. Der Hausrotschwanz, ButiciUa fähijs (L). Ankunftstabelle. Länge 1905 Ort 1906 Breite I. Beob- II. Beob- I. Beob- IL Beob- achtung achtung achtung achtung 47 n 27 a 21. III. 25. III. Lindau 47 as 27 b 30. III. 1. IV. Happareute 9. IV. 28 a Steingaden 8. IV. 9. IV. 29 a 22. III. 23. III. iScharling Gaissach Irschenberg 17. IIL 27. IV. 30. III. 4. IV. Dorf Kreuth 10. IV. 15. IV. 29 b Schliersee 24. III. 30 b Bischofsvviesen 9. IV. 12. IV. 47 an 27 b 15. III. Lautrach Sontheim 25. III. 16. III. 28 a 22. III. 24. III. 2(3. III. Kaufbeuren Taufkirchen 20. III. 23. IIL 28 b 11. III. Unterpeißenberg Dettenhofen 10. III. 18. III. Oberbeuren Andechs 14. III. 27. III. 19. IIL 29. III. 29 a 2. IV. Ammerland 4. IV. Wolfratshausen 7. IV. 1:!. IV. 48 s 28 a 22. III. 3. IV. Niederraunau 29 b 29. III. 17. III. Kolbermoor Kirchasch Ottenhofen 3. IV. 23. III. 9. III. 48 n 27 b Thal Boggenburg 15. III. 2(). III. IK. III. 28 a Winterbach 7. IV. 1. V. 177 Länge 1905 Ort 1906 Breite I. Beob- IL Beob- I. Beob- IL Beob- achtung achtung achtung achtung 48 n 28 a 14. ITI. 15. IIL Affaltern 10. III. 12. IIL 28b 18. in. 29. HI. Augsburg 18. III. 26. III. 29 a 14. IIL Erching 29 b Bockhorn Arnstorf 4. IV. 23. IIL 24. IIL 30 a 11. IV. Vilsbiburg 48 as 28 b 27. III. 8. IV. Wemding Heidenheim Aismoos 8. IV. 13. IV. 29 a Langenbruck 11. IV. 16. IV. 30 a 12. III. 29 III. 24. III. 30. III. Lederhub Trasching Roding 6. IV. 48 an 29 a 18. IIL Ingolstadt 30. IIL 49 s 29 a 29 b Beiingries Hauzenstein 19. IIL 23 IIL 2.5. IIL 1.5. IV. 16. IV. Regensburg 31. IIL 22. IV. 30 a Neubau 23 III. 30b Wald haus Zwiesler- Waldhaus 26. IIL 27. III. 7. IV. 49 n 28 a Birkenfels 8. III. 12. IIL 14. IIL Großhabersdorf 22. III. 26. IIL 15. IIL Neustetten 3. IV. Schwabach 25. III. Ge-slau 28 b 19. ill. Ungelstetten Nürnberg Bernlohe 15. III. 5. IV. 7. IV. 29 a 12. IIL 22. IIL Schupf Hersbruck Rückersdorf Großalbershof Neumarkt 9. III. 6. IV. 26. IIL 12. IV. 49 as 27b 29 b 12. IIL 25. IL 14. IIL Kitzingen Etzenricht 10. IIL 13. IIL 30a 20. III. 29. IIL Flossenbürg 5. IV. 6. IV. 49 an 27 a 23. IIL 25. IIL Weibersbrunn Schollbrunn 8. III. 5. IV. 27b 12. IIL Guttenberg 8. IIL 12. IIL 26. IIL Bischwind (Ebern) 7. IIL 11. IIL 28 a 17. IIL 18. IIL Bischwincl(Gerolzhofcn) 28b 16. IIL Sassanfahrt 18. III. 25. III. Roßdorf 6. III. 20. IIL 29 a Plankenfels 1. IV. 50 s 26b 17. IIL Keilberg Johannesberg 6 IV. 10. IV. 27 a Heinrichsthal 18. III. 5. IV. 27b Madenhausen 29. IIL 26. IIL 27. IIL Euerdorf 18. III. 19. III. 1.3. III. 14. IIL Hausen 6. IIL 8. IIL 28 a Greßhausen 11. III. 28 b 20. IL Vorbach Verhandl. Orn. Ges. i. Bayern. VII. l'JOG. 12 178 Länge 1905 Ort 1906 Breite I. Beob- II.Beob- I. Beob- IL Beob- achtung achtung achtung achtung 50 s 28b 29 b 26. III. Daschendorf Hallerstein 18. III. 20. III. 50 n 27b 15. III. 21. III. 12. III. 21. III. 1.3. III. Mellriclistadt Bischofsheim Unterebersbach 7. IIL 22. III. 28b Lebenhan 6. III. i 7. III. 29 a Selbitz 7. m. Zum Verlauf der Frülijahrsbesiedeluug in den Jahren 1905 u. 06^ welcher in seinen allgemeinen Umrissen unschwer direkt aus den beiden vorstehenden Datenreihen ersehen werden kann, brauche ich diesmal nur Avenige Bemerkungen zu machen; denn es tritt uns hier eine ziemlich genaue Wiederholung des schon bei früheren Untersuchungen erhaltenen Bildes gegenüber, dessen Aualysierung ja noch jedesmal Schwierigkeiten bereitet und stets zu einer nur teilweise befriedigenden Darstellung ge- führt hatte. Wenn unser geschätzter Mitarbeiter, Direktor Gallenkamp mit Zugrundelegung des wenig umfangreichen Materials von 1906 unter Benützung seiner Methode für dieses Jahr doch ein etwas positiveres Resultat erzielen konnte, so liegt für mich zu einem genauen Eingehen auf die Notierungen von 1905 um so weniger ein Anlaß vor, als die Zahl der Einsendungen in diesem Jahre noch hinter der des nachfolgenden zurückgeblieben ist: denn abgesehen von 2 Februarnotierungen, welche als wahrscheinliche Überwinterungsdaten besser unberücksichtigt bleiben, stehen 1905 nur 46 Daten (gegenüber 57 im zweiten Jahre) zur Ver- fügung. Ob darin etwa der Grund zu suchen ist, daß das Landes- mittel (für den rechtsrheinischen Teil des Gesamtgebietes), als welches sich der 21,6. März errechnet, trotz des späteren Einsetzens der Besiedelung etwas früher gelagert erscheint als 1906 — hier ergibt sich der 23,1. März — , läßt sich schwer sagen. Mit den dies- bezüglichen Resultaten bei anderen Arten, wie Ciimlus, Ruf. phoenicura, CJtel. urhica, zusammengehalten, würde allerdings das besagte Ergebnis Anspruch auf Beachtung machen können, denn der ver früh ende Charakter des Jahres 1905, der zum Teil schon im aller- ersten Frühjahr in dieser Weise sich dokumentiert (bei Mot. alba, Scolopax u. Col. jiahoubus ist das Verhältnis freilich ein umgekehrtes), er- scheint danach evident. Im ganzen läßt sich in beiden Jahren die Überein- stimmung konstatieren, daß die erste Ankunft des Hausrotschwanz ziem- lich allgemein in den März fällt, wobei freilich das Jahr 1905, in dem ein ganz besonders starkes Überwiegen der Märzdateu (-±0 : 6 !) resultierte, abermals bevorzugt erscheint. Der frühe Besiedelungsbegiun beschränkt sich aber, obwohl Unterfranken und Mittelfrauken wie immer durch sehr zeitige Notierungen hervorstechen, nicht allein auf den Nordwesten des Landes, sondern es ist fiuch der Süden beteiligt (Bischofswiesen, Affaltern, — 179 — Peißeuberg, Erchiug). Die überbaupt frUbesteu Dateu (6. III.) (dem Jabre 1906 augebörend) stammeu freilieb aus dem Dördlicben Frauken. \Yäbreud uuu das Jabr 1906 gegen das Ende der Besiedelung stark uacbbiukt, iudeni relativ viele Aprildateu ans fast alleu Teilen des Landes, vornebmlicb aber aus dem Süden — einige Alpentäler notieren nur Aprildaten — auftreten (ein Teil derselben mag ja in mangelbafter Beobacbtung, die in den rauheren Gebietsteilen immer er- schwert ist, begründet sein), so zeigt sieb auch hierin 1905 begünstigt, so zwar, daß der schon früher ausgesprochene Gedauke an eine teilweise von Süden her stattgefundeue Einwanderung — die Tatsache, daß der Nordwesten voranzueilen pflegt, bleibt davon unberührt — wieder neue Nahrung zu erhalten scheint. Die abnorme Verspätung mancher mittleren Lagen, wie Heidenheim, Langenbruck etc. läßt sich nur durch ungenaue Beobachtung erklären. Die Pause zwischen 1. u. 2. Wahrnehmung ist eine verschieden große; im allgemeinen ist in der Hervorhebung der zweiten Notierung ein nicht zu verachtender Zuverlässigkeitsmesser, der auch zur wesent- lichen Beurteilung der einzelnen Erstlingsaugaben zu dienen hat, zu erblicken. Diese Bemerkungen vorausgeschickt folge die gesonderte Be- kanntgabe der weiteren Materialien aus den beiden Beobachtungsjahren. 1905. Frühjahrszug. In AflFaltern, wo zuerst nur adulte Männchen gesehen wurden, zeigten sich am 30. März überall gepaarte Paare; in diesem Jahre kamen auffallend viele tiefscbwarze Männchen mit leuchtend weißem Spiegel zur Beobachtung. Ausuehmend viele Exemplare machten sich Ende März auf dem Hof in Oberbeuren bemerkbar (später mindestens 4 Paare vorbanden); auch in Kaufbeuren war die Art am 31. schon überall. In Augsburg, wo die allererste Beobachtung ein ganz altes Männchen betraf, wurde der Gesang im Juni bereits 3 h. 15' früh gehört, abends am 11. April noch 7 b. 20'. In Kitzingen war der Vogel am 25. März allgemein, in Roßdorf am 27. März — I.April, in Trasching am 5. April, in Hausen gar schon am 15. März. Eine ungenannte Station, jedenfalls in Unterfranken meldet die Ankunft bereits am 10. März (in der Tabelle nicht berücksichtigt); am 12. zeigten sich bei Schupf sofort 6 Exemplare. Die erste Beobachtung in Kreuth betraf ein junges Männchen : am 4. April gesellte sich ein Weibchen hinzu und am 9. zeigte sich am Hause ein adultes Männchen mit seinem Weibchen. Im allgemeinen konstatierte man zuerst nur ein Exemplar, nicht ganz selten auch ein Paar: die Berichterstatter haben die ersten Stücke meist nur gesehen und zwar öfter am Vormittag. Die Witterung zur Zeit der 1. Beobachtung wird sehr oft als schön angegeben, mehrfach als mild, selten als trüb oder regnerisch; Schnee meldet keine Station; in Oberbeuren sang zwar am 9. April ein Vogel bei hohem Schnee. Fortpflanzung. In Affaltern nistete ein Paar hinter einem Seiten- altar der Pfarrkirche, ein anderes in einem Stareukobel, was dort sehr selten vorkommt; in Kreuth brüteten 2 Paare beim Forsthause, 1 Paar 12" — 1 80 — iu eiuem Holzstoß, das zweite auf der Holzsclmpfmauer: die ersten flüggen Jungen zeigten sieb am 7. Juni am Hause. Solche kamen aiißerdem zur Beobachtung in Augsburg am 2., 5. u. 11. Juni u. 20. August, in Großhabersdorf am 26. Mai. Das erste Ei im Nest fand sich am I.Mai iu Rottenstein. Die Jungen waren ausgeschlüpft am 5. Juni iu Flosseu- bürg (das Nest steht jedes Jahr auf denselben Balken einer Scheune). Interessant ist die Schilderung des Berichterstatters von Bockhorn: „Am 9. Mai mußte ich in der Kirche ein Nest zerstören, weil der Altar zu sehr beschmutzt worden wäre. Im Neste waren fünf Eier. In einem Seitengang der Kirche wurde das Weibchen von eiuem Knaben erwischt und ihm aus Unvorsichtigkeit 7 Schwanzfedern ausgerissen, so daß es nun leicht kenntlich war. Am 30. Mai wurde demselben Pärchen ein Nest mit 2 Eiern an einem andern Platze der Kirche zerstört^, des- gleichen eines am 10. Juni mit 4 Eiern. Am 17. Juni war hinter einem Heiligenbild ein neues Nest fertig, am I.Juli war es mit 4 Eiern belegt: neuerliche Zerstörung war nötig. Am 12. Juli war ein neues Nest fertig und am 18. lagen darin 3 Eier. Nach dieser Nestzerstöruug legten sie unterm Dache des Schulsaalbaues ein Nest an und wurden noch 2 Eier ausgebrütet." Herbstzug. Viele zogen im September iu Gesellschaften von ca. 15 St. bei 'J'raschiug durch (auf Feldern mid auf Traubenholunder). Letztmals wurde die Art beobachtet: In Heidenheim 20. IX. (anscheinend nicht genau beobachtet, da aucli die Ankunft abnorm spät angegeben), in Bockhorn (20. X. 1 g), in Ammerland 17. X., in Kauf- beuren 13. und 23. X., in Oberbeureu 23. — 26. X. (noch einige in der Gegend, 9. X. s. am Hof wie den ganzen Sommer und Herbst über), in Augsburg 26. X. auf einem Holzlagerplatz (9., 14., 17. X. noch in der Stadt), in Affaltern 23. X. (cf ad.), in Lindau 30. X. (2 St., 23. X. noch viele), in Roding 24. X., in Traschiug 24. X. (s. cT f-i^f f'em Hausgiebel!), in Regensburg 8. X., in Roßdorf bis 10. X., in Groß- habersdorf 21. X., in Kitzingeu 28. X. (Schulgarten!), in Bischofsheim einzeln noch anfangs November. „In Dorf Kreuth veraulaßten die hef- tigen Schneefälle des Monats Oktober, die ununterbrochen vom 2. mit 15. andauerten, und auch in der zweiten Hälfte sich 6 — 7mal wieder- holten, einen plötzlichen, unregelmäßigen Abzug. Am 4. Oktober wur- den uoch 4 Stück am Hause beobachtet wovon sicher 3 Junge wareu: von da an nicht mehr; am 10. ein altes cT zum letzten Male. Sie nahmen gleichwie 3 Rotkehlchen (welch letztere trotz des völlig winter- lichen Oktober bis zum 30. Okt. da blieben und fleißig zu den Vogel- futterplätzen kamen) in der offnen Holzschupfe gereichtes, klein- gehacktes Fleisch neben Hollunderbeeren au. — Im Sommer oft beobachtet, wie sie in der Luft Senfweißlinge fingen: auch mehrmals am blühenden Birnspalier auf der Bieuenjagd gesehen." 1906. Frühjahrszug. Die erste Beobachtung erfolgte in diesem Jahre ebenso oft vor- wie nachmittags, vorwiegend bei schönem Wetter — lyi — (5 mal war es kalt dabei), iu den meisteu Fällen in einzelnen mäuu- lichen Exemplaren, manchmal auch iu einem Paar: letzteres war oft, wie auch im Vorjahre, bei der zweiten Beobachtung der Fall. Das zu- erst gesehene Stück bei Zwiesler-Waldhaus blieb nicht: es zeigten sich dauernd wenigstens erst am 7. April 3 — 4 Exemplare. In Affaltern er- schien bereits am 10. März ein jüngeres (/, am 6. April waren sie überall au den alten Brutstätten. In Augsburg machte sich das Mäun- chen^ das immer das Polizeigebäude bewohnt, erst am 8. April bemerk- bar: es wurden dort ganz alte Exemplare mehrfach gesehen, während sie im Vorjahre spärlich vorkamen. In Großalbershof zogen am 4. April, also vor der Ankunft der heimischen anscheinend, 3 St. durch. Der erste Ankömmling in Nürnberg suchte Scliutz und Nahrung in einem Treib- haus, in welches er durch eine zerbrochene Scheibe Eingang fand. Die auffallend frühen Daten von Lebenhan (7. III. schon 4 St.) werden aus- drücklich vom Beobachter als zuverlässig bezeichnet; die nächstfolgende (dritte) Beobachtung erfolgte aber erst 12 Tage später. Bei Maden- hausen traf mau am 29. III. 2 ganz alte Männchen mitten im Walde. In Heinrichsthal verschwanden alle am 19. bei starkem Schneefall und zeigten sich erst am 5. April wieder 2 St. Die Ankunft war allgemein iu lioßdorf 30. III., in Kitzingeu 7. IV., in Schollbrunn 14. IV., in Oberbeuren und Utting 10. IV.; in Bischwiud (Gerolzliofen) bemerkte man die Art 13. III. schon mehrfach. Bei Bischofswieseu zog ein Vogel (als erster) am 25. März durch: die Notierung hat in die Tabelle keine Aiifuahme gefunden, obwohl diese weitgehende Vorsicht vielleicht nicht notwendig gewesen wäre, denn die Ankömmlinge täuschen gar oft über ihre fernere Anwesenheit hinweg. So zeigte sich am 10. April ein altes Männchen auf dem Forsthaus in Kreuth: es blieb aber dann bis zum 15., wo es mit dem Weibchen erschien, verschwunden. In Schar- ling blieb zuerst trotz heftiger Schneefälle ein Stück vom 17. bis zum 22. März, um dann bei fortdauerndem Eis und Schnee zu ver- schwinden. Fortpflanzung. Langeubruck: 16. IV. mit dem Nestbau be- gonnen. Bockhorn: 25. und 29. IV. Paarung im Staub der Straße, 29. VI. 2. Brut in einem Melilschwalbennest. Aismoos: 5. V. N. fertig: 8. V. 1. Ei, 12. V. 5. Ei. — Ausgeflogene Junge 1. VI., 5. VI., G. VI. iu Oberbeuren, Kaufbeuren, Großhabersdorf, Augsburg. In Kreuth brütete 1 Paar in einem alten Taubenschlage (neuer Nistplatz). Am 20. Juni fanden sich daselbst 3 flügge Junge: eine 2. Brut des- selben Paares (mit 4 Jungen) kam aus um die Mitte des August. Ein zweites Paar brütete im Waschhause (Dachraum), gleichfalls 2 mal Junge um die gleiche Zeit produzierend. — Nahrung und Häufigkeit. Kreuth: Bei der Jagd nach Nah- rung, dieselbe meist in der Luft erhaschend (ßremsfliegen, Kohlweiß- linge etc.) wurde der Rotschwauz den ganzen Sommer über beob. Auch den Bleuen des Nachbarn, die an diesseitigen Birnspalieren und Sahlweidenkätz- chen reichlich vertreten waren, tat er fleißig Abbruch. Doch konnte er auch, bes. in den frühen Morgenstunden, im eifrigen Absuchen der Gemüse- — 1 S2 — Stauden uach Raupen uud deren Eiern fast täglich Ijeobachtet werdeu. — Ein am 23. Juni in Bockborn erlegtes Männchen hatte 26 Larven des Frauenkäfers im Magen : die Art wird dort als Bienenfeind betraclitet. In Schliersee war der Hausrotschwauz in diesem Jahre auffallend stark vertreten : sehr häufig war er auch in Kauf beuren, allenthalben zu finden bei Großhabersdorf, ziemlich häufig in Großalbershof („den Obst- bäumen sehr nützlich"), nicht sehr zahlreich in Daschendorf. Sehr wenig traf ich den Vogel im August in der Schönau bei Berchtesgaden. Herbötzug. Bei Kreuth war bis zum 13. X. noch keine Ab- nahme des hier zahlreich bis zu den höchstgelegenen Almen und Dieust- hütten vertretenen Vogels zu bemerken: dann erst allmählicher Abzug, doch am 29. das am Forsthaus heimische Paar noch beobachtet; die Jungen der 2. Brut waren vor den Alten abgereist. Letzt- mals wurde die Art im übrigen konstatiert: Kaufbeureu 1. X., Andechs 4. XI. (12. X. meisten fort, anfangs X. Hauptzug), Sont- heim 2. XI. (15. X. letzt. Ex. am Brutplatz), Thal 8. X. (7 St.), Affaltern 28. X. (letzter auf dem Kirchendach, 19. X. 1 P. noch da, 6. X. letzt. Ges.), Arnstorf 20. X. (23. n. 24. IX. überall), Regens- burg 14. X., Birkenfels 13. u. 14. X., Großhabersdorf 11. X. (1 J), I^ederhub 19. X., Großalbershof 25. IX. (5 d. ), Kitzingen bis 21. X. fast täglich, Guttenberg 21, X., Bisch wind (Gerolzhofen) 2. XI. (einige im Dorfe), Weibersbrunn 10. X., Roßdorf 24. X. (Abnahme von Mitte IX. ab), Plankenfels 8. X. (cf), Johannesberg Ende X., Heinrichsthal 20. X. (1 St. vor dem Fenster, 1. X. noch 6 St. da), Madenhausen 24. X. [1 d"). Der Garten rotschwanz, Buticilla phoenicura (L. Ankunftstabelle. 1905 1906 Breite Länge I. Beob- IL Beob- Ort I. Beob- IL Beob- achtung achtung achtung achtung 47 n 27 a 13. IV. 15. IV. Lindau 47 a s 27 a 16. IV. Happareute 12. IV. 28 b 9. IV. 14. IV. Steingaden Tölz 20. IV. 29 a 15. IV. 19. IV. Kreuth 17. IV. 20. IV. 29 b 16. IV. Schliersee 8. IV. 30 b 27. HL Bischofswiesen 9. IV. 10. IV. 47 an 27b Lau tr ach IG. IV. 28 a 2. IV. 3. IV. Kaufbeuren 9. IV. 17. IV. 28 b Andechs 17. VL 25. IV. 28b 23. IV. 17. IV. 15. IV. Dießcn Oberbeureu Utting 29 a Wolfratshausen 29. IV. 48 s 27 b 17. HL Klosterbcuren 29 a 9. IV. München 24. IV. 25. IV. 183 liäuge 1905 Ort 19 06 Breite I. Beob- II. Beob- I. Beob- IL Beob- achtung achtung achtung achtung 48 s 29 b 1. IV. 22. III. Kolbermoor Rott a. I. 48 n 27 b Thal 27. IV. 29. IV. 28 a 12. IV. 17. IV. Affaltern 14. IV. 28 b 2. IV. Augsburg 8. IV. 12. IV. 29 a 8. III. Erching 48 as 27 b 29 a 24. III. 21. III. - 28. III. Züschingen Ernsgadeu 29 b 6. IV. Münster 2i. IV. 48 an 29 a 31a 10. IV. Ingolstadt Arnstorf Mutzenwiukl 12. IV. 12. IV. 8. III. (?) 49 s 28 a 16. III. Heidenheira Neuustetten 8. III. 14. IV. 29b 3. IV. 4. IV. Regensburg 20. IV. 21. IV. 30 a 11. IV. 17. IV. Trasching 49 n 28 a 28 b Großhabersdorf Nürnberg 26. III. 20. IV. 1. IV. 29 a Großalbershof Neumarkt 2. IV. 6. IV. 5. IV. 49 as 27 b 29 b 10. IV. 23. IV. Kitzingen Etzenricht 13. IV. 16. IV. 49 an 27b 15. IV. Schollbrunn Guttenberg 18. IV. 28 b 15. III. 29. III. Roßdorf Zentbechhofen 21. III. 21. III. 23. III. 50 s 26 b 27 a 27b 15. III. Keilberg Frammersbach Madenhausen 2. IV. 22. IV. 28 a Walchenfeld 13. III. 19. III. .50 n 27b 29 a 21. III. Mellrichstadt Bischofsheim Selbitz 7. III. 5. IV. 17. IV. 14. III. Obschou in den beiden letzten Jahren bei dieser Art eine leichte Zunahme der Ankunftsdaten zu verzeichnen war, reichen diese bei weitem noch nicht aus, um einen einigermaßen deutlichen Einblick in die Be- siedelungsverhältnisse der Art zu gewähren: im Gegenteil, mehr noch wie sonst, kam mir bei der Durchsicht der Werte das Unzulängliche des zu- grunde liegenden Materials — auf eine etwaige Unterscheidung von Durch- zugs- und Besiedelungsdaten muß hier, will man nicht eine noch weitere Verminderung der ohnehin durch zahlreiche Zufallsbeobachtungen etwas problematischen Datenreihe resultieren lassen — zum Bewußtsein ; denn das Bild, das sich auf diese Weise erlangen läßt, ist zwar in mancher Hinsicht ein etwas geschlosseneres wie sonst, namentlich, wenn man die ofi'en- kundigen Gelegeuheitsuotierungen ausschaltet, aber gerade die Fragen prinzipieller Natur bleiben dabei nach wie vor in Dunkel gehüllt; die geringe Zahl der zur Verfügung stehenden Daten läßt es also geratener er- — 184 — scbeiuen, nicht uälier auf die zutage treteurleu Dififereuzeu eiuzugelieu. Es ist lediglich ein Eindruck, wenn ich konstatiere, daß die anderweitig festgelegte Einwanderungsweise, die in den mittleren Teilen des Landes beginnt und in östlicher Kichtung fortschreitet, auch beim Gartenrotschwanz zu bestehen scheint: denn eine Verfrühung der Ankunft gegenüber den mittleren und späten Zeiten bei der überwiegenden Mehrzahl der Orte, läßt sich in gewissen, auch sonst bevorzugten Gegenden — im nörd- lichen Uuterfranken, westlichen Mittelfranken, im mittleren Donaugebict und am Inn — keineswegs verkennen. Wenn daneben noch nahe der südlichsten Laudesgrenze ein ziemlich früher Termin vorkommt, so er- schwert das, namentlich im Zusammenhalt damit, daß im allgemeinen im südlichen Bayern relativ späte Zeiten vorherrschen, die Beurteilung der Sachlage sehr. Beide Jahre zusammengenommen — eine direkte Vergleichung ist nicht gut durchführbar, es würde sich aber dabei eher ein Vorangehen von 1905 zu erkennen geben! — hätte die Besiedelung schon mit dem 7. März begonnen: der nächste Tag wird, sogar mehrfach genannt, Avorauf dann beidesmal eine mehr als acht- tägige Pause folgt: daraus charakterisiert sich dieser Anfang der Ein- wanderung als eine Vorläuferbewegung, wie sie auch schon in früheren Jahren (man vergleiche auch die Zusammenstellung der historischeu Daten in Bericht II) stets vereinzelt in die Erscheinung trat. Im ganzen lassen sich beide Jahre entschieden als frühe bezeichnen, wenigstens was den Beginn des Zuges anlangt, denn im späteren Früh- jahr scheint wieder eine stärkere Beeinflussung durch abnorme Wit t eruugsverhältn isse Platz gegriffen zu haben. Das Fortschreiten der Besiedelung an den einzelnen Orten läßt sich nur an der Hand relativ weniger Angaben^ betreffend die zweite Beobachtung, ersehen. Hierzu folgende Ergänzungen: Die zweite Be- obachtung folgt der ersten meist um 2 — 4 Tage nach: manchmal ist aber die Pause auch eine viel größere : in diesem Falle mag es sich nicht selten zuerst um durchziehende Stücke gehandelt haben. In Roßdorf wurde am 5. April bereits die Haupteinwanderung konstatiert. In Bischofswiesen, wo 1905 beim ersten Male 2 einzelne Stücke vorkamen, zeigten sich im nächsten Jaln-e am 9. April bereits 3 Paare, Avas also unbedingt für die Tendenz zu früher Einwanderung spricht. In Kreuth, wo das Weibchen 3 Tage nach dem Männchen gesehen wurde, war die Art am 20. April 190G allgemein: au diesem Tage notiert der Bericht- erstatter bei Tölz als erste Wahrnehmung ein Paar. Möglicherweise beziehen sich frühe Daten aus dem Süden des Landes nur auf durchziehende Exemplare. In Augsburg war 1906 die Be- siedelung beendet am 12. April, einem Datum, das in früheren Jahren in München öfter als Ankunftstag imponierte. In Großhabersdorf bezw. Walchenfeld betraf die zweite Beobachtung 1906 ein Paar: in Zentbechhofen zeigten sich am 21. März des gleichen Jahres bereits 3 Männchen und 1 Weibchen. In der Mehrzahl der Fälle aber handelt es sich i)ei der ersten Konstatierung um INIännchen, wenn — 185 — sie iu das vorgerücktere Frühjahr fällt, wohl auch um jüngere Mänucheu (Affalteru, Oberbeuren). Über das Fortpflanzungsgeschäft liegen folgende spärliche Mitteilungen vor: Nur eine betrifft das Jahr 1905: 5. V. wurde in Augs- burg ein Paar bei Nestbau in dem Astloch einer Linde beobachtet. Ein in dem Balken einer Schleuße stehendes Nest, das am 25. V. 4 ca. 4 Tage alte Junge enthielt, wurde von diesen 7. VI. verlassen; sie saßen wenige Schritte entfernt im Gebüsch, vom Vater gefüttert, während die Mutter schon wieder Nistmaterial im Schnabel trug: 15. VI. lagen 7 Eier im gleichen Neste. Im nächsten Jahre entdeckte der gleiche Beobachter 19. V. ein Nest mit 4 Eiern : das Gelege war voll mit 7 Eiern 22. V.: die ersten ausgeflogenen Jungen begegneten dem Gewährsmann 30. VI. Das gleiche war in Roßdorf 7. VI. der Fall. Unser Mitglied Herr Forstmeister Müncli berichtet aus Kreuth: „Das am 20. April vereinte Paar am Forstamtsgebäude richtete sich sein Nest in einem Stareukobel im Garten her, in dem im Jahre 1905 Kohlmeisen gebrütet hatten. Obwohl scheinbar ungestört, dauerte es bis Mitte Juni, bis das Brüten begann: da fand ich am 4. Juli — unterhalb des Kobels — 3 tote, fast noch nackte Jungen, vielleicht 1 Tag alt. Es konnte absolut nicht kon- statiert werden, daß etwa Staren oder ein anderer Vogel sie verfolgt hätten; eine Verletzung war nicht zu sehen. Sie räumten den Kobel aus (auch 2 Eier lagen unten, mit angebrütetem Inhalt), verließen ihn jedoch und bauten — 100 m entfernt — in einem andern Kobel am Waschhause. Doch kamen auch hier keine juv. aus. — Sie lasen sehr eifrig den ganzen Sommer über die Blätter der Gemüse nach Eaupen (Kohl- xmd Senfweißling) und deren Eier ab". In Ammerland fanden wir l.VII. 1906 in einer Mauernische über dem Haupteingang zum Schlosse ein tief napfförmig geholtes Nest mit 2 Eiern : dahinter befanden sich viele zusammengeschobene Eeste von früheren Nestern (u. a. von Ccrthia): beim Wegheben der davorstehenden Figur flog das Weibchen, das gebrütet hatte, erschreckt empor und blieb dann wie gelähmt auf dem Stein liegen. Die Art wird 1905 als nicht häufig bezeichnet bei Kreuth: im nächsten Jahre waren 4 — 5 Paare den ganzen Sommer über im Dorf zu beobachten: auch in Bad Kreuth hielten sich 2 Paare auf. Äußerst spärlich brütet der Gartenrotschwanz im Wald bei Oberbeuren und Affaltern, avo er in den Gärten nur durchzieht. In Sontheim, Rottenstein und Pfaflfenhofen soller fehlen; selten ist er bei Heidenheim. In Kitzingen ist er brütend noch nicht festgestellt, obwohl er im Mai und Juni ge- sehen wurde. Ziemlich häufig bewohnt er die Gärten von Kaufbeuren, recht zahlreich ist er in Garten, Feld und Wald (sowohl an den Rändern, wie mitten in ihm in Buchenalthölzern) bei Schollbrunn. Er soll spärlich vorkommen bei Großalbcrshof, häufiger bei Fischen im Allgäu und Groß- habersdorf: am letzteren Orte blieb 1906 das gewöhnliche Brutpaar aus, wohl wegen Veränderung der Niststätte. Letztmals wurde die Art beobachtet in Kreuth 23. IX. (2 d.) resp. 12. IX. (cf am Waschhaus), bei Bischofswiesen 14. — 20. X. — 186 — 06 (fast jeden Tag eiumal). in Kaufbeuren 23. X. (mehrere im Garten, 13. X. 2 bei Sehneefall verhungerte Exemplare erh.) resp. 9. X.. bei Affaltern 25. X. ((^ juv. im Garten, 29. IX. 4 juv. auf einem Schlag) resp. 16. X. (2 o jnn.: 2i. VIII. 1 g ad. am roten Holländer im Garten gfg.. erstes am Herbstzug; diesem Vogel, der gut genährt und kräftig entwickelt war, fehlten an beiden Füßen die Nägel; die Zehen waren nur Stummel), in Thal 28. IX. (5 St.), in Andechs 27. IX. 06, in Eegeusburg 24. X. 05 1 g. in Ernsgaden 11. XL 05. in Arnstorf 25!^IX. 06 Ijuv.. in Xeunstetten 3.IX. 06. in Großalbershof 20. IX. 06, in Roßdorf 20. IX. 06 (60—70 St. in lockerem Verband nach »?. d.), in Mutzenwinkl 28. VIII. 06, in Madenhausen 31. VIII. 06 (1 cT)- lu Trasching verschwanden schon die Vögel Ende Juli aus ihrem Brutgebiet. Der Beobachter in Großalbershof bezeichnet es als einen Aberglauben der Imker, daß die Rotschwänze Bienen wegfiugen: nach seineu Be- obachtungen befliegen sie allerdings die Bienenstände, aber sie nehmen nur die von den Bienen aussetrasenen Larven und keine lebenden Bienen. Der Kuckuck, CkcuIks ccniorus (L.). Ankunftstabelle. 1905 1906 Breite Länge I. Beob- II. Beob- Ort I Beob- IL Beob- achtimg achtung achtung achtung 47 as 27 b 3 V. Diepolz Happareute 15. IV. 20. IV. 28 a 28. IV. 29. IV. Steingaden 29. IV. 30. IV. 28b Oberau 10. IV. 29 a 27. IV. 13. IV. Kreuth Irschenberg 5. V. 29 b Schliersee 29. IV. 30b 14. IV. Bischofs wiesen 22. IV. 23. IV. 47 an 27 b 10. IV. 11. IV. Lautrach 12. IV. Sontheim (17. IV.) 28 a 14. IV. , Kaufbeuren 16. IV. 22. IV. 28b 11. IV. i Unterpeißenberg 15. IV. 16. IV. Oberbeuren Andechs 8. IV. 29. IV. 15. IV. Freiham 19. IV. 22. IV. Planegg 22. IV. 29 a 14. IV. 17. IV. Wolfratshausen Ammerland 27. IV. 21. IV. 27. IV. 29b ' Kolbermoor 21. IV. 15. IV. 19. IV. Eott a. I. 48 s 27 b Thal 7. V. 28 a Xiereriaunau 14. IV. IG. IV. 29b 15. IV. 25. IV. Ottenhofen Kirchasch 18. IV. 12. IV. 20. IV. 48 n 27 b Horgauergereuth Roggenburg 5. V. 27. IV. isT — Länge 1905 Ort igo6 Breite I. Beob- II. Beob- I. Beob- IL Beob- achtung achtung achtung achtung 28 a 19. IV. ' 26. TV. Äff altem Winterbach Wettenhausen 14. rv. 21. rv. 17. IV. 21. IV. 19 IV 28b 26. IV. Augsburg 25. IV. 29 a 13. IV. Erehing 19. IV. 29 b Bockhorn Amstorf 17. rv- 21. rv. 22. I\^ 48a3 30 a Velden 24. IV. 28 a 11. IV. 15. IV. 14. TV. Zöschingen Wemding 24. IV. 28b Aismoos 22. IV. 18. IV. Sandizell 16. IV. 17. IV. Kl. rv^ Schrobenhausen Weichering Todtenweis 16. TV. 21. rv. 29 a 11. w. 10. IV. 14. IV. 21. rv. Ernsgaden Steinkirchen Geisenfeld Pfettrach 18. IV. 17. IV. 29 b Eottenbnrg a. L. 3. V. 48 a n 28 b 15. TV. Wellheim 29 a Hienheim 16. IV. 21. rv. 29 b 15. IV. 17. IV. Hainsbach 17. IV. 20. IV. 31a Mutzenwinkl lo.rv-p] 49 s 28 a 13. IV. 18. IV. Heidenheim Xeunstetten 21. rv. 24. IV. 29a 18. IV. Beilngries Sulzbürg 26. rv. ■29. rv. 29b 26. rv. 2f». VI. Regensburg 22. IV- 24. IV. 30a 28. IV. Trasching Xeubäu 27. I\'. 30b 1. V. Lambach Zvriesler- Waldhaus 17. IV. 3'A rv. 49 n 27b 28 a 28b 29 a 25. IV. 3. IV. 12. IV. 11. IV. 15. IV. 11. IV. 15. IV. ; Geslau !N'eustetten Colmberg Birkeniels Großhabersdorf Ungelstetten Nürnberg Neumarkt Rückersdorf Großalbershof Schopf Sulzbach 24. IV. 19. IV. 1 29. IV. 16. IV. 18. TV. 17. IV. 2r>. IV. 22. IV. 49 as 27b 1 8. IV. 9 IV. Kitzingen Bütthard 15. rv. 2. rv. la IV. 1 29a ; N^eoöd 13. rv. 16. IV. 29b 24. IV. Etzenricht ' 30a t 26. IV. 27 IV. Flossenbürg 25. rv'. 29. IV. 49 an 27 a 20. IV. Weibersbrunn . SchoUbrunn 2. V. 24. IV. 18b 1905 1906 Breite Länge I. Beob- II. Beob- Ort I. Beob- IL Beob- achtung achtung achtung achtung 5. IV. 16. IV. Eodenbach 27b 9. IV. Steinbach Guttenberg 17. IV. 28 a 11. IV. 11. IV. Uutersambach Bischwiud 28b 27. IV. Rödeldorf 22. IV. 25. IV. Roßdorf Winkelhof 14. IV. 14. IV. 17. IV. 16. IV. 50 s 26b 12. IV. Keilberg Johannesberg 12. IV. 16. IV. 27a Hörstein Frammersbach Heinrichsthal 18. IV. (22. V.) 5. V. 19. IV. 7. V. 27 b Madenhausen 18 IV. 10. IV. 12. IV. Euerdorf 17. IV. 21. IV. 10. IV. Hausen 10. IV. 28 a 15. IV. Grebhausen Walchenfeld Rottenstein 17. IV. 14. IV. 16. IV. 28b 13. IV. Vorbach Langheiiu Daschendorf 12. IV. 18. IV. 29 b 27. IV. 28. IV. Hallerstein 50 n 27 b Mellrichstadt Bischofsheim 17. IV. 21. IV. 28b Lebeuhan 12. IV. 17. IV. 29 a Selbitz 16. IV. Auch bei dieser Art möchte ich es diesmal für zweckmäßiger halten, von einer detaillierten Besprechung des Datenmaterials, wie es sich uns im vorstehenden darbietet, abzusehen, nicht nur, weil gerade das Jahr 1905, dessen Bearbeitung mir obliegt, auch hier gegenüber 190(5 an Zahl der brauchbaren Notierungen wesentlich zurückgeblieben ist, sondern be- sonders deshalb, weil man sich in bloßen Wiederholungen ergehen müßte, wollte man die zutage tretenden Verschiedenheiten je nach ihrer größeren oder kleineren Wahrscheinlichkeit im einzelnen zu erklären versuchen. Daß dies nicht der richtige Weg zur Erkenntnis ist, daß ein derartiges Vorgehen vielmehr nur von sekundärem Interesse sein kann, ergibt sich zur Evidenz aus den bisherigen Resultaten : denn der Schlüssel zu einem Eindringen in die komplizierten Verhältnisse des Besiedelungsvorganges liegt hier weniger in dem Studium der Details als in der ..kombinierten Betrachtungsweise", wie sie zur graphischen Methode geführt hat. — Für diesmal also nur weuige Bemerkungen, die sich aus der Gegen- überstellung der beiden in Frage kommenden Jahre ergeben. War eine direkte Vergleichuug der Zeiten am selben Orte nur in relativ wenigen Fällen möglich, so ersieht man immerhin daraus, deutlicher aber noch aus dem Ergebnis der Durchschnittsberechnxing für das ganze JjHud (rechts — 189 — des Rheins), daß die Eiuwauderuug im allgemeiueu im Jahr 1905 eine entschieden frühere war als 19 06; denn das Landesmittel fällt im erstereu auf den 17. April, während 1906 sich der 20,4. April errechnet. Es besteht also in dieser Hinsicht eine fast völlige Über- einstimmung mit dem Jahre 1904, das den 17,5. April als Durchschnitt hatte, dabei allerdings eine noch viel größere Geschlossenheit der Eiuzel- termine aufweisend. Gegenüber der abnormen Verspätung, die s. Z. im Jahre 1903 konstatiert werden konnte, hält sich die Verspätung des Jahres 1906, dessen Üurclischnitt wegen der ungewöhnlich großen Zahl von Notierungen besondere Zuverlässigkeit beansprucht, in mäßigen Grenzen. Frühdaten, wie sie 1905 oft voi'kamen, wenn auch ganz zeitige Termine fehlen (der 10. April muß als Haupteinwanderungszeitpunkt an- gesehen werden), gelangten 1906 nur sehr vereinzelt zur Notierung: ganz aus dem Rahmen fallend und als richtiges Vorläuferdatum anzu- sehen ist die abnorm frühe Notierung von Bütthard (2. IV.): dieser Ort ist in Unterfrankeu gelegen, das im allgemeinen auch bei dieser Art die oft erwähnte Bevorzugung zeigt ; Zufall ist es jedenfalls auch nicht, daß die im Jahre 1905 exzellierenden Stationen (Rodenbach, Kitzingen, Steinbach) alle der gleichen Gegend des südlichen Unterfrankeu angehören, während Neustetteu mit seinem Vorläuferdatum (3. IV.) im westlichen Mittelfranken liegt. Unbemerkt kanu freilich nicht bleiben, daß in diesem so bevorzugten Jahre auch das südlichere Bayern (darunter einige westliche Stationen) mit ziemlich frühen Daten beteiligt erscheint. Was schließlich den Besiedelungszeitraum (Schwankung) anlangt, so kann aus ihm eine etwaige prinzipielle Verschiedenheit in beiden Jahren schon deshalb nicht abgeleitet werden, weil es, abgesehen von einzelnen Vorläuferdateu, nie an verspäteten Notierungen fehlt, die, den Stempel ungenauer Beobachtung an sich tragend, eine gewiß oft bedeu- tungslose, weil durch Zufall entstandene Hinausschiebuug des Zeitraums bedingen, ohne daß deshalb sofort an ihre Eliminieruug, w'elche doch mehr oder weniger willkürlich wäre^ gedacht werden könnte. Wie leicht es übrigens vorkommen kann, daß auch der beste Beob- achter über die wahre Ankunftszeit getäuscht wird, geht aus der Angabe Ziegler 's in Augsburg hervor, daß der Vogel wegen der kalten und regnerischen Witterung ausgangs April 1905 überhaupt nicht gerufen habe, so daß der erste Ruf sehr spät erst, am 2. Mai vernommen worden sei. Die Pause zwischen 1. und 2. Beobachtung, welch' letztere übrigens ebenfalls meist nur e i n Stück zu betreflPeu pflegte, ist bald groß, bald klein, ganz von der Raschheit des Besiedelungsvorganges oder auch von den Witterungsverhältuisseu abhängig: denn die Gehörswahrnehmung überwiegt doch bei der Beobachtung dieser Art bei weitem. So erfolgte denn auch die sehr frühe Beobachtung (von 1905) bei Kitziugen bei ungünstiger Witterung — Schnee und Regen gemischt — mit dem Gesichtssinn. Bei Rottenstein riefen am 17. des gleichen Jahres die Kuckucke imtertags bei sonnigem Wetter schon fleißig: in Oberbeuren brauchte es fast 14 Tage von der ersten Beobachtung an bis zur vollen Entwicklung des Kuckuckrufs: er war am 30. IV. häufier, an welchem Tage auch — im — bei Regensburg erst der regelmäßige Ruf beganu. Bei Haiasbach zeigte sich am 27. April scheinbar die Masse, am 26. ließen sich 3 Stück bei Zöschingen vernehmen. Bei Oberbeuren war der Ruf 1906 am 22. April schon mäßig häufig; im Mai hörte man ihn an manchen Tagen recht spärlich; im vorgerückteren Frühjahr machte sich dagegen die Stimme der Weibchen sehr bemerkbar, woraus sich wohl schließen ließ, daß die Art zahlreich zurückgekehrt sein mußte. — Bei Zwiesler- Wald- haus wurde am 17. April 1906 ein eingegangenes Exemplar ohne Ver- letzung in der Nähe des Hauses gefunden, wahrscheinlich aus Nahrungs- mangel, da von der niedrigen Tierwelt fast noch nichts zu sehen war (nachts -[- 30 R). In rauheren Lagen geschieht die Einwanderung entschieden nicht nur später, sondern auch langsamer, quasi zögernder: es mag das aber teilweise auf Täuschung berulieu, da, wie gesagt, die Witterung gerade bei der Beobachtung des Kuckucks eine nicht nu bedeutende Rolle zu spielen scheint. Die Spessartorte Weibersbrunn, Schollbruun, Heinrichs- thal, Frammersbach (550m ü.M.) sind ausnahmslos spät daran; wenn nun auch die Notierung der letzteren Station als abnorm, d. h. zweifel- haft ausgeschaltet werden mußte, so mag der eben erwähnte Umstand die Schuld mittragen, daß die erste Wahrnehmung nicht früher erfolgen konnte. Es ist noch hervorzuheben, daß im Frühjahr 1906, das ja verspäteten Charakter trägt, die zweite Beobachtung fast stets bald der ersten nachfolgte, weil eben in diesem Falle Besiedelungsbeginn und Haupteinwanderung näher aneinander gerückt zu sein pflegen. Nur um der Chronistenpflicht zu genügen, sei erwähnt, daß Kultur- arbeiter bei Nürnberg den ersten Ruf 1905 bereits am 13. März ver- nommen haben wollen. Solche Märznotierungen tauchen einzeln immer wieder von Zeit zu Zeit auf, ohne daß man sich bis jetzt über ihre Zuverlässigkeit recht klar zu werden vermochte. Fortpflanzung. Augsburg 1905: 30. V. 1 Ei von Cuculus im N. von Acroc. strcperus mit 2 Eiern gef. : 5. VI. ein solches mit 3 Eieru bei der gleichen Art (13. VI. jung. Kuckuck ausgeschlüpft, Nesteier noch vorhanden, 18. VI. verschwunden); 11. VI. wieder 1 Kuckucksei neben 2 streperus-FixQxn; obwohl Abnahme der Art nicht zu konstatieren, fand Beobachter (Zieg 1er) in diesem Jahre nur wenige Eier. 1906: 16. VI. 1 Ei und 26. VI ein 2 — 3 Tage alter Cuculus in Teichrohrsäugernestern. Wegen Smaligen Hochwassers in den Wertachauen wurden viele Nester dieses Vogels überschwemmt. Thal 1906: 6. VII. IN. m\i ]\iv. Cuculus gef., der aufgezogen wurde. Affaltern 1906: 18. VII. flügger juv. auf einer Scheiterbeuge sitzend, von Mot. alba gefüttert. Bockhorn 1905: 16. V. ein cT' auf einer Eiche vor dem g balzend, indem es auf dem Aste hinein- und hinauslief, die Flügel hängen ließ und den Schwanz fächerförmig ausbreitete, dabei zärtlich gurgelnd; das g, erst ablehnend sich verhaltend, zeigte sich dann entgegenkommender ; nach einiger Zeit kam ein 2. cf angeflogen, das nach einem Geraufe und Indiefluchtjageu des anderen die Paarung vollzog. Uugelstetten 1905: Mitte Juni — 191 — im N. von Mot. alba 1 Ei gef., das ausgebrütet wurde; der juv. Kuckuck, in ein Rotscliwanzuest transferiert, wurde von den Alten, die sicli erst 1 — 2 Tage laug nicht Linzugetraut hatten, dann aber ihre Jungen fleißig fütterten, verhungern lassen. Wettenhausen: ca. 20. IX. 1905 in dem bodenständigen N. von Ember. citrinella an einer ziemlich frequen- tierten Waldstraße mit steiler Böschung ein ausgewachsener juv. gef.; der Versuch, ihn aufzuziehen, mißlaug. Am 11. Mai 1906 3 h. 30' p. m. 1 P. auf einer starken Eiche in eifriger Begattung beob. ; Dauer des Aktes ca. 3 Minuten. Schollbrunu 1906: 4. V. erster Balzruf des g; Mitte des Monats 4 cT' um ein rufendes g versammelt; ,.auf mein Rufen strichen die 4 Männchen auf den Baum, unter dem ich stand, und konnte ich ihr Treiben stundenlang beobachten. Wenn auch zu sehen war, daß die Männchen einander jagten, so konnte ich doch ein Kämpfen, wie bei Vögeln, die in Paaren leben und bei denen das Männchen einen anderen Freier abkämpft, niemals beobachten. In meiner Elevenzeit fand ich auch mal in dem Neste der Dorngrasmücke ein Kuckucksei. Bei fleißiger Beobachtung konnte ich feststellen: Das Kuckucksei fiel 5 Tage später aus als die 5 andern Eier. Schon nach 4 Tagen war der junge Kuckuck weitaus größer als die andern Vögelchen, saß meist in der Mitte im Nest, so, daß er von den andern Jungen bedeckt war und nur Hals und Kopf über diese streckte. Nach weiteren 5 Tagen, kaum als die Flaumhaare den stoßenden Federkielen Platz machten, war der Kuckuck schon doppelt und mehr größer als die andern Nesthocker und saß nicht mehr iinter diesen, sondern größtenteils auf diesen; nach weiteren 4 Tagen waren 2 Junge aus dem Neste gedrückt und lagen tot im Dorn- busch unter dem 1 m vom Boden entfernten Neste. Nach weiteren 5 Tagen waren sämtliche Junge verdrängt und der junge Kuckuck hatte kaum mehr Platz allein im Neste. Er war noch nicht flügge, sah ich ihn am Boden im Dornbusch sitzen, und nach einigen Tagen war er ganz verschwunden; ich glaube aber, da er auch außer dem Nest sehr mobil war, daß er groß geworden ist." Oberbeuren 1906: 6. VI. 1 rot- braunes Ex. auf einem Bäumchen an der Landstraße sich sehr aufgeregt benehmend, indem es den Stoß fortwährend von der einen Seite auf die andere wirft; 7. V. 1905 bei Riederau 1 Ex. der roten Varietät beob., das auf eine Wiese herabstürzt, um rasch etwas aufzunehmen, Winkel - hof 1906: „In Staatswaldabteilung Streiflein von Wegbauarbeitern Kuckuck in einem Rotkelchennest gefunden (5. Juli). Der junge Vogel war fast ^Vig^G^ 4 stark angebrütete Eier des Rotkehlc hens lagen neben dem Nest. Leider wurde der junge Kuckuck aus dem Nest, das ihn förmlich umschloß, gehoben und dabei die Struktur des Nestes zerstört. Nächsten Tages lag der Vogel, dem Verenden nahe, außerhalb des Nestes und war bald darauf tot." Bockhorn 1906: „Am 11. Juni morgens zwischen 4 — 5 Uhr ging ich zur Bahnstation Walpertskirchen. In einem nahen Wäldchen sah ich ein Kuckucks weibchen, welches ein Ei im Schnabel hatte und zu einem Gebüsche hinfl-og. Einige Tage hernach suchte ich nach dem Neste, faud es aber zerstört. Nach der Art des Nestes erkannte ich, daß es von einem Dorndreher stammte — 192 -^ und vom Erbauer selbst zerstört worden seiu mußte, deim der Boden, bezw. das Gras war gar nicht niedergetreten." Herbstzug. Den letzten Ruf notierten die Beobachter folgender- maßen: Kreuth 20. VII. resp. 11. VII., Oberbeureu 2. u. 3. Vli. (12. VIII. 1 cT ges., „gackernd") resp. 8. VII., Ammerland 29. u. 30. VI. 06, Afifaltern 1. VII. resp. 3. VII., Augsburg 2. VII. 05 (7. VIIT. eiu halbausgefiedertes cf beim Präparator), Traschiug 11. VI. 05, Weibers- bruun 26. VI. resp. 20. VI., Euerdorf 29. VI. 05, Kirchasch Ende Juli 05 (2 Tage hintereinander einige Male nahe der Ortschaft rufend), Roßdorf 13. VII. 06, Fleck 7. VII. 06, Madenhausen 2. VII. 06, Langheim 28. VII. 06, Lautrach 12. VII. 06, Andechs 8. u. 9. VII. 06, Gutteu- berg 7. VII. 06, Neunstetten 6. VII. 06. Letztmals gesehen wurrle die Art: Kreuth 31. VIIL 06 (selten, ca. 6 — 8 Ex. auf 110 ha), Kaufbeuren 9. u. 21. VIIL 06 je 1 juv. erh., Großhabersdorf 16. Vm. (1 Ex.) resp. 7. VIIL, Hainsbach 13. IX. (1 juv., Abzug der Alten wahrscheinlich schon Ende Juli) resp. 29. VIIL, Mntzeuwinkl 30. VII. 06, Birkenfels 19. IX. 06, Großalbershof 20. VIL 06. Häufigkeit. Die Art kommt selten vor bei Kreuth, häufiger in den tiefer gelegeuen Privatwaldungen gegen Tegornsee. Niclit übermäßig häufig ist sie bei Uugelstetten (4 P. im Revier); bei Großbabersdorf ist sie 1906 den Vorjahren gegenüber wieder etwas zahlreicher eingetroffen; bei Weibersbruun war sie 1905 etwas häutiger wie 1904, bei Rückers- dorf häufig, um Wettenhausen (1906) sehr zahlreich; bei Ammerlaud und Umgegend waren 1905 ca. 20 St. vorhanden [wohl cT gemeiut|. — 193 — Die Frühjahrsbesiedelung 1906 von Hirundo rustica^ Cuculüs canorus und llalicilla tlilujs in Bayern und Württemberg. Vou W. Gallenkamp. Im II. Jahresbericht des „Oruithologischeu Vereins München" hatte ich es gelegentlich der Bearbeitung der Frühjahrsbesiedelung von Bayern als wichtig liingestellt, auch die entsprechenden Verhältnisse der an- grenzenden Länder, insbesondere Württembergs, zum Vergleich heran- ziehen zu können. Im Jahre 1906 hat nun Prof. Hacker, Vorstand des Zoolog. Institutes der techu. Hochschule in Stuttgart in ähnlicher Weise, wie wir es seit Jahren durchführen, auch für Württemberg mit Hilfe des Forstpersonals eine systematische Aufnahme der Frühjahrs- besiedelung anstellen lassen. Zur Beobachtung waren in Aussicht ge- nommen: Phylloscopus rufus, der Weidenlaubvogel, Erühactis ruheculuSj das Rotkehlchen, Hirundo rustica, die Rauchschwalbe, Ruticilla tithys, der Hausrotschwanz, Ououlus canorus^ der Kuckuck und Apus apuSj der Mauersegler. Für die ersten beiden und die letzte Art ist das Material so dürftig eingelaufen, daß eine Bearbeitung kaum lolmen dürfte. Bei den andern B Arten sind indes die eingelieferten Daten genügend zahl- reich, um wenigstens ein vorläufiges Bild von der Besiedelung dieser Arten in den Hauptzügeu zu bekommen. Herr Prof. Hacker hat in dankenswerter Weise unserer Gesellschaft das Ergebnis dieser Umfrage überlassen und uns damit zum erstenmal Gelegenheit geboten, unsere Methode auch an anderem Material zu prüfen und durch die Ausdehnung auf die Kenntnis des gleichzeitigen Besiedelungsmodus in einem an- grenzenden Lande eine wesentliche P^rweiterung und Befestigung ev. Korrektur der theoretischen Schlüsse zu erzielen, die wir bislier nur auf Grund unseres eigenen Materials ziehen zu dürfen glaubten. Icli nannte eben das Bild, das wir von der Besiedelung in Württemberg erhalten, ein vorläufiges. Mehr, glaube ich, dürfen wir aus dem vorliegenden Material nicht entnehmen. Allzu zahlreich sind die Daten ja nicht, und gerade für Württemberg, das bei geringer Ausdehnung selir beträchtliche klimatische Unterschiede (Neckar-, Jagst-, Kocher- und Donantal auf der eineU;, Rauhe Alb und Schwarz wald auf der anderen Seite) bietet, müßten die Stationen wesentlich vermehrt werden. Immerhin sind diese ersten Re- sultate bemerkenswert genug, um den geraachten Versuch sehr zu begrüßen. Ich gebe im folgenden zunächst die Beobachtungsdaten selbst, wiederum wie sonst nach den einzelnen durcli Längen- und Breitengrade begrenzten Netzvierecken geordnet, sowie die Mittelwerte dieser Vierecke. A. Bayern *) B. Württemberg. *) Das Datenmaterial der Arten Ruticilla titlii/s und Cuciüus canorus ist zusammen mit dem des Jahres 1905 bereits auf Seite 176 resp. 186 gebracht. (Der Herausgeber.) VcvhniKll. (tni. Ges. i. Bnyorn. VIT. H'f'l!. \^ — 194 - A. Bayer«. Hirundo riistica. Breite 24. „ 4 1 28. „ — 2 25. „ 3 1 25. „ 2 4 29. „ 1 1 26. „ — — 26. „ 1 1 30. 1, 1 — 27. „ — ' — 27. „ ■3 2 31. „ 1 — 28. „ 29. „ 1 j 1 1 1 28. ., 29. „ 4 1 2 1. April 2. 1 1 2 30. „ — 1 1 30. „ 1 ! — 3. ,, 2 1 ]. Mai — ; ■ 3 I. Mai — — 4. „ — — 2. „ — 1 1 2. 1 2 5. ,1 2 1 3. ,. — 1 — 3. !! 1 - 6. „ 3 3 — 2U2 — in zeitlicher Beziehung ziemlich ideutisch ist, iudem für Hiruiido uud Cuculus die Zeiteu verstärkter Zugsbewegung, wie sie durch fettgedruckte Zahlen kenntlich gemacht sind, nahezu auf dieselben Tage fallen, wie es ja auch sonst beobachtet wii-d. Diese Übereinstimmung im zeitlichen Ablauf des Besiedeluugsvorganges wird, ebenso wie es sich 1905 aus dem Vergleich von Bayern und Rheinpfalz ergab, seinen Grund in der allge- meinen Witteruugslage an den betr. Tagen haben*). Eine genauere Dis- kussion glaube ich aufschieben zu dürfen, bis aus beiden Ländern wieder ein- mal korrespondierendeBeobachtungen in ungleich größerer Zahl vorliegen**). Wenn wir das Mittel aus allen Beobachtungen nehmen, so ergibt sich für 1906 bei Hirundo in Bayern 13,ß. A